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Widersprüchliche Aussagen Rätsel um die "Verfolgungsjagd" von Harry und Meghan in New York – wer was behauptet

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry haben von der Fotoagentur alles an Bildmaterial angefordert
© Nancy Kaszerman / Imago Images
Nach einer Veranstaltung in New York City am Dienstagabend wurden Prinz Harry und Herzogin Meghan laut eigener Aussage von mehreren Paparazzi verfolgt. Mittlerweile gibt es widersprüchliche Aussagen zu dem Vorgang. 

Die Geschichte erinnert an den Tod von Prinzessin Diana und ist auch deshalb so erschreckend für viele Royal-Fans. Wie am Mittwoch unter anderem die BBC berichtete, sollen Herzogin Meghan, deren Mutter Doria Ragland und Prinz Harry am Dienstagabend in New York City von mehreren Paparazzi in Fahrzeugen gejagt worden seien, es kam zu einer "fast katastrophalen Verfolgungsjagd". Über zwei Stunden sollen die Fotografen das Trio belästigt haben. Es habe dabei mehrere Beinahe-Unfälle "mit anderen Fahrern auf der Straße, Fußgängern und zwei New Yorker Polizisten" gegeben. Es sei eine "unerbittliche Verfolgung" gewesen, so ein Sprecher der Sussexes.

Herzogin Meghan und Prinz Harry: widersprüchliche Aussagen zur Verfolgungsjagd

Wenige Tage später gibt es widersprüchliche Aussagen zu dem Hergang. Zuletzt sprach der Taxifahrer von Harry und Meghan mit der "Bild"-Zeitung über die Vorkommnisse. Die drei waren in sein Auto gestiegen, um die Fotografen abzulenken und abzuhängen. Grundsätzlich bestätigte Sukhcharn Singh das Geschehen am Dienstagabend, schränkt jedoch die Dramatik ein. Die Fahrt habe seinen Angaben zufolge rund 20 Minuten gedauert. "Ich habe nichts sonderlich Gefährliches gesehen – sie blieben hinter uns", sagte er über die Paparazzi. Singh sei es gewöhnt, ab und an Prominente durch Manhattan zu fahren.

Auch vonseiten der New Yorker Polizei gab es ein Statement. "Es gab zahlreiche Fotografen, die den Transport erschwerten", sagte NYPD-Sprecher Julian Phillips. "Der Herzog und die Herzogin von Sussex kamen an ihrem Zielort an und es gab keine gemeldeten Zusammenstöße, Vorladungen, Verletzungen oder Verhaftungen in diesem Zusammenhang."

New Yorker Bürgermeister äußert sich

Der New Yorker Bürgermeister Eric Adams verurteilte das Verhalten der Fotografen als "rücksichtslos und unverantwortlich" und verriet, dass zwei Polizisten hätten verletzt werden können. "New York City ist etwas anderes als eine kleine Stadt irgendwo. Man sollte nirgendwo zu schnell fahren, aber das hier ist eine dicht besiedelte Stadt", sagte er, schränkte gegenüber "New York Daily News" aber ein: "Es fällt mir schwer zu glauben, dass es eine zweistündige Verfolgungsjagd gegeben hat." 

Chris Sanchez, ein ehemaliger Secret Service-Mitarbeiter und Mitglied von Meghans und Harrys Security-Team, erläuterte den Vorgang gegenüber CNN. Die Verfolgungsjagd hätte "tödlich enden können", ließ er wissen, außerdem sei "die Öffentlichkeit an mehreren Stellen in Gefahr" gewesen. "So etwas habe ich noch nie gesehen und erlebt. Was wir erlebt haben, war sehr chaotisch. Es gab etwa ein Dutzend Fahrzeuge: Autos, Motorroller und Fahrräder", sagte er. 

Doch die Geschichte wird noch wirrer: Mittlerweile hat ein Anwalt der Sussexes die Fotoagentur Backgrid in einem Brief aufgefordert, alle Aufnahmen aus der besagten Nacht zu übergeben. Die Antwort der Agentur fiel eindeutig aus, wie "TMZ" zu berichten weiß. "In Amerika gehört das Eigentum, wie Sie sicher wissen, dem Eigentümer: Dritte können nicht einfach verlangen, dass es ihnen ausgehändigt wird, wie es vielleicht Könige tun können. Vielleicht sollten Sie sich mit Ihrem Klienten zusammensetzen und ihn darauf hinweisen, dass seine englischen Regeln des königlichen Vorrechts, von den Bürgern zu verlangen, dass sie ihr Eigentum an die Krone abtreten, von diesem Land schon vor langer Zeit abgelehnt wurden. Wir stehen zu unseren Gründervätern."

Dass der Vorfall vor allem bei Prinz Harry alte Traumata weckt, ist offensichtlich. Seine eigene Mutter, Prinzessin Diana, starb im Spätsommer 1997 in einem Pariser Tunnel, nachdem zahlreiche Fotografen ihr Fahrzeug verfolgt und sie gejagt hatten. In seiner Autobiografie "Reserve" ("Spare") verrät Prinz Harry, dass er einige Jahre nach ihrem Tod selbst in Paris war und die Strecke abfuhr. Er habe seinen Fahrer gebeten, mit derselben Geschwindigkeit zu fahren, wie es 1997 Dianas Fahrer getan hatte. 

Quellen: BBC / "Bild" / CNN / "The Independent" / "TMZ" / "LA Times"

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