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+++ Ticker +++

News des Tages: Streit in Internetcafé: Unbekannter beißt Mann Stück von Ohr ab

Dorfbewohner in Indien erschlagen altes Ehepaar wegen angeblicher Hexerei +++ Mindestens 13 Soldaten bei Anschlag in der Türkei getötet +++ Spezialeinheiten beenden Revolte in britischem Gefängnis +++ Feuer auf Passagierschiff in Hamburg +++ Die Nachrichten des Tages.

Mann beißt 23-Jährigem in Berliner Internetcafe Stück von Ohr ab

In einem Berliner Internetcafe hat ein Mann einem 23-Jährigen ein Stück vom Ohr abgebissen (Symbofoto)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 16.52 Uhr: Hunderte demonstrieren in Dresden gegen Abschiebungen +++

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Dresden friedlich gegen die Abschiebung von Asylbewerbern demonstriert. Die Polizei sprach von 600 bis 900 Teilnehmern, darunter auch Afghanen. Anlass war die umstrittene Abschiebung ausreisepflichtiger Afghanen am vergangenen Donnerstag. Derzeit leben rund 12.500 ausreisepflichtige Afghanen in Deutschland.

+++ 15.13 Uhr: Mann beißt 23-Jährigem Stück von Ohr ab +++

Bei einem Streit in einem Internetcafé in Berlin hat ein Unbekannter einem 23-jährigen Mann ein Stück vom Ohr abgebissen. Das teilt die Polizei mit. Ersten Ermittlungen zufolge habe der bislang unbekannte Tatverdächtige kurz nach Mitternacht versucht, seinem Gegenüber eine Bierflasche auf den Kopf zu schlagen. Die habe der junge Mann abwehren können. Im weiteren Verlauf sei es zu einem Gerangel gekommen, in dessen Verlauf der Unbekannte dem 23-Jährigen ein Stück vom Ohr abbiss. Der als "etwa 25-jähriger Osteuropäer" beschriebene Täter flüchtete demnach anschließend. Sein Opfer sei in einem Krankenhaus behandelt worden.

+++ 13.47 Uhr: Dorfbewohner in Indien erschlagen altes Ehepaar wegen angeblicher Hexerei +++

Ein altes Ehepaar ist im Osten Indiens von wütenden Dorfbewohnern wegen angeblicher Hexerei gelyncht worden. Nach Polizeiangaben wurden die beiden alten Leute von einem Mob erschlagen, ihr Haus wurde niedergebrannt. Drei Menschen wurden wegen des tödlichen Angriffs in einer abgelegenen Stammesregion im Bundesstaat Jharkhand festgenommen. Einem Polizeisprecher zufolge hatte sich in dem Dorf zuvor das Gerücht verbreitet, das Paar habe vier Nachbarn durch schwarze Magie getötet. Erst vor wenigen Tagen war im selben Bundesstaat eine 60-Jährige von ihren Nachbarn verbrannt worden, weil sie verdächtigt wurde, ein Neugeborenes durch Hexerei getötet zu haben. In vielen abgelegenen Regionen in Indien sind Hexenglaube und Okkultismus bis heute weit verbreitet. Auch Berichte über Menschenopfer gibt es. Laut Statistik wurden zwischen den Jahren 2000 und 2012 mehr als 2000 Menschen in Indien wegen des Vorwurfs der Hexerei getötet.

+++ 13.30 Uhr: Türkische Regierung vermutet PKK hinter Anschlag in Kayseri +++

Die türkische Regierung vermutet die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter dem tödlichen Anschlag auf einen mit Soldaten besetzten Bus in Kayseri. "Derzeit deuten alle Hinweise auf die PKK hin", sagte der stellvertretende Regierungschef und Regierungssprecher Numan Kurtulmus dem Sender NTV. Bei dem Anschlag waren am Morgen 13 Soldaten getötet und mindestens 55 Menschen verletzt worden, darunter 48 Soldaten, die Ausgang hatten.


