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Olafur Eliasson erhält Goslarer Kaiserring Auf den Spuren da Vincis


Einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst geht dieses Jahr nach Dänemark: Olafur Eliasson, dessen Kunst auf physikalische Naturphänomene zurückgeht, erhält den Goslarer Kaiserring.

Der Kaiserring der Stadt Goslar geht in diesem Jahr an den dänischen Künstler Olafur Eliasson. Das hat Oberbürgermeister Oliver Junk (CSU) nach Angaben der Stadt am Freitag mitgeteilt. Der Kaiserring gilt als einer der weltweit wichtigsten Preise für moderne Kunst.

Eliasson stammt ursprünglich aus Island, er gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der Gegenwartskunst. Die Jury würdigte den 45-Jährigen als Forscher-Künstler in der Nachfolge Leonardo da Vincis.

Physikalische Phänomene der Natur als Grundlage

Grundlage der Kunstobjekte von Eliasson sind Untersuchungen zu physikalischen Phänomenen in der Natur, zu Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion. Die Wiederbelebung dieser alten Renaissance-Tradition mit neuen Formen und Inhalten begründe den großen internationalen Erfolg des Künstlers, hieß es von der Jury. Das Spektrum der von Eliasson als Versuchsanordnungen beschriebenen Arbeiten umfasst Fotografie, Film, Skulptur und bauliche Projekte.

Den Kaiserring wird Eliasson am 12. Oktober in Goslar entgegennehmen. Die Auszeichnung, ein schlichter Goldring mit dem 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich IV., wird seit 1975 jährlich verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Christo, Joseph Beuys, Max Ernst, Georg Baselitz und im vergangenen Jahr der US-Amerikaner John Baldessari.

kave/DPA DPA

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