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News des Tages: "Kenne 2000 Söldner namentlich": Orban wittert Verschwörung von US-Milliardär

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban verschärft die Drohungen gegen Kritiker +++ Russland weist vier deutsche Diplomaten aus  +++ Toter nach Wohnhausbrand in Leipzig +++ Die News des Tages im Ticker.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Drohungen gegen Kritiker seiner Politik verschärft

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Drohungen gegen Kritiker seiner Politik verschärft

AFP

Die Meldungen im Überblick:

  • Russland weist vier deutsche Diplomaten aus (15.49 Uhr)
  • Toter nach Wohnhausbrand in Leipzig entdeckt (15.17 Uhr) 
  • Ex-Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling soll in Haft (14.33 Uhr)
  • Busunglück in Thailand (6.43 Uhr)
  • Starbucks muss auf Krebsgefahr durch Kaffee hinweisen (4.54 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 21.29 Uhr: UNO sanktioniert 49 Schiffe und Firmen wegen Verstößen gegen Nordkorea-Embargo +++

Der UN-Sicherheitsrat hat insgesamt 49 Schiffe und Firmen wegen Verstößen gegen das Nordkorea-Embargo auf eine schwarze Liste gesetzt. Wie ein Diplomat in New York mitteilte, sind von der Strafmaßnahme 27 Schiffe, 21 Firmen und ein Geschäftsmann betroffen. Sie sollen Nordkorea geholfen haben, UN-Sanktionen zu umgehen.  

+++ 19.31 Uhr: Witwe des Orlando-Attentäters freigesprochen +++

Die Witwe des Attentäters, der 2016 in einem Nachtclub im US-Bundesstaat Florida 49 Menschen tötete, ist von allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Sie war beschuldigt worden, ihrem Mann bei der Planung des womöglich islamistisch motivierten Attentats geholfen und mit Falschaussagen die Ermittlungsarbeiten behindert zu haben.

Ein Geschworenengericht erklärte die 31-Jährige in beiden Anklagepunkten für unschuldig. Ihr Ehemann Omar Mateen hatte im Juni 2016 in dem Schwulen-Nachtclub "Pulse" in Orlando 49 Menschen erschossen. Mateen, der Verbindungen zum Islamischen Staat hatte, wurde von Polizisten am Tatort getötet. 

+++ 18.21 Uhr: Orban unterstellt US-Milliardär Europa mit Migranten zu "überschwemmen" +++

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Drohungen gegen Kritiker seiner Politik verschärft. Rund "2000 Soros-Söldner" würden in Ungarn gegen die Interessen des Landes arbeiten, sagte der rechts-nationale Politiker im staatlichen Rundfunk. "Wir wissen genau, und zwar auch namentlich, wer daran arbeitet, Ungarn zu einem Einwanderungsland zu machen, und wie er das tut", fügte er hinzu.

In Ungarn stehen am 8. April Parlamentswahlen an. Orban hat die Migration zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Unter seiner Führung hat sich Ungarn gegen Flüchtlinge und Asylbewerber weigehend abgeschottet. Dem US-Milliardär George Soros unterstellt Orban einen Plan, Europa mit Migranten zu "überschwemmen", um es seiner "christlichen und nationalen" Identitäten zu berauben.

Soros unterstützt auch Menschenrechts- und Flüchtlingshilfe-Organisationen in Ungarn. Mit dem Hinweis, "2000 Soros-Söldner" namentlich zu kennen und über ihre Aktivitäten Bescheid zu wissen, räumte Orban Beobachtern zufolge ein, dass diese Organisationen und ihre Mitarbeiter geheimdienstlich überwacht werden.

+++ 17.49 Uhr: Zahl der getöteten Palästinenser an Gaza-Grenze steigt auf zwölf +++

Bei blutigen Zusammenstößen mit der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen sind mindestens zwölf Palästinenser getötet worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, rund 1100 weitere seien verletzt worden.

