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News des Tages: Bill Cosby im Missbrauchsprozess für schuldig befunden

Verteidiger von Zschäpe wollen keine Verurteilung wegen Mordes +++ Polizei ermittelt gegen Organisator von Neonazi-Festival +++ Weiteres Todesopfer nach Amokfahrt von Münster +++ Die News des Tages im Ticker.

Bill Cosby

Schauspieler Bill Cosby 

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Polizei ermittelt gegen Organisator von rechtem Musikfestival (13.36 Uhr)
  • Weiteres Todesopfer nach Amokfahrt von Münster (12.12)
  • Vater will todkranken Alfie nach Hause bringen (10.10 Uhr)
  • Koreanische Machthaber wollen über atomare Abrüstung reden (6.44 Uhr)
  • Macron äußert sich pessimistisch zu Iran-Abkommen (5.07 Uhr)

Die News des Tages im stern- :

+++ 23.01 Uhr: Arsenal gegen Atlético 1:1 - Marseille nach 2:0 auf Finalkurs +++

Der FC Arsenal mit den Fußball-Weltmeistern Mesut Özil und Shkodran Mustafi muss um das Finale der Europa League bangen. Das Team aus London kam gegen Atlético Madrid im Halbfinal-Hinspiel nur zu einem 1:1 (0:0). Alexandre Lacazette (61. Minute) brachte Arsenal in Führung, aber Antoine Griezmann (82.) glich aus. 

Im zweiten Halbfinale nimmt Olympique Marseille Kurs auf das Endspiel am 16. Mai in Lyon. Die Franzosen schlugen Red Bull Salzburg vor eigenem Publikum mit 2:0 (1:0). Florian Thauvin (15.) und Clinton N'Jie (62.) trafen für das Team von Trainer Rudi Garcia. Die Rückspiele finden am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) in Madrid und Salzburg statt. Das Finale steigt am 16. Mai in Lyon.

+++ 22.05 Uhr: EHC Red Bull München erneut deutscher Eishockey-Meister +++

Der EHC Red Bull München ist zum dritten Mal in Serie deutscher Eishockey-Meister. Das Team von Trainer Don Jackson gewann das entscheidende siebte Playoff-Finale gegen die Eisbären Berlin mit 6:3 (4:1, 1:0, 1:2).

+++ 21.35 Uhr: US-Senat genehmigt Entsendung von Grenell als Botschafter in Deutschland +++

Nach monatelanger Verzögerung hat der US-Senat die Nominierung des neuen Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, genehmigt. Die Kongresskammer stimmte in Washington mit 56 gegen 42 Stimmen für Grenells Entsendung. Der 51-jährige PR-Berater hat sich als engagierter Unterstützer von Präsident Donald Trump hervorgetan, seine Ernennung war in den Reihen der oppositionellen Demokraten auf Vorbehalte gestoßen.

+++ 19.55 Uhr: Bill Cosby im Missbrauchsprozess für schuldig befunden +++

Der in den USA wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte frühere TV-Star Bill Cosby ist von einer Jury für schuldig befunden worden. Die Geschworenen des Gerichts in Norristown im US-Bundesstaats Pennsylvania sahen die Schuld des 80-Jährigen in allen Punkten der Anklage als erwiesen an. Der einstige Comedy-Star, der von zahlreichen Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, musste sich vor Gericht wegen eines Falls aus dem Jahr 2004 verantworten.

Sehen Sie im Video ein Porträt über Bill Cosby: 

Bill Cosby Fakten


+++ 19.12 Uhr: US-Senat billigt Pompeos Berufung zum Außenminister +++

Der designierte US-Außenminister Mike Pompeo kann sein Amt antreten. Der Senat in Washington billigte mit 57 gegen 42 Stimmen die Nominierung des bisherigen CIA-Chefs für den Ministerposten. Präsident Donald Trump hatte Pompeo im März zum Nachfolger des entlassenen Außenministers Rex Tillerson ernannt. Der 54-Jährige hat sich in seinem bisherigen Amt als Direktor des Auslandsgeheimdienstes das Vertrauen des Präsidenten erworben. Vor einigen Wochen reiste Pompeo in einer Geheimmission nach Nordkorea und traf sich mit Machthaber Kim Jong Un, um dessen geplantes Gipfeltreffen mit Trump vorzubereiten.

