Am Timmendorfer Strand liegt weiter ein gestrandeter Buckelwal in der Ostsee, sein Schicksal ist ungewiss. Experten kämpfen um sein Leben. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kämpfen Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals. Das Tier ist auf einer Sandbank gestrandet und kann sich aus eigener Kraft nicht befreien.
Verfolgen Sie die Rettungsaktion im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Nachtrag: Gestrandeter Wal kann sich ein Stück bewegen
Eine gute Nachricht kam eben noch rein: Nach stundenlangem Einsatz von Baggern konnte das schätzungsweise 12 bis 15 Meter lange Tier am Donnerstagabend immerhin noch einmal ein Stück seine Position verändern, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur DPA eben meldete.
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Kai Müller
Befreiungsarbeiten sind für heute beendet – morgen geht's weiter
Pünktlich zum Sonnenuntergang ist Schluss für heute mit dem Baggern. Ein aufregender Tag endet. Etliche Tierschützer, Feuerwehrleute, Handwerker und Unterstützer gaben ihr Bestes, um den festsitzenden Wal zu befreien. Zweimal drehte sich das Tier um circa 90 Grad, es gab oftmals Laute von sich, pustete die typischen Fontänen aus und verließ aber trotz allem nicht seine Position.
Auch prominenter Besuch in Form des Ministerpräsidenten änderte daran bislang nichts. Doch: Heute ist nicht aller Tage. Morgen ab Sonnenaufgang geht es weiter. Alle Anwesenden sind nach einem über zwölfstündigen Arbeitstag fix und fertig. Und der Wal höchstwahrscheinlich auch. All der Krach – die vielen Menschen- und Motorengeräusche – dürften ihn sehr gestresst haben.
Vielen Dank, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie diesen Blog so intensiv verfolgt haben. Schauen Sie bitte spätestens morgen gern wieder vorbei.
Auch prominenter Besuch in Form des Ministerpräsidenten änderte daran bislang nichts. Doch: Heute ist nicht aller Tage. Morgen ab Sonnenaufgang geht es weiter. Alle Anwesenden sind nach einem über zwölfstündigen Arbeitstag fix und fertig. Und der Wal höchstwahrscheinlich auch. All der Krach – die vielen Menschen- und Motorengeräusche – dürften ihn sehr gestresst haben.
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Eine letzte Wal-Fontäne für heute. Kai Müller
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Kai Müller
„Kann eigentlich etwas getan werden, um zu verhindern, dass erneut Wale in die Bucht schwimmen?“, frage ich Dr. Stephanie Groß vom Institute for Terrestrial and Aquatic Wildlife Research (ITAW). Und kann sie erklären, warum der Buckelwal überhaupt in die Lübecker Bucht schwamm?
„Es ist sicherlich schwierig, Wale generell daran zu hindern, in die Bucht zu schwimmen“, erzählt mir Groß. „Die Bucht ist auch der Lebensraum des heimischen Schweinswals, den man sicher nicht aussperren möchte.“ Eine Erklärung, warum der Buckelwal in die Bucht geschwommen ist, wäre allerdings spekulativ, sagt Groß.
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Rune Weichert
Als voraussichtlich letzte größere Maßnahme für heute wird der Wal inzwischen bewässert. Dadurch soll die Oberseite des Tieres versorgt werden, die durch das Aufliegen auf der Sandbank fast ununterbrochen außerhalb des Wassers war. Auch der Damm vom Strand zum Wal wird immer länger.
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Kai Müller
Kann die ganze Rettungsidee eigentlich wirklich klappen?
Der stern fragte Carsten Manheimer von Sea Shepard, wie er die Sinnhaftigkeit der Rettungsmaßnahme einschätzt.
„Meiner Meinung nach können die Rettungsmaßnahmen durchaus funktionieren. Einen Graben zum Wal auszuheben, würde dem Tier den Weg in tiefere Gewässer wesentlich erleichtern und im Gegensatz zum aktiven Ziehen, Schleppen oder Drücken verhindern, dass das Tier ungewollt in tiefes Wasser gelangt“, so Manheimer.
