Psychologie LSD und Magic Mushrooms: Wie psychedelische Drogen in der Therapie eingesetzt werden

Psychologie: LSD und Magic Mushrooms: Wie psychedelische Drogen in der Therapie eingesetzt werden
© CasarsaGuru / Getty Images
Psychedelische Drogen erleben gerade ein Comeback. Die Autorin Anne Philippi sagt, sie habe erst durch die Trips zu sich selbst gefunden. Psychoanalytiker wie Wolfgang Schmidbauer hingegen warnen vor den Gefahren. Wir haben mit beiden gesprochen.

Anne Philippi griff zu LSD, weil sie Antworten finden wollte. Antworten darauf, warum sie mit 47 Jahren noch immer unverheiratet war und keine Kinder hatte. Die Frage belastete die Autorin und Journalistin seit Jahren. Auch Therapeuten waren ihr keine Hilfe. Also wählte sie eine ungewöhnliche Methode, um ihren Problemen auf den Grund zu gehen: einen LSD-Trip. Heute sagt sie: "Hätte ich diesen Trip zehn Jahre früher gemacht, hätte ich mein Leben geändert und wäre sofort schwanger geworden." Dankbar für ihre Erfahrung setzt die 47-Jährige seitdem alles daran, psychedelische Drogen von ihrem vermeintlichen Stigma zu befreien. Ihr Startup "The New Health Club" hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung von Psychedelika zur Norm zu machen, vor allem für Menschen mit psychischen Problemen. Aber kann das funktionieren? Können psychedelische Drogen dabei helfen, Lebensfragen zu beantworten – und Menschen davor bewahren, unwiderrufliche Fehler im Leben zu begehen und gar vor Depressionen schützen? Oder überwiegen die Gefahren den Nutzen? Schließlich stehen die Drogen im Ruf, in Wahnsinn und Realitätsflucht führen zu können.

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