„Bohemian Rhapsody“ – wenn Lügen besser als die Wahrheit sind
Dem Film über das Leben des Queen-Sängers Freddie Mercury gelang 2018 ein seltenes Kunststück: Er verdreht zahlreiche Ereignisse, Fakten und Jahreszahlen – aber man verzeiht es ihm gern. Die größten Freiheiten nimmt sich die Biografie beim Filmfinale. Laut Drehbuch kehrt Mercury nach Ambitionen als Solosänger und seiner HIV-Infektion reumütig in den Schoß der Band zurück, um beim Live-Aid-Auftritt schließlich eine grandiose Wiedervereinigung zu feiern. Tatsächlich stand die Band nicht vor der Auflösung, sondern kam gerade von einer erfolgreichen Tour zurück, und von seiner Erkrankung erfuhr Mercury erst viel später.
Mercurys Sex- und Drogenorgien wurden sogar ganz verschwiegen, sonst hätte der Film niemals eine Altersfreigabe ab sechs Jahren erhalten. Warum das alles nicht stört? Das liegt an Freddie Mercury selbst (und an Rami Malek, der ihn umwerfend darstellt): Der Queen-Sänger nahm sich nicht allzu ernst und spielte selbst derart charmant mit seiner Sexualität und Biografie, dass man dem Film die frisierten Fakten gern nachsah. Hätte er den Film gesehen, hätte Mercury wohl gesagt: „Darling, wenn der Mythos aufregender ist als die Wahrheit, dann zeig’ den Mythos!“
Dem Film über das Leben des Queen-Sängers Freddie Mercury gelang 2018 ein seltenes Kunststück: Er verdreht zahlreiche Ereignisse, Fakten und Jahreszahlen – aber man verzeiht es ihm gern. Die größten Freiheiten nimmt sich die Biografie beim Filmfinale. Laut Drehbuch kehrt Mercury nach Ambitionen als Solosänger und seiner HIV-Infektion reumütig in den Schoß der Band zurück, um beim Live-Aid-Auftritt schließlich eine grandiose Wiedervereinigung zu feiern. Tatsächlich stand die Band nicht vor der Auflösung, sondern kam gerade von einer erfolgreichen Tour zurück, und von seiner Erkrankung erfuhr Mercury erst viel später.
Mercurys Sex- und Drogenorgien wurden sogar ganz verschwiegen, sonst hätte der Film niemals eine Altersfreigabe ab sechs Jahren erhalten. Warum das alles nicht stört? Das liegt an Freddie Mercury selbst (und an Rami Malek, der ihn umwerfend darstellt): Der Queen-Sänger nahm sich nicht allzu ernst und spielte selbst derart charmant mit seiner Sexualität und Biografie, dass man dem Film die frisierten Fakten gern nachsah. Hätte er den Film gesehen, hätte Mercury wohl gesagt: „Darling, wenn der Mythos aufregender ist als die Wahrheit, dann zeig’ den Mythos!“
© Rami Malek / 20th Century Fox