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GESPERRT! Krimi-Überblick: Ganz schön spannend

Krimi ist nicht gleich Krimi: Während in einem Fall permanente Action herrscht und literweise Blut fließt, macht sich im anderen ein kühler Kopf an die Lösung eines ausgeklügelten Verbrechens. Der stern hat eine Auswahl zusammengestellt und ein wenig vorsortiert.

Verbrechen, Leichen, irre Killer, verstörte Ermittler - so richtig fröhlich wird es in diesem Special nicht. Aber daran sind Sie und Millionen andere Leser nun mal selbst schuld. Denn kaum etwas wird in Deutschland lieber gelesen als Krimis. Die sogenannte Spannungsliteratur ist das erfolgreichste Genre in der Belletristik. Und jedes Jahr werden es mehr Romane. Schwierig, da den Überblick zu behalten und die Spreu vom Weizen zu trennen. Wer Mankell mag, ist noch lange nicht mit jedem anderen Schweden glücklich, und wer den oft jubelnden Klappentexten ("atemberaubend spannend") traut, wird nicht selten enttäuscht.

Wir haben uns durch Berge von Krimis gelesen und die besten aus diesem Bücher-Frühjahr "ermittelt". Die Methode war ebenso wirkungsvoll wie einfach. Was nicht nach 30 Seiten überzeugte, wurde zur Seite gelegt. Und nur, was bis zum Schluss fesselte, kam schließlich in diese Liste.

Große Namen

Adolf Eichmann serviert Mate-Tee in seinem argentinischen Versteck, Juan Péron lässt sich minderjährige Mädchen zuführen, und Joseph Goebbels' Badezimmer ist rosa gefliest, mit einem Hitler-Bild neben der Seifenschale. Bisweilen schliddert Kerr beim fünften Fall seines deutschen Ermittlers Bernhard "Bernie" Gunther schon recht scharf an der Persiflage vorbei. Doch der schottische Thriller-Routinier ist gewieft genug, stets rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Und auch wenn mit ihm (oder seinem Übersetzer) das eine oder andere Mal der Hammett etwas ungelenk durchgeht ("Seine Stimme klang wie ein geräucherter Hering"): Der zwischen Buenos Aires der 50er und Berlin der 30er Jahre pendelnde Faction-Thriller um Mädchenmorde, Nazi-Gold und verschwundene Juden ist schlau konstruiert und magnetisch im Abgang.

Arthur Rhyme wird wegen Mordes verhaftet - alle Spuren und Beweise sprechen gegen ihn. Eine glasklare Sache für die Polizei. Doch der Mann beteuert seine Unschuld. Und so bittet seine Frau Lincoln Rhyme, Arthurs Cousin, um Hilfe. Schnell stellt sich heraus, dass Arthur nicht der Erste ist, dem mit unglaublicher Raffinesse und Detailwissen falsche Beweise untergeschoben wurden. Offensichtlich wusste der "Täuscher" nicht nur alles über seine Opfer, sondern auch über die ausgeguckten Sündenböcke. Bei ihren Ermittlungen stoßen Rhyme und seine Partnerin Sachs auf die Firma SSD, ein Unternehmen, das Daten und Informationen über jeden Menschen sammelt - Vorlieben und Schwächen, Kaufverhalten, Gewohnheiten, Zahnpasta, Gleitmittel und Knabbergebäck mit scharfer Soße. Der achte Fall des Paares Rhyme/Sachs ist spannend, nur manchmal etwas überfrachtet. Und ein komisches Gefühl bleibt: alles nur Fiktion - oder sind wir schon so weit?

Bereits zum zehnten Mal lässt Michael Connelly seinen erfolgreichsten Helden, den brummigen Polizisten Harry Bosch, ermitteln. Inzwischen wieder im Dienst des L. A.-Police-Departments, steht er kurz davor, den Mord an einer Frau aufzuklären, der bereits 13 Jahre zurückliegt. Aber in diesem Thriller ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Als dem vermeintlichen Täter die Flucht aus dem Polizeigewahrsam gelingt, ist dies der Beginn einer gekonnt inszenierten Verfolgungsjagd. Derweil ist der wahre Mörder nicht untätig und versucht, Bosch und dessen Team in seinem Sinne zu steuern. Auf den amerikanischen Bestsellerautor Michael Connelly kann man sich verlassen. "Echo Park" ist ein gewohnt professioneller Thriller vom Meister des kalkulierten Schreckens. Am Ende fügt sich das Verbrechenspuzzle überraschend, aber schlüssig zusammen. Und der Showdown ist einfach spektakulär!

