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+++ Ticker +++

News von heute: Verfassungsänderung annulliert bisherige Amtszeiten: Putin kann wieder kandidieren

Zweiter HIV-Patient geheilt +++ Seltene weiße Giraffe in Kenia getötet +++ Erneute Explosion in Stockholm - keine Verletzten +++ DIW erwartet Rezession in Deutschland +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Putin nach Verfassungsänderung vor weiterer Amtszeit (15.58 Uhr)
  • "Londoner Patient" wohl von HIV geheilt (13.34 Uhr) 
  • Treffen Erdogan-Macron-Merkel zu Flüchtlingskrise am 17. März in Istanbul (12.32 Uhr)
  • DIW erwartet Rezession in Deutschland (6.48 Uhr)
  • Hanau-Anschlag: 84 Verfahren wegen Beifall im Netz (5.33 Uhr)
  • EU will Flüchtlingspakt mit der Türkei retten (5.04 Uhr)

Die wichtigsten Nachrichten zum Coronavirus lesen Sie hier.

Die News von Heute im stern-Ticker:

+++ 21.45 Uhr: Hamburger SPD will mit Grünen Koalitionsverhandlungen aufnehmen +++

Die Hamburger SPD wird mit den Grünen Verhandlungen über die erneute Bildung einer rot-grünen Koalition aufnehmen. Das habe der Landesvorstand gut zwei Wochen nach der Bürgerschaftswahl am Dienstagabend einstimmig beschlossen, sagten Bürgermeister Peter Tschentscher und SPD-Landeschefin Melanie Leonhard.

+++ 19.22 Uhr: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für Ex-Premierminister Fillon +++

Die französische Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen den ehemaligen Premierminister François Fillon wegen mutmaßlicher Scheinbeschäftigung eine mehrjährige Freiheits- und eine Geldstrafe gefordert. Fillon solle zwei Jahre Haft und drei Jahre auf Bewährung sowie eine Strafzahlung in Höhe von 375.000 Euro erhalten, forderte Staatsanwalt Aurélien Letocart vor Gericht in Paris. Zudem solle der 66 Jahre alte Fillon für zehn Jahre in kein politisches Amt gewählt werden dürfen. 

+++ 19.08 Uhr: Erholung an Börsen nach schwarzem Montag nur von kurzer Dauer +++

Nach dem drastischen Kurseinbruch zum Wochenbeginn hat sich der Abwärtstrend an den europäischen Börsen fortgesetzt. Nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen notierte der Deutsche Aktienindex (Dax) zum Börsenschluss 1,41 Prozent im Minus, in Paris und Mailand zeigte sich ein ähnliches Bild. An der New Yorker Wall Street stabilisierten sich die Kurse derweil. Auch der Ölpreis erholte sich. Nach dem schwarzen Montag waren an den europäischen Börsen zunächst Zeichen der Entspannung sichtbar: Der Dax legte zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent zu, auch in Paris und London wurden Kursgewinne verbucht. Im Tagesverlauf rutschten die Börsenbarometer aber wieder ins Minus. Der Dax schloss um 1,4 Prozent tiefer als am Vortag. Der Pariser Index CAC der 40 größten Unternehmen gab um 1,5 Prozent nach und in Mailand betrug das Minus zum Börsenschluss 3,3 Prozent. In London stabilisierte sich derweil der Index FTSE-100. Die Verluste lagen bei Handelsschluss bei weniger als 0,1 Prozent.

+++ 19.02 Uhr: UN-Chef warnt: Mit dem derzeitigen Kurs Klimaziele nicht erreichbar +++

Mit dem derzeitigen Kurs der Welt sind nach Angaben von UN-Generalsekretär António Guterres die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreichbar. "Wir befinden uns weit abseits vom Weg, der dazu führen würde, das 1,5-Grad- oder 2-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen", schrieb Guterres im Vorwort zu einem in New York veröffentlichten UN-Klimabericht. Das 2015 geschlossene Abkommen von Paris sieht vor, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad. 

