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News des Tages: Viersen: Fünfjähriger Junge getötet

+++ Fünfjähriger in Viersen getötet +++ Musiker Bobby Vee gestorben +++ Gas verletzt 50 Schüler +++ Flüchtlinge zünden auf Lesbos Container an +++ Das waren die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der Schütze soll nach der Tat festgenommen worden sein (Symbolbild)

Der Schütze soll nach der Tat festgenommen worden sein (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.37 Uhr: Regierung und Opposition in Venezuela vereinbaren Dialog +++

Zur Überwindung der schweren politischen Krise in Venezuela leiten Regierung und Opposition nach Angaben des vermittelnden Vatikans einen nationalen Dialog in die Wege. Bei Beratungen von Vertretern beider Seiten sei für kommenden Sonntag ein Treffen auf der Insel Margarita vereinbart worden, sagte der Papst-Botschafter in Argentinien, Emil Paul Tscherrig. Der Vatikan versucht in dem Konflikt zwischen der Regierung und der Opposition in Caracas zu vermitteln. Maduros Gegner streben einen Volksentscheid über die Amtsenthebung des linken Staatschefs an. Doch die Wahlbehörde stoppte die dafür nötige Unterschriftensammlung am Donnerstag bis auf weiteres. Venezuela leidet seit dem Verfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt an einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen der Versorgungsengpässe gab es in dem südamerikanischen Land zuletzt immer wieder Unruhen und Plünderungen, bei Protesten wurden mehrere Menschen getötet. Die Opposition macht Maduro und seine Regierung für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich.

+++ 22.09 Uhr: Fünfjähriger in Viersen getötet +++

Ein fünfjähriger Junge ist in Viersen in Nordrhein-Westfalen getötet worden. Wie die Polizei Mönchengladbach Nachrichtenagentur bestätigte, wurde eine Mordkommission eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt. Nähere Einzelheiten über die Tat wollten die Ermittler am Montagabend aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Weitere Informationen soll es erst an Dienstag geben. Der WDR hatte zuerst über den Fall berichtet.

+++ 21.39 Uhr: US-Popstar Bobby Vee 73-jährig gestorben +++

US-Popstar Bobby Vee, ein Idol der frühen 60er Jahre, ist mit 73 Jahren gestorben. Das teilte sein Sohn Jeff Velline mit. Bobby Vee machte in der Ära vor den Beatles und den Rolling Stones eine Blitzkarriere als Pop- und Rocksänger, von der vor allem die Songs "Suzie Baby" und "Take Good Care of My Baby" in Erinnerung geblieben sind. Bobby Vee erlag den Spätfolgen der Alzheimer-Krankheit, an der er seit Jahren litt. Zuletzt lebte er in einem Pflegeheim im US-Bundesstaat Minnesota. Geboren wurde er unter dem Namen Robert Velline. Zu den oft erzählten ungewöhnlichen Begebenheiten in Bobby Vees Leben gehören ein Auftritt mit seiner Jugendband "The Shadows", der nur zu Stande kam, weil dringend Ersatz für die tödlich verunglückten Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Popper gesucht wurde. In ganz jungen Jahren begegnete Bobby Vee in Minnesota auch dem damals noch unbekannten Bob Dylan, den er kurzzeitig als Pianisten engagierte. "Ich habe mit jedem gespielt, von Mick Jagger bis Madonna", sagte Dylan einmal bei einem Auftritt 2013. "Ich habe mit jedem gespielt, von Mick Jagger bis Madonna", sagte Dylan einmal bei einem Auftritt 2013. "Aber die schönste Person, mit der ich je auf der Bühne gestanden habe, ist Bobby Vee."

+++ 20.30 Uhr: Deutscher Zauberer steht in in Las Vegas wegen Kinderpornografie vor Gericht +++

In Las Vegas beginnt am Dienstag der Kinderpornografie-Prozess gegen den deutschen Zauberkünstler Jan Rouven. Der aus dem Rheinland stammende Magier, der in der Glücksspielmetropole große Erfolge mit seiner Show feierte, ist wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe. Die Bundespolizei FBI hatte zu Beginn des Jahres während einer Razzia auf Rouvens Anwesen bei Las Vegas einen Computer und eine externe Festplatte mit mehr als 3000 kinderpornografischen Videos und Fotos beschlagnahmt. Der 38-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, beteuert seine Unschuld. Er kann sich nach Angaben seines Anwalts nicht erklären, wie die fraglichen Dateien auf seine Festplatte kamen. 

