Fußball
Massiver Fanprotest gegen den DFB bei Pokalfinale

Fans protestieren beim Pokalfinale gegen den DFB. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Fans protestieren beim Pokalfinale gegen den DFB. Foto
© Sebastian Gollnow/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Mit Bannern und Sprechchören machen Fans beim Pokalfinale ihrem Ärger über den DFB Luft. Was die Gründe für den Protest im Olympiastadion sind und wie der Verband reagiert.

Mit kollektivem Protest haben die Fans des FC Bayern München und des VfB Stuttgart ihren Unmut über den Deutschen Fußball-Bund zum Ausdruck gebracht. Mit Sprechchören und auf Transparenten wurde der Dachverband in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit des Endspiels um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion verunglimpft. 

Zum Abschluss der offensichtlich konzertierten Aktion zündeten beide Fanlager massive Pyrotechnik und sorgten dadurch unmittelbar nach dem 1:0-Führungstreffer der Bayern durch Harry Kane für eine Spielunterbrechung. 

Referee unterbricht Partie

Angesichts der Rauchentwicklung konnte Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie erst nach einigen Minuten wieder anpfeifen. Per Stadiondurchsage wurden Fans mit Augenreizungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgefordert, sich an Sanitäter oder medizinisches Personal zu wenden. 

Ein riesiges Banner mit einem durchgestrichenen DFB-Wappen wanderte zuvor einmal um den Unterring des Stadions. Darauf waren die Wörter Kläger, Richter, Henker zu lesen. Der Protest richtete sich neben den hohen Ticketpreisen für die Partie gegen die aus Sicht der Fans unverhältnismäßige Rechtsprechung des Verbands bei Fanvergehen. 

Der DFB reagierte auf die Vorkommnisse. "Wir freuen uns über eine lebendige Fankultur. Diese darf aber nicht dazu führen, dass die Kurven über Spielunterbrechungen oder gar -abbrüche entscheiden. Alles Weitere werden wir im Nachgang des Pokalfinals beraten und aufarbeiten. Heute sollte der Sport im Mittelpunkt stehen", teilte der Verband auf Anfrage mit.

dpa