+++ 18.35 Uhr: Grüne dringen auf Ende der Sonderbehandlung schwuler und bisexueller Männer bei Blutspenden +++

Die Grünen dringen auf ein Ende der Sonderbehandlung schwuler und bisexueller Männer bei der Blutspende. Die Bundestagsfraktion beschloss einen Antrag, der eine Überarbeitung der entsprechenden Richtlinie der Bundesärztekammer fordert. Die "grobe Diskriminierung" von schwulen und bisexuellen Männern sei "sachlich nicht zu begründen", sagte der Grünen-Experte Sven Lehmann der Nachrichtenagentur AFP. Laut der seit 2017 geltenden Richtlinie der Bundesärztekammer dürfen Männer, die Sex mit Männern haben, anders als vorher zwar grundsätzlich Blut spenden. Dies ist ihnen aber erst zwölf Monate nach ihrem letzten Sexualverkehr erlaubt. Sie gelten als Personen mit "sexuellen Risikoverhalten", bei denen ein höheres Risiko für HIV- oder Hepatitis-Infektionen besteht.

+++ 18.30 Uhr: Mindestens ein Toter bei Explosion in Chemiefabrik in Barcelona +++

Bei einer Explosion in einer Chemiefabrik in Barcelona ist ein Mann ums Leben gekommen. Ein weiterer Mann werde vermisst, mindestens 19 Personen seien bei dem Unglück am Nachmittag leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr der spanischen Stadt mit. Das Todesopfer wurde auf dem Gelände einer anderen, nahe gelegenen Fabrik von einem Stein am Kopf getroffen, der von der Druckwelle weggesprengt worden war, wie es hieß. Ein Brand in der Fabrik wurde von elf Feuerwehrtrupps bekämpft. Die Ursache der Explosion blieb zunächst unbekannt. Das Unglück verursachte in der Fabrik und in der näheren Umgebung beträchtliche Sachschäden, wie Feuerwehr und Zivilschutz mitteilten.

+++ 17.39 Uhr: Drei Tote nach Gefängnisrevolte in Italien +++

Nach einer Gefängnisrevolte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise sind nahe Rom drei Menschen ums Leben gekommen. Die drei Insassen der Haftanstalt in Rieti starben nach ersten Erkenntnissen wegen der "unvorsichtigen Einnahme" von Medikamenten, die sie bei Unruhen gestohlen hatten, wie das Justizministerium mitteilte. Ein weiterer Häftling sei im Gefängnis Sant'Anna in Modena gestorben, offenbar an einer Überdosis. Dort war es bereits am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen. Sieben Insassen wurden während der Revolte getötet oder erlagen anschließend ihren Verletzungen.

+++ 16.48 Uhr: Gericht lehnt Antrag auf Verschiebung von Korruptionsprozess gegen Netanjahu ab +++

Ein israelisches Gericht hat den Antrag von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf Verschiebung seines Korruptionsprozesses abgelehnt. Es gebe keine ausreichenden Gründe für einen Aufschub, hieß es in einem Beschluss des zuständigen Jerusalemer Gerichts, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. Die für den 17. März geplante Anhörung ist demnach "nur der Verlesung der Anklagepunkte vorbehalten", eine Antwort Netanjahus oder seiner Verteidigung sei in diesem Stadium des Prozesses nicht notwendig. In einem Brief hatten Netanjahus Anwälte das Gericht am Montag um eine Verschiebung des Prozessbeginns um 45 Tage gebeten. Sie argumentierten, sie hätten "noch nicht alle Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen" erhalten. Netanjahu steht wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue unter Anklage.

+++ 16.36 Uhr: Ubers Roboterautos kehren nach San Francisco zurück +++

Uber testet seine Roboterautos erstmals nach Jahren wieder in seiner Heimatstadt San Francisco. Zunächst sollen im autonomen Betrieb nur zwei Fahrzeuge unterwegs sein - und nur bei Tageslicht, wie ein Sprecher des Fahrdienstvermittlers dem Technologieblog "The Verge" sagte. Ein Uber-Roboterwagen hatte vor rund zwei Jahren bei einer nächtlichen Testfahrt in Arizona eine Frau, die die Straße überquerte, erfasst und getötet. Es war der erste und bisher einzige bekanntgewordene tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto. US-Unfallermittler kamen zu dem Schluss, dass die Software die Fußgängerin, die ein Fahrrad neben sich schob, zu spät identifiziert hatte.