Die erste Seite ist wie die Tür zu einer düsteren Bar, und da fängt die Geschichte an. Man liest und trinkt mit. Und raucht. Und versteht: Easy Rawlins ist Privatdetektiv in South Central Los Angeles, und er hat eine todkranke kleine Tochter, die Feather heißt. Er braucht Geld, um eine Behandlung in der Schweiz zu bezahlen. Er übernimmt einen stacheligen Auftrag, er findet eine Leiche und sucht eine Frau, es geht um sehr viel Geld, Nazi-Verstrickungen reicher Amerikaner, und durch die ganze Geschichte weht der Wind der 60er-Hippiejahre. Mosley hat ein blutig-poetisches Buch geschrieben, und ganz sicher hat er dabei die Musik von John Coltrane gehört, denn die hört man zwischen den Seiten. Und liest Sätze wie Perlen: "Mann, ich mach Sachen, da wissen die meisten nicht mal, dass sie nichts drüber wissen." Ein Buch, das man eigentlich nur nachts lesen will. Und das man beim Zähneputzen noch in der Hand hat.

Die souverän geschriebenen Romane von Dick Francis spielen stets im Pferdesportmilieu. Klingt irgendwie langweilig? Ist es aber nicht. Francis' Helden wachsen einem schnell ans Herz. Nette Typen, die mehr oder weniger zufällig mit einem Verbrechen konfrontiert werden und sich aus Überzeugung, Empörung oder bloßer Sturheit dem Bösen in den Weg stellen. Wie hier ein junger Starkoch, der gegen einen verbrecherischen Pferde-Baron kämpft. Nach dem Tod seiner Co-Autorin und Ehefrau Mary schreibt Francis nun gemeinsam mit seinem Sohn weiter. Das Ergebnis hat nicht ganz die Klasse von früher, ist aber immer noch lesenwert.

Software-Millionär Mike Mackenzie hat Langeweile. Und deshalb will er - gemeinsam mit einem Banker, einem Kunstprofessor und einem Dauerkiffer - den spektakulärsten Bilderraub Schottlands hinlegen. Die Amateure heuern Unterweltprofis an, denen allerdings die Hell's Angels im Nacken sitzen. So weit der reichlich konstruierte Plot, aus dem Ian Rankin ein durchaus kitzeliges Gaunerstück strickt. Wär's ein Debüt, gäbe es dafür eine respektable Zwei minus. Gemessen jedoch an Rankins Klasse, überragend bewiesen in seiner Serie um Inspector Rebus: eine Vier. Er hat die Latte halt sehr hoch gelegt.

Val McDermid ist eine sichere Bank. Da weiß man, was man hat: nämlich versiert geschriebene psychologische Thriller. Dicke Schwarten, facettenreich und dabei nie flach. So ist es auch mit diesem Roman um einen Mann, der erst nach 20 Jahren von seiner Tochter als vermisst gemeldet wird. Mick Prentice verschwand an einem Dezembertag im Jahre 1984 während des großen Bergarbeiterstreiks. Detective Inspector Karen Pirie steht vor einem rätselhaften Fall. Spannend zu lesen ist diese Geschichte, und zudem lernt man ganz nebenbei eine Menge über das britische Bergarbeitermilieu. Schwamm drüber, dass Val McDermid das Ganze am Ende etwas hastig und leicht überladen zu Ende bringt.

Ziemlich prätentiös, dieser Arne Dahl. Stalingrad, Irak, Stasi und CIA: Darunter tut er's auch diesmal nicht, wenn seine Superermittler-A-Gruppe nun schon zum siebten Mal ausrückt. Überhaupt, die AGruppe: überfrachtet mit teils belanglosen Charakteren, die eitel salbadern. Warum Dahl trotzdem lesen? Weil er einen wunderbaren Rhythmus draufhat, diese geradezu musikalische Fähigkeit, das Tempo zu drosseln oder zu verschärfen, und so einen Spannungsbogen hält, wie es vielleicht noch Grisham schafft. Vom mysteriösen Bankraub in Stockholm bis zum Showdown in Venedig schlabbern sich 400 Seiten weg wie nichts. Dahl will Haute Cuisine, liefert Fast Food - aber das auf Fünfsterneniveau. Robert Wilson

Hiob war ein Glückspilz, verglichen jedenfalls mit Javier Falcón. Vier dicke Bände lang muss Sevillas Inspector Jefe durch die Hölle. Sein Vater ein Kinderschänder, seine Frau erst untreu und dann ermordet, seine Geliebte ein Psychowrack, sein engster Freund zerrieben zwischen den Geheimdiensten, seine Stadt erschüttert von Korruption, Drogen, Russen-Mafia, christlichem Fundamentalismus, Terror. Das "Andalusische Requiem" fügt alle losen Enden zusammen in einem wilden Parforceritt: Robert Wilson, ehemals Werbetexter, hält sich nicht lange auf mit Glaubwürdigkeit und Logik, sondern setzt auf Hochgeschwindigkeit und Hochspannung. Das macht er perfekt. Ideal für den Strandurlaub.