+++ 20.22 Uhr: Fast 50 Schüler nach Gasaustritt in Schule verletzt +++

Wegen des Austritts eines noch unbekannten Gases an einer Realschule in Heilbronn sind mehr als 45 Schüler verletzt worden. Sie wurden nach ersten Untersuchungen durch Notärzte vor Ort in Krankenhäuser eingeliefert. "Wir gehen davon aus, dass sie leicht verletzt sind", sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr versuchte stundenlang herauszufinden, um welches Gas es sich handelt und wo es ausgetreten ist. Beides war jedoch am Abend noch nicht bekannt. "Es liegt der Verdacht nahe, dass jemand einen bösen Scherz spielen wollte", sagte ein Polizeisprecher in der SWR-Landesschau. Der Chemiesaal sei verschlossen gewesen. Das Schulgebäude wurde geräumt, die unverletzten Kinder wurden in eine naheliegende Schulsporthalle gebracht, um dort von ihren Eltern abgeholt zu werden. Zum Zeitpunkt des Gausaustritts seien rund 350 Schüler an der Schule gewesen. Die Schule liege in einem Wohngebiet. Anwohner waren durch das Gas jedoch nicht gefährdet.

+++ 19.10 Uhr: Tusk und Trudeau halten Ceta-Unterzeichnung am Donnerstag weiter für möglich +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk und der kanadische Premierminister Justin Trudeau halten eine Unterzeichnung des Ceta-Handelsabkommen am Donnerstag weiter für möglich. "Es ist noch Zeit", teilte Tusk nach einem Telefonat mit Trudeau mit. "Wir fordern alle Parteien auf, eine Lösung zu finden." Belgiens Regierung hatte sich am Montag nach einem Krisentreffen außer Stande gezeigt, das Abkommen zu unterzeichnen.

+++ 18.20 Uhr: Altkanzler Schröder soll als Schlichter Lösung für Kaiser's Tengelmann finden +++

Im Streit um die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann wird es ein Schlichtungsverfahren unter Leitung von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geben. Auf diesen Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Gewerkschaft Verdi verständigten sich Edeka, Tengelmann und Rewe am Montag, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Für die Dauer des Verfahrens werde keine Übergabe von Tengelmann-Filialen an Dritte erfolgen.

+++ 17.30 Uhr: Gewaltsame Proteste von Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos +++

Bei Protesten im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben Flüchtlinge vier Büro-Container angezündet, die Beamten der Asylbehörden als Arbeitsplätze dienten. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 70 Menschen an den Protesten gegen ihre Unterbringung und die dortigen Lebensbedingungen. Unterdessen gab es in Bulgarien Proteste vorwiegend afghanischer Flüchtlinge gegen die Versperrung der Weiterreise sowie in Spanien Proteste vorwiegend algerischer Flüchtlinge gegen ihre Unterbringung.

+++ 16.30 Uhr: Deutscher Diplomat in New York soll seine Frau misshandelt haben +++

Ein deutscher Diplomat in New York steht unter dem Verdacht, seine Ehefrau körperlich misshandelt zu haben. Die Anschuldigungen gegen den Mitarbeiter des Konsulats würden hausintern überprüft, verlautete aus deutschen diplomatischen Kreisen. Es seien Gespräche mit dem Mitarbeiter geführt worden, "um den Vorwürfen auf den Grund zu gehen".

Der Diplomat soll nach einem Bericht der "New York Post" in der vergangenen Woche seine Frau ins Gesicht geschlagen und heftig gegen die Wand gestoßen haben. Ein Nachbar berichtete der Zeitung, dass der Mann regelmäßig gegen seine Frau gewalttätig werde.

+++ 14.52 Uhr: Premier Michel: Belgien kann Ceta derzeit nicht zustimmen +++

Belgien kann laut Premierminister Charles Michel dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta nicht zustimmen. Das Land sehe sich derzeit dazu nicht in der Lage, sagte Michel nach einem Treffen mit Vertretern der belgischen Regionalregierungen in Brüssel, wie belgische Medien berichteten.

Die Wallonie sperrte sich bis zuletzt gegen das bereits fertig ausgehandelte Abkommen. Nun legte demnach unter anderem auch die Brüsseler Regionalvertretung noch ihr Veto ein. Belgien bräuchte zur Zustimmung zu dem Abkommen grünes Licht der Regionen, die EU wiederum braucht das Einvernehmen aller 28 Mitgliedstaaten. EU-Ratschef Donald Tusk sollte bis zum Abend mit dem kanadischen Premier Justin Trudeau klären, ob das geplante Gipfeltreffen am Donnerstag stattfinden kann.

