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Corona-Impfung Nach "Hoden-Tweet": Weißes Haus lädt US-Rapperin Nicki Minaj zu Impf-Aufklärungsgespräch ein

Rapperin Nicki Minaj bei der Met-Gala 2019 im Metropolitan Museum of Art
Rapperin Nicki Minaj ermunterte ihre Twitter-Follower, sich die Impfentscheidung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen
© Jennifer Graylock / PA Wire / DPA
Ein Bekannter sei nach der Corona-Impfung impotent geworden, twitterte US-Rapperin Nicki Minaj und ermahnte ihre Fans zur Vorsicht. Nun hat sogar das Weiße Haus reagiert und der 38-Jährigen ein Aufklärungsgespräch angeboten.

Nach einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hat das Weiße Haus dem Popstar ein Gespräch mit einem Experten angeboten.

Minaj riet ihren Twitter-Followern zur Vorsicht bei Impfentscheidung

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, man wolle ihr die Möglichkeit geben, mit einem der Gesundheitsfachleute der Regierung zu telefonieren. Der könne Minajs Fragen zu Sicherheit und Effektivität einer Impfung zu beantworten. Das Angebot sei auf Mitarbeiter-Ebene überbracht worden. Es sei noch nicht über ein mögliches Format oder andere Details gesprochen worden. Minaj hatte am Mittwoch auf Twitter geschrieben, sie sei ins Weiße Haus eingeladen worden.

Wie der stern berichtete, hatte Minaj, die in Trinidad und Tobago geboren wurde und in New York aufwuchs, am Montag in einem Tweet Zweifel an der Sicherheit einer Corona-Impfung geschürt. Die 38-Jährige schrieb, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Sogar der trinidadische Gesundheitsminister mischt sich ein

Dafür erntete die Rapperin viel Spott und Kritik. Großbritanniens oberster medizinischer Regierungsberater, Chris Whitty, sagte, Minaj solle sich schämen. Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten. Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago, Terrence Deyalsingh, sah sich zu einer öffentlichen Stellungnahme bemüßigt: Er erklärte, es gebe in seinem Land keine Berichte über einen solchen Fall, und beklagte zugleich, man habe "viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen".

Die US-Regierung bemüht sich seit Monaten intensiv, Skeptiker und Kritiker im Land von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Rund 54 Prozent der Bevölkerung in den USA sind voll gegen das Coronavirus geimpft. In den vergangenen Wochen kam die Impfkampagne angesichts verbreiteter Impfskepsis nur noch sehr schleppend voran.

yks dpa

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