+++ 16.19 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen Russland im Prozess um MH17-Absturz +++

Im Strafprozess um den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine richtet die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe an die Adresse Russlands. Es gebe Anzeichen dafür, dass die russische Regierung die Untersuchung behindern wolle, sagte Staatsanwalt Thijs Berger im Gericht in Badhoevedorp bei Amsterdam. Staatsanwältin Dedy Woei-a-Tsoi sprach von einer "zynischen Desinformationskampagne" Russlands, die die Angehörigen der Opfer schwer belaste. Der Strafprozess soll den Absturz der Boeing 777 der Malaysia Airlines ahnden, die im Sommer 2014 im Kriegsgebiet abgestürzt war. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder, waren ums Leben gekommen. Angeklagt sind vier prorussische Rebellen wegen 298-fachen Mordes. Sie erschienen nicht vor Gericht. Russland weist eine Verantwortung für die Flugzeugkatastrophe zurück, die zu den schlimmsten der vergangenen Jahrzehnte gehört.

+++ 15.58 Uhr: Staatsduma macht Weg frei für weitere Amtszeit von Wladimir Putin +++

Das russische Parlament hat nach einer Rede von Kremlchef Wladimir Putin den Weg freigemacht für eine neue Amtszeit des Präsidenten ab 2024. Die Staatsduma nahm die größte Verfassungsänderung in der Geschichte des Landes an. In der zweiten und entscheidenden von drei Lesungen stimmten 382 der 450 Abgeordneten für das geänderte Grundgesetz. Es gab 44 Enthaltungen. Die Kommunisten hatten insbesondere kritisiert, dass die Zählung von Putins bisherigen Amtszeiten mit Annahme der neuen Verfassung annulliert werde. Laut aktueller Verfassung hätte Putin nicht noch einmal antreten dürfen im Rennen um das höchste Staatsamt in Russland. Nun kann der 67-Jährige 2024 kandidieren und das Amt hat dann auch noch mehr Vollmachten als bisher. Putin hatte in seiner Rede erstmals gesagt, dass er einer Annullierung der bisherigen vier Amtszeiten zustimme, wenn das auch der Verfassungsgerichtshof so entscheide. Zudem betonte er, dass es eine Volksabstimmung am 22. April über die Verfassung gebe. Nur bei einem Ja werde das Grundgesetz auch in Kraft treten, betonte er.

Wladimir Putin in der Staatsduma in Moskau

Wladimir Putin in der Staatsduma: Russlands Präsident hat nach eigener Aussage kein Problem mit einer Verfassungsänderung, die seine bisherigen Amtszeiten annulliert. Dadurch kann er ein weiteres Mal kandidieren.

DPA

+++ 15.43 Uhr: Seltene weiße Giraffe und ihr Kalb in Kenia getötet +++

In Kenia sind eine seltene weiße Giraffe und ihr Junges mutmaßlich von Wilderern getötet worden. Die Skelette der zwei Tiere seien in Wildtierreservat Ishaqbini Hirola im Osten des Landes im Bezirk Garissa gefunden worden, sagte Mohamed Ahmed Noor, der Leiter des Reservats, der Deutschen Presse-Agentur. Tierschützer hatten die in Kenia bekannte Giraffen-Mutter und ihr Kalb demnach vor rund einem Monat zuletzt gesehen. Man vermute, die zwei Tiere seien von Wilderern erschossen worden, sagte Noor. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, dass sie von Kämpfern der Terrorgruppe Al-Shabaab getötet worden seien. Die Miliz ist im Nachbarland Somalia sowie in den Grenzgebieten aktiv. Es gibt nur wenige weiße Giraffen in Kenia und sie werden selten gesichtet. Forscher vermuten, dass sie unter einer Defekt-Mutation namens Leuzismus leiden, die bei Tieren zu weißem Fell und weißen Federn sowie eine rosafarbenen Haut darunter führt.

