VG-Wort Pixel

Hinter Rigipsplatte in einem Wohnhaus Hitler-Gemälde, Revolver, Gasmasken: Hochwasser legt geheimes Nazi-Versteck in Hagen frei

Sehen Sie im Video: Hochwasser enthüllt geheimes Nazi-Versteck in Hagen. Videoquelle: RTL.de


Nazi-Unterlagen nach der Hochwasser-Katastrophe entdeckt
Kurz nach der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli hatte Sebastian Yurtseven bei Aufräumarbeiten den Fund im Haus seiner Tante entdeckt. In dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert war an einer Wand im Erdgeschoss eine Rigipsplatte herausgebrochen, hinter der die Dokumente in einer Art Schacht lagerten. Zuerst stieß Yurtseven auf eine Zeitung aus dem Jahr 1945. "Das war tatsächlich erst mal Gänsehaut. Dass das so ein Riesenfund wird, hab ich nicht gedacht", erzählte der Geschichtslehrer am Dienstag.
Seltener Fund
Er habe dann dem Stadtarchiv in Hagen Bescheid gegeben. NSV-Mitglieder hätten womöglich die Unterlagen ihrer Dienststelle im Stadtteil Eckesey hektisch in den rund 30 Zentimeter breiten Zwischenraum von zwei Häusern geworfen, als amerikanische Truppen im April 1945 nach Hagen einrückten, vermutete Blank. Die NSV habe im Zweiten Weltkrieg etwa die Kinderlandverschickung und die Bevölkerung nach Luftangriffen betreut oder auch Schwangerschaften dokumentiert.
Zu der NSDAP-Parteiorganisation existiere bisher wenig Quellenmaterial, weshalb es sich laut Blank um einen seltenen Fund handelt. Dieser soll zunächst im Stadtarchiv bleiben. Man wolle die Dokumente auch teils für eine Ausstellung im Stadtmuseum aufbereiten.
Mehr
Das Hochwasser in NRW hat in einem Hagener Wohnhaus in der Wand versteckte Unterlagen aus der Nazi-Zeit freigespült. Es handle sich dabei laut Hagener Stadtarchiv um "Unmengen an Material" einer örtlichen Dienststelle der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV).

Videoquelle: RTL.de


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker