Der am Timmendorfer Strand gestrandete Wal ist nach seiner Befreigung untergetaucht. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste haben Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals gekämpft. Das Tier war auf einer Sandbank gestrandet und hatte sich aus eigener Kraft nicht befreien können – in der Nacht zum Freitag schaffte der Wal es dann. Doch wo das Tier dann am Wochenende hinschwamm, ist unbekannt. Um zu überleben, muss es die Nordsee und den offenen Atlantik erreichen. Polizeiboote suchen.
Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Annette Berger

Seit dem frühen Morgen fährt das Boot „Uecker“ der Wasserschutzpolizei die Küste zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf und ab und sucht nach dem Wal, wie die Beamten der DPA bestätigten. Auch die Kollegen auf dem Polizeiboot „Walfisch“ suchen. Drohnen werden demnach nicht eingesetzt. Die Polizei hofft auch, dass Sportboote den Meeressäuger entdecken und ihre Sichtung dann melden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Annette Berger

Seit Freitagabend ist unklar, wohin der Wal geschwommen ist. Die Suche solle bald aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar am Morgen. Das Tier sei wahrscheinlich in der westlichen Ostsee unterwegs.
Auch eine Sprecherin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sagte: "Wir warten auf Sichtungen aus der Bevölkerung."
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Die Boote zur Begleitung des Wals unterbrechen ihren Einsatz. Das sagen Sprecher der Wasserschutzpolizei und der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die Einsatzkräfte wollen am Samstag wieder rausfahren, wie die Greenpeace-Sprecherin sagt. Voraussetzung sei, dass man die Position des Wals ausmachen könne. Sie bittet die Bevölkerung mitzuhelfen, indem Walsichtungen gemeldet oder in den sozialen Medien gepostet werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Rune Weichert
Der Buckelwal bewegt sich in der Ostsee in Richtung Mecklenburg. Er sei vor Warnkenhagen (Nordwestmecklenburg) in Küstennähe gesehen worden, sagt eine Sprecherin von Sea Shepherd. Mitglieder der Meeresschutzorganisation begleiten das Tier mit einem Schlauchboot. Insgesamt seien acht Boote in der Nähe des Wals.
Nun komme es darauf an, dass das Tier im offenen Wasser bleibe und möglichst in die Nordsee schwimme, erklärt der Biologe Robert Marc Lehmann. Noch sei der Wal nicht in Sicherheit. Seine Befreiung von der Sandbank sei bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause sei er erst im Atlantik.
Nun komme es darauf an, dass das Tier im offenen Wasser bleibe und möglichst in die Nordsee schwimme, erklärt der Biologe Robert Marc Lehmann. Noch sei der Wal nicht in Sicherheit. Seine Befreiung von der Sandbank sei bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause sei er erst im Atlantik.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Wal verlässt Lübecker Bucht
Wer wissen will, wo sich der Wal befindet, wird hier fündig. Unter anderem das Schiff "Fehmarn" begleitet das Tier auf seinem Weg und kann über den Link live getrackt werden – langsam verlassen Begleitfahrzeuge und Wal demnach die Lübecker Bucht.
An dem Wal selbst wurde übrigens kein Sender angebracht, da die Haut zu sehr erkrankt sei, so die Experten.
Ein letzer Blick auf die Eskorte. Marcus Brandt / DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte bei seinem Besuch am Timmendorfer Strand gestern übrigens zugesagt, dass er mit den dänischen Behörden spreche, damit diese die Eskorte im Hoheitsgebiet unserer Nachbarn fortsetzen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Für alle, die nicht nur über diesen Newsblog ganz nah dabei sein wollen: Meeresbiologe Robert Marc Lehmann ist an Bord eines der eskortierenden Schiffe und schildert seine Eindrücke regelmäßig auf seinem Instagram-Kanal.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Martin Thiele
Ein Schockmoment in Niendorf: Der Buckelwal schwimmt nach seiner Rettung kurz wieder ins flache Gewässer. Doch nun ist das Tier auf dem richtigen Kurs in Richtung Nordsee.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Ob der Wal es tatsächlich zurück in die Nordsee oder den Atlantik schaffen kann, lässt sich nach Einschätzung der wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung, Stephanie Groß, nicht sagen. "Es ist einfach so, dass man schauen muss, wie sich das Tier verhält, ob es sich leiten lässt." Erst mal bestehe Hoffnung. "Das Tier ist in offener See." Jetzt müsse man es begleiten und beobachten.
