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News des Tages: BVB-Attentat: Ermittler halten Bekennerschreiben für falsch

Junge Britin stirbt nach Messerattacke in Jerusalem +++ Reisebus kollidiert mit Tanklaster - 24 Tote +++ Münchner Eisbar ist tot +++ Trickbetrüger zockt Rentner 51.000 Euro ab +++ Die Nachrichten des Tages zum Nachlesen.

Blaulicht und BVB-Logo: Ermittlungen zum Anschlag auf den Team-Bus gehen weiter

Ermittlungen zum Attentat auf den BVB-Bus gehen weiter. Ein Bekennerschreiben stammt wohl nicht von radikalen Islamisten

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.06 Uhr: Eurojackpot mit fast 87 Millionen geht nach Finnland +++

Beim vorösterlichen Riesengewinn im Eurojackpot gehen die Deutschen dieses Mal leer aus. Ein Spieler aus Finnland knackte den Gewinntopf von 86,97 Millionen Euro, wie ein Westlotto-Sprecher am Freitagabend mitteilte. Der Finne hatte als einziger die Gewinnzahlen 6-22-33-46-49 sowie die zusätzlichen Zahlen 1 und 5, die im finnischen Helsinki gezogen wurden. Der Jackpot war achtmal in Folge nicht geknackt worden und somit auf die große Summe angewachsen. 

In der zweiten Gewinnklasse (Fünf Richtige und eine richtige (zusätzliche) Eurozahl) gab es drei Gewinner: einer kommt aus Baden-Württemberg, einer aus Dänemark, der dritte ebenfalls aus Finnland. Sie gewinnen jeweils rund 822.000 Euro

+++ 20.37 Uhr: Rutschende Müllkippe in Sri Lanka begräbt Menschen und Häuser unter sich +++

In Sri Lanka ist eine massive Müllkippe ins Rutschen geraten und hat Dutzende Häuser weggerissen. Zwei Kinder im Alter von zwölf und 15 Jahren seien gestorben, zehn weitere Menschen würden verletzt im Krankenhaus behandelt, sagte eine Krankenhaussprecherin am Freitag in der Hauptstadt Colombo zu AFP. Nach Behördenangaben wurden rund 40 Häuser zerstört, als der auf rund 90 Meter Höhe aufgehäufte Müll am Stadtrand von Colombo nach starkem Regen ins Rutschen gekommen sei.

Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz. Das Ausmaß des Unglücks war nach Polizeiangaben zunächst noch nicht absehbar. Die Retter suchten in den Müllmassen nach Überlebenden. Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena kommandierte Soldaten zur Unterstützung des Bergungseinsatzes ab.

+++ 18.31 Uhr: BVB-Attentat: Ermittler halten Bekennerschreiben für falsch +++

Die am Ort des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gefundenen Bekennerschreiben führen nach Einschätzung der Ermittler wahrscheinlich bewusst in die Irre. Eine islamwissenschaftliche Untersuchung habe "erhebliche Zweifel" daran ergeben, "dass das Papier von radikalen Islamisten verfasst" worden sei. Das berichten NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die islamwissenschaftliche Untersuchung des Schreibens. Wie es in dem Bericht weiter heißt, sind Experten der Ansicht, dass vermutlich ein deutscher Muttersprachler das Schreiben verfasst und darin absichtlich Fehler eingebaut habe. Damit ist die Polizei auch Tage nach dem Attentat kaum weiter gekommen. Mittlerweile gebe es diverse Hinweise, aber bisher sei noch keine vielversprechende Spur. Klar scheint nur, dass die Sprengsätze professionell gebaut wurden. Unklar bleibt dagegen nach wie vor das Motiv der Attacke.

+++ 18.26 Uhr: Flüchtlingspolitik: Le Pen wirft dem Papst "Einmischung" vor +++

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat Papst Franziskus wegen seiner Positionen zur Flüchtlingspolitik kritisiert. "Dass er zur Barmherzigkeit, zur Aufnahme des Anderen, des Fremden aufruft, schockiert mich nicht", sagte die Präsidentschaftskandidatin in einem Interview der katholischen Zeitung "La Croix". "Aber Barmherzigkeit kann nur individuell sein. Dass er von den Staaten verlangt, dass sie gegen das Interesse der Völker handeln, indem sie keine Bedingungen für eine erhebliche Einwanderung stellen, ist für mich Politik und sogar Einmischung, denn er ist auch ein Staatschef."