Ronnie Wilson, ein kleiner Gauner, ist in New York, um sich mit einem Deal aller Sorgen zu entledigen. Die Wirren nach den Anschlägen des 11. September nutzt er, um unterzutauchen. Jahre später werden in England und Australien zwei tote Frauen gefunden - beide waren mit Ronnie verheiratet. Was Detective Superintendent Roy Grace und seine Truppe in ihrem vierten Fall ziemlich umtreibt. Das wäre die schlichte Variante - Peter James mag es aber ein wenig komplizierter: In bis zu acht Erzählsträngen und mehreren Zeitebenen werden Wilson und eine geheimnisvolle Schöne um die halbe Welt gejagt. Nach anfänglich gewöhnungsbedürftiger Wirrnis aufregend bis zum gemeinen Ende.

Hart und heftig

Jack Burn ist eigentlich kein schlechter Kerl. Nur hat er leider seine Firma für Sicherheitstechnik in den Sand gesetzt und seine Kohle verspielt. Und hat, um seine Gläubiger ruhig zu stellen, eine Bank überfallen. Dabei kam ein Polizist ums Leben. Und das hat Burn auf die Liste der meistgesuchten Männer der USA gebracht. Als wir ihn kennenlernen, rutscht er gerade in die nächste Scheiße. Er ist mit seiner Familie nach Südafrika geflohen. Zwei drogensüchtige Ghetto-Jungen überfallen das Haus der Burns und lösen eine Lawine der Gewalt aus, die ihre Kraft aus vielen Quellen speist: Burns Vergangenheit als U.S. Marine in der Operation "Desert Storm", der unüberwindbaren Kluft zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung am Kap und nicht zuletzt der Verzweiflung, mit der Burn um seine auseinanderbrechende Familie kämpft. Rasant choreografierter Thriller vor der Kulisse des Tafelbergs.

Alexei Volkovoj ist ein ungewöhnlicher Held: Russe, Kriegsveteran, raubeinig, aber mit Prinzipien, obwohl er sowohl für das Militär als auch für die Moskauer Mafia arbeitet. Als Volkovoj einen Terroranschlag im Herzen der Hauptstadt untersucht, stößt er auf Verbindungen zu tschetschenischen Kämpfern. Es geht um ein Video, auf dem russische Kriegsverbrechen im Kaukasus zu sehen sind. Zur Klärung des Falls muss er zurück nach Tschetschenien, jener Hölle, in der er den Glauben an sein Land und dessen Integrität verloren hat. Dieser harte, schnelle Roman des Amerikaners Ghelfi zeigt Moskau als düsteren, gewalttätigen Moloch, in dem sich sämtliche legalen wie illegalen Fraktionen gegenseitig bis aufs Messer bekämpfen. Gut, aber nichts für zarte Gemüter!

In einer Gruft des Dorotheenstädtischen Friedhofs in Berlin wird eine Leiche gefunden - der Oberkörper ist gehäutet. Eine Obduktion ergibt, dass die junge Frau vor ihrem Tod auf einer altertümlichen Streckbank gefoltert wurde. Bald schon wird das nächste Opfer des "Häuters" entdeckt. Ein grausiger Job für Kommissarin Paula Zeisberg, die schließlich mithilfe der Gerichtsmedizinerin Martina Weber und der Staatsanwältin Chris Gregor den - natürlich - zutiefst verstörten Täter überführen kann. Spannung ohne Firlefanz!

48 Stunden bleiben der Geschäftsfrau Andrea Devern, um 500.000 Pfund Lösegeld aufzutreiben. Man hat ihre 14-jährige Tochter entführt. In ihrer Verzweiflung wendet sich die Frau an einen ehemaligen Freund, einen Gangster. Der beobachtet die Geldübergabe und wird wenig später von den Entführern grausam getötet. Und statt ihre Tochter freizulassen, verlangen die Kidnapper weitere 500.000 Pfund. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dieser britische Autor gilt als Garant für Tempo und Spannung. Tatsächlich liest man "Deadline" gut weg. Ein paar Klischees weniger (hübsche Mutter, knackiger Bulle, total eklige Gangster) wären hier aber mehr gewesen.

Nach seinem grandiosen Debüt "Kind 44" erzählt Smith in seinem neuen Thriller "Kolyma" die Geschichte des ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow weiter. Der ist nun Ermittler einer Mordkommission im Moskau des Jahres 1956. Nach einer Rede von Chruschtschow, in der dieser sich von Stalin distanziert, werden zwei KGB-Offiziere ermordet. Demidows Ermittlungen führen ihn zu einer Frau, die er als junger KGB-Agent verhaftet hat. Und deren Mann seitdem in Kolyma einsitzt, dem brutalsten Gulag der Sowjetunion. Mit seiner klaren und präzisen Sprache gelingt es Smith erneut, die Gräuel dieser finsteren Zeit beklemmend und eindringlich zu beschreiben. Der junge Brite mischt gekonnt historische Fakten mit Fiktion.

