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+++ Live-Ticker zum Wetterchaos +++: Nichts geht mehr auf der A2

Auf der Autobahn 9 zwischen Berlin und München ereignet sich auf glatter Fahrbahn eine Massenkarambolage, und auf der Ost-West-Achse A2 geht gar nichts mehr. Zum Weihnachtsfest kommt noch mehr Schnee - vor allem im Norden.

19:20: Verkehr auf A2 kommt zum Erliegen

Auf der wichtigsten Ost-West-Trasse, der Autobahn 2, ist der Verkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Zwischen Hannover und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt staute sich der Verkehr am Donnerstagabend in beiden Richtungen auf 100 Kilometer Länge. "Seit Stunden geht hier fast gar nichts mehr. Nur Schritttempo ist möglich", sagte Holger Heuer von der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen.

Der Eisregen sorge für kritische Straßenverhältnisse. Zudem kämen die Streufahrzeuge kaum durch. "Wir raten, gar nicht erst loszufahren", betonte Heuer. Ein Beamter der Autobahnpolizei Braunschweig sprach von einer bis zu fünf Zentimeter dicken Eisschicht auf der Fahrbahn. Die stark befahrene A2 ist die wichtigste Verbindung vom Ruhrgebiet über Berlin Richtung Osten.

18:30 Uhr: Platzangst im Hamburger Hauptbahnhof

Ausnahmezustand nicht nur auf den Straßen: Im Hamburger Hauptbahnhof spielten sich Szenen ab, wie man sie ansonsten aus indischen Metropolen kennt. Grund des beängstigenden Gedränges: Die Bahn hatte die Regionalverbindungen ausgedünnt, um mehr Kapazitäten für den Fernverkehr zu haben. So wurden die Züge des Bahn-Konkurrenten Metronom in Richtung Süden geradezu belagert

17:45 Uhr: Massenkarambolage auf der A9

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 9 (Berlin-München) bei Weißenfels kommt ein Mann ums Leben und zehn Menschen werden verletzt. In den Glätteunfall zwischen Bad Dürrenberg und Naumburg sind 45 Autos, vier Lastwagen und zwei Transporter verwickelt. Es bildet sich ein zehn Kilometer langer Stau

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16:03 Uhr: Heathrow kehrt zu Normalbetrieb zurück

Nach tagelangen Flugausfällen läuft auf dem größten europäische Flughafen in London-Heathrow fast alles wieder normal. 90 Prozent aller geplanten Starts und Landungen hätten am Donnerstag abgewickelt werden können, teilte der Flughafen in London mit. Auch der Airport in Dublin nahm am Nachmittag wieder seinen Betrieb auf.

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13:59 Uhr: Furioses Tief "Scarlett" kommt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt an, dass Tief "Scarlett" über die Weihnachtstage noch mehr Schnee liefert - allerdings teilweise auch viel Wind, der zu Verwehungen führen kann. Auf einem Streifen von der Ostsee bis ins Rheinland können vereinzelt über 20 Zentimeter der weißen Pracht fallen. Im Süden und Südwesten soll es am Freitag zunächst regnen. Doch am Nachmittag gehen auch dort die Niederschläge allmählich in Schnee über. An den Weihnachtsfeiertagen beruhigt sich das Wetter. Es bleibt überall frostig kalt. Am ersten Weihnachtsfeiertag schneit es vor allem im Osten und Südosten sowie am Alpenrand noch zeitweise. Bei wechselnder Bewölkung laden die winterlichen Landschaften zu Ausflügen ein. Im Osten und im Norden bleibt es aber sehr windig mit starken Böen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist es überall überwiegend stark bewölkt. Der Wind legt sich weitgehend. Es bleibt bei Dauerfrost zwischen minus eins und minus acht Grad.

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12:43 Uhr: Schnee und Eis behindern Verkehr im Norden

Heftige Schneefälle und Glatteis sorgen für teilweise massive Behinderungen im Auto-, Zug- und Fährverkehr in Hamburg und Schleswig-Holstein. Vor allem im Norden Schleswig-Holsteins beeinträchtigten Schneeverwehungen das Autofahren, berichtet die Polizei. Auf den Autobahnen stellen sich immer wieder Lastwagen quer, Autos rutschen von vereisten Fahrbahnen. Zwischen Oldenburg und Puttgarden wurde am Vormittag der Zugverkehr eingestellt, es gab auch keine Busse als Ersatz. Ein ICE Richtung Kopenhagen musste von Oldenburg zurück nach Lübeck. Auf der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Lübeck spitzt sich die Situation zu, es gab mehrere Glätteunfälle mit Verletzten.

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12:34 Uhr: Flughafen Dublin dicht

Wegen starken Schneefalls wurde in Irland der Flughafen von Dublin gesperrt. Alle Flüge seien bis mindestens 14.30 Uhr gestrichen, teilte der Flughafenbetreiber mit. Auf den in den vergangenen Tagen schwer beeinträchtigen Flughäfen in London dagegen herrschte wieder ein weitgehend normaler Flugbetrieb. Der Eurostar-Zug, der Paris und Brüssel mit London verbindet, verkehrt ebenfalls wieder weitgehend normal.