+++ 16.49 Uhr: Schlafsack von Obdachlosem angezündet - 24-Jähriger festgenommen +++

Ein 24-jähriger Mann soll in Hamburg den Schlafsack eines Obdachlosen angezündet haben. Ein Zeuge konnte den 49-Jährigen am Donnerstagabend in seinem brennenden Schlafsack wecken, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Obdachlose blieb unverletzt, Kleidung und Schlafsack wurden aber beschädigt. Der Tatverdächtige, der gefasst wurde, sei ebenfalls obdachlos. Zu möglichen Hintergründen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Auch zu der Frage, wie die Ermittler auf den Tatverdächtigen gekommen sind, wollte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Die Polizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. 

+++ 16.40 Uhr: Drei mutmaßliche Unterstützer von Terrorverdächtigem gefasst +++

Spezialkräfte der Polizei haben drei mutmaßliche Unterstützer eines terrorverdächtigen Salafisten aus dem niedersächsischen Northeim festgesetzt. Den mit Haftbefehl gesuchten zwei Männern und einer Frau werde Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Celle am Freitag mit. Bei den am Donnerstagabend Festgenommenen handele es sich um einen 27 Jahre alten Afghanen und einen gleichaltrigen Türken sowie um eine 25-jährige Deutsche. Der Northeimer Salafist Sascha L. war am 21. Februar festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. 

+++ 16.12 Uhr: 49-Jähriger in Haft: Ehefrau lag tot im Garten +++

Wegen des dringenden Verdachts, seine Frau getötet zu haben, sitzt ein 49-Jähriger aus Darmstadt in Untersuchungshaft. Dies habe ein Richter angeordnet, bestätigte am Freitag ein Polizeisprecher in Darmstadt. Der Mann war am Donnerstag festgenommen worden. Er hatte vor rund einer Woche die Polizei verständigt und seine tot im Garten liegende Frau gemeldet. Die Obduktion der Leiche sowie weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass die 56-Jährige nicht eines natürlichen Todes gestorben sei.

+++ 15.04 Uhr: Mann mit vier Promille bei Schnapsdiebstahl erwischt +++

Ein Mann mit vier Promille ist bei einem versuchten Schnapsdiebstahl geschnappt worden. Wie die Polizei am Freitag berichtete, wollte der 45-Jährige am Vortag eine Flasche Wodka in einem Supermarkt mitgehen lassen. Mitarbeiter, denen sein ungeschickter Versuch auffiel, alarmierten die Beamten. Ein Atemalkoholtest ergab dann 3,96 Promille. Der 45-Jährige ist der Polizei bereits bekannt. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Ladendiebstahls.

+++ 14.26 Uhr: Flüchtiger Mafia-Boss beim Grillen mit seiner Frau festgenommen +++

Die italienische Polizei hat einen seit Monaten flüchtigen Mafia-Boss beim Grillen mit seiner Frau in der Toskana ertappt und festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, erfolgte der Zugriff am Vortag in der Kleinstadt Massa e Cozzile bei Pistoia, wo sich das Paar gerade auf einem Balkon aufhielt. Der 56-jährige Sizilianer Concetto Bonaccorsi war im vergangenen Jahr von einem dreitätigen Freigang nicht ins Gefängnis in Neapel zurückgekehrt. Bonaccorsi verbüßt eine lebenslange Haftstrafe wegen Drogenhandels und Mordes. Er zählt zum sogenannten Stidda-Clan, der mit der traditionellen Cosa Nostra rivalisiert. Zum Strafregister Bonaccorsis zählt der Mord am Boss eines verfeindeten Clans und die Verwicklung in einen Krieg zwischen Mafia-Banden, in dem rund hundert Menschen getötet wurden.