Ernst Halder ist "Prisoner of War", Kriegsgefangener in einem Lager in Colorado. Dort haben die inhaftierten Nazis immer noch das Sagen. Bei seinen Arbeitseinsätzen auf dem Feld verliebt sich Halder in Celena, die Tochter des Farmers Walker. Die Nazis befehlen ihm, mit einem SS-Offizier in Walkers Laster zu fliehen und einen Sabotageangriff zu verüben. Celena und ihre Familie geraten in höchste Gefahr. Alan Gifford hat das vergessene Thema der deutschen Kriegsgefangenen in den USA anhand der eigenen Familiengeschichte recherchiert und in einen dramatischen Krieg-und-Liebe-Thriller umgesetzt.

An einen schlechten Scherz glaubt der Anwalt Robert Stern, als er seinen neuen Mandanten auf einem düsteren Industriegelände trifft. Der zehnjährige Simon behauptet, er habe mehrere Menschen getötet - in seinem früheren Leben. Doch dann führt das Kind Stern zu einem Skelett. Von da an gerät das Leben des Anwalts aus den Fugen. Bei der Polizei, der er den Fund meldet, macht sich Stern verdächtig, mit Simon findet er weitere Leichen, und ein anonymer Anrufer behauptet, Sterns vor zehn Jahren verstorbener Sohn sei noch am Leben. Das Buch ist nichts für Leser mit schwachen Nerven. Hart und spannend bis zum überraschenden Schluss.

Isländer sind freundliche Menschen, die auf putzigen Pferdchen umherreiten? Von wegen. Glaubt man dem Isländer Stefán Máni, sind Isländer brutale Unterweltler, alkoholkranke Faschisten, vierschrötige Sozialisten, wahnwitzige Esoteriker, Spieler, Lügner, mordende Ehemänner. Und all diese Finsterlinge versammeln sich auf einem Frachtschiff, das in dunkler Nacht und eisigem Sturm Richtung Südamerika ausläuft. Nach den restlichen komplett frauen- und humorfreien 350 Seiten spürt der bange Leser das ewige Wogen des Schiffes im Bauch und den Geruch von Schweröl und Blut in der Nase. "Das Schiff " ist nichts für Sprachpuristen, Liebhaber adretter venezianischer Commissari oder raffinierter Wer-ist's-gewesen?-Geschichten. Eigentlich ist es nicht einmal ein Krimi. Dafür etwas für Unerschrockene, die bereit sind, jede Hoffnung fahren zu lassen.

Eine solche Geschäftsidee kann auch nur in Berlin entstehen, der Welthauptstadt der absurden Wurschtelwirtschaft. Eine Clique gründet im Vollrausch eine Agentur, die sich im Namen von Unternehmen entschuldigt, die etwas auf dem Kerbholz haben. Klingt grotesk, entwickelt sich aber schnell zu einem florierenden Geschäft. Alles läuft bestens, bis ein Mörder die Dienste der Agentur in Anspruch nimmt und sie in ein grausames Spiel hineinzieht. Dieser Thriller ist ein spannender Kommentar zu den Boomzeiten der Privatisierung.

Der Hausmeister eines Londoner Museums wird mit zerfetzter Brust aufgefunden, in der Hand die abgeschnittene Zunge. Beginn einer Serie von Ritualmorden, die Detective Mark Forrester um den Schlaf bringen. Derweil macht sich ein Journalist auf, um über die türkische Ausgrabungsstätte Göbekli Tepe zu berichten. Auch dort sterben Menschen eines unnatürlichen Todes. Der Reporter entdeckt die Spur zu einer uralten Glaubensgemeinschaft, und der Polizist kommt einem fiesen Geheimbund auf die Spur. Klar, dass beides zusammengehört. Wirklich spannend erzählt, ein bisschen weniger Archäologie-Proseminar hätte es noch schneller gemacht.

Wenig Blut, viel Tiefgang

Wer weiß, wie lange noch, aber der gigantische Turbomotor Shanghai rast auf Hochtouren, Symbol für Chinas wuchernden High-Speed-Kapitalismus. Fassungslos und fasziniert zugleich begleitet der in den USA lebende Qiu Xiaolong, Jahrgang 1953, schriftstellerisch die Entwicklung in seiner Heimatstadt. Sein Krimi-Held heißt Chen Cao, ist Oberinspektor bei der Polizei und literarisch ambitioniert, Übersetzer englischer Literatur und Liebhaber guter Küche. In seinem fünften Fall versucht Chen, endlich sein Literaturstudium abzuschließen und gleichzeitig den Serienmörder junger Mädchen zu schnappen. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie Affenhirn serviert wird, geht bei diesem geistreichen Thriller nicht leer aus.

