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Meinung

Keine Sahne Fischfilet: Umstrittene Konzert-Absage: Diese Entscheidung sagt viel über den Zustand in Sachsen-Anhalt aus

Die linksgerichtete Punkband Feine Sahne Fischfilet sollte im November in Dessau auftreten. Jetzt sagte die Stiftung Bauhaus ab, offenbar auf politischen Druck hin. Das sagt viel über den Zustand in Sachsen-Anhalt aus, findet unser Autor.

Feine Sahne Fischfilet: Entscheidung sagt viel über den Zustand in Sachsen-Anhalt aus

Der Sänger der deutschen Punkband "Feine Sahne Fischfilet", Jan "Monchi" Gorkow

Picture Alliance

Es ist eine umstrittene Entscheidung: Die Stiftung Bauhaus Dessau hat dem ZDF die Veranstaltung und Aufzeichnung eines Konzerts der linken Punkband "Feine Sahne Fischfilet" untersagt. Das Konzert, das am 6. November stattfinden sollte, ist nun fürs Erste abgesagt.

Mit anderen Worten: Die Stiftung Bauhaus Dessau knickt anscheinend ein. Das Schlimme darin ist, dass es diese Entscheidung offenbar auf politischen Druck hin getroffen hat. Zumindest macht es stark den Eindruck: Bereits im Vorfeld übten CDU und AfD heftige Kritik am Auftritt der Band, weil die Rostocker zeitweise vom Landesverfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern beobachtet wurden. "Die Einladung der Band ist schwer bis nicht nachvollziehbar", sagte der Regierungssprecher Sachsen-Anhalts, Matthias Schuppe. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Mrosek wurde sogar noch deutlicher: "Es ist ein Skandal, dass ein von Zwangsabgaben finanzierter und zur Ausgewogenheit verpflichteter öffentlich-rechtlicher Sender einer linksextremistischen Band ein solches Forum bietet."

Auch rechte Gruppierungen wie das "Patriotische Köthen" machten im Netz Stimmung gegen das Konzert, wie ein Instagram-Post von Feine Sahne Fischfilet zeigt. Darin heißt es unter anderem: "Von jedem GEZ-Zahlenden wird ein Kulturabschaum auf die Bühne des Bauhauses gestellt. Das lassen wir uns nicht bieten – und streben eine Aktion gegen diesen Wahnsinn an."

Absage von Konzert offenbar auf politischen Druck hin

Das war der Stiftung Bauhaus Dessau am Ende wohl zu viel. Die Stiftung pochte auf ihr Hausrecht. Sie begründete die Absage auch mit der politischen Ausrichtung der Band. Das Bauhaus solle nicht zum Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden. "Politisch extreme Positionen, ob von rechts, links oder andere, finden am Bauhaus Dessau keine Plattform, da diese die demokratische Gesellschaft – auf der auch das historische Bauhaus beruht – spalten und damit gefährden", ließ die Stiftung in einer Stellungnahme verlauten. Weiter heißt es, dass das Bauhaus Demonstrationen vor der eigenen Tür befürchte.

Wenn man bedenkt, dass das Bauhaus 1932 auf Betreiben der Nazis aus politischen und ideologischen Gründen geschlossen wurde, und nun aus politischen Erwägungen ein Konzert absagt, wirkt das besonders geschichtsvergessen. Es ist nicht nur geschichtsvergessen. Diese Entscheidung ist erbärmlich.

Feine Sahne Fischfilet distanziert sich von alten Texten

Man kann von Feine Sahne Fischfilet und ihrer Musik halten, was man will. Ja, ihre Texte sind zum Teil umstritten. Insbesondere das Lied "Staatsgewalt" auf ihrem ersten Album "Backstage mit Freunden", in dem es unter anderem heißt: "Wir stellen unseren eigenen Trupp zusammen/ Und schicken den Mob dann auf euch rauf/ Die Bullenhelme - sie sollen fliegen/ Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein/ Und danach schicken wir euch nach Bayern/ denn die Ostsee soll frei von Bullen sein."

Doch davon distanzieren sich die Musiker inzwischen selbst. Sie spielen den Song bei Live-Konzerten nicht mehr. "Er ist uns schlicht zu platt", sagt Gorkow dem "Tagesspiegel". Feine Sahne Fischfilet folgt dem Weg, den auch die Toten Hosen und viele andere Punkbands vor ihnen gegangen sind: Weg von der Rebellion, hin zum Mainstream. Nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz traten sie gemeinsam mit Künstlern wie Casper, Marteria und Kraftklub beim "Wir sind mehr"-Konzert in der Stadt auf, um ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen.

Wer sich hinter seinem Hausrecht versteckt, schützt Demokratie nicht

Wer sich jetzt wie das Bauhaus hinter seinem Hausrecht versteckt und wegen öffentlicher Kritik einknickt, der schützt Demokratie nicht, sondern unterstützt indirekt Extreme dabei, Demokratie kaputt zu machen. Das Ganze wird nur noch von der Tatsache getoppt, dass hier Nazis, AfD und CDU mit ihren Aussagen Hand in Hand arbeiten – mit dem Ziel, eine Bildungsstätte einzuschüchtern und unter Druck zu setzen. 

Zumal es nicht zum ersten Mal ist, dass die Christdemokraten und Rechtspopulisten einer Meinung sind. Die von der AfD geführte Enquête-Kommission zum Linksextremismus in Sachsen-Anhalt wurde von der CDU ausdrücklich gelobt. Der Abgeordnete und Kommissionsmitglied Daniel Szarata sagte MDR Sachsen-Anhalt, es sei gut, dass die Kommission ins Leben gerufen wurde. "Es ist richtig, dass man sich mit Links und Rechts beschäftigt." Dabei halten die Fraktionen der SPD, Grüne und Linke die Kommission für verzichtbar. Nun macht sich die CDU wieder zum Erfüllungsgehilfen der AfD – und leider auch von Nazis. Das sagt schon viel über den Zustand von Sachsen-Anhalt aus.

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht: Der "Feine Sahne Fischfilet"-Sänger hat in Chemnitz nicht den Hitlergruß gezeigt
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.