+++ 14.12 Uhr: Aufregung um Video: Indisches Militär fesselt Mann an Jeep +++

Im nordindischen Kaschmirtal sollen Soldaten einen Mann als lebendes Schutzschild gegen Steinewerfer benutzt haben. Wie die lokale Polizei am Freitag bestätigte, ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Sonntag. Seit Donnerstag verbreitet sich ein Video in den sozialen Medien, das ein fahrendes Militärfahrzeug zeigt, vor dessen Motorhaube ein junger Mann festgebunden ist. Der ehemalige Ministerpräsident des Bundesstaats Jammu und Kaschmir, Omar Abdullah, teilte das Video auf Twitter und kritisierte den Vorfall scharf: "Dieser junge Mann wurde vor einen Jeep der Armee gebunden, damit keine Steine darauf geworfen werden? Einfach schockierend!" Ein Militärsprecher wollte das Video am Freitag nicht kommentieren und sagte, es werde noch untersucht.

In dieser Straßenbahn ereignete sich der Angriff

In dieser Straßenbahn ereignete sich der Angriff


+++ 13.34 Uhr: Britin stirbt nach Messerattacke in Jerusalem +++

Während der religiösen Feierlichkeiten zum Karfreitag in Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter eine Britin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Frau starb kurz darauf, wie das zuständige Krankenhaus mitteilte. Der Attentäter hatte sie laut israelischer Polizei in der Nähe der Altstadt in der Straßenbahn angegriffen. Der Mann sei festgenommen worden. 

Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien. Der 57-jährige Täter aus Ost-Jerusalem könnte laut Polizei nach ersten Erkenntnissen psychisch krank sein. Aktuell halten sich Tausende Pilger zu den Karfreitagsprozessionen in der Altstadt auf.

+++ 12.50 Uhr: Schüsse auf Flüchtlingsunterkunft in Thüringen +++

Nach Schüssen auf eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im thüringischen Ort Obermehler ermittelt die Polizei. Eine Scheibe des Hauses sei getroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin in Nordhausen. Nach ihren Angaben drang das Geschoss aber nicht in das Zimmer ein, weil die Fenster doppelt verglast sind. Zunächst sei die Polizei von einem Steinwurf ausgegangen. Außerdem seien an drei Eingangstüren Schussspuren festgestellt worden. Die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar. Verletzt wurde niemand. Der MDR berichtete zuerst darüber. Der Vorfall in dem Dorf nordwestlich von Erfurt ereignete sich bereits Ende März. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

+++ 12.26 Uhr: Münchner Eisbär Yoghi ist tot +++

Trauer im Münchner Tierpark Hellabrunn: Eisbär Yoghi ist tot. Der 17 Jahre alte Bär, der mit der Eisbärin Giovanna im vergangenen November zum dritten Mal Vater geworden war, ist am Gründonnerstag gestorben, wie der Zoo am Karfreitag mitteilte. Am vergangenen Wochenende sei bei Yoghi eine stark blutende Wunde bemerkt worden. Blutwerte wiesen zudem auf eine schwere Nierenerkrankung hin. Am Donnerstagnachmittag habe sich sein Zustand innerhalb weniger Stunden rapide verschlechtert. Er starb trotz einer Notfallbehandlung am frühen Abend.

+++ 12.22 Uhr: Zwölf Festnahmen nach Krawallen bei Lyon gegen Besiktas +++

Bei den Ausschreitungen vor dem Europa-League-Viertelfinale zwischen Olympique Lyon und Besiktas Istanbul hat die Polizei zwölf Personen festgenommen. Es handele sich um Anhänger beider Teams, sagte eine Sprecherin der Präfektur von Lyon am Freitag. Zwei Zuschauer wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zahlreiche weitere Verletzte seien vor Ort versorgt worden.

+++ 11.34 Uhr: Nigeria verhandelt mit Boko Haram über Freilassung der Chibok-Mädchen +++

Zum dritten Jahrestag der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok hat die nigerianische Regierung bestätigt, dass sie mit den Entführern über die Freilassung der Mädchen verhandelt. Ihre Entführung sei "eines der schlimmsten Verbrechen" der islamistischen Terrormiliz Boko Haram, erklärte Präsident Muhammadu Buhari. Die Regierung bemühe sich fortlaufend um die Freilassung der Mädchen, erklärte Buhari.    

