VG-Wort Pixel

Koblenz Heißluftballon von Windboe erfasst und abgestürzt – Ballonführer tot

Heßluftballon über einer Gemeinde in Rheinland-Pfalz
Der Ballon mit sieben Insassen wurde am Sonntagabend über dem Rheintal von einer Windboe erfasst. Bei dem Unglück kam der Ballonführer ums Leben. (Symbolbild)
© Harald Tittel / Picture Alliance
Beim Absturz eines Heißluftballons in der Nähe von Koblenz ist der Ballonführer ums Leben gekommen. Eine Windboe hatte das Gefährt kurz vor der geplanten Landung oberhalb des Rheintals erfasst.

Eine sommerliche Ballonfahrt endete am Sonntagabend bei Koblenz (Rheinland-Pfalz) für die sieben Insassen in den Bäumen eines steilen Hangs über dem Rhein. Bei dem Absturz kam der Ballonführer ums Leben. Eine heftige Windboe hatte den Ballon offenbar beim Landeversuch erfasst und zunächst auf einen Acker gedrückt. Zwei weitere Ballonfahrer wurden bei dem Unglück schwer verletzt. Das teilte die Polizei Koblenz in der Nacht zum Montag mit.

Vier Ballon-Insassen aus Korb geschleudert

Laut Polizei beobachteten Zeugen gegen 20 Uhr wie der Ballon beim Landeanflug in der Nähe der Gemeinde Urbar bei Oberwesel von dem Windstoß eines nahenden Unwetters erfasst wurde und der Korb mit den sieben Menschen an Bord mehrmals auf einem Acker aufschlug. Dabei seien vier Insassen herausgeschleudert worden. Darunter offenbar auch der getötete Ballonführer. Der Wind schleifte den Ballon später den Berg hinab in Richtung Rhein, wo er sich oberhalb von St. Goar im steilen und unwegsamen Hang in Bäumen verfing. Dort wurden die drei verbliebenen Insassen geborgen. Alle sieben Menschen wurden mit Hubschraubern und Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. 

An der aufwändigen Rettungsaktion, die von einem heraufziehenden Unwetter erschwert wurde, waren mehr als hundert Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Deutscher Bahn und Polizei beteiligt. Sowohl die Bahnstrecke zwischen St. Goar und Oberwesel am Rhein als auch die dortige Bundesstraße wurden vorübergehend voll gesperrt. Die Unglücksursache soll untersucht werden. Der Ballon soll erst in den kommenden Tagen geborgen werden.

js AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker