Der am Timmendorfer Strand gestrandete Wal ist frei. Experten kämpften tagelang um sein Leben. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste haben Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals gekämpft. Das Tier war auf einer Sandbank gestrandet und hatte sich aus eigener Kraft nicht befreien können – in der Nacht zum Freitag schaffte der Wal es dann.
Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Daniel Wüstenberg
Wahl auf Kurs aus der Lübecker Bucht
Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung bestätigt der Nachrichtenagentur DPA inzwischen: Der befreite Buckelwal schwimmt wieder auf Kurs hinaus aus der Lübecker Bucht. Eine Kollegin von ihr sei in einem Schlauchboot direkt neben dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger.
Zudem werde das Tier ungefähr 300 Meter vor der Küste von einem Schiff der Küstenwache und mehreren Booten begleitet, erklärte Groß. An dem Wal selbst sei kein Sender angebracht worden, da die Haut zu sehr erkrankt sei.
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Daniel Wüstenberg
Der kurzfristig aufgeschütte Damm vom Strand zur früheren Liegeposition des Buckelwals wird wieder zurückgebaut.
Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
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Kai Müller
Die ganze Strandpromenade in Niendorf hat nur ein Thema: Wie geht‘s dem Wal? Jedes Gespräch dreht sich darum. Wo ist er jetzt? Wird er es schaffen? Hoffentlich hält er gut durch! Wer ein Fernglas besitzt, hat es dabei. Und trotzdem wünschen sich alle, dass sie den Wal nie wieder sehen werden und er es endlich ins offene Meer schafft.
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Daniel Wüstenberg
Die Nachrichtenagentur DPA hat derweil dies in Erfahrung gebracht:
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
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Kai Müller
Über der Lübecker Bucht kreist jetzt auch Hubschrauber. Möglicherweise ist er in die Rettungsaktion eingebunden. Er fliegt in Richtung der Schiffe und kreist dort soeben. Der Wa hat sich offenbar wieder in nordöstliche Richtung vom Strand bewegt.
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Kai Müller
Jetzt sieht man die Begleitschiffe wieder sehr weit draußen. Weg vom Küstenstreifen. Und da ist dann auch der Wal. Ein gutes Zeichen.
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Daniel Wüstenberg
Eine Armada von Schiffen und Booten versucht, den Wal wieder hinaus ins offene Meer zu treiben.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Jetzt schwimmt der Wal wieder in Sichtweite des Strandes.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Wal kehrt in die Bucht vor Timmendorf zurück
Der Wal schwimmt zurück in Richtung Bucht. Von den Begleitschiffen aus versuchen Helferinnen und Helfer, ihn mit lauten Tönen in die Gegenrichtung zu bewegen. Er ist jetzt circa 700 Meter vor dem Strand.
Kai Müller / stern
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Martin Thiele
Die tagelange Anstrengungen haben sich gelohnt: Über Nacht konnte sich der Buckelwal in der Ostsee freischwimmen. Auf dem Weg ins offene Meer sollen nun Boote das Tier begleiten. Reporterin Christin Peters: „Heute Morgen hat von dem Wal jede Spur gefehlt. Jetzt ist er vor wenigen Sekunden wieder aufgetaucht.“
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Kai Müller
Auch die letzten Handwerker und Helfer packen nun zusammen. Die ersten Begleitschiffe des Wals kommen langsam zurück. Alle scheinen sich zu freuen. Über den Weg des Wals und auch über die nachlassende Anspannung. Ein guter Start ins Wochenende.
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Daniel Wüstenberg
Der an der Wahlrettung beteiligte Meeresbiologe Robert Marc Lehmann äußert sich bei Instagram zur Rettung des Tieres. „Aufgeben ist keine Option“, heißt es in dem Post vom Abend. „Ich habe mein Leben lang für diesen Tag trainiert und bin genau deswegen Meeresbiologe geworden.“ Am Morgen zeigt er sich überglücklich. Der Wal schwimme im Zickzack durch die Lübecker Bucht. Mit Booten müsse versucht werden, vorsichtig vor den Wal zu fahren, und eine „Barriere“ zur Küste zu bilden, damit er nicht erneut in flaches Wasser gerät. Alles müsse langsam passieren.
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Daniel Wüstenberg
Nach Auskunft der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die sich an der Eskorte beteiligt, wurde der Wal seit 20 Minuten nicht mehr von den Schiffen aus gesehen. Die Experten werten dies als gutes Zeichen. Das Tier setzt seinen Weg fort.
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Kai Müller
Carsten Manheimer von Sea Shepard sagt dem stern auf die Frage, ob man es verhindern könne, dass erneut Buckwelwale in der Lübecker Bucht stranden:
„Mir fällt keine sinnvolle Möglichkeit ein, um Wale daran zu hindern, erneut in die Bucht oder gar in die Ostsee zu schwimmen. Das Problem ist nicht der Wal, der hineinschwimmt, sondern oftmals die menschengemachten Veränderungen der Ostsee. Stellnetze, die überall und fast zu jeder Jahreszeit aufgestellt werden, stellen eine große Gefahr dar. Auch dieser Buckelwal hatte sich zuvor in einem Stellnetz verfangen und dieses energieraubend hinter sich hergezogen. Er musste davon befreit werden, aber es ist möglich, dass er erst durch das Netz in die schwierige Lage gekommen ist.“
„Mir fällt keine sinnvolle Möglichkeit ein, um Wale daran zu hindern, erneut in die Bucht oder gar in die Ostsee zu schwimmen. Das Problem ist nicht der Wal, der hineinschwimmt, sondern oftmals die menschengemachten Veränderungen der Ostsee. Stellnetze, die überall und fast zu jeder Jahreszeit aufgestellt werden, stellen eine große Gefahr dar. Auch dieser Buckelwal hatte sich zuvor in einem Stellnetz verfangen und dieses energieraubend hinter sich hergezogen. Er musste davon befreit werden, aber es ist möglich, dass er erst durch das Netz in die schwierige Lage gekommen ist.“
„Das Problem ist nicht der Wal, der hineinschwimmt, sondern oftmals die menschengemachten Veränderungen der Ostsee“Carsten Manheimer
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Daniel Wüstenberg
Begleitet wird der Wal unter anderem vom Küstenwache-Schiff "Fehmarn". Dessen Position lässt sich bei "marinetraffic.com" live verfolgen.
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DPA