12:02 Uhr: Ansturm auf die Bahn - Viele Züge ausgebucht

Die Bahn ächzt unter dem Ansturm von Reisenden. Auf den Bahnhöfen zwischen Flensburg und München drängen sich die Menschen. Nicht wenige Fahrgäste konnten in den Zügen am Donnerstag nur noch einen Stehplatz ergattern. "Die Züge sind sehr, sehr voll und viele sind ausgebucht", sagt ein Bahnsprecher in Berlin. Die Bahn empfiehlt Reisenden ohne Reservierung, erst an Heiligabend zu fahren - je später, desto besser. Zu den Abendstunden hin würden die Züge leerer. Wer seine Fahrkarte zurückgeben will, erhält auch nach Weihnachten noch sein Geld zurück. Die Bahn hat ihre Kulanzregelung, die wegen der winterbedingten Zugausfälle getroffen wurde, bis zum 29. Dezember verlängert.

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10:21 Uhr: Im Norden Schnee, sonst auch Regen

Der Deutsche Wetterdienst meldet Schneefall im Norden. In Teilen Norddeutschlands soll es zunächst aber noch gefrierenden Regen mit Glatteisbildung geben. In der Mitte und im Süden Regen, im Südwesten auch kräftiger. Abends bis hinein ins Rheinland Übergang der Niederschläge in Schnee. Im Südosten soll es anfangs noch teils heiter und trocken bleiben. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 3 Grad im äußersten Norden und 6 Grad am Oberrhein. In der Nacht soll es in der Nordwesthälfte schneien, sonst zunächst noch etwas regnen. Die Tiefstwerte liegen dann bei 2 bis minus 4 Grad.

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10:03 Uhr: Zwei Zentimeter Eis in Niedersachsen

Blitzeis und Neuschnee legen den Verkehr in Niedersachsen auf einigen Strecken lahm. Besonders im Großraum Braunschweig führt Eisregen zu Problemen auf den Autobahnen 2 und 39. Zum Teil hat sich eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht auf den Fahrbahnen gebildet. "Wer nicht fahren muss, sollte das Auto unbedingt stehenlassen", sagte ein Sprecher der Verkehrsmanagementzentrale.

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09:44 Uhr: DWD gibt Unwetterwarnungen heraus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Unwetterwarnungen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Thüringen heraus.

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09:33 Uhr: Lkw in Niedersachsen müssen anhalten

In Niedersachsen werden Autobahnabschnitte für den Lkw-Verkehr gesperrt. Die Polizei forderte den Schwerlastverkehr am Morgen auf, die Fahrt sofort zu unterbrechen und den nächsten Parkplatz anzufahren oder den Standstreifen als Parkplatz zu nutzen. Betroffen sind vor allem die Autobahnen 2 Hannover-Magdeburg und 39 Salzgitter-Wolfsburg. "Die Straßen sind spiegelglatt, es gibt Unfälle ohne Ende - zum Glück bisher ohne Verletzte", sagte ein Polizeisprecher.

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08:52 Uhr: Frankfurter Flughafen meldet "alles im Lot"

Auf dem Frankfurter Flughafen ist die Lage nach Angaben eines Sprechers am Morgen "wieder völlig im Lot". Nur bei Flügen nach Heathrow und Paris könnte es zu Annullierungen kommen, sagte der Sprecher. Die Lufthansa rechnet für heute mit "normalem Weihnachtsverkehr", lediglich vier Flüge nach Paris mussten wegen des dort herrschenden Schnee-Chaos' annulliert werden. Allerdings könnte es wegen einer angekündigten Kaltfront aus dem Norden Verspätungen in Berlin und Hamburg geben.

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08:40 Uhr: ADAC-Sprecher befürchtet Staus am Nachmittag

Auf den Straßen ist es am Morgen "eher ruhig", wie ein ADAC-Sprecher sagte. Er rechnet jedoch mit längeren Staus am Nachmittag, wenn die "ersten Weihnachtsurlauber mit den normalen Wochenend-Pendlern zusammentreffen". Der Sprecher rät allen Autofahrern, mehr Zeit einzuplanen sowie vorsichtig zu fahren.

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08:22 Uhr: Bahn meldet Störungen und Verspätungen

Die Bahn meldet eine weitgehend "stabile Lage". Wie schon am Vortag könne es allerdings "witterungsbedingt zu Störungen und Verspätungen kommen", warnt ein Sprecher. Für den Weihnachtsverkehr wollte die Bahn mehr Züge auf den Hauptstrecken einsetzen.

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07:04 Uhr: Norden und Osten fürchten Glatteis

Nach einer anfangs ruhigen Nacht rechnen Polizei und Feuerwehren in Nord- und Ostdeutschland mit Eisregen und Glätteunfällen im Berufsverkehr am Donnerstagmorgen. Während im Süden und in der Mitte Deutschlands von Plustemperaturen berichtet wurde, war die Gefahr weiter nördlich absehbar und es gab erste Unfälle.

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06:44 Uhr: Blitzeis legt A24 komplett lahm

"Blitzeis" legt am frühen Morgen die Autobahn 24 Berlin-Hamburg vollständig lahm. Sie muss nach mehreren Unfällen bei Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) komplett gesperrt werden. Zwei Menschen, darunter eine Polizistin, werden verletzt.

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06:30 Uhr: DWD meldet "unwetterartiges Ausmaß"

Der Deutsche Wetterdienst DWD aus Offenbach warnt:"In Teilen Nord- und Ostdeutschlands Schneefall oder gefrierender Regen, teils mit unwetterartigem Ausmaß." An der Ostsee werde es bei kräftig auffrischendem Wind Schneeverwehungen geben. Südlich einer gedachten Linie von Düsseldorf über Erfurt bis nach Dresden sinke hingegen die Gefahr merklich.

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fw/DPA/DAPD/AFP / DPA