Am Timmendorfer Strand liegt weiter ein gestrandeter Buckelwal in der Ostsee, sein Schicksal ist ungewiss. Experten kämpfen um sein Leben. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kämpfen Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals. Das Tier ist auf einer Sandbank gestrandet und kann sich aus eigener Kraft nicht befreien.
Verfolgen Sie die Rettungsaktion im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Gebaggert werde heute bis zur Dämmerung sagt einer der Baggerführer. Falls es bis dahin nicht klappt, geht es – Stand jetzt – doch morgen früh weiter.
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Daniel Wüstenberg
Sollte der Wal freikommen, wäre dies nach Ansicht der Experten nur der erste Schritt und kein Grund für Erleichterung. Da die Ostsee nicht sein natürlicher Lebensraum ist, muss er wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen. Es bestehe die Gefahr, dass der Wal sich erneut festschwimmt oder aus der Ostsee nicht wieder herausfindet.
Die Ostsee stelle ein Nadelöhr dar, sagte etwa Jan Herrmann, Tierarzt und Wal-Experte aus Wilhelmshaven. "Den Ausgang muss man wieder finden, und das ist nicht ganz sicher, dass das in der Navigation der Buckelwale so angelegt ist."
Zudem ist der Wal nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums in der Ostsee zahlreichen Störungen ausgesetzt, wie dem Schiffsverkehr. Es existieren in den dänischen Gewässern auch einige Engstellen. Joseph Schnitzler, Experte des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), sagt, der Wal müsse begleitet werden, damit er herausfinde. "Und dann hoffen wir mal, dass das Tier dann halt kluge Entscheidungen trifft, denn so richtig leiten kann man es nicht."
Die Ostsee stelle ein Nadelöhr dar, sagte etwa Jan Herrmann, Tierarzt und Wal-Experte aus Wilhelmshaven. "Den Ausgang muss man wieder finden, und das ist nicht ganz sicher, dass das in der Navigation der Buckelwale so angelegt ist."
Zudem ist der Wal nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums in der Ostsee zahlreichen Störungen ausgesetzt, wie dem Schiffsverkehr. Es existieren in den dänischen Gewässern auch einige Engstellen. Joseph Schnitzler, Experte des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), sagt, der Wal müsse begleitet werden, damit er herausfinde. "Und dann hoffen wir mal, dass das Tier dann halt kluge Entscheidungen trifft, denn so richtig leiten kann man es nicht."
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Kai Müller
Gerade wirkt es etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. Die Teams tauschen durch, wärmen sich auf, und dann wird es sicher noch einmal losgehen. Es soll von Wasser- und Landseite gleichzeitig gebaggert werden.
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Kai Müller
Der Abraum der Baggerarbeiten wird für einen Zugang vom Strand zum Wal genutzt. So kann ein weiterer Bagger auch von der Landseite vorfahren und mitbaggern. Inzwischen beträgt die Strecke zwischen dem aufgeschütteten Damm und dem Tier nur noch rund 20 Meter.
Die Rettungsarbeiten schreiten voran. Daniel Bockwoldt / DPA
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Kai Müller
Der Wind hier ist so stark, dass sich die Helfer laut anschreien müssen, um sich zu verstehen, auch wenn sie nur einen Meter voneinander stehen. Die Temperatur liegt bei etwa sieben Grad. Der erste Taucher ist schon seit mindestens eineinhalb Stunden ununterbrochen im Wasser – und kommt jetzt erstmals wieder an Land.
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Daniel Wüstenberg
Ministerpräsident reist an
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wird nach stern-Informationen am Nachmittag am Timmendorfer Strand erwartet. Er wird sich dort ein Bild von der aktuellen Lage machen und sicher auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern danken, die seit Tagen um das Leben des Wals kämpfen.
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Kai Müller
Ein zweiter Taucher unterstützt nun den ersten. Immer wieder waten sie um das Tier herum und geben neue Anweisungen an die Baggerführer.
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Kai Müller
Die Anteilnahme am Schicksal des Wals ist riesig. Am Strand beobachten mehrere Hundert Menschen die Rettungsaktion. Hier einige von ihnen:
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Ist die Wunderrettung ganz nahe? Der Wal kann sich bereits eigenständig um seine eigene Achse drehen.
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Kai Müller
Der Bagger, der Taucher und die Helfer müssen einerseits sehr nah ran, um den Wal freizulegen, müssen andererseits aber ständig fluchtbereit sein, falls er sich wirklich befreit, um davon nicht „weggeschubst“ zu werden.
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Daniel Wüstenberg
Der Bürgermeister von Timmendorfer Strand hat nach eigenen Angaben Unterstützung bei Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU) angefordert, um den Wal von der Ostsee in die Nordsee zu geleiten. Die nötige Unterstützung mit Schiffen und Booten habe die Ministerin zugesagt.
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Kai Müller
Der Wal ist inzwischen um 90 Grad gedreht. Die Schaufel des Schwimmbaggers scheint nun vorsichtig seitlich gegen den Wal zu drücken, um diesen gen Rinne zu schieben.
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Ein Video zeigt die Szenerie:
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Das Tier drehte sich ein wenig, kam aber nicht voran. Auch der Taucher ist nun wieder beim Wal. Er scheint dem Tier – ähnlich einem Verkehrspolizisten – die Richtung vorgeben zu wollen und zeigt mit dem Arm in Richtung der Rinne.
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Kai Müller
Ein Feuerwehrboot fährt nun an das Tier heran. Zwei der größeren Boote bereiten sich fürs Spalier vor. Für den Fall, dass die Rettung klappt, soll der Wal so aus der Bucht geleitet werden und nicht wieder auf der nächsten Sandbank aufliegen.
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DPA
wue / epp / km / lw