Eigentlich will Rebecka Martinsson Abstand gewinnen. Ihr letzter Fall hat der Staatsanwältin sehr zugesetzt, in der Nähe des nordschwedischen Städtchens Kiruna vergräbt sie sich. Doch der Horror, dem sie entfliehen will, holt sie ein. Eine junge Einheimische wird ermordet, draußen beim gefrorenen See. Widerstrebend nimmt Rebecka die Ermittlungen auf. Mehr von Ahnungen als von Fakten geleitet, dringt sie immer tiefer in das Gespinst von Verrat, Schuld und Hass vor. Die Meisterin der Andeutung wird Åsa Larsson genannt. Wie beiläufig schildert sie die seelischen Verwüstungen, die Grausamkeiten, die Sehnsüchte, webt Rückblenden ein. Nach und nach entsteht das Bild; als es fertig ist, treibt es einem die Tränen in die Augen. So schrecklich ist das, so menschlich.

Was tut man, wenn man niemandem mehr trauen kann? Wenn man Verbrechen beschuldigt wird, die man nicht begangen hat? Dem unbescholtenen Amsterdamer Unternehmensberater Michael Bellicher wird eines Tages aus heiterem Himmel Unfallflucht mit Todesfolge und Kreditbetrug vorgeworfen. Die Polizei hat stichhaltige Beweise. Bellicher muss fliehen. Nach und nach stellt sich heraus, dass der Mann im Internet zu auskunftsfreudig war und sich Verbrecher seiner Identität bemächtigt haben. Spannend erzählt und hochaktuell. Was kann passieren, wenn wir zu viel von uns preisgeben?

Giorgio ist 22 und ein vorbildlicher Jurastudent in der apulischen Hafenstadt Bari. Die Noten tadellos, die Freundin hübsch, die Eltern zufrieden. Alles läuft nach Plan - bis er Francesco begegnet. Der führt ihn ein in die Welt des Pokerspiels, der Kartentricks und des schnell verdienten Geldes, und Giorgio beginnt aus seinem vorgezeichneten Leben zu rutschen. Und da ist noch ein junger Mann in Bari: der Polizist Chiti, der eine Serie kaltblütiger Vergewaltigungen aufklären muss. Carofiglio erzählt eine Geschichte von der Sehnsucht nach Freundschaft und nach dem wilden Leben, in dem keine anderen Regeln gelten als die eigenen. Da er nur sparsam Handlungsstränge auslegt, bleibt wenig Raum für Überraschungen. Aber das Ganze ist klug und sorgfältig aufgeschrieben. Schön.

Auch in seinem dritten Fall (nach "Eismond" und "Das Schweigen") gibt sich der junge finnische Kriminalpolizist Kimmo Joentaa wortkarg. Seine Kollegen schütteln oft den Kopf über Kimmos schwer nachvollziehbare Gedankensprünge, und doch findet er immer wieder die richtige Spur. Die Geschichte über Morde an den Gästen einer Talkshow würde auch einen soliden "Tatort" schmücken. Außerordentlich wird der Krimi des 1972 geborenen Hessen erst durch seine traumhaft souveräne Sprache, unterkühlt und schimmernd wie der Neuschnee in Turku.

Der Mexikaner Jorge Volpi ("Das Klingsor-Paradox") erweist sich wieder einmal als Klassenbester im Fach der Fiktionalisierung von Fakten. Sein schlau konstruierter Geschichts- und Wissenschafts-Thriller erklärt uns die Weltsituation - von der Tschernobyl-Katastrophe über die Rolle des IWF bis hin zum Geschäft mit dem Humangenomprojekt. Ein grobmaschig geknüpftes Netz aus Tatsachen, in dem drei starke Frauenfiguren zappeln, wobei von Anfang an klar ist, dass sie die noch zu erzählende Geschichte nicht überlebt haben. Volpi, der die Abkehr vom magischen Realismus als literarisches Projekt betreibt, protzt ein wenig mit Überrecherche, schafft es aber erstaunlicherweise doch, die verschlungenen Fäden kunstvoll zusammenzuführen.

Das Thema Kindesmissbrauch hat schon manchen Autor verleitet, so richtig in die Schocker-Kiste zu greifen. Garry Disher macht das Gegenteil in seinem vierten Buch um Inspector Challis. Behutsam erzählt er von der verschwundenen Katie und den Verlierern der australischen Gesellschaft, zu denen auch die chronisch überlasteten Polizisten gehören. Dass diesmal nicht Challis leitend ermittelt, sondern seine labile Kollegin Destry, macht das Ganze noch überzeugender. "Beweiskette": kein Reißer, sondern ein kluger Krimi - auch wenn's am Schluss, genrebedingt, nun mal knallen muss.

