Kriminalität
Fast zwei Jahre nach Tötungsdelikt - DNA-Tests in Stendal

Ende März sollen alle Männer DNA-Tests abgegeben, die damals zwischen 17 und 75 Jahre alt waren und sich zur Zeit des Verbrechen
Ende März sollen alle Männer DNA-Tests abgegeben, die damals zwischen 17 und 75 Jahre alt waren und sich zur Zeit des Verbrechens in Tangermünde und Umgebung aufhielten.(Symbolbild) Foto
© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Im Juni 2024 wird eine 61-jährige Frau tot in ihrem Wohnhaus aufgefunden. Wer hinter dem Tötungsdelikt steckt, ist auch heute noch unklar. Eine Reihen-DNA-Untersuchung soll Klarheit bringen.

Fast zwei Jahre nach dem Tod einer 61-jährigen Frau bittet die Polizei Männer in Tangermünde zum DNA-Test. Das Amtsgericht Stendal erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Beschluss zu einer Reihen-DNA-Untersuchung, wie die Polizei mitteilte. 

Die 61-Jährige wurde nach Angaben der Polizei am 9. Juni 2024 tot in ihrem Wohnhaus im Landkreis Stendal aufgefunden. Damals sei der Täter trotz umfangreicher Ermittlungen nicht festgestellt worden. Eine fremde-DNA-Spur verweist laut Polizei auf einen Mann, konnte aber keiner Person zugeordnet werden. 

Demnach werden Ende März alle Männer zu DNA-Tests geladen, die damals zwischen 17 und 75 Jahre alt waren und sich zur Zeit des Verbrechens in Tangermünde und Umgebung aufhielten. An die Männer seien Anschreiben der Polizeiinspektion Stendal versandt worden. Die Proben werden anonymisiert untersucht und lediglich zum Abgleich mit der am Tatort gesicherten DNA-Spur verwendet, hieß es. Gegen keinen der geladenen Männer bestehe ein konkreter Tatverdacht.

dpa