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Luxus-Fastfood in Zürich: Dieser Hotdog vom Weihnachtsmarkt soll mehr als 200 Euro kosten

Dass Essen und Getränke in der Schweiz und insbesondere in Zürich nicht ganz günstig sind, ist bekannt. Ein Hotdog auf dem Züricher Weihnachtsmarkt übertrifft nun aber alles: Schlappe 250 Franken muss man für das Würstchen im Brötchen hinblättern.

Hotdog in Zürich kostet 250 Franken

Wieviel würden Sie für diesen Hotdog ausgeben?

In Dänemark und anderen skandinavischen Ländern gelten Hotdogs gewissermaßen als Nationalgericht. In einem schwedischen Einrichtungshaus kann man diesen sogar für einen Euro erwerben und mit so viel Röstzwiebeln und Essiggurken belegen, wie man möchte.

Auf dem Züricher Weihnachtsmarkt gibt es aber ein ganz anderes Exemplar: Der Streetfood-Stand Heissihønd verkauft Hotdogs für schlappe 250 Franken, dass sind umgerechnet etwa 230 Euro. Ein Versehen oder gar ein Witz? Keineswegs. Der Preis kommt wegen der Zutaten zustande.

Normalerweise besteht der Hotdog aus einer warmen Brühwurst, die meist aus reinem Schweinefleisch im Dünndarm zubereitet wird. Für den Luxus-Hotdog von Heissihønd wird aber kein Schweinefleisch für die Würstchen verwendet, sondern Fleisch vom Kobe-Rind: Es ist das teuerste Rindfleisch der Welt. Ein Kilogramm echtes Kobe-Rind, das in der Region Kobe in Japan aufwächst, kostet etwa 400 bis 600 Euro, manchmal sogar noch mehr. Den Preis bestimmt eine sehr aufwändige Zucht und auch die restriktiven Qualitätsmerkmale. In Deutschland werden mittlerweile ähnliche Rinder gezüchtet, die unter dem Namen Wagyu-Rinder bekannt sind.

Weißer Trüffel und Champagner

Die restlichen Zutaten des Hotdogs sind fast schon langweiliger Standard: Brot, Ketchup, Senf, dänische Remoulade, Zwiebeln und eingelegte Gurken mit einem Pfefferkorn obenauf. Wer möchte, kann seine Luxus-Wurst mit Koriander und Chili verfeinern. Im Brötchen jedoch steckt noch etwas ganz Besonderes: Weißer Albatrüffel, der wohl teuerste Trüffel der Welt und Cristal-Roederer-Champagner (Flaschenpreis rund 150 Euro). Kein Wunder, dass dieser Hotdog mehr als 200 Euro kostet.

In einer Saison verkauft das Team von Heissihønd rund 30 dieser Luxus-Würstchen im Luxus-Brötchen. Wer in den Genuss des Hotdogs kommen möchte, muss entweder 40 Minuten warten, denn die Würste werden frisch zubereitet – oder aber man bestellt den "luksus hot døg" auf Facebook vor. 

Wem die 230 Euro für einen Hotdog zu schade sind, der kann (zum Glück) ein "Scheisserchen", eine Art Mini-Hotdog (ohne den Luxus) für umgerechnet etwa 5,60 Euro erwerben.

Einfache Küche: Aus dem Big Apple – Hot Dog New York-Style


dsw