+++ 10.53 Uhr: Mindestens 24 Tote bei Zusammenstoß von Tanklaster und Reisebus in Mexiko +++

Auf dem Weg zum Strand starben sie einen qualvollen Tod im Feuer: Beim Zusammenstoß eines Tanklasters mit einem Reisebus sind in Mexiko mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere wurden verletzt, als die beiden Fahrzeuge am Donnerstagmorgen im Süden des Landes kollidierten und in einem Feuerball explodierten, wie die Behörden im südlichen Bundesstaat Guerrero mitteilten. Unter den Toten waren der Fahrer des Tanklasters und zahlreiche Passagiere des Reisebusses. Bei allen handelte es sich den Behörden zufolge um mexikanische Staatsbürger. Die Arbeiten zu ihrer Identifizierung dauerten noch an.
Das Unglück ereignete sich auf einer Autobahn in der Nähe der Grenze zwischen Guerrero und dem Bundesstaat Michoacán. Der Bus war in Morelia, der Hauptstadt von Michoacán, in Richtung der Strände von Guerrero an der Pazifikküste gestartet. Die Armee entsandte Soldaten an den Unfallort, die das Gebiet absicherten.
Einer der überlebenden Businsassen, Carlos Vieyra, erzählte den Sanitätern, er sei mit seiner Familie zu den Stränden von Ixtapa-Zihuatanejo in Guerrero unterwegs gewesen. Bei Tagesanbruch habe es im hinteren Bereich des Busses einen Zusammenprall gegeben, wenig später habe sich die Explosion ereignet.

+++ 9.44 Uhr: Rettungskräfte entdeckten in Groß Gerau brennenden Obachlosen +++ 

Ein Obdachloser ist im hessischen Groß-Gerau brennend in einer Straße entdeckt worden. Der 44-Jährige starb trotz sofortiger Hilfe noch an Ort und Stelle, wie die Polizei mitteilte. Ein Rettungswagen war dort am Freitag gegen 0.35 Uhr zufällig vorbeigefahren, die Besatzung sah den brennenden Körper.

Wie es zu dem Feuer kam, sei "noch völlig unklar", hieß es im Polizeibericht. Der Mann habe mit "seinen Kumpels" in der Straße übernachtet. Nun ermittelt die Kriminalpolizei. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Darmstadt hat eine Obduktion beantragt.

+++ 8.22 Uhr: Trickbetrüger lockt Rentner mit Sex-Party und stiehlt ihm 51.000 Euro +++ 

Mit dem Versprechen einer Sex-Party hat sich ein Trickbetrüger Zugang zum Haus eines Rentners in Herne verschafft und dem Mann fast 51.000 Euro gestohlen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sprach der Betrüger den 70-Jährigen beim Verlassen eines Saunaclubs an. Er versprach ihm eine Sex-Party mit drei Frauen in dessen Haus. Der Rentner fiel auf die Masche herein, gemeinsam nahmen sich beide ein Taxi zum Haus des Rentners. Das verließ der Trickbetrüger den Angaben zufolge später mit 50.800 Euro, die der Mann zu Hause aufbewahrt hatte. Die Bochumer Polizei fandet mit einem Foto nach dem mutmaßlichen Täter.

+++ 7.52 Uhr: US-Superbombe tötete mindestens 36 IS-Kämpfer +++

Beim Abwurf der größten nicht-atomaren Bombe des US-Militärs in Afghanistan sind nach Behördenangaben mindestens 36 Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Wie das afghanische Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte, wurden bei dem Angriff im Osten des Landes "strategische" Verstecke der Islamisten sowie ein tief unter der Erde gelegener Tunnelkomplex zerstört. Es habe keine zivilen Opfer bei dem Bombenangriff von Donnerstag gegeben.Über die Auswirkungen der Bombe mit einer Sprengkraft von elf Tonnen TNT war zunächst nichts bekannt gewesen. Es war das erste Mal gewesen, dass die US-Streitkräfte die Bombe des Typs GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB) einsetzten. Der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, General John Nicholson, begründete den Einsatz der Mega-Bombe damit, dass die Dschihadisten als Reaktion auf ihre zunehmenden Verluste zuletzt ihre Verteidigungsstellungen mit Sprengsätzen, Bunkern und Tunneln ausgebaut hätten. US-Präsident Donald Trump sprach von einer "sehr, sehr erfolgreichen" Mission.

AFP / DPA