Gabun

Artikel zu: Gabun

Schildkrötenbaby

Schildkrötenbaby

Am Strand in der Nähe von Libreville (Gabun) ist ein frisch geschlüpftes Oliv-Bastardschildkröten-Jungtier auf dem Weg von seinem Nest ins Meer.
Gabuns Präsident Brice Oligui Nguema vergangene Woche

Gabun sperrt Onlinedienste inmitten von Protesten "bis auf Weiteres"

Inmitten von Protesten und Streiks in Gabun hat die Medienaufsichtsbehörde des zentralafrikanischen Landes die sofortige Sperrung von Onlinediensten "bis auf Weiteres" bekannt gegeben. "Unangemessene, verleumderische, hasserfüllte und beleidigende Inhalte" in Onlinediensten würden "die Menschenwürde, die öffentliche Moral, die Ehre der Bürger, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Stabilität der Institutionen der Republik sowie die nationale Sicherheit" untergraben, sagte der Sprecher der Behörde, Jean-Claude Mendome, in einer Fernsehansprache am Dienstag.
Übergabe eines Militärstützpunkts

Frankreich übergibt letzte Militärstützpunkte an Senegal

Mit der Übergabe der letzten beiden französischen Militärstützpunkte an Senegal hat Frankreich seine jahrzehntelange militärische Präsenz in West- und Zentralafrika beendet. An der Übergabe-Zeremonie am Donnerstag in Camp Geille bei Dakar nahmen die Generalstabschefs beider Länder teil. Die französische Armee war seit der Unabhängigkeit Senegals von der französischen Kolonialmacht 1960 in dem westafrikanischen Land präsent. 
Video: Lage in Gabun weiter angespannt

Video Lage in Gabun weiter angespannt

STORY: Im westafrikanischen Gabun bleibt die Lage zwei Tage nach einem Militärputsch weiter unübersichtlich. Das Staatsfernsehen zeigte am Donnerstag Reisetaschen voller Bargeld, die nach Angaben der Behörden bei Mitgliedern der Regierung von Staatspräsident Ali Bongo gefunden wurden. Das Militär hat inzwischen mehrere Regierungsmitglieder verhaften lassen. Sie sollen in kriminelle Aktivitäten wie Korruption und Geldwäsche verstrickt sein. Ali Bongo regierte seit 2009, nachdem er nach dem Tod seines Vaters, der seit 1967 Präsident war, dessen Nachfolge angetreten hatte. Die Junta hat bisher wenig über ihre unmittelbaren Pläne nach dem Ende der Herrschaft der Bongo-Familie verlauten lassen. Die Grenzen zu den Nachbarländern waren am Freitag weiter geschlossen. Der Grenzhandel ist vielerorts zum Erliegen gekommen. Unterdessen rief Gabuns wichtigste Oppositionsgruppe, Alternative 2023, die internationale Gemeinschaft am Freitag dazu auf, die Militärs zu ermutigen, die Macht wieder an Zivilisten zu übergeben.
Video: Menschen feiern nach Militärputsch in Gabun

Video Menschen feiern nach Militärputsch in Gabun

STORY: In Libreville, der Hauptstadt von Gabun gingen am Mittwoch Hunderte Menschen auf die Straßen und feierten. In dem zentralafrikanischen Land hatte das Militär wenige Tage nach der Präsidentenwahl geputscht. Minuten nachdem die Wahlkommission Präsident Ali Bongo zum Sieger ausrief, erklärte ihn eine Gruppe ranghoher Offiziere im Fernsehen für abgesetzt. Die Wahl sei nichtig, hieß es am Mittwoch. Staatliche Institutionen seien aufgelöst und die Grenzen geschlossen. Viele Menschen in Gabun jubelten. "An alle, die im Ausland leben, kommt zurück. Unser Land ist frei. Unser Land ist frei. Es lebe die Freiheit Gabuns, es leben alle, die (zum Staatsstreich) beigetragen haben." "Ich danke Ihnen. Danke an die Armee. Danke an die Armee." "Wir sind befreit! Die Herrschaft von Bongo ist vorbei. Bongos Herrschaft ist zu Ende!" Bongos Familie regiert das ölreiche Land mit 2,3 Millionen Einwohnern seit 56 Jahren. Dem Militär zufolge wurde der 64-jährige Ali Bongo unter Hausarrest gestellt. Auch sein Sohn und andere Personen seien wegen Korruption und Verrats festgenommen worden. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich verurteilte den Staatsstreich. Der Militärputsch ist der achte in West- und Zentralafrika seit 2020. Zuletzt hatte die Armee im Niger die Macht übernommen, davor in Mali, Guinea, Burkina Faso und im Tschad.