Seltene weiße Giraffe und ihr Kalb in Kenia

Wurden offenbar von Wilderern getötet: Eine weiße Giraffe und ihr Kalb im Wildtierreservat Ishaqbini Hirola im Osten Kenias

DPA

+++ 14.36 Uhr: Grünes Licht für weitere Bauvorbereitungen der Tesla-Fabrik +++

Der geplante Bau der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla hat eine weitere Hürde genommen. Das Landesumweltamt in Brandenburg gab grünes Licht für die Planierung eines Teils des Geländes in Grünheide nahe Berlin. Das teilte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, in Potsdam mit. Zuvor hatte die "Märkische Oderzeitung" darüber berichtet. Tesla wolle mit den Arbeiten unverzüglich beginnen. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung steht noch aus. Tesla kann nun auf eigenes Risiko mit den Arbeiten beginnen und müsste den alten Zustand wiederherstellen, falls das endgültige grüne Licht ausbleibt.

Das Landesamt für Umwelt entschied am Montag laut Ministerium über die zweite Zulassung des vorzeitigen Baubeginns nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Fabrik. Das Unternehmen kann den Oberboden auf rund 92 Hektar gerodetem Gelände abtragen und das Gelände einebnen. Dabei muss Tesla laut Ministerium darauf achten, dass es sich um ein Wasserschutzgebiet handelt. Bäume mit Fledermäusen bleiben erstmal stehen, bis die Tiere ihr Winterquartier verlassen haben. Flächen mit Nestern von Waldameisen sind tabu, bis die Tiere umgesiedelt worden sind. Tesla will von 2021 an in Grünheide rund 500 000 Elektrofahrzeuge im Jahr bauen. 361 Kritiker hatten sich mit Einwänden gegen die Fabrik gewandt.

+++ 14.31 Uhr: Russische Abgeordnete billigen in zweiter Lesung Verfassungsreform +++

Das russische Parlament hat am Dienstag in zweiter Lesung die von Staatschef Wladimir Putin angestrebte Reform der Verfassung verabschiedet. 382 Abgeordnete der Duma in Moskau stimmten mit Ja, 44 enthielten sich und kein Parlamentarier stimmte dagegen. Putins vierte Amtszeit als Präsident endet 2024; Kritiker werfen ihm vor, sich durch die Verfassungsänderung auch darüber hinaus Macht sichern zu wollen.

+++ 14.08 Uhr: Neue Vorwahlrunde im US-Präsidentschaftsrennen hat begonnen +++

Im US-Präsidentschaftsrennen hat der nächste große Vorwahl-Tag begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten am Dienstagmorgen (Ortszeit) in Michigan und Missouri, den ganzen Tag über wird in insgesamt sechs US-Bundesstaaten abgestimmt. Auch in Idaho, Mississippi, North Dakota und Washington sollen Demokraten und Republikaner wählen, wen sie für den besten Kandidaten ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl im November halten. Die Vorwahlen erstrecken sich über mehrere Zeitzonen. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

Bei den Demokraten liefern sich der frühere US-Vizepräsident Joe Biden (77) und der linke Senator Bernie Sanders (78) einen Zweikampf um die Nominierung. Bislang liegt Biden in Führung. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner steht dagegen quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat hier parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz.

Insgesamt geht es bei den Abstimmungen an diesem Dienstag um etwa neun Prozent der 3979 regulären Delegierten, die im Juli beim Nominierungsparteitag der Demokraten den Präsidentschaftskandidaten der Partei küren sollen. Angesichts der vergleichsweise vielen Stimmen, die an diesem Tag verteilt werden, wird der Vorwahltag auch "Mini Super Tuesday" genannt. Vergangenen Dienstag war in 14 Bundesstaaten abgestimmt worden.

