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Vermisster Schotte in Hamburg: Bestätigt: Wasserleiche ist Liam Colgan - was die Polizei zur Todesursache sagt

Es galt bereits als so gut wie sicher, nun bestätigt auch die Polizei: Bei der am Montagmorgen im Hamburger Hafenbecken gefundenen Leiche handelt es sich um den seit Wochen vermissten Schotten Liam Colgan.

Vermisster Schotte: Liam Colgan - Chronik eines mysteriösen Verschwindens

Die Familie von Liam Colgan war sich bereits sicher, dass der seit Wochen vermisste Schotte die Leiche ist, die am Montagmorgen aus dem Hamburger Hafenbecken gezogen wurde. Nun bestätigt auch die Polizei: Bei dem Toten handelt es sich um den 29-Jährigen. Dies sei im Institut für Rechtsmedizin anhand der Zähne der Leiche "eindeutig festgestellt worden", so die Polizei in einer Pressemitteilung.

Abschließende Ermittlungen zur Todesursache würden noch andauern, es hätten sich bislang jedoch keine "Hinweise auf eine gewaltsame Fremdeinwirkung" ergeben. Die wahrscheinlichste Erklärung für den Tod des Briten bleibt also, dass er Anfang Februar unter Alkoholeinfluss in die kalte Elbe gestürzt und dort ertrunken ist.

Bereits unmittelbar nach dem Fund der Leiche verdichteten sich die Anzeichen, dass es sich dabei um Colgan handelte. Die Kleidung stimmte mit der überein, die der Schotte zum Zeitpunk seines Verschwindens getragen hatte. Zudem wurde sein Führerschein in der Jacke gefunden. 

Tragisches Ende einer Suche: Liam Colgan: Hier birgt die Polizei seine Leiche aus der Elbe

Liam Colgan verschwand Anfang Februar

Der 29-jährige Schotte verschwand in der Nacht auf den 10. Februar 2018 während des Junggesellenabschieds seines Bruders auf der Hamburger Reeperbahn. Gegen 1.30 Uhr verließ er die Bar "Hamburger Veermaster". Etwa eine Stunde später wurde er rund anderthalb Kilometer entfernt von einer Überwachungskamera am Baumwall, unweit des Hafenbeckens, gefilmt. Seither fehlte von ihm jede Spur.

Mehrere Zeugen gaben in den Folgetagen an, den 29-Jährigen unter anderem in Buxtehude im Südwesten Hamburgs gesehen zu haben. Mehrere groß angelegte Suchaktionen dort und in der Hansestadt blieben jedoch erfolglos. Immer wieder reisten Familie und Freunde aus Schottland an, um Hinweisen auf Colgans Verbleib nachzugehen. Anfang April hatten sie sich mit einer eigens eingerichteten Internetseite erneut an die Öffentlichkeit gewandt und um Hilfe gebeten.

Vermisster Schotte: Liam Colgan - Chronik eines mysteriösen Verschwindens
fin