Die elfjährige Kate beschäftigt ihre unterforderte Intelligenz mit Detektivspielen. Am liebsten ermittelt sie im benachbarten Shopping-Center, das ihre englische Heimatstadt in eine Geisterstadt verwandelt hat - Leben spielt sich nur noch in der klimatisierten Konsumhölle ab. Eines Tages verschwindet die Detektivin. 20 Jahre später sieht Wachmann Kurt die kleine Kate auf einem Videoüberwachungsband. Was soll man an diesem erstaunlichen Romandebüt mehr bewundern: das bewegende Porträt der Außenseiterin Kate oder die plastische Beschreibung der Seelenvernichtungsmaschine Shopping-Center? Der wahre Böse in dieser originellen Mischung aus Spukgeschichte, Krimi und soziologischer Kleinstadterforschung ist der gigantische Konsumtempel.

Mike Sullivan geht mit seiner sechs Jahre alten Tochter Sarah zum Schlittenfahren - und verliert sie aus den Augen. Das Kind bleibt verschwunden. Fünf Jahre später - die Ehe ist inzwischen gescheitert - sucht Mike immer noch verzweifelt nach dem Mädchen. Mittlerweile steht der Priester Francis Johna im Verdacht, etwas mit dem Verschwinden von Sarah und anderen Kindern zu tun zu haben. Doch Beweise gibt es nicht. Und Johna liegt im Sterben, aber reden will er nicht. Nichts für komplizierte Ansprüche, aber genau das Richtige für einen langen Abend im Bett.

Große italienische Krimi-Oper, geschrieben von einem Deutschen: milliardenschwere Finanztransaktionen und illegale Hundekämpfe, ehemalige Geheimagenten und eiskalte Killer, eine Liebesgeschichte und ein paar Tote - Heinichen hat seinen sechsten Roman um Commissario Proteo Laurenti üppig orchestriert. Die Bühne ist Triest, die Hafenstadt in Italiens Nordosten, es ist die Zeit Ende 2007, als die Grenzen zu Osteuropa endgültig fallen und sich Gangster und Polizisten auf ganz neue Geschäfte einstellen. Nebenbei wird noch schnell die sich bereits abzeichnende Weltfinanzkrise erklärt sowie die steigenden Preise auf den Rohstoffmärkten - gediegene Unterhaltung mit politischem Nährwert. Denn Heinichen, der einst den Berlin Verlag mit gründete und heute in Triest lebt, ist ein politischer Kopf, der Kriminalroman sei "ein ideales Mittel, um die Gesellschaft abzubilden". Seine Bücher sind hart an der Realität gebaut - einigen Zeitgenossen womöglich zu hart: Seit Längerem wird der Autor mit einer raffiniert inszenierten Rufmordkampagne denunziert, wie er gerade öffentlich machte. Es gehe darum, seine Glaubwürdigkeit zu zerstören, vermutet Heinichen. Ein Grund mehr, seine Bücher zu lesen.

In einer Scheune am Rhein liegt eine junge Frau, brutal missbraucht und schwer verletzt, mehr tot als lebendig. Zwei Halbwüchsige finden sie - und sagen erst mal niemandem etwas, mal sehen, was man an der wehrlosen Frau noch ausprobieren kann. Kurz darauf ist die verschwunden und einer der Jungen tot; und im schönen Breisgau beginnt ein mörderisches Wettrennen: Die Täter wollen die Entflohene zum Schweigen bringen, die Polizei sucht sowohl die Frau als auch die Täter, und dass womöglich einer der Täter zugleich auch Polizist ist, macht die Jagd umso teuflischer. Es ist der vierte Fall für Bottinis Freiburger Hauptkommissarin Louise Bonì; es ist ein klassischer Kriminalroman, geschrieben aus der Sicht der Polizistin, die selbst gerade ihre wunde Seele zu heilen versucht. Dergleichen kennt man. Doch Oliver Bottini, zweifach mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet, ist ein hervorragender Schreiber und routinierter Erzähler. Mit sicherer Hand führt er seine Leser in eine eskalierende Spannung und in bedrohliche Abgründe, und irgendwann will man nur noch eines: die Kinder ins Bett schicken, das Telefon ausstellen, weiterlesen. So soll es sein.

Es darf auch gelacht werden

Eddy ist ein Trickbetrüger, der Touristen ausnimmt und so selbstverständlich lügt, wie er Rasierwasser auflegt. Im Treppenhaus seiner Wohnung tötet er eher aus Versehen den meistgehassten und reichsten Mann Berlins. Von da an dreht sich sein lasterhaftes Leben nur noch um Fragen wie: wohin mit der Leiche? Und was erzähl ich bloß der gefährlich schönen Tochter des Raubtierkapitalisten? Das zehnte Buch des gebürtigen Frankfurters Arjouni kann nur selten mit der Klasse seiner Geschichten um den deutsch-türkischen Privatdetektiv Kayankaya ("Happy Birthday, Türke!") mithalten. Doch die teils unplausible Handlung wird hier locker aufgewogen durch treffend beschriebene Kiez-Wirklichkeit und eine aufgekratzte, rotzfreche Sprache.