+++ 16.52 Uhr: Russland weist drei tschechische Diplomaten aus +++

Im diplomatischen Konflikt nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal weist Russland auch drei tschechische Diplomaten aus. Sie hätten eine Woche Zeit bekommen, das Land mit ihren Familien zu verlassen, teilte eine Sprecherin des Außenministeriums in Prag mit. Man habe mit diesem "Vergeltungsschritt" der russischen Seite gerechnet und nehme ihn zur Kenntnis.

+++ 15.49 Uhr: Russland weist vier deutsche Diplomaten aus +++ 

Die russische Regierung hat vier deutsche Diplomaten zum Verlassen des Landes aufgefordert. Dies teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Mit der Ausweisung reagiert Russland auf einen entsprechenden Schritt der Bundesregierung nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien.


+++ 15.17 Uhr: Toter nach Wohnhausbrand in Leipzig entdeckt  +++

Nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Leipzig ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Zudem wurde eine Leiche in dem ausgebrannten Gebäude entdeckt, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst hatten mehrere Medien online darüber berichtet. Die Polizei ging bei dem Feuer von Brandstiftung aus.

Bei dem Brand in der Nacht zum Karfreitag wurden mehr als ein Dutzend Menschen, darunter auch Kinder, verletzt. Aus dem überwiegend von Ausländern bewohnten Gebäude wurden nach aktuellen Angaben 34 Menschen gerettet. Das Feuer brach am späten Abend im Treppenhaus aus und breitete sich schnell aus. 

+++ 14.33 Uhr: Volksverhetzung: Ex-Pegida-Frontfrau soll in Haft +++

Der früheren Frontfrau der islam- und ausländerfeindlichen Pegida, Tatjana Festerling, drohen vier Monate Gefängnis. Sie kann eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro wegen Volksverhetzung nicht zahlen. Auf ihrer Internetseite veröffentlichte die 54-Jährige ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Dresden. Darin wird sie aufgefordert, bis spätestens zum 9. April eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe im Frauengefängnis Chemnitz anzutreten. Ein Sprecher der Behörde bestätigte eine entsprechende Ladung. Hintergrund ist ein Strafbefehl wegen Volksverhetzung gegen Festerling, in dem das Amtsgericht im vergangenen Oktober 120 Tagessätze á 25 Euro als Strafe verhängt hatte. 

In einer Videobotschaft stellte sich Festerling als Opfer politischer Verfolgung dar. Sie wolle und könne die Strafe nicht zahlen, sagte sie. Zugleich bat sie aber Sympathisanten darum, Geld an die Landesjustizkasse zu zahlen, um eine Haftstrafe doch noch abzuwenden.

+++ 13:48 Uhr: Tote und Verletzte beim "Marsch der Rückkehr" in Gaza +++

Bei den Massenprotesten im Gazastreifen sind vier Palästinenser an der Grenze zu Israel getötet worden. Rund 170 Menschen seien beim "Marsch der Rückkehr" verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza zudem mit. Israelische Soldaten hatten gezielt auf Rädelsführer geschossen, wie die Armee mitteilte. In der Nacht auf Freitag wurde nach palästinensischen Angaben ein weiterer Palästinenser an der Grenze von israelischen Soldaten erschossen. Nach palästinensischen Medienberichten kamen mehr als 20.000 Menschen zu dem "Marsch der Rückkehr". Die radikal-islamische Hamas wollte mit der Aktion ihren Anspruch auf ein "Recht auf Rückkehr" für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Israel lehnt eine Rückkehr in das eigene Staatsgebiet ab.

+++ 13:04 Uhr: Russland bestellt deutschen Botschafter ein +++

Im Streit zwischen Russland und dem Westen wegen des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal hat das Außenministerium in Moskau den deutschen Botschafter einbestellt. Es wird erwartet, dass Russland deutsche Diplomaten ausweist. Botschafter Rüdiger von Fritsch machte dazu nach dem Gespräch im Ministerium zunächst keine Angaben. "Es bleibt Deutschlands Interesse, ein gutes Verhältnis mit Russland zu haben. Wir bleiben offen für den Dialog", sagte er. Unterdessen wies Russland als Reaktion auf die jüngste Ausweisung russischer Diplomaten zwei niederländische Diplomaten aus.