+++ 14.35 Uhr: Ehepaar soll Prostituierte misshandelt haben - Prozessauftakt +++

Ein Ehepaar soll eine Prostituierte jahrelang zum Anschaffen in Pornokinos und auf den Straßenstrich geschickt und ihr Einnahmen von knapp 663.000 Euro vorenthalten haben. Außerdem sollen sie die 42-Jährige massiv misshandelt haben. Seit Montag nun müssen sich der 46-Jährige und seine 52 Jahre alte Frau wegen Zuhälterei und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht in Saarbrücken verantworten. Vor Gericht wollten sich die Angeklagten zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern.

Von den Einnahmen soll sich das Paar mehrere Luxusautos gekauft haben. Nach Angaben der Anklage übten die Eheleute massiv Druck auf die Geschädigte aus, erniedrigten, bestraften und schlugen sie, um sie auszubeuten. Unter anderem sei das Opfer mit einem Eisenrohr geschlagen und mit heißem Wasser verbrüht worden. Die Frau befindet sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.

+++ 13.50 Uhr: Polizei sieht keine Anzeichen für Suizid-Aufrufe in Schmölln +++


Drei Tage nach dem Suizid eines minderjährigen Flüchtlings im ostthüringischen Schmölln geht die Polizei nicht davon aus, dass ihn Anwohner zu der Tat ermunterten. "Nach jetzigem Kenntnisstand ist das nicht der Fall", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion und berief sich dabei auf Beamte, die an dem Einsatz beteiligt waren, und befragte Augenzeugen. "Diejenigen, die das am Anfang gesagt haben, konnten das in der Zeugenbefragung nicht mehr deutlich verifizieren." Zuvor hatte bereits Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Berichte über angebliche Aufrufe zur Selbsttötung angezweifelt.

+++ 13 Uhr: Aufruhr in Flüchtlingszentrum in Bulgarien +++

Hunderte Flüchtlinge in Bulgarien haben ihre Verlegung ins Nachbarland Serbien gefordert. Die Menschen stürmten nach Polizeiangaben den Ausgang des Aufnahmezentrums in Harmanli unweit der türkischen Grenze. Die Migranten sagten Medienberichten zufolge, dass sie nicht länger in Bulgarien bleiben wollten.

Auslöser des Aufruhrs waren Beschwerden über die schlechten Lebensbedingungen in der Einrichtung. Die Flüchtlinge forderten außerdem, dass Sicherheitskräfte sie bis zur bulgarisch-serbischen Grenze begleiten sollen. An dem Protest nahmen nach einem Bericht des Staatsradios bis zu 1000 Migranten teil.

+++ 12.45 Uhr: "Reichsbürger" bei Berliner Polizei Anfang des Jahres entlassen +++

Die Berliner Polizei hat einen Beamten wegen seiner Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern entlassen. Der Polizeibeamte musste die Behörde Anfang dieses Jahres verlassen. Bekannt geworden sei der Fall, weil der Polizist privat an einer entsprechenden Demonstration teilgenommen habe und mit Plakaten aufgefallen sei, sagte ein Polizeisprecher.

Seit den 80er-Jahren existieren diverse Gruppen, die Verschwörungstheorien anhängen und davon ausgehen, dass das Deutsche Reich fortbesteht und die Bundesrepublik Deutschland rechtlich gesehen nicht existiert. Diese Menschen erkennen auch Gerichte oder die Polizei nicht an.

+++ 11.10 Uhr: Gruppenvergewaltigung in Hamburg - Staatsanwaltschaft will Urteil anfechten +++

Die Hamburger Staatsanwaltschaft will das umstrittene Urteil gegen mehrere Jugendliche wegen Vergewaltigung einer 14-Jährigen anfechten. Die Behörde habe Revision gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das sei bereits am Freitag geschehen. Dieser Schritt sei unabhängig von einer Online-Petition erfolgt, die bis zum Montag bereits mehr als 15.000 Unterstützer hatte.

Das Landgericht Hamburg hatte am Donnerstag fünf Täter zu Haftstrafen verurteilt, fast alle auf Bewährung. Vier der jungen Angeklagten hatten das betrunkene Mädchen im Februar sexuell missbraucht. Anschließend legten sie es bei eisigen Temperaturen leicht bekleidet in einen Hinterhof im Stadtteil Harburg ab. Eine 15-Jährige filmte die Tat und gab Regie-Anweisungen.