+++ 12.33 Uhr: Duo mit 13 Hundewelpen und 28 Kilo illegaler Pyrotechnik gefasst +++

Illegale Böller schmuggeln Kriminelle in dieser Jahreszeit gerne - in Frankfurt (Oder) hatte ein besonders dreistes Duo nun aber auch noch 13 Hundewelpen mit an Bord. Polizisten erwischten zwei 18 und 25 Jahre alte Männer auf der A12 mit den Kampfhund-Welpen und 28 Kilo verbotener Pyrotechnik. Die Männer stammten aus Hessen, teilte ein Sprecher mit. Der 25-jährige Beifahrer gab an, dass die Tiere ihm gehörten - nachweisen konnte er das aber nicht. Der Mann ist wegen etlicher Drogendelikte polizeibekannt. Gegen beide Männer wird nun wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie wegen der illegalen Einfuhr der Kampfhunde ermittelt.

+++ 11.06 Uhr: Merkel-Vertrauter reist laut Bericht zu Trump-Team nach New York +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schickt ihren außenpolitischen Berater Christoph Heusgen einem Bericht des "Spiegel" zufolge zu Gesprächen mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach New York. In Berlin herrscht große Unsicherheit, welchen außenpolitischen Kurs die Vereinigten Staaten unter Trump einschlagen werden. Heusgen solle sich Anfang der Woche vor Ort ein Bild machen und unter anderem Trumps designierten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn treffen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Trump hatte mit seinen Äußerungen im Wahlkampf bei den Nato-Partnern Zweifel an der Bündnistreue der Vereinigten Staaten geweckt. Zugleich äußerte er sich wohlwollend über Russlands Präsident Wladimir Putin. Bei der Besetzung von Schlüsselposten seiner künftigen Regierung ignorierte Trump bislang weitgehend das außenpolitische Establishment Washingtons, zu dem Deutschland traditionell enge Kontakte pflegt.

+++ 10.21 Uhr: Tausende in Aleppo warten auf Fortsetzung der Evakuierung +++

Im syrischen Aleppo haben am Samstag tausende Menschen bei eisiger Kälte und ohne Nahrung auf eine Fortsetzung der Evakuierung gewartet. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, harrten Zivilisten und Kämpfer in dem noch immer zum Teil von Rebellen gehaltenen Viertel Al-Amirijah auf der Straße oder in den Ruinen der zerbombten Häuser aus. Ein Rebellenvertreter sagte, es gebe eine Einigung auf eine Wiederaufnahme der Evakuierung, aber die Regierung bestätigte dies zunächst nicht. Nach Angaben des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, befinden sich in dem fast vollständig von der syrischen Armee zurückeroberten Osten von Aleppo noch etwa 40.000 Zivilisten sowie bis zu 5000 Rebellenkämpfer und ihre Familien.

+++ 10.15 Uhr: Fußgänger auf Autobahn von mehreren Fahrzeugen überrollt und getötet +++

Ein Fußgänger ist auf der A3 in Hessen von mehreren Fahrzeugen überrollt und getötet worden. Der Mann war am frühen Samstagmorgen nahe der Raststätte Weiskirchen im Kreis Offenbach auf der linken Fahrspur in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Warum er auf der Autobahn lief und wie viele Fahrzeuge ihn erfassten, war noch nicht bekannt. Der Fußgänger starb noch an der Unfallstelle, die Insassen der Wagen blieben unverletzt. Ein Sachverständiger soll den Unfall aufklären. Die A3 blieb in Richtung Würzburg für mehrere Stunden gesperrt.

+++ 9.14 Uhr: Mindestens 13 Soldaten bei Anschlag in der Türkei getötet +++

Bei einer vermutlich durch eine Autobombe ausgelösten Explosion in der Zentraltürkei hat es Tote und Verletzte gegeben. Das sagte der Gouverneur der Provinz Kayseri, Suleyman Kamci. Er sprach von einem "terroristischen Anschlag" auf einen Bus mit Soldaten. Die Armee meldet mindestens 13 Tote und 48 Verwundete. Die Verletzten würden in Krankenhäusern behandelt. Die Explosion ereignete sich am Morgen in der Nähe der Erciyes-Universität von Kayseri, einer Stadt etwa 300 Kilometer südöstlich von Ankara. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Rauch von dem Bus aufstieg. Nach lokalen Medienberichten waren die Soldaten nicht im Dienst und gerade unterwegs zu einem Markt. 

