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Aschewolke: Alle deutschen Flughäfen offen

Der deutsche Luftraum ist nach einer teils mehrstündigen Sperrung wegen der Aschewolke komplett freigegeben worden. Die betroffenen deutschen Flughäfen, darunter auch der Münchner Flughafen, nahmen um 21 Uhr ihren Betrieb wieder auf.

Die Lage an den süddeutschen Flughäfen nach den erneuten Beeinträchtigungen durch die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll entspannt sich. Nach Angaben der deutschen Flugsicherung sind alle deutschen Airports wieder geöffnet. Auch der Flughafen München habe seit 21.00 Uhr wieder seinen Betrieb aufgenommen.

Die Asche aus dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull behinderte das ganze Wochenende den Luftverkehr in Europa. In Deutschland waren Flughäfen im Süden betroffen: Am Sonntag schloss die Deutsche Flugsicherung (DFS) den Luftraum um München komplett. Seit 15 Uhr waren wegen einer hochkonzentrierten Aschewolke für mehrere Stunden weder Sicht- noch Instrumentenflüge erlaubt. Kleinere Flughäfen um München herum wie Memmingen und Augsburg mussten ebenfalls dicht machen. Zahlreiche Verbindungen im In- und Ausland mussten gestrichen worden. Betroffen waren besonders Spanien, Portugal, Südfrankreich, Norditalien, die Schweiz und Westirland.

Tausende saßen auf Flughäfen fest

Auch der Stuttgarter Flughafen wurde zwischenzeitlich gesperrt, konnte aber bereits um 18 Uhr wieder den Flugbetrieb aufnehmen. Anlass für die Maßnahme in Deutschland war eine Flugwetterwarnung, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für einen Teil des süddeutschen Luftraums herausgegeben hattee. Der DWD stütze sich dabei auf Prognosen des Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC) in London. Daraus gehe hervor, dass die vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull ausgestoßene Vulkanasche über Spanien und Frankreich bis in den deutschen Luftraum gelangt sei und ein Teil des süddeutschen Luftraums dabei hoch mit Vulkanasche belastet sei. Für Montag sagte der DWD weitere Beeinträchtigungen voraus.

Europaweit wurden am Wochenende etwa 700 Flüge gestrichen. Transatlantik-Flüge waren davon kaum betroffen, allerdings mussten viele Maschinen umgeleitet werden. Vielerorts kam es zu Verspätungen. Tausende Menschen hingen auf Flughäfen in Norditalien, Portugal und Spanien fest. In Deutschland fielen knapp 50 Flüge von Lufthansa und Air Berlin aus.

Spanien erwartet weitere Behinderungen

Laut dem Deutschen Wetterdienst kann am Montag noch in der Mitte Deutschlands Vulkanasche auftreten, ab Dienstag wird es dann aber keine Behinderungen mehr geben. Da jedoch weiterhin mit Behinderungen über dem Atlantik gerechnet werden müsse, könne es auch auf deutschen Flughäfen zu Verspätungen kommen, teilte der DWD weiter mit.

Denn der Flugverkehr über dem östlichen Atlantikraum ist weiterhin von der Aschewolke beeinträchtigt. Die spanische Regierung warnte davor, dass die Asche den Flugraum über dem Mittelmeerland in der kommenden Woche wieder behindern könnte. Irland rechnete damit, noch im Laufe des Sonntags im Westen der Insel Flughäfen schließen zu müssen. Der Wind habe gedreht und damit komme die Aschewolke nach Irland zurück, kündigte die irische Luftfahrtbehörde an.

Im April hatte die Vulkan-Asche bereits für fast sechs Tage zu einer Sperrung des Luftraums über weiten Teilen Europas geführt. Die Reisepläne von Millionen Fluggästen wurden durchkreuzt, den Airlines verhagelte dies die Bilanzen. Mitte der vergangenen Woche war es erneut zu Beeinträchtigungen im britischen und irischen Flugbetrieb gekommen.

AFP/AP / AP