„Like A Complete Unknown“ – hier lügt der Chef noch selbst
Bob Dylan nahm es zu Beginn seiner Karriere mit den Fakten selbst nicht genau. So erzählte der Sänger, der nahe der kanadischen Grenze aufwuchs, er sei Waisenkind und habe sich auf mexikanischen Jahrmärkten durchgeschlagen. Als Regisseur James Mangold ihm das Drehbuch über seine frühen Jahre zur Absegnung vorlegte, ließ Dylan nicht nur zahlreiche Fehler durchgehen – er bat den Regisseur, noch einen weiteren einzubauen.
Geradezu mythisch wird Dylans Ankunft in New York verklärt: Gespielt von Timothée Chalamet taucht er als einsamer Wolf in der Stadt auf und sitzt gleich danach am Krankenbett des legendären Folk-Sängers Woody Guthrie. Hier begegnet er nicht nur einem weiteren Folk-Gott (Pete Seeger), sondern singt beiden auch noch einen Song vor – und beide wissen sogleich: Dieser Kerl wird die Welt verändern. Eine schöne Filmszene, doch die ersten Treffen liefen in Wirklichkeit weit weniger spektakulär ab.
Und so strotzt der Film von vielen Unkorrektheiten. Auf welchen zusätzlichen Fehler Bob Dylan bestand, ist nicht bekannt – er hat Regisseur Mangold um absolute Verschwiegenheit gebeten. Doch die Botschaft, die Dylan mit seiner geheimnisvollen Umdichtung an das Publikum senden wollte, ist klar: Glaub’ niemals einem Biopic.
Bob Dylan nahm es zu Beginn seiner Karriere mit den Fakten selbst nicht genau. So erzählte der Sänger, der nahe der kanadischen Grenze aufwuchs, er sei Waisenkind und habe sich auf mexikanischen Jahrmärkten durchgeschlagen. Als Regisseur James Mangold ihm das Drehbuch über seine frühen Jahre zur Absegnung vorlegte, ließ Dylan nicht nur zahlreiche Fehler durchgehen – er bat den Regisseur, noch einen weiteren einzubauen.
Geradezu mythisch wird Dylans Ankunft in New York verklärt: Gespielt von Timothée Chalamet taucht er als einsamer Wolf in der Stadt auf und sitzt gleich danach am Krankenbett des legendären Folk-Sängers Woody Guthrie. Hier begegnet er nicht nur einem weiteren Folk-Gott (Pete Seeger), sondern singt beiden auch noch einen Song vor – und beide wissen sogleich: Dieser Kerl wird die Welt verändern. Eine schöne Filmszene, doch die ersten Treffen liefen in Wirklichkeit weit weniger spektakulär ab.
Und so strotzt der Film von vielen Unkorrektheiten. Auf welchen zusätzlichen Fehler Bob Dylan bestand, ist nicht bekannt – er hat Regisseur Mangold um absolute Verschwiegenheit gebeten. Doch die Botschaft, die Dylan mit seiner geheimnisvollen Umdichtung an das Publikum senden wollte, ist klar: Glaub’ niemals einem Biopic.
© Searchlight Pictures