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Verfilmung "House of Gucci": Die Schwarze Witwe lies den Mode-Milliardär aus Rache erschießen

Adam Driver und Lady Gaga als Maurizio Gucci und Patrizia Reggiani.
Adam Driver und Lady Gaga als Maurizio Gucci und Patrizia Reggiani.
© (c) 2021 Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved.
Adam Driver und Lady Gaga spielen das Traumpaar der italienischen Gesellschaft. Als Maurizio Gucci seine Ex, Patrizia Reggiani, von Geld und Glamour abschnitt, ließ sie ihn umbringen.

Ein erstes Bild wurde gezeigt: Adam Driver als Maurizio Gucci und Lady Gaga als Patrizia Reggiani in Ridley Scotts "House of Gucci". Gaga in einem schwarzen Rollkragenpullover, überhängt mit Goldschmuck, Driver mit weißen Zopfstrick-Pullover, weißen Schneeanzug und Hornbrille. Der Film zeigt die tragische Geschichte von Patrizia Reggiani (Lady Gaga), die 1995 in Mailand ihren Ex-Mann und den Vater ihrer beiden kleinen Töchter ermordete.

Skandal-Prozess

Bei dem Opfer handelte es sich um Maurizio Gucci (Adam Driver), den Erben des gleichnamigen Luxusmodehauses und einen der reichsten Männer Italiens. Sein Tod erschütterte die Modeindustrie. Doch noch stärker wirkte das Nachbeben: Zwei Jahre nach der Ermordung kam heraus, dass Reggiani selbst den Killer angeheuert hatte, der Maurizio auf den Stufen seines Hauses ermordete. Der Prozess um die "Schwarze Witwe" hielt Italien im Bann.

Umso mehr, als viele skurrile Details ans Licht kamen. Etwa, dass auch der "Hellseher" von Reggiani an der Tat beteiligt war. Reggiani wurde schließlich wegen Mordes verurteilt beteuerte aber ihre Unschuld. Bis sie sich 2014 kurz nach ihrer Entlassung verplapperte. Au die Frage eines Reporters, warum sie ihren Ex nicht selbst umgebracht habe, antwortete sie: "Ich sehe nicht so gut. Ich wollte nicht danebenschießen." Gegenüber dem "Guardian" erklärte sie 2016: "Ich war damals wütend auf Maurizio über viele, viele Dinge. Aber vor allem dies: das Familienunternehmen zu verlieren. Es war dumm. Es war ein Misserfolg. Ich war voller Wut, aber es gab nichts, was ich tun konnte."

Verfilmung: "House of Gucci": Die Schwarze Witwe lies den Mode-Milliardär aus Rache erschießen

Visionär und Verschwender

Maurizio hatte die Marke 1992 geerbt und sich selbst zum CEO gemacht. Später zeugte sich, dass geschäftlichen Entscheidungen von Maurizio nicht schlecht manchmal sogar visionär waren, aber er setzte sie zu ungestüm um. Und außerdem konnte er überhaupt nicht mit Geld umgehen. 18 Monate vor seinem Tod musste er Gucci an eine Investmentbank in Bahrain zu verkaufen. Die Firma von der Reggiani dachte, sie sei die Zukunft ihrer Kinder. Reggiani hatte einmal den legendären Satz gesagt: "Ich würde lieber in einem Rolls-Royce weinen, als auf einem Fahrrad glücklich zu sein." Nun verlor sie auf einen Schlag Geld und Status in der Mailänder Society, darum musste Maurizio sterben. Aber Reichtum und Glanz erlangte die "Schwarze Witwe" so nicht zurück.

Die Dreharbeiten zu "House of Gucci" begannen letzten Monat mit Jared Leto, Al Pacino und Jeremy Irons in den Nebenrollen. Im November soll der Film in die Kinos kommen soll. Er wird eine tragische Geschichte in einem Retro-Rausch von exquisiten Kleiderm, Mäntelm, Schuhen und Juwelen vorführen.


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