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Eisenach: Auch 14-Jährige nach Flugschau gestorben

Das 14-jährige Mädchen, das bei dem Unglück während einer Flugschau in Eisenach schwer verletzt wurde, ist gestorben. Damit hat die Katastrophe zwei Todesopfer gefordert. Ein Mann schwebt dagegen noch in Lebensgefahr.

Nach dem schweren Flugschau-Unglück in der Nähe von Eisenach hat sich die Zahl der Toten auf zwei erhöht. Ein 14-jähriges Mädchen aus Hessen erlag seinen Verletzungen, wie die Polizei in Gotha miteilte. Weiterhin in Lebensgefahr schwebt ein 52-jähriger Mann aus Thüringen.

Bei einer ersten Untersuchung der Unglücksmaschine stellten Experten zunächst keine Hinweise auf technische Mängel fest. Die mit Wasser beladene Propellermaschine war am Samstag beim Start auf dem Flughafen Eisenach-Kindel seitlich von der Rollbahn abgekommen und in eine Menschengruppe gerast. Dabei wurden eine 46-jährige Frau getötet und 13 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt, darunter auch die nun gestorbene 14-Jährige.

Jetzt soll der Pilot der Unglücksmaschine für Aufklärung sorgen: "Wir erhoffen uns von der Befragung des schwer verletzten Piloten Aufschluss für den weiteren Fortgang der Untersuchung", sagte Jens Friedemann von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig (BFU) der Nachrichtenagentur AP. Die Untersuchungen am Flugzeugfrack seien vorläufig beendet. "Wir haben feststellen können, dass die Steuerung in Ordnung war", sagte Friedemann. Die Brüche und Verformungen an der Maschine seien auf die Zusammenstöße mit Buden und einem Karussell zurückzuführen.

Drei Schwerverletzte in Krankenhäusern Nach Polizeiangaben sind zusätzlich zu dem lebensbedrohlich Verletzten noch drei Schwerverletzte in stationärer Behandlung, darunter der 36 Jahre alte Pilot. Er hatte das 30 Jahre alte Flugzeug geflogen, das in der DDR zum Düngen von Feldern genutzt wurde. Die Maschine vom Typ Z 37 war beim Start - bereits im Flug - von der Startbahn abgekommen, wobei die Räder im Abstand von mehreren Metern immer wieder aufsetzten.

Schließlich raste die Maschine in bogenförmiger Fahrt in eine Verkaufsbude für Süßigkeiten. Die 46 Jahre alte Verkäuferin aus Thüringen kam dabei ums Leben. Die Tragflächen des Flugzeugs streiften auch einen weiteren Verkaufswagen und ein Karussell, das jedoch nicht im Betrieb war.

AP / AP
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