+++ 13.34 Uhr: Zweiter HIV-Patient nach Stammzelltherapie wahrscheinlich geheilt +++

Der als "Londoner Patient" bezeichnete HIV-Patient ist wahrscheinlich geheilt. Etwa zweieinhalb Jahre nach Beendigung der Anti-HIV-Therapie ist bei dem Patienten kein funktionsfähiges HI-Virus mehr nachweisbar gewesen, berichtet eine Gruppe um den Mediziner Ravindra Gupta von der University of Cambridge in der Fachzeitschrift "The Lancet HIV". Der Patient, der neben HIV eine Blutkrebserkrankung hatte, hatte zuvor eine spezielle Stammzellspende erhalten. Die Forscher betonen, dass die Stammzelltherapie eine Hochrisikobehandlung sei, die für die meisten HIV-Patienten nicht infrage komme. Daher ist eine Heilung von Aids auch trotz dieses Erfolges weiterhin grundsätzlich nicht möglich. Beim "Londoner Patienten", wie auch beim "Berliner Patienten" Timothy Brown, der seit 2011 als geheilt gilt, wurde das Immunsystem durch eine Stammzelltherapie völlig neu aufgebaut. Der Stammzellspender hatte dabei jeweils eine seltene Mutation, die ihn immun gegen das HI-Virus macht.

+++ 12.32 Uhr: Treffen Erdogan-Macron-Merkel zu Flüchtlingskrise am 17. März in Istanbul +++

Im Flüchtlingsstreit mit der EU empfängt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der nächsten Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. "Wir kommen am nächsten Dienstag in Istanbul zusammen", sagte Erdogan nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Dienstag. Der türkische Staatschef hatte die Grenzen seines Landes zur EU vor gut einer Woche für geöffnet erklärt, was zu einem Massenandrang von Flüchtlingen an der türkisch-griechischen Grenze führte.

+++ 11.53 Uhr: Nach mutmaßlicher Attacke auf Fernsehteam: Rapper Fler verhaftet +++

Nach der mutmaßlichen Attacke gegen ein Fernsehteam ist der Rapper Fler in Berlin verhaftet worden. Gegen den 37-Jährigen sei zuvor ein Haftbefehl wegen Raubes und Körperverletzung erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Der Rapper soll das Team von RTL vor rund einer Woche laut Polizeiangaben vor einem Luxus-Geschäft am Berliner Kurfürstendamm beschimpft und bedroht haben. Als die Reporterin die erste Frage stellen wollte, soll Fler versucht haben, die Kamera wegzudrücken. Dem Kameramann soll er ins Gesicht geschlagen haben. Der Rapper soll mit Teilen der Kamera in seinem Auto geflüchtet sein.

Nach dem Vorfall hatte Fler bei Instagram seine Sicht der Dinge geschildert und dem Fernsehteam die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vorgeworfen.

+++ 11.52 Uhr: AfD: Brandanschlag auf Auto von Berliner Landeschef Fest +++

Auf das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest soll ein Brandanschlag verübt worden sein. Das teilte die AfD am Dienstag mit. Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, bestätigte aber eine Brandstiftung an einem Auto gegen 2.00 Uhr in der Nacht zu Dienstag in der Witzlebenstraße in Berlin-Charlottenburg. Der Anschlag war nach Einschätzung der Polizei politisch motiviert. Für zahlreiche ähnliche Anschläge und Sachbeschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern hatte es in den vergangenen Jahren Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben.

+++ 11.30 Uhr: Duma berät in zweiter Lesung über Putins Verfassungsreform +++

Das russische Parlament ist zur entscheidenden Sitzung zu der von Präsident Wladimir Putin angestoßenen Verfassungsreform zusammengekommen. Die Abgeordneten befassten sich in zweiter Lesung mit den Reformplänen. Ein Ja der Duma galt als sicher, ebenso wie bei der vermutlich noch am Mittwoch anstehenden endgültigen Lesung. Beim Föderationsrat - dem russischen Oberhaus - steht die Verfassungsreform für Mittwoch auf der Agenda. Putin hatte Mitte Januar überraschend eine Reihe von Änderungen am politischen System Russlands angekündigt. Vorgesehen ist unter anderem die Stärkung des Parlaments und des Staatsrates, der bislang eine rein beratende Funktion hat.     