+++ 10.10 Uhr: Kleinflugzeug in Malta verunglückt - Fünf Menschen sterben +++

Am internationalen Flughafen von Malta ist ein militärisches Kleinflugzeug verunglückt. Mindestens fünf Menschen sollen bei dem Unfall ums Leben gekommen sein, berichtete die "Times of Malta". Der Zeitung zufolge stürzte die luxemburgische Maschine kurz nach dem Abflug nahe der Startbahn in Luqa ab und ging in Flammen auf. Eine Sprecherin der EU-Grenzschutzagentur Frontex dementierte auf Anfrage Medienberichte, wonach es sich bei dem Flugzeug um eine von Frontex genutzte Maschine gehandelt haben sollte. Das Flugzeug soll Platz für etwa zehn Menschen geboten haben.


Feuerwehr und Rettungsdienste sowie Kräfte des Zivilschutzes seien am Unglücksort und kümmerten sich um die Passagiere, teilte der Flughafen auf Twitter mit. Das Flugfeld bleibe bis auf Weiteres geschlossen. Laut "Times of Malta" wurden brennende Wrackteile bis auf die Straße außerhalb des Flughafens zwischen den Dörfern Kirkop und Safi geschleudert. In einem von der Zeitung veröffentlichten Video war zu sehen, wie eine schwarze Rauchwolke von der Startbahn aufstieg.

+++ 9.10 Uhr: US-Friedensaktivist Tom Hayen gestorben +++

Der wohl bekannteste Aktivist gegen den Vietnamkrieg, Tom Hayden, ist tot. Wie seine Frau Barabara Williams bestätigte, starb der Autor und Politiker bereits am Sonntag vor einer Woche in Santa Monica nach langer Krankheit. Hayden wurde 76 Jahre alt. Er war Mitbegründer der Protestgruppe "Students for a Democratic Society" und gehörte den sogenannten "Chicago 7" an - einer Gruppe Studenten, die bei gewalttätigen Protesten gegen den Parteitag der US-Demokraten 1968 in Chicago verhaftet, angeklagt, später aber freigesprochen wurden. Spätestens 1982 wechselte Hayden selbst in die institutionelle Politik, wurde ins kalifornische Unterhaus und 1992 in den kalifornischen Senat gewählt. Er schrieb mehr als 20 Bücher, seine Kolumnen und Essays erschienen in der "New York Times" und anderen namhaften Blättern der USA. Zwischen 1973 und 1990 war Hayden mit der Schauspielerin Jane Fonda verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

+++ 8.56 Uhr: 120 Kilometer pro Stunde zu schnell - Motorrad-Raser gestoppt +++

Tempo 205 statt Tempo 80: Einen rasenden Motorradfahrer haben zivile Verkehrsfahnder der Polizei in Hessen gestoppt. Der 33-Jährige sei auf der Bundesstraße 47 bei Einhausen mit 205 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, obwohl dort nur Tempo 80 erlaubt sei, teilte die Polizei in Darmstadt mit. Die Beamten fuhren dem Mann hinterher und zogen ihn aus dem Verkehr. Dem Motorradfahrer drohen nun neben zwei Punkten in Flensburg 600 Euro Bußgeld sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.


+++ 8.01 Uhr: Dschungel-Räumung hat begonnen +++

In Calais ist die Registrierung der Migranten aus dem Dschungel angelaufen. "Das ist ein wichtiger Tag. Der Staat macht eine beträchtliche Anstrengung", so der Sprecher des Pariser Innenministeriums Pierre-Henri Brandet. Vor dem Registrierzentrum in der Nähe des Dschungels warten mehrere hundert Menschen. Sie sollen dort befragt werden, bevor sie auf ganz Frankreich verteilt werden. Man setze darauf, dass sich die Menschen freiwillig melden, so Brandet. "Keiner wird gezwungen, sich in einen Bus zu setzen."

