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Vereitelter Terroranschlag Oberursel Bombe war mit Nägeln und Metallsplittern gefüllt

Die Bombe, die in Oberursel bei einem Paar entdeckt wurde, war laut "Spiegel' mit Nägeln und Metallsplittern gefüllt. Sie hätte auch weit entfernt vom Ort der Detonation Menschen verletzen können.

Die bei dem vergangene Woche in Hessen festgenommenen mutmaßlichen islamistischen Ehepaar gefundene Rohrbombe ist unter anderem mit Nägeln und Metallsplittern gefüllt gewesen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Die Bombe hätte laut dem Bericht bei einer Explosion auch bei weiter entfernt stehenden Menschen erhebliche Verletzungen verursachen können. Eine ähnlich konstruierte Bombe sei bei dem Anschlag auf den Bostoner Marathon vor zwei Jahren verwendet worden.

Die Ermittlungen laufen weiter. Ein 35-jähriger Deutsch-Türke und seine 34-jährige türkische Ehefrau sitzen seit gut einer Woche unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft. In der Wohnung des Paares in einem Oberurseler Neubaugebiet hatte die Polizei die Rohrbombe entdeckt, außerdem Waffen, Munition, Chemikalien und 24.000 Euro. Womöglich wurde mit dem Zugriff ein Anschlag auf das für den 1. Mai geplante Radrennen "Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn" vereitelt. Dieses wurde sicherheitshalber abgesagt.

Der Vater des mutmaßlichen Bombenbauers Halil D. sagte dem "Spiegel", sein Sohn habe ihn aufgefordert, häufiger in die Moschee zu gehen. Der Kontakt sei in den vergangenen Jahren jedoch immer weniger geworden. Er könne sich nicht erklären, warum sein Sohn eine Bombe gebaut haben könnte, sagte Tahir D. dem Magazin. "Er hat eine glückliche Familie, glückliche Kinder, er ist normal in die Moschee gegangen. Warum soll er das Glück seiner Familie aufs Spiel setzen?"

yps/AFP AFP

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