Putins vierte Amtszeit als Präsident endet 2024. Kritiker werfen ihm vor, sich durch die Verfassungsänderung auch darüber hinaus Macht sichern zu wollen. Es gibt Spekulationen, er könnte als Vorsitzender des Staatsrates weiter Einfluss ausüben. Putin selbst weist die Vorwürfe zurück. 

+++ 10.40 Uhr: Erneute Explosion in Stockholm - keine Verletzten +++

Eine erneute heftige Explosion hat Einwohner der schwedischen Hauptstadt Stockholm aus dem Schlaf geschreckt. Die mutmaßlich mit Vorsatz herbeigeführte Detonation vor einem Restaurant im nördlichen Stadtteil Vasastan habe in der Nacht zum Dienstag einige Fenster des Lokals und anliegender Gebäude zerstört, teilte die Stockholmer Polizei mit. Verletzt worden sei ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Verdächtige wurden noch nicht gefasst.

Im vergangenen Jahr hatte es mehr als 120 vorsätzliche Explosionen in Schweden gegeben, bei denen der nationale Bombenschutz eingeschaltet wurde, darunter viele vor Pizzerien, Restaurants und Mehrfamilienhäusern. Nach der Explosionsserie in verschiedenen schwedischen Städten war es zuletzt etwas ruhiger geblieben in dem skandinavischen EU-Land. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Hintergründe der Detonationen im kriminelle Bandenmilieu liegen.

+++ 10.03 Uhr: Jeder vierte Angestellte in Deutschland geht unmotiviert zur Arbeit +++

Deutschlands Angestellte sind in einem internationalen Vergleich Schlusslicht bei der Arbeitsmotivation. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) geht hierzulande unmotiviert zur Arbeit, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des auf Mitarbeiterbefragungen spezialisierten Unternehmens Peakon hervorgeht. In den USA trifft dies demnach nur auf 18 Prozent zu. Bei der Mitarbeiterzufriedenheit belegen dabei die USA gemeinsam mit Dänemark Platz eins (jeweils 45 Prozent). Die internationalen Ergebnisse hängen dabei  nach Einschätzung von Martin Daniel von Peakon auch mit kulturellen Unterschieden zusammen: "In den USA und in den skandinavischen Ländern herrscht eine andere Kultur der Mitarbeiterführung als in Deutschland", sagte er.

Unmotivierte Angestellte wirken sich nach Angaben von Peakon auch auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen aus. Denn wenn Arbeitnehmer nicht das Gefühl hätten, zum Unternehmen zu gehören, halbiere sich die Arbeitsleistung. Bei einer unmotivierten Belegschaft verdoppele sich zudem das Risiko für Kündigungen und die Anzahl der Krankheitstage liege im Schnitt um 75 Prozent höher.

+++ 9.39 Uhr: Experten rätseln über Delfin-Massensterben an einem Strand im Südwesten Namibias +++ 

Ein Delfin-Massensterben an einem Strand im Südwesten von Namibia gibt Experten Rätsel auf: Nach Angaben einer Sprecherin des Ministeriums für Fischerei und Meeresschätze sollen Wissenschaftler nun untersuchen, warum die insgesamt 86 Schwarzdelfine an der Südwestküste des südafrikanischen Lands gestrandet und verendet sind. Die Schutzorganisation Namibian Dolphin Project erklärte, das Phänomen sei in dem südafrikanischen Land absolut ungewöhnlich. Die Organisation vermutete, dass einer der Meeressäuger erkrankte, die anderen bei ihm blieben und dann von der Ebbe überrascht wurden. Nach Angaben des Namibian Dolphin Project gibt es etwa 30 verschiedene Wal- und Delfinarten in Namibia.

+++ 7.41 Uhr: Tokios Börse erholt sich von Talfahrt +++

Asiens Leitbörse in Tokio hat anfängliche heftige Verluste wettgemacht und fester geschlossen. Nachdem die Kurse zunächst in Folge der massiven Verluste in New York weiter stark an Boden verloren hatten, ging es mit dem Markt wieder aufwärts. Hoffnung bereiteten den Investoren Maßnahmen in Japan und den USA, sich mit Konjunkturpaketen gegen das grassierende Coronavirus zu stemmen.  

