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Meinung

Vorwürfe gegen Asia Argento: #SheToo? Jetzt werden auch Frauen Opfer von Vorverurteilungen

Mit Asia Argento steht die Frau am Pranger, die Harvey Weinstein der Vergewaltigung bezichtigt und damit die #MeToo-Debatte ins Rollen gebracht hat. Damit wird sie Opfer der gleichen Mechanismen wie viele männliche Beschuldigte.

Ein Gastbeitrag des Strafrechtlers Dr. Alexander Stevens

#MeToo-Aktivistin: Eine Frau, viele Talente: Wer ist eigentlich Asia Argento?

Wer nicht für #MeToo ist, könnte selbst MeToo-Täter sein: Mit diesem Verdacht wurden der MeToo-Bewegung kritisch gegenüberstehende Stimmen seit jeher zum Schweigen verdammt. 

So kam es, dass der eines MeToo-Übergriffs öffentlich Bezichtigte alles verliert: Job, Familie, Ruf sowieso. Und das, noch ehe irgendwelche behördlichen Ermittlungen angestellt werden oder gar ein rechtskräftiges Gerichtsurteil die Vorwürfe verifiziert.

Alexander Stevens

Dr. Alexander Stevens ist nicht nur spezialisierter Anwalt für Sexualstrafrecht (weit über 200 Sexualstrafverfahren pro Jahr), auch weiß der ehemalige TV-Anwalt (u.a. "Richter Alexander Hold"), wie es hinter den Kulissen von Filmproduktionen zugeht.

Jüngstes Beispiel: Der am vergangenen Wochenende angelaufene Film "Billionaire Boys Club" mit Kevin Spacey, der am ersten Tag gerade einmal 126 Dollar in den USA einspielte - bei Produktionskosten von rund 15 Millionen Dollar.

Anders als der Regisseur Ridley Scott oder der Streaming-Dienst Netflix, die schon ob der bloßen (unbestätigten) Vorwürfe gegen Spacey jedwede Zusammenarbeit mit ihm beendeten, hielten die Macher von "Billionaire Boys Club" an dem Projekt mit Spacey fest. "Wir hoffen, dass die erschreckenden Anschuldigungen, die sich auf das Verhalten einer Person beziehen, nicht den gesamten Film beschmutzen", hieß es seitens des Filmverleihs kurz vor Veröffentlichung.

Kevin Spacey bestreitet die Vorwürfe

Dass Kevin Spacey bis heute die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vehement bestreitet, ja noch nicht einmal eine Anklage erhoben ist, interessiert niemanden. Zwar steht es Aussage gegen Aussage, doch davon hält die #MeToo-Bewegung ebenso wenig wie von der Unschuldsvermutung. Es gilt: Wer behauptet, Opfer von #MeToo zu sein, ist auch Opfer von #MeToo. Wieso sollte denn jemand sonst solche Anschuldigungen erheben? 

Die Frage, warum fast alle #Metoo-Opfer erst Jahre, sogar Jahrzehnte später auspacken, ist ebenso unerwünscht, wie der Hinweis darauf, dass autobiografische Erinnerungen bei der Übertragung vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis erwiesenermaßen neu zusammengesetzt, geschönt und ergänzt werden. Auch Phänomene wie Pseudoerinnerungen, Beeinflussung, psychische Erkrankung und Autosuggestion können Ursache für Erlebnisschilderungen sein, die nicht der Wirklichkeit entsprechen - bewusste Falschaussagen aus Motiven wie Rache, Eifersucht, Selbstschutz oder der Wunsch, sich schlicht mal wieder in der Öffentlichkeit positionieren, gänzlich ausgeklammert.

Was ist #MeToo?

Was #MeToo genau ist und welche Verhaltensweisen überhaupt unter #MeToo fallen, interessiert auch nicht weiter. "Sexueller Übergriff" heißt es bei Wikipedia. Aber auch das ist ein weit auslegungsfähiger Begriff, wie ein weiterer Akteur der Hollywood-Familie schmerzlich bestätigen wird: Denn als Morgan Freeman zu einer Journalistin gesagt haben soll, "Das Vergnügen war ganz meinerseits. Sehen Sie sich an" und "Stehen Sie auf ältere Männer?", wurden erste Werbeverträge aufgekündigt und breit spekuliert, ob man dem "Sextäter" Morgan Freeman seine zahlreichen Auszeichnungen aberkennen soll. 

Seither wird auch Freeman in der fortwährend länger werdenden Liste aller prominenten Männer, die sich #MeToo schuldig gemacht haben, öffentlich auf Wikipedia geführt.

In Schweden wäre das Freeman zwar nicht passiert, dort hat man seit Kurzem nämlich ein neues Gesetz: "Ja heißt Ja". Vor jeder einzelnen sexuellen Handlung muss ausdrücklich zugestimmt werden:
"Darf ich Deinen Oberschenkel berühren?" "Ja".
"Darf ich meinen Penis in Dich einführen?" "Ja".
Dann ist aber der Satz "Stehst Du auf ältere Männer?" eigentlich völlig ok. Lautet die Antwort "Nein" weiß man woran man ist, bei "Ja" auch.

Rabulistische Spitzfindigkeiten

Aber Freeman lebt nicht in Schweden. Und außerdem soll der Satz nach Auffassung von selbsterklärten Belästigungsexpert*innen trotzdem sexuell belästigend - also #MeToo - sein. Zwar hat Freeman niemanden angefasst oder sexuell missbraucht. Auch hat er - anders als die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein - niemanden vergewaltigt. Und was jemand als sexuell oder als belästigend fühlt, ist schließlich rein subjektiv. 

Solche rabulistischen Spitzfindigkeiten können beim jüngsten #MeToo-Fall ohnehin dahinstehen. Denn laut Vorwurf soll die italienische Schauspielerin (und zugleich Hauptbeschuldigerin von Harvey Weinstein) Asia Argento dem 20 Jahre jüngeren Kollegen Jimmy Bennett gegenüber sexuell übergriffig geworden sein.
"Die Revolution frisst ihre Kinder", schrie einst Pierre Vergniaud, einer der Initiatoren der französischen Revolution, eh man auch ihm den Kopf auf dem Schafott abschlug.

Den neuesten MeToo-Skandal rund um Schauspielerin Asia Argento kann man aber durchaus moderner umschreiben: #SheToo.

Til Schweiger auf dem roten Teppich
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.