Kennen Sie Malefiz? Fies, nicht wahr? Kaum wähnt man sich am Ziel, schmeißt ein Mitspieler noch schnell ein Hindernis in den Weg. Und noch eins und noch eins. Parker, dem ultracoolen Verbrecher, widerfährt genau dies vor einem scheinbar perfekt geplanten Überfall auf einen Geldtransport. Da tauchen plötzlich Kopfgeldjäger auf und eine ehrgeizige Jungpolizistin; Komplizen werden unachtsam, ein schmieriger Arzt quatscht zu viel. Mit Wonne lässt Donald E. Westlake, der unter dem Pseudonym Richard Stark rund 20 Parker-Romane schrieb, seinen Antihelden gegen Wände rennen - und sofort wieder aufstehen. Das Ganze erzählt er lakonisch und ungemein fesselnd. Hehre Krimi-Kunst, leider zum letzten Mal. Westlake verstarb Ende vorigen Jahres.

Juretzka schreibt, als ob er gemeinsam von Quentin Tarantino und Charles Bukowski in kreativem Schreiben unterrichtet worden wäre. Sein saufender Ruhrpott-Detektiv Kristof Kryszinksi "ermittelt" diesmal mit seinem dauerbekifften Freund Scuzzi in Spanien. Der Grund: Ihr Kumpel Schisser wollte eigentlich in der Nähe eines Hippie-Campingplatzes die Gründung einer Motorradranch für ihren gemeinsamen Bikerklub "Stormfuckers" vorantreiben. Aber dann ist Schisser auf einmal verschwunden - und die 180.000 Euro Start-up-Kapital sind es auch. Umwerfend

Eine Kirche, ein Yachtklub, ein Pub und ein Klüngel, der sich für Landadel hält - sehr viel mehr gibt es im verschlafenen Fethering an der englischen Südküste nicht zu sehen. Bis zu jenem Morgen, an dem die schrullige Pensionärin Carole Seddon beim Strandspaziergang eine Leiche findet. Doch als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, ist der Tote verschwunden. Niemand glaubt an ein Verbrechen - bis auf die extravagante Jude, die erst kürzlich das Cottage neben Carol bezogen hat. Also bleibt den beiden kauzigen Ladys nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Eine spannende Mörderjagd, gewürzt mit reichlich schwarzem Humor. Miss Marple lässt grüßen.

Drogen, Nutten, Gefahr. Das ist die Welt von Ernie Stark. Der Junkie und Kleinganove plant die große Nummer im kalifornischen Oceanview und will dabei mal eben die Polizei, seinen Freund und die mexikanische Drogenmafia aufs Kreuz legen. Dieses Buch wurde nach dem Tod des Krimi-Autors 2005 von seiner Witwe entdeckt. Was zunächst der typische Gangsterplot zu sein scheint, ist aber vor allem authentisch. Edward Bunker - selbst verurteilt wegen Raubüberfällen und Drogenhandel - überzeugt mit seiner knochentrockenen und detaillierten Schilderung des Gangstermilieus. Ernie Stark ist ein Arschloch, aber ein sympathisches.

Mack Megaton ist ein absolut cooler Detektiv: mehr als zwei Meter groß, hart wie Stahl und praktisch unzerstörbar. Kein Wunder - Mack ist ein Roboter. Er lebt und arbeitet in der versifften, futuristischen Metropole Empire City, in der "Biologische" und Maschinenwesen versuchen miteinander auszukommen. Das geht auch recht gut. Aber dann entführen Unbekannte Megatons menschliche Nachbarn, mit denen der Roboter befreundet ist. Megaton macht sich auf die Suche und muss sich dabei große Mühe geben, sein Aggressionsmodul unter Kontrolle zu behalten. Lee Martinez mischt sehr unterhaltsam Science-Fiction-Elemente mit den klassischen Motiven des Detektivromans. Erfrischend unkonventionell.

Schön böse

Was für eine schöne Nachricht: Joseph Wambaugh, 72, Altmeister großartiger Polizei-Literatur ("Die Chorknaben"), ist nach langer Pause wieder im Geschäft. Und wie! Mit Dampf und Saft, einer Prise Zynismus und ganz viel Zuneigung präsentiert er die Männer und Frauen seiner Hollywood Station: junge Cops in ihren Streifenwagen, die sich zu Höherem berufen fühlen, von Leinwandkarrieren träumen, von der großen Liebe und vom schnellen Sex - oder einfach ihr teils verkorkstes Leben in den Griff kriegen wollen. Während da draußen der Wahnsinn tobt. Auf Trab halten sie ein Juwelenraub, ein dubioser Nachtclubbesitzer, ein böser Russe und ein bauernschlauer Junkie. Das Ganze erinnert an Episodenfilme wie "Short Cuts", ist brillant komponiert und brillant erzählt. Noch eine schöne Nachricht?