Die Ostsee ist nur durch drei schmale Meerengen mit dem Kattegat und dem Skagerrak verbunden, die den Übergang zur Nordsee bilden. Der Wal muss den Weg zwischen den dänischen Inseln entweder durch den Kleinen oder den Großen Belt finden oder zwischen Seeland und dem schwedischen Festland durch den Öresund schwimmen, um die Ostsee zu verlassen.
Die Ostsee ist nur durch drei schmale Meerengen mit dem Kattegat und dem Skagerrak verbunden, die den Übergang zur Nordsee bilden. Der Wal muss den Weg zwischen den dänischen Inseln entweder durch den Kleinen oder den Großen Belt finden oder zwischen Seeland und dem schwedischen Festland durch den Öresund schwimmen, um die Ostsee zu verlassen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Der Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand sagt, es sei zunächst ein Fehler gemacht und der Wal nur auf einer Seite begleitet worden. So haben das Tier ausbüxen und wieder zurückschwimmen können.
Der laufende Versuch war erfolgreicher: Sechs Schiffe schirmen das Tier von beiden Seiten v-förmig ab. Das klappt bis dato gut. Zwischendurch gab es Probleme mit Stellnetzen außerhalb von Niendorf. Fischer mussten diese schnell wegziehen, um dem Wal die Passage zu ermöglichen. Das gelang glücklicherweise.
Der laufende Versuch war erfolgreicher: Sechs Schiffe schirmen das Tier von beiden Seiten v-förmig ab. Das klappt bis dato gut. Zwischendurch gab es Probleme mit Stellnetzen außerhalb von Niendorf. Fischer mussten diese schnell wegziehen, um dem Wal die Passage zu ermöglichen. Das gelang glücklicherweise.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Wal auf Kurs aus der Lübecker Bucht
Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung bestätigt der Nachrichtenagentur DPA inzwischen: Der befreite Buckelwal schwimmt wieder auf Kurs hinaus aus der Lübecker Bucht. Eine Kollegin von ihr sei in einem Schlauchboot direkt neben dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger.
Zudem werde das Tier ungefähr 300 Meter vor der Küste von einem Schiff der Küstenwache und mehreren Booten begleitet, erklärte Groß. An dem Wal selbst sei kein Sender angebracht worden, da die Haut zu sehr erkrankt sei.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Der kurzfristig aufgeschüttete Damm vom Strand zur früheren Liegeposition des Buckelwals wird wieder zurückgebaut.
Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Die ganze Strandpromenade in Niendorf hat nur ein Thema: Wie geht‘s dem Wal? Jedes Gespräch dreht sich darum. Wo ist er jetzt? Wird er es schaffen? Hoffentlich hält er gut durch! Wer ein Fernglas besitzt, hat es dabei. Und trotzdem wünschen sich alle, dass sie den Wal nie wieder sehen werden und er es endlich ins offene Meer schafft.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Daniel Wüstenberg
Die Nachrichtenagentur DPA hat derweil dies in Erfahrung gebracht:
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kai Müller
Über der Lübecker Bucht kreist jetzt auch ein Hubschrauber. Möglicherweise ist er in die Rettungsaktion eingebunden. Er fliegt in Richtung der Schiffe. Der Wal hat sich offenbar wieder in nordöstliche Richtung vom Strand bewegt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA