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Kommunalwahl: Schindlers Liste auf Wahlplakaten: Tübinger CDU tritt in Fettnäpfchen

Die CDU hat versehentlich mit einem Plakat in Tübingen geworben, auf dem Teile von Schindlers Liste mit Namen von Zwangsarbeitern abgebildet waren. Die Christdemokraten wollen die Plakate nun abhängen.

Schindlers Liste CDU

Auszüge aus Schindlers Liste landeten versehentlich auf Wahlplakaten der CDU in Tübingen

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Der Tübinger CDU-Stadtverband steht in der Kritik. Im Kommunalwahlkampf hatten die Christdemokraten mit Plakaten geworben, die Namen von jüdischen Zwangsarbeitern aus dem Zweiten Weltkrieg abbilden, wie das "Schwäbische Tagblatt" berichtet. Als Kontrast zum Thema Digitalisierung zeigten die Plakate demnach eine Schreibmaschine mit einem Papierbogen. Auf diesem sind jedoch einige der mehr als 1000 Juden verzeichnet, die der Unternehmer Oskar Schindler vor der Ermordung in Vernichtungslagern der Nationalsozialisten gerettet hatte.

Peter Lang von der Tübinger CDU teilte laut der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit, es handele es sich um ein Versehen. Dass Namen von Schindlers Liste auf dem Plakat stünden, sei zuvor nicht aufgefalIen. Lang zufolge hätten Stadtverbandsmitglieder die Plakate selbst erstellt und dafür ein Bild aus einer gängigen Internetplattform genutzt. Hinweise auf den historischen Hintergrund gab es demnach nicht. Erst nachdem der Tübinger Fotograf Alexander Gonschior die vielen jüdischen Namen auf dem Plakat bemerkte, fiel der Fauxpas auch dem Stadtverband auf. "Keineswegs wollten wir damit geschmack- oder pietätlos sein oder Gefühle verletzen", sagte Lang. "Alles andere täte uns leid." Die CDU will die rund 100 Plakate in Tübingen nun abhängen.

Helga Feldner-Busztin
np