Der Nachfolger von Hollywood Station. Mindestens genauso gut, gar eine Spur irrwitziger und mit dem nun schon vertrauten Personal rund um Nate Weiss, den Bullen, der so gern König des Kinos wäre. Verrückt macht ihn hier die hinreißende, aber eiskalte Margot. Dummerweise ist er nicht der einzige Gesetzeshüter seines Reviers, der ihr verfällt.

Da ist er wieder, der Exkripo-Mann Leopold Wallisch, Spitzname Lemming. Nun aber, beim vierten Auftritt, mit Frau und Kind, froh und satt und dann doch, was soll er machen, einem verblüffenden Verbrechen auf der Spur: Ausgerechnet am Heiligen Abend liegt eine gute Freundin, in eiliger Not als Babysitter engagiert, tot neben dem fidelen Säugling. Slupetzky, in Sachen Scherz und Schmäh der vorläufige Erbe von Wolf Haas, schreibt mit famosen Schnörkeln, fein absurd und schön böse, wo es sein muss. Sein raffiniert gebauter Wien-Krimi verbindet eine unerhörte Rachestory mit einer doppelbödigen Familientragödie.

Smalltowngirl Katie Porter will durchstarten. Doch der harte Pulsschlag ihrer Traumstadt New York verträgt sich nicht mit ihrer Suche nach privatem und beruflichem Glück. In dieser berechnenden Männerwelt ist wenig Platz für die Erfüllung weiblicher Sehnsüchte. Enttäuscht von ihrem Lover Andy, tröstet sie sich mit Peter, einem Bekannten aus Schulzeiten, dem sie scheinbar zufällig begegnet. Dass sie dabei einem paranoiden Stalker ins fein gesponnene Netz geht, merkt sie erst, als die von ihm gelegte Blutspur in ihre eigene Vergangenheit führt. Ein Psychothriller, in dem die Sucht nach Liebe eine Hauptrolle spielt - und der als Albtraum endet.

Magda liebt ihren Mann Johannes. So sehr, dass sie ihn umbringt und im Gemüsegarten des gemeinsamen toskanischen Landhauses vergräbt. Wer betrügt, muss sterben, so einfach ist das in Magdas Welt. Nun würde sie eigentlich gern den Sommer auf ihrem liebevoll eingerichteten Landgut genießen. Doch die Suche nach dem vermeintlich Vermissten beginnt. Der phlegmatische Kommissar Donato Neri übernimmt den Fall, angestachelt von seiner Frau. Der aalige Kulturkritiker Stefano Topo mischt mit. Johannes' Bruder Lukas, der ewig Abgebrannte, steht vor der Tür. Und mittendrin sitzt Magda und schreibt Briefe an einen Toten. Leicht und fast heiter entwickelt sich der Irrsinn im toskanischen Idyll. Ein Krimi, der den Duft von Sommer, Rosmarin und Oleander durchs Zimmer weht. Angereichert mit einem Hauch von Verwesung.

Evert Bäckström ist fett, versoffen, dauergeil, homophob, xenophob, korrupt bis auf die Knochen - und Kommissar bei der Stockholmer Polizei. Mit Herzenslust lässt Leif GW Persson in seinem neuen Krimi diesen Bäckström, bislang eher eine seiner Nebenfiguren, agieren, wie zum Hohn auf die moralinsauren Schinken von Mankell, Marklund & Co. Bräsig stümpert der Kommissar im Fall eines erschlagenen alten Trinkers und eines verschwundenen jungen Schwarzen herum, bis ihn ein paar miese Migranten in Wallung bringen. Politisch korrekt ist das gar nicht, aber saukomisch und spannend. Auf den dämlich irreführenden deutschen Titel "Sühne" allerdings muss man erst mal kommen. Bäckström hätte zwei Schnäpse drauf gekippt.

Ein Hoch auf den Pendragon-Verlag, der die kultigen 70er-Jahre-Krimis um den superscharfen schwarzen Privatdetektiv Shaft fein übersetzt wieder unters Volk gebracht hat. Zum siebten Mal lässt Shaft es hier krachen, ballert, säuft und, nun ja, vögelt sich durch den wüsten Allein-Gegen-New-Yorks-Mafia-Plot. Es streift aber auch Wehmut über die Seiten. Nicht umsonst heißt das Original "The Last Shaft".

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