+++ 6.48 Uhr: DIW erwartet Rezession in Deutschland +++

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet, dass Deutschland in diesem Jahr infolge der Coronavirus-Krise in eine Rezession abgleitet. Das Virus scheine die deutsche Wirtschaft nach den vorliegenden Zahlen "recht kräftig zu erfassen", sagte der Leiter der DIW-Abteilung für Konjunkturpolitik, Claus Michelsen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Vor allem die Industrie dürfte nach seiner Einschätzung betroffen sein, aber auch Dienstleistungen. 

+++ 5.33 Uhr: 84 Verfahren wegen Beifall im Netz nach Hanauer Anschlag +++

Nach dem rassistischen Anschlag von Hanau sind einem Zeitungsbericht zufolge zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen befürwortender Kommentare im Internet eingeleitet worden. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität habe 84 Verfahren angestrengt, sagte der Frankfurter Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn den VRM-Zeitungen.

+++ 5.08 Uhr: Tödliches Bootsunglück vor Besuch von König Willem-Alexander +++

Ein Bootsunglück mit sieben Toten hat den Besuch des niederländischen Königspaars Willem-Alexander und Maxima in Indonesien überschattet. Das Unglück passierte nach Angaben der Behörden bei einer Vorbereitungstour zu einem geplanten Ziel des Paares auf der Insel Borneo. Zwei Boote prallten auf einem Fluss in Palangkaraya zusammen. 20 Menschen konnten nach Angaben der Rettungskräfte gerettet werden.

+++5.04 Uhr: EU will Flüchtlingspakt mit der Türkei retten +++

Trotz der Zuspitzung an der griechisch-türkischen Grenze versucht die Europäische Union, den Flüchtlingspakt mit der Türkei am Leben zu erhalten. Der Pakt von 2016 bleibe gültig, und Differenzen bei der Umsetzung sollten in den nächsten Tagen von beiden Seiten geklärt werden, erklärten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Montagabend. 

Anlass war der Streit über Erdogans Entscheidung, Flüchtlinge und Migranten nicht mehr von der Einreise in die Europäische Union abzuhalten. Daraufhin kamen Tausende Menschen an die Grenze zu Griechenland. Die griechischen Behörden verhinderten Grenzübertritte mit Wasserwerfern, Tränengas und Blendgranaten. Die EU wertete das türkische Vorgehen als versuchte Erpressung.

+++ 4.18 Uhr: Nordkorea will erneut "Langstrecken-Artillerie" getestet haben +++

Bei dem erneuten Abfeuern von Projektilen durch Nordkorea am Montag soll es sich nach Angaben des Landes um einen weiteren Test von "Langstrecken-Artillerie" gehandelt haben. Es habe eine weitere Übung zur Feuerkraft von "Langstrecken-Artillerie" stattgefunden, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

Der Übung sei von Machthaber Kim Jong Un beaufsichtigt worden, hieß es in der Meldung. Dieser habe dabei seine hohe Wertschätzung für die "perfekte Kampfbereitschaft" der Streitkräfte bekundet.

+++ 4.02 Uhr: Nächste Vorwahlrunde bei US-Demokraten: Biden versus Sanders +++

Kann Joe Biden seinen Vorsprung ausbauen oder kann Bernie Sanders bei den Demokraten wieder die Führung übernehmen? Im US-Präsidentschaftsrennen steht am Dienstag der nächste große Vorwahl-Tag an. Abgestimmt wird in sechs Bundesstaaten: Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington. Demokraten und Republikaner stimmen darüber ab, wen sie für den besten Kandidaten ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl im November halten. Bei den Demokraten liefern sich der frühere US-Vizepräsident Biden (77) und der linke Senator Sanders (78) einen Zweikampf um die Nominierung. Für sie geht es an diesem Tag um viel.

Erste Wahllokale öffnen am Dienstagmittag deutscher Zeit. Die Wahlstationen sind nach deutscher Zeit bis in die Nacht zu Mittwoch geöffnet. Ergebnisse werden also erst dann erwartet.

anb / rw / DPA / AFP