+++ 5.50 Uhr: Spezialeinheiten beenden Revolte in britischem Gefängnis +++

Mithilfe von Spezialeinheiten ist eine schwere Gefängnisrevolte im britischen Birmingham beendet worden. Sicherheitskräfte konnten die vier betroffenen Trakte der Haftanstalt nach mehreren Stunden wieder unter Kontrolle bringen, wie die private Betreiberfirma mitteilte. Ein Gefangener sei verletzt worden, er habe einen Bruch des Kiefers und der Augenhöhle erlitten. Der Schaden im Gefängnis und die Ursachen des Aufstands würden nun untersucht, die Verantwortlichen vor Gericht zur Rechenschaft gezogen. Nach Schätzung der Gewerkschaft der Angestellten im Justizvollzugsdienst (POA) waren an der Revolte Hunderte Gefangene beteiligt. Laut der Betreiberfirma G4S hatten sie im Laufe des Freitags die vier Trakte der zentral gelegenen Einrichtung übernommen. Einem Häftling war es nach Polizeiangaben anscheinend gelungen, einem Mitarbeiter die Schlüssel zu einem Zellentrakt zu entreißen. Das Gefängnispersonal habe die betroffenen Gebäudeteile daraufhin abgeriegelt und sich in Sicherheit begeben.

+++ 5.06 Uhr: UN-Sicherheitsrat verlängert Mission im Südsudan +++

Der UN-Sicherheitsrat hat die Mission der Vereinten Nationen im Südsudan verlängert. Nach tagelangen Verhandlungen fiel die Entscheidung über die einjährige Verlängerung des Mandats einstimmig, wie in New York verlautete. Laut der verabschiedeten Resolution liegt  der Schwerpunkt der Mission Unmiss weiterhin auf dem Schutz von Zivilisten und Menschenrechten sowie der Lieferung von humanitärer Hilfe für Opfer des Bürgerkriegs. Die Resolution droht zudem denjenigen Sanktionen an, die die Stabilität des Landes destabilisieren. Als möglicherweise "angemessene Maßnahme" wird unter anderem ein Waffenembargo genannt. Die verfeindeten Lager werden erneut aufgerufen, "unverzüglich" ihre Kämpfe einzustellen.

+++ 4.23 Uhr: Feuer auf Passagierschiff in Hamburg +++

Auf einem Passagierschiff in Hamburg-Altona ist in der Nacht zum Samstag ein Feuer ausgebrochen. "Drei Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Morgen. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Sonst war niemand an Bord. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Aufgebot an und löschte die Flammen. "Der Brandherd liegt wohl im Bereich der Kantine", sagte der Sprecher. Wie hoch der Schaden ist, war noch unklar.

+++ 2.46 Uhr: Hunderte Demonstranten blockieren alle Ausgänge des polnischen Parlaments +++

Der Protest gegen eine geplante Einschränkung der Berichterstattung aus dem polnischen Parlament hat in der Nacht zu Samstag angedauert. Hunderte Demonstranten blockierten alle Ausgänge und hinderten führende Politiker wie Regierungschefin Beata Szydlo und den Chef ihrer Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, am Verlassen des Gebäudes. Mehr als 200 weitere Abgeordnete der nationalkonservativen Regierungsmehrheit saßen ebenfalls fest. Die zahlreichen Polizisten vor Ort hatten versucht, einige Demonstranten abzudrängen, dies jedoch schnell aufgegeben, sodass die Blockade in der Nacht weiter aufrecht blieb. Die Oppositionsanhänger riefen Parolen wie "Verfassung", "freie Medien" und "Ihr kommt hier nicht vor Weihnachten heraus". Gegen Mitternacht schlossen sich ihnen einige Abgeordnete der liberalen Bürgerplattform (PO) an.

+++ 0.01 Uhr: Festnahme eines Tatverdächtigen nach Gewalt in Heidelberger Musikklub +++

Nach einer gewaltsamen  Auseinandersetzung in einem Musikklub im baden-württembergischen Heidelberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 27-Jährige stehe im dringenden Verdacht eines versuchten Totschlags, teilten Staatsanwaltschaft Heidelberg und Polizeipräsidium Mannheim mit. Insgesamt waren bei mehreren Auseinandersetzungen in dem Lokal im Stadtteil Bergheim vier Menschen schwer verletzt worden. Der Verdächtige soll den Angaben zufolge einen 31-jährigen Mann mit einem Whisky-Glas angegriffen und ihm damit tiefe Schnittverletzungen im Bereich der Halsschlagader zugefügt haben. 

fin / DPA / AFP