+++ 6.51 Uhr: Erste Dschungel-Bewohner finden sich an Versammlungspunkten ein +++

Ein hoffnungsvolles Zeichen? Kurz vor Beginn der Räumung des Flüchtlingslagers im französischen Calais haben sich die ersten Flüchtlinge zur Abreise eingefunden: Vor dem von den Behörden eingerichteten Versammlungspunkt in dem Dschungel genannten Lager warten am frühen Montagmorgen rund 60 Flüchtlinge auf Einlass. Viele tragen Koffer und Kleiderbündel bei sich. Von dem Versammlungspunkt aus sollen die Flüchtlinge in Aufnahmezentren in anderen Teilen Frankreichs gebracht werden. Viele Bewohner lehnen es allerdings ab, das Lager in der Nähe des Ärmelkanals zu verlassen. Sie fürchten, dass sie dann keine Chance mehr auf die gewünschte Weiterreise nach Großbritannien haben. In der Nacht hatte es erneut gewaltsame Zusammenstöße zwischen Flüchtlingen und der Polizei gegeben. Polizisten feuerten Tränengasgranaten an einer Umgehungsstraße des Hafens und im Lager ab, wo sie Dutzenden Steine werfenden Flüchtlingen gegenüber standen.

+++ 5.00 Uhr: Surfer überlebt Hai-Attacke in Australien +++

Zum dritten Mal innerhalb eines Monats hat ein Hai vor der Ostküste Australiens einen Surfer angefallen. Der 36-Jährige kam in der Nähe von Byron Bay knapp 800 Kilometer nördlich von Sydney mit leichten Verletzungen davon, teilt die Polizei mit. In derselben Region waren in den vergangenen vier Wochen ein 25-jähriger und ein 17-jähriger Surfer von Haien gebissen worden. Beide überlebten. Nach der neuesten Attacke schlossen die Behörden den Strand zunächst für 24 Stunden. Es war die 13. Haiattacke in der Region innerhalb von 18 Monaten. Ein japanischer Surfer war dort im Februar 2015 ums Leben gekommen.

+++ 2.38 Uhr: Hartz-IV-Empfängern drohen hohe Strafen bei Falschangaben +++

Die Bundesagentur für Arbeit hat einem Bericht zufolge die Bußgeld-Regeln für Hartz-IV-Empfänger verschärft. Den Beziehern drohe ab sofort eine Strafe von bis zu 5000 Euro, wenn sie den Jobcentern wichtige Informationen verschweigen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine neue interne Weisung der Bundesagentur. Die Strafe könne verhängt werden, wenn Hartz-IV-Empfänger Angaben, die für die Festsetzung der Hartz-Leistungen wichtig sind, "nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig" machen. Betroffen könnte beispielsweise ein Hartz-IV-Empfänger sein, der eine Erbschaft verschweigt und deshalb eine höhere Leistung erhält, als ihm zusteht. Bisher drohten die Strafen nur, wenn die Betroffenen falsche Angaben gemacht haben; keine Strafen sind bislang vorgesehen, wenn die Betroffenen gar keine Angaben machten. Die Neuregelung gilt dem Bericht zufolge für alle Anträge, die ab 1. August gestellt wurden.

+++ 0.30 Uhr: Tote und Verletzte bei Busunglück in Kalifornien +++

Tragisches Ende eines Wochenendausflugs: Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Sattelschlepper sind in Südkalifornien 13 Menschen ums Leben gekommen. 31 verletzte Passagiere werden nach dem Unfall auf einer Fernstraße bei Palm Springs in Krankenhäusern behandelt. Laut Polizei war der Bus auf der Rückfahrt von einem Kasino nach Los Angeles mit großer Wucht auf den Anhänger des Sattelschleppers aufgefahren. Viele der Insassen hätten zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich geschlafen, hieß es. Der Busfahrer zähle zu den Toten, der Fahrer des Lastzuges sei leicht verletzt worden. Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar.

+++ 0.05 Uhr: Jedes 20. Kind in materieller Not +++

Jedes 20. Kind in Deutschland ist mit materieller Not konfrontiert. Das geht nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" aus dem Entwurf des neuen Armuts- und Reichtumsberichts hervor, der gegenwärtig in der Bundesregierung abgestimmt wird. "Nur wenige Kinder in Deutschland leiden unter materieller Not", heißt es darin. Betrachte man den Anteil der Haushalte "mit einem beschränkten Zugang zu einem gewissen Lebensstandard und den damit verbundenen Gütern", dann seien fünf Prozent der Kinder betroffen. Das sei deutlich weniger als im EU-weiten Schnitt mit neun Prozent. Von den 12,9 Millionen Kindern in Deutschland hätten allerdings bis zu 2,4 Millionen, also mehr als ein Fünftel, ein Armutsrisiko. Grund: Die Haushalte, in denen sie leben, verfügen über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. 

dho/DPA/AFP