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Star aus "Raumschiff Orion": Dietmar Schönherr ist gestorben

Als Commander McLane vom Raumschiff Orion erlangte er Kultstatus. Er moderierte die ersten Talk- und Spielshows im deutschen TV. Nun ist Dietmar Schönherr im Alter von 88 Jahren gestorben.

Kult-Schauspieler und TV-Pionier: Dietmar Schönherr ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Kult-Schauspieler und TV-Pionier: Dietmar Schönherr ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Der österreichische Schauspieler und Moderator Dietmar Schönherr ist nach Angaben seiner Hilfsorganisation tot. Er sei im Alter von 88 Jahren in der Nacht zum Freitag auf Ibiza gestorben, sagte Roberto Deimel von Schönherrs Verein Pan y Arte in Münster der Nachrichtenagentur DPA.

In seiner Rolle als Commander McLane in der TV-Serie "Raumschiff Orion" erlangte Schönherr Kultstatus und wird bis heute von Science-Fiction-Fans verehrt.

Seine Karriere begann der gebürtige Innsbrucker beim ORF, wechselte in den 1950er Jahren zum Westdeutschen Rundfunk (WDR) und startete seine Laufbahn als Schauspieler. Mit dem Streifen "Rosenmontag" (1955) wurde er populär. Es folgten rund 70 Filme wie "Der liebe Augustin" (1959) oder "Schachnovelle" (1960) bis "Bin ich schön?" und "Der Schrei des Schmetterlings", beide 1998.

Auch in Fernsehrollen war Schönherr häufig zu sehen, unter anderem in Krimis wie "Ein Fall für zwei" und "Tatort". Für seine Leistung erhielt Schönherr unter anderem die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis.

Gerade die ZDF-Show "Wünsch dir was" (1970-1972), die er zusammen mit seiner Ehefrau Vivi Bach moderierte, hatte zeitweise Kult-Status. Hier überzeugte das Duo mit seiner Spontaneität. 1970 sorgte in der Show der Auftritt einer Kandidatin in durchsichtiger Bluse für einen landesweiten TV-Skandal.

Schauspieler und politischer Kopf

Schönherr war auch Synchronsprecher und lieh seine sonore Stimme Schauspielern wie James Dean und Stephen McQueen. Als Theatermann stand er unter anderem in Salzburg, Bonn, Berlin und Zürich auf der Bühne. Er war Mitbegründer der Tiroler Volksschauspiele in Telfs.

Als Friedensaktivist und Entwicklungshelfer war Schönherr zeit seines Lebens auch ein politischer Kopf. Den US-Präsidenten Ronald Reagan nannte er einen "Verbrecher". Schönherr beteiligte sich 1983 auch an der Blockade des US-Raketenstützpunktes in Mutlangen. Später engagierte er sich mit seiner Hilfsorganisation in Nicaragua. Zusammen mit seiner 2013 gestorbenen Frau war er schon in den 1990er Jahren nach Ibiza gezogen.

Für alle "Raumschiff Orion"-Fans: der Trailer zum Kinofilm, der 2003 als Zusammenschnitt aus Folgen veröffentlicht wurde.

ukl/dho/DPA / DPA