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Frucht der Götter Drei leckere Rezepte: Warum die Kaki mehr Aufmerksamkeit verdient hat

Kaki
Die Kaki wird auch "Speise der Götter" genannt – Grund genug, ihr mehr Beachtung zu schenken
© gresei / Getty Images
Im Herbst startet die "Kaki-Saison". Die exotische Frucht fällt mit ihrer stechend orangenen Farbe sofort ins Auge. Auch geschmacklich ist sie ein Genuss – und findet in süßen als auch deftigen Rezepten Verwendung.

Unscheinbar und doch so vielseitig – die Kaki, auch bekannt als Persimon oder Sharonfrucht. Die Frucht mit der intensiven Farbe wird auch "Götterfrucht" genannt. Kein Wunder, schließlich schmeckt das orangefarbene Fruchtfleisch einer reifer Kaki wahrlich himmlisch: angenehm süß, leicht nach Karamell und erinnert entfernt an eine Mischung aus Tomate und Aprikose. Auch optisch könnte es die Kaki mit einer unreifen Tomate aufnehmen – botanisch gesehen handelt es sich jedoch um eine Beere – sie wächst an Bäumen.

Winterzeit ist Kaki-Zeit

Wenn sich die Blätter an den Bäumen goldgelb, orange und rot verfärben, startet bei uns in Deutschland die Kaki-Saison: Von Oktober bis Anfang Januar findet man die größte Auswahl der vitaminreichen Früchte. Zwar wird die Kaki mittlerweile auch aus Spanien, Italien, Israel und ab März aus Brasilien nach Deutschland importiert, legt dabei aber auch einiges an Kilometern zurück und verliert so nicht nur an Geschmack, sondern auch an Vitaminen. Mit einer saisonalen und vor allem regionalen Ernährung unterstützen Sie kurze Transportwege und helfen so, schädliche Treibhausgase zu verringern. Grund genug, die Kaki-Saison bestmöglich auszunutzen und sich an zahlreichen Rezepten zu versuchen – schließlich zeigt sich die Frucht wunderbar vielseitig.

Wichtig beim Kauf: Kakis können manchmal ein wenig zickig sein – unreif schmecken sie herb, reif reagieren sie hingegen sehr empfindlich auf Druck und zermatschen schnell. Den perfekten Reifegrad hat eine Kaki, wenn das Fruchtfleisch glasig-glänzend durch die dünne Schale schimmert. Da man die Schale der Frucht mitessen kann, sollten Sie darauf achten, dass diese weder Druckstellen noch braune Flecken aufweist.

Heilsame "Götterfrucht": Ursprung der Kaki

Als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, wird die Kaki seit über 2000 Jahren vor allem in Asien kultiviert. Hier findet sich auch ihr Ursprung. Neben ostasiatischen Ländern bauen heute unter anderem auch Israel und südeuropäische Länder wie Italien die Frucht an. Die tieforangene Frucht wächst an einem bis zu zehn Meter hohem Baum und wird – abgeleitet von ihrem Gattungsnamen "Diospyros kaki" – auch "Götterfrucht" oder "Götterspeise" genannt. Schon seit sehr langer Zeit werden der Kaki im asiatischen Raum heilsame Kräfte zugesprochen – vor allem für Magen, Blutdruck sowie bei Husten und Durchfallerkrankungen.

Was ist der Unterschied zwischen Sharon-Frucht, Persimon und Kaki?

Die "Götterfrucht" ist unter drei verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Doch was ist der genaue Unterschied zwischen der Kaki, einer Sharon-Frucht und der Persimon? Schließlich sehen sich die drei doch glatt zum Verwechseln ähnlich.

Kaki ist die ursprüngliche Bezeichnung der Frucht, die am Kakibaum wächst – demnach die Wildform aller weiteren, gezüchteten Sorten. Das Fruchtfleisch der Kaki erinnert geschmacklich in noch nicht ganz ausgereifter Form an Aprikosen und Birnen und besitzt zudem eine herbe Komponente aufgrund der enthaltenen Tannine, Gerbstoffe der Frucht. Je reifer die Frucht ist, desto mehr Tannine sind zersetzt und desto weniger bitter schmeckt sie.

Im Handel gibt es jedoch meist die Verwandten der Kaki – die sogenannte Persimone sowie die Sharonfrucht – zu kaufen. Die "Sharon" stammt aus Israel und hat ihren Namen der fruchtbaren Sharonebene zu verdanken, in der sie angebaut wird. Die Form der Früchte ist im Vergleich zu Kakis flacher und kleiner, die Färbung eher gelblich als rötlich. Die Persimon hingegen wird vor allem in Spanien angebaut. Erkennbar ist sie an ihrer länglichen, ovalen Form, welche eine hellrote Färbung aufweist.

Sowohl Persimone als auch die Sharonfrucht besitzen so gut wie keine Tannine und können somit auch im noch nicht vollständig ausgereiften Zustand verzehrt werden. Das Fruchtfleisch ist sehr süß und erinnert ein wenig an Zuckermelone und Pfirsich mit einem Hauch von Karamell. Die beiden Kaki-Sorten können mit Schale verzehrt werden. Im weichen Zustand ist es ratsam, den Blütenansatz mit einem Messer zu entfernen und dann die Frucht in Viertel zu schneiden.

