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Iran: Tiefe Trauer: Eine Mutter und zwei kleine Kinder aus Werl sterben beim Flugzeugabsturz

Bei dem Flugzeugabsturz im Iran ist auch eine Flüchtlingsfamilie aus Werl ums Leben gekommen. Die junge Afghanin war mit ihren beiden Kindern seit 2017 in Deutschland. Freunde und Angehörige stehen unter Schock.

Sakineh A. kam vor zwei Jahren mit ihren beiden kleinen Kindern nach Deutschland. Sie hatte gerade eine Wohnung mit ihrem Lebensgefährten in Werl bezogen und absolvierte eine Ausbildung als Arzthelferin. Ihre Eltern hatte sie in Teheran zurückgelassen, wo sie mit ihrer Familie vorher gelebt hatte. Jetzt ist Sakineh A. tot. Sie starb mit ihren Kindern in der Boeing 737-800 der Ukraine International Airlines, die am Mittwochmorgen vermutlich durch eine iranische Luftabwehrrakete abgeschossen wurde. Sie hatte ihre Eltern und Verwandte in Teheran besucht.

Zunächst hieß es, drei deutsche Staatsbürger seien unter den 176 Opfern des Absturzes. Das wurde schnell von der Bundesregierung dementiert. Formal ist das korrekt. Sakineh A. und ihre beiden Kinder Motohare, acht Jahre alt, und ihr kleiner Bruder Mossem, fünf Jahre alt, besaßen keinen deutschen Pass, waren aber voll integriert. Sakineh A. plante ihre Zukunft in in Deutschland.

Neue Aufnahmen zeigen offenbar den Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran.

Tiefe Betroffenheit in Werl

Der Bürgermeister von Werl, Michael Grossmann, ist tief betroffen von dem Tod der Mutter und ihrer Kinder. Er ist der Familie mehrfach begegnet: "Man nimmt jeden Tag Katastrophen zur Kenntnis und dann erlebt man hautnah, dass Menschen betroffen sind, die man gut kennt. Plötzlich bekommt die Katastrophe ein Gesicht. Das geht mir sehr nah", sagte er dem "Soester-Anzeiger". Die Zeitung war es auch, die als erste über den Fall berichtete.

Grossmann beschreibt die Frau als "selbstbewusst, sympathisch und aufgeschlossen". Sakineh A. habe gut Deutsch und fließend Englisch gesprochen. In ihrer Heimat habe sie früher als Lehrerin gearbeitet, berichtete er demnach. Sehr aktiv habe sie sich in das Integrationsprojekt "Garten der Kulturen" eingebracht.

Nach Deutschland sei sie wegen ihres Bruders gekommen, es war eine Familienzusammenführung. Mirza Hussein K. habe sich ebenfalls gut integriert und absolviere eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, sagte Grossmann: "Die Familie hat von Anfang an gezeigt, dass sie sich hier etwas aufbauen will." Der Bruder zeigte sich offensichtlich geschockt vom Verlust von Schwester, Nichte und Neffe und wollte sich nicht äußern.

In der Kita haben sie eine Kerze für Mossem aufgestellt

In der Praxis, in der Sakineh A. arbeitete, herrscht ebenfalls große Betroffenheit. In der Kita, die der kleine Mossem besuchte, sei man fassungslos gewesen. Ein fröhliches, aufgewecktes Kind sei er gewesen, die Mutter immer hilfsbereit und engagiert, sagte ein Kitamitarbeiter. In der Kita haben sie eine Kerze aufgestellt und einen Karton, der Platz bietet für Bilder oder Nachrichten der Kinder.

Trauerarbeit wird auch an der Schule geleistet, die die Schwester Motohare besuchte. Dort schottete man die Kinder zunächst von den Medien ab. Zwei Seelsorger waren eingeschaltet und standen bereit. Der unerwartete Tod der Zweitklässerin wird auch hier aufgearbeitet werden. "Wie ein Sturm" sei die Nachricht über die Schule "hereingebrochen", sagte Schulrat Winfried Ebert.

Quellen: "Soester-Anzeiger", "RTL West"

tis
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.