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Ex-Basketballstar in Nordkorea: Dennis Rodman besucht Kumpel Kim

Ausflug in die Diktatur: Der ehemalige US-Basketballstar Dennis Rodman ist unterwegs nach Nordkorea. Es ist nicht der erste Besuch bei seinem "Freund" Kim Jong Un.

Der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman hat sich zu einem neuerlichen Besuch bei seinem "Freund" Kim Jong Un aufgemacht, dem autoritär regierenden Staatschef Nordkoreas. Er könne allerdings nicht versprechen, dass er den in dem Land inhaftierten US-Geschäftsmann Kenneth Bae mit zurückbringen werde, sagte Rodman bei einer Zwischenlandung am Dienstag in der chinesischen Hauptstadt Peking. "Ich treffe mich einfach mit meinem Freund Marschall Kim, um eine große Basketballliga in Gang zu bringen", führte er aus. Kim selbst gilt als großer Basketballfan.

Ende der vergangenen Woche hatte Nordkorea die Einladung des US-Sonderbeauftragten für die Menschenrechte in Nordkorea, Robert King, kurzfristig zurückgenommen. King sollte ursprünglich nach Pjöngjang reisen, um über die Freilassung von Kenneth Bae zu verhandeln, der im Frühjahr wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden war.

Hohn und Spott für Rodman

Vor einem halben Jahr war der als "Bad Boy" bekannte Rodman ein erstes Mal in Pjöngjang gewesen - auf dem Höhepunkt internationaler Spannungen wegen Nordkoreas Atomprogramm. Nachdem er mit Kim ein Basketballspiel angesehen hatte, nannte er den Machthaber einen "Freund fürs Leben". Der Auftritt brachte Rodman in den USA Kritik und Spott ein.

In der vergangenen Woche kündigte Rodman an, er werde sich womöglich bei Kim für die Freilassung Baes einsetzen. Der 44-jährige Reiseveranstalter sitzt seit zehn Monaten in Nordkorea im Gefängnis. Am Dienstag sagte Rodman in Peking, er habe Bae "nichts versprochen".

steh/tkr/AFP/DPA / DPA