Prall gefüllt mit Vitaminen

Kakis sind kleine Nährstoffbomben. Mit ihrer großen Menge an Ballaststoffen tragen sie zur einer gesunden Verdauung bei und sorgen zudem für ein nachhaltiges Sättigungsgefühl. Zudem enthält die "Götterfrucht" zahlreiche Mineralien, Vitamine und Spurenelemente. Hierbei ist besonders ihr hoher Gehalt an Provitamin A, der Vorstufe von Vitamin A, hervorzuheben. Vitamin A ist ein lebenswichtiges Vitamin, welches unter anderem den Sehprozess unterstützt und für gesunde Haut- und Schleimhautzellen essentiell ist. Zudem ist sie reich an B-Vitaminen und enthält eine Menge an Vitamin C. So stärkt sie das Immunsystem und bringt uns gut durch die kalte Jahreszeit.

Vielseitig: deftig und süß ein Genuss

Nicht nur aufgrund ihrer schönen Optik, dem süßen Aroma und ihrer gesundheitlichen Wirkung hat die Kaki mehr Aufmerksamkeit verdient. Sie ist zudem sehr wandelbar und kann sowohl in deftigen als auch süßen Speisen eingesetzt werden.

Drei leckere Rezepte mit Kaki

1. Cremiger Kaki-Schokopudding

Zutaten

  • 2 reife Kakis
  • 3 Esslöffel Backkakao
  • 1 Esslöffel Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Kakis waschen, schälen und in Würfel schneiden
  2. In einen Mixer geben und mit dem Backkakao und einer Prise Salz fein pürieren.
  3. Mit Agavendicksaft nach Belieben süßen und noch einmal mixen.
  4. Creme auf zwei Gläser verteilen und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Pudding aus der Form stürzen und sofort servieren.
Pudding
© Paula Mitchell / Getty Images

2. Fruchtiges Schichtdessert mit karamellisierter Kaki

Zutaten

  • 55 Gramm                 brauner Zucker
  • 70 Gramm                 Dinkelmehl
  • 50 Gramm                 Haferflocken
  • 55 Gramm                 Butter
  • 3                                  Reife Kakis
  • 2 Teelöffel                 brauner Zucker
  • 1                                  Zimtstange
  • 4                                  Kardamomkapseln
  • 200 Milliliter              Schlagsahne
  • 1 Esslöffel                 Vanillezucker
  • 150 Gramm               griechischer Joghurt

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  2. Den Zucker zusammen mit dem Mehl und den Haferflocken in eine Schüssel geben und vermengen.
  3. Die Kalte Butter hinzugeben, alles verkneten und Streusel formen.
  4. Streusel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen für circa 20 Minuten backen. Darauf achten, dass die Streusel nicht zu dunkel werden.
  5. Die Kakis heiß abwaschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden.
  6. Zwei Teelöffel braunen Zucker in einer Pfanne erhitzen, bis dieser schmilzt. Die Kaki hinzugeben und kurz anbraten.
  7. Mit Wasser ablöschen und die Zimtstange sowie die Kardamomkapseln hinzugeben. Alles für circa zwei Minuten köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist.
  8. Schlagsahne in eine Rührschüssel geben und aufschlagen. Vanillezucker hinzugeben und die Sahne steif schlagen.
  9. Den griechischen Joghurt vorsichtig unterheben.
  10. Das Dessert in Gläser schichten. Mit einer Schicht karamellisierten Kakis beginnen, Streusel darüber verteilen und Sahnecreme darüber geben. Noch einmal mit allen drei Schichten wiederholen. Zum Schluss wenige Streusel und Kakistücke auf der Joghurtcreme verteilen.
  11. Im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
  12. Genießen.
Schichtdessert
© RoJDesign / Getty Images

3. Römersalat mit gebackener Kaki und Ziegenkäse

Zutaten

  • 2 Kakis
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 Gramm Römersalat
  • 50 Gramm Granatapfelkerne
  • 50 Gramm gehackte Walnüsse
  • 100 Gramm Ziegenkäse

Dressing

  • 1 Teelöffel Senf
  • 1½ Esslöffel Ahornsirup
  • 2 Esslöffel Weißweinessig
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Getrocknete Salatkräuter
Frucht der Götter: Drei leckere Rezepte: Warum die Kaki mehr Aufmerksamkeit verdient hat

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  2. Die Kaki in Spalten schneiden und in eine Schüssel geben.
  3. Den Knoblauch schälen und fein hacken und zwei Esslöffeln Olivenöls in einer kleinen Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Mischung zu den Kaki-Spalten geben. Alles gut miteinander vermengen.
  4. Die Kaki-Spalten auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und für circa 15 Minuten backen, bis die Kaki außen leicht geröstet und innen leicht weich ist.
  5. Aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.
  6. Den Römersalat waschen, den harten Strunk abschneiden und ihn klein schneiden.
  7. Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Vom Herd nehmen und beiseitelegen.
  8. Den Granatapfel halbieren und die Kerne lösen. Den Ziegenkäse in mundgerechte Stücke schneiden.
  9. Für das Dressing den Senf zusammen mit Ahornsirup und Weißweinessig in einer Schüssel vermengen. Das Olivenöl hinzugeben und verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Gartenkräutern abschmecken.
  10. Den Salat mit dem Dressing vermischen und auf zwei Teller aufteilen.
  11. Die Kaki, den Ziegenkäse, die Granatapfelkerne und die gehackten Walnüsse auf den Salat geben und servieren.
Kaki Salat
© sbossert / Getty Images

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