„Wenn das Tier ausreichend Kraft hat, kann es durch den Kanal selbstständig hinausschwimmen.“
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Kai Müller
Daniel Günthers Besuch war bereits nach rund 15 Minuten beendet. Die Rettungsaktion geht derweil weiter, bis es dunkel wird. Der Sonnenuntergang am Timmendorfer Strand ist um 18.41 Uhr.
Ulrich Perrey / DPA
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Kai Müller
Schaulustiger will zu Wal schwimmen
Soeben wollte ein Mann vom Strand zu dem gestrandeten Wal schwimmen. Die auf dem Wasser patroullierenden Wasserschutzpolizei stoppte ihn durch eine sehr laute und deutliche Ansprache.
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Kai Müller
„Wir fiebern alle mit dem Wal mit“Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther
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Kai Müller
Sollte der Weg des Wals es nötig machen, will sich der Landeschef mit den dänischen Stellen über eine Absicherung austauschen. Außerdem sagt Günther zu seinem Besuch am Timmendorfer Strand:
„Ich bin hierhergekommen, um mich bei allen Helfenden zu bedanken (...) Ich habe zugesagt, mit allem Equipment weiterhin zu helfen“Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther
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Kai Müller
Ministerpräsident ist da
Jetzt ist auch Ministerpräsident Daniel Günther am Strand eingetroffen. Der CDU-Politiker macht sich persönlich ein Bild vor Ort und informiert sich über den Stand der Rettungsaktion. Den Helfern dankt er per Handschlag.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther am Timmendorfer Strand. Kai Müller / stern
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Kai Müller
Die ersten Bojen sind ausgelegt.
Kai Müller / stern
Daniel Wüstenberg
Stephanie Groß, Walexpertin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), erklärt, der Wal sei zwar motiviert, doch die Rinne sei wegen der Orientierungsschwierigkeiten des Baggerfahrers noch unvollständig. Im trüben Wasser erkenne dieser oft nicht, wo er den Sand bereits bewegt habe. Deshalb soll die geplante Rinne nun mit Bojen markiert werden.
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Daniel Wüstenberg
Mindestens sieben Schiffe halten sich in unmittelbarer Nähe des Wals auf. Um das Tier nicht noch mehr zu stören, haben sie – soweit möglich – ihre Motoren ausgeschaltet. Sie ankern allerdings auch nicht, um im Falle der Befreiung des Wals sofort einsatzbereit zu sein, um ihn aus dem Uferbereich zu eskortieren. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace wurde hinzugerufen, um mit einem Boot den Plan zu unterstützen.
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Daniel Wüstenberg
Die Vorbereitungen für die Ankunft des Ministerpräsidenten in Timmendorfer Strand laufen – die Sicherheitskräfte machen sich bereit, berichtet der stern-Reporter vor Ort.
Daniel Wüstenberg
Ministerpräsident reist an
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wird nach stern-Informationen am Nachmittag am Timmendorfer Strand erwartet. Er wird sich dort ein Bild von der aktuellen Lage machen und sicher auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern danken, die seit Tagen um das Leben des Wals kämpfen.
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Daniel Wüstenberg
Stephanie Groß, Walexpertin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), erklärt, der Wal sei zwar motiviert, doch die Rinne sei wegen der Orientierungsschwierigkeiten des Baggerfahrers noch unvollständig. Im trüben Wasser erkenne dieser oft nicht, wo er den Sand bereits bewegt habe. Deshalb soll die geplante Rinne nun mit Bojen markiert werden.
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Kai Müller
Materialschlacht am Timmendorfer Strand
Es ist eine wahre Materialschlacht um das Leben des Buckelwals.
Drei große Bagger, ein Bulldozer, ein amphibienartiges Kettenboot, zwei Zugfahrzeuge (Lkw) mit Anhängern, zwei Schwimmbagger, sieben Schiffe und zwei Feuerwehrfahrzeuge sind vor Ort.
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DPA
wue / epp / km / lw