+++ 12:38 Uhr: Wiener sollen zu Ostern Hasen statt Eier suchen +++

Die Wiener sollen zu Ostern Hasen suchen. Dazu ruft die ansässige Universität für Veterinärmedizin im Projekt "StadtWildTiere" auf. Die Verbreitung von Wildkaninchen und Feldhasen im Stadtgebiet soll dokumentiert werden, auch um über die Lebensweise der Wildtiere im urbanen Raum zu informieren. "Viele Menschen kennen die Tiere in Nationalparks besser als die in ihrer direkten Nachbarschaft. Wir wollen das ändern", so der Leiter des Projekts, Richard Zink. Durch die sogenannte Bürgerwissenschaft (Citizen Science) hilft die Bevölkerung Wissenschaftlern bei der Arbeit. Die Wiener haben nach dem Projektstart vor drei Jahren bereits über 7000 Tiere in der österreichischen Hauptstadt dokumentiert.

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+++ 6:43 Uhr: Busunglück in Thailand - mindestens 20 Tote +++

Bei einem Busunglück in Thailand sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug fing am Freitag aus zunächst unbekannter Ursache Feuer und brannte aus, wie die Rettungsdienste mitteilten. Mehrere weitere Menschen wurden bei dem Unglück in der nordwestlichen Provinz Tak verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Wanderarbeiter aus Myanmar.

+++ 4:54 Uhr: Gericht entscheidet: Starbucks-Kaffeebecher muss vor Krebs warnen +++

Kaffee in Kalifornien könnte bald mit einem Warnhinweis serviert werden. Kaffeehausketten in dem US-Westküstenstaat sollen einem Gericht in Los Angeles zufolge zukünftig auf ihren Kaffeeprodukten vor Krebsgefahr warnen. Die Unternehmen hätten versäumt zu beweisen, dass die im Kaffee enthaltenen Chemikalien kein bedeutendes Gesundheitsrisiko darstellten, sagte Richter Elihu Berle laut einem Bericht des "Wall Street Journal" in einem vorläufigen Urteil am Donnerstag (Ortszeit).

+++ 4:50 Uhr: Erdbeben der Stärke 6,9 erschüttert Papua-Neuguinea +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat am Freitag den Inselstaat Papua-Neuguinea erschüttert. Eine zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Allerdings liegen die Gebiete, die betroffen sein könnten, in abgelegenen Regionen.
Das Beben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS rund 162 Kilometer von der Stadt Rabaul entfernt in 35 Kilometern Tiefe. Es folgten zwei Nachbeben mit einer Stärke von 5,3 und 5,1.
Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Warnung heraus. Demnach könnten "gefährliche" Wellen von bis zu einem Meter Höhe die Küste treffen. Später erklärte das Warnzentrum, die Gefahr sei vorüber.

+++ 4:34 Uhr Fall Skripal: USA warnen vor immer schlechteren Russland-Beziehungen +++

Nach dem Nervengiftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal weitet sich der Streit zwischen Russland und westlichen Staaten zu einer globalen diplomatischen Krise aus.
Die Regierung in Moskau hatte am Donnerstag die Ausweisung Dutzender westlicher Diplomaten verfügt. Allein aus den USA müssen 60 diplomatische Mitarbeiter binnen einer Woche Russland verlassen, das US-Generalkonsulat in St. Petersburg wird geschlossen. Washington kritisierte die angekündigte Ausweisung. Russlands Vorgehen bedeute eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, hieß es am Donnerstagabend (Ortszeit) aus dem Weißen Haus.

pg/wue / DPA / AFP