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Ausbreitung der Schweinegrippe: WHO verschärft Pandemie-Warnung

Die Weltgesundheitsorganisation ist sich sicher: Das Risiko für eine weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe hat sich deutlich verschärft. Die UN-Organisation hob ihre Pandemie-Warnung auf Stufe vier an. Unterdessen steigt die Zahl der Infizierten in Mexiko unaufhörlich.

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation hat sich das Risiko für eine weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe deutlich erhöht. Die UN-Organisation setzte ihre Pandemie-Warnung in der Nacht zu Dienstag um einen Rang nach oben - auf Stufe vier. Damit warnt sie vor einer um sich greifenden Übertragung unter Menschen, die den Boden für einen Ausbruch innerhalb größerer Gemeinschaften bereite.

Bisher galt die Warnstufe drei, mit der sporadische, voneinander unabhängige Fälle an verschiedenen Orten festgestellt werden. Die höchste Stufe sechs bedeutet den weltweiten Ausbruch einer Krankheit. Die WHO hatte die Definition ihrer Warnstufen kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung geändert. Durch die Verschärfung treten weitere Vorsorge- und Koordinierungsmaßnahmen in Kraft.

Nach Deutschland scheint das Virus indes noch nicht vorgedrungen zu sein: Die Stadt Bielefeld gab nach ersten Schnelltests Entwarnung bei zwei Verdachtsfällen. Bei einem Geschwisterpaar habe sich der Verdacht am Montag nicht bestätigt, sagte eine Sprecherin der Stadt. Einen ursprünglich genannten dritten Verdachtsfall habe es nicht gegeben. "Nach Rücksprache mit dem Berliner Robert-Koch-Institut ist der Verdacht bei dem Geschwisterpaar damit ausgeräumt", sagte die Sprecherin. Das Geschwisterpaar war am Montag in das Bielefelder Klinikum Mitte eingeliefert worden.

Dem Sprecher zufolge war der Mann von einer Mexiko-Rundreise zurückgekehrt. Er habe sich bereits auf dem Rückweg nicht gut gefühlt. Später habe dann seine Schwester typische Grippesymptome mit Schnupfen und Husten gezeigt. Beide seien daraufhin auf die Isolierstation des Krankenhauses eingewiesen worden.

Das Auswärtige Amt verschärfte unterdessen seine Reiseempfehlungen für Mexiko. "Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit abgeraten", heißt es seit Montagnachmittag auf der Internet-Seite des Auswärtigen Amtes. Zugleich wird allen Mexiko-Reisenden empfohlen, die Berichterstattung über die Schweinegrippe genau zu verfolgen. Eine formelle Reisewarnung vor Aufenthalten in Mexiko gibt es aber weiterhin nicht. Auch die EU riet von Reisen nach Mexiko ab.

Drei Schweinegrippe-Fälle in Europa bestätigt

In Europa gibt es bisher drei Fälle der Schweinegrippe: Nach Spanien sei der Erreger in Tests auch bei zwei Patienten in Schottland nachgewiesen worden, teilte die schottische Gesundheitsministerin Nicola Sturgeon am Montagabend in Edinburgh mit. Die beiden Patienten in Schottland waren am Wochenende nach einer Mexikoreise mit leichteren grippeähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus in Airdrie nahe Glasgow gekommen. Sie befinden sich seitdem auf einer Isolationsstation und werden mit Spezialmedikamenten behandelt. Beide Patienten erholten sich gut, betonte Sturgeon. "Die Gefahr für die Öffentlichkeit bleibt gering."

In Spanien bestätigte das Gesundheitsministerium ebenfalls einen Fall des gefährlichen Virus. Zudem standen außer dem nachgewiesenen Grippefall nach Angaben der Regierung rund 20 weitere Bürger unter Beobachtung. Die Betroffenen seien erst kürzlich in Mexiko gewesen. Keiner ist den Angaben zufolge aber schwer erkrankt.

Die Zahl der wissenschaftlich bestätigten Fälle von Schweinegrippe weltweit hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag auf 75 erhöht. Neben den Fällen in Spanien und Großbritannien sind es 40 in den USA, 26 in Mexiko und sechs in Kanada. In Mexiko wird die Infektion inzwischen für den Tod von 149 Menschen verantwortlich gemacht. Außerdem gibt es nach Angaben der Behörden 1614 Verdachtsfälle.

Die Bundesregierung zeigte sich besorgt, betonte aber, es bestehe keine unmittelbare Gefahr. Die deutschen Fluggesellschaften wurden in Alarmbereitschaft versetzt, mehrere Reiseveranstalter nahmen Reisen nach Mexico City vorläufig aus dem Programm. Die Bundesregierung erklärte, sie verfolge die Entwicklung der Schweinegrippe mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis. Für den Ernstfall seien alle Stellen gut gerüstet. Nach derzeitigem Kenntnisstand lasse sich die Krankheit zudem mit den gängigen Grippemitteln behandeln.

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, sagte, man wisse von amerikanischen Kollegen, dass die gängigen Grippemittel wie Tamiflu anschlügen. Hacker nannte im Deutschlandfunk die Lage zwar ernst und besorgniserregend, warnte aber vor Panikmache. In den USA und Kanada seien anders als in Mexiko relativ milde Verläufe zu beobachten gewesen. Insgesamt sei Deutschland mit seinem Pandemie-Plan und dessen Vorkehrungen gut gerüstet.

Reuters/AP/DPA / AP / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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