+++ 17.14 Uhr: Trumps Anwalt will von seinem Schweigerecht Gebrauch machen +++

Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump will im Rechtsstreit mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Wegen der "andauernden Strafermittlung" gegen ihn werde er in allen juristischen Prozeduren zu diesem Fall sein in der Verfassung verankertes Schweigerecht wahrnehmen, erklärte Cohen. Er liegt mit der Pornoschauspielerin im Streit um eine vor der Wahl 2016 geschlossene Stillhaltevereinbarung über deren angebliches Sexabenteuer mit Trump.

Die Schauspielerin mit dem bürgerlichen Namen Stephanie Clifford fühlt sich an die Vereinbarung nicht mehr gebunden und hat bei einem Gericht in Los Angeles dagegen geklagt. Sie hatte für ihr Stillschweigen von Cohen seinerzeit 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 105.000 Euro) bekommen, die sie nun zurückzahlen will.
Die Zahlung ist aber vor allem deshalb brisant, weil es sich um eine mutmaßliche Wahlkampfhilfe für Trump und damit womöglich auch um eine nicht deklarierte und somit illegale Wahlkampfspende gehandelt haben könnte. Cohen führt an, das Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben.

+++ 16.50 Uhr: Taskforce stellt zahlreiche Fehler im Umgang mit Attentäter Amri fest +++

Der islamistische Berlin-Attentäter Anis Amri hätte womöglich wegen seiner kriminellen Taten im Drogenmilieu frühzeitig ins Gefängnis gebracht werden können. Dies legt ein Bericht interner Ermittler über eine kritische Überprüfung der Arbeitsabläufe innerhalb der Berliner Polizei zum Fall Amri nahe, dessen Ergebnisse die Senatsverwaltung des Innern in einer Kurzfassung vorlegte. Darin werden zahlreiche Polizeiversäumnisse deutlich. Der Abschlussbericht der sogenannten Taskforce Lupe wurde laut Senatsverwaltung mittlerweile dem Amri-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses übergeben. 


+++ 16.03 Uhr: Sechster "Game of Thrones"-Roman erscheint frühestens 2019 +++

Der sechste Roman von Schriftsteller George R.R. Martin aus der Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer", auf der die Fernsehserie "Game of Thrones" beruht, soll nicht mehr in diesem Jahr erscheinen. "Nein, der Winter naht nicht, zumindest nicht 2018", schrieb Martin in einem Blogeintrag über den mit Spannung erwarteten Titel "Die Winde des Winters". An dem mehr als 1000 Seiten starken, 2011 erschienenen Vorgänger "Ein Tanz mit Drachen" hatte der US-amerikanische Autor sechs Jahre gearbeitet.

Gleichzeitig kündigte Martin ein neues Buch namens "Feuer und Blut" an, das ebenfalls auf dem Kontinent Westeros spielt und Ende November erscheinen soll. Es sei "kein Roman", sondern eher eine "imaginäre Historie", schrieb der 69-jährige Autor. Das Werk dient als Prequel und dreht sich um sieben verschiedene Könige des Herrschergeschlechts Targaryen, darunter auch Aegon der Eroberer, der als erster auf dem Eisernen Thron saß.

Die achte und letzte Staffel des Fantasy-Dramas wird beim Sender HBO 2019 auf Sendung gehen. Ob die zusätzlich geplanten Prequels für die Serie auf "Feuer und Blut" beruhen würden, ließ Martin offen: "Genau weiß das noch niemand und ich darf es sowieso nicht sagen."

+++ 15.51 Uhr: Gericht in Pakistan disqualifiziert Außenminister Asif +++

Ein Gericht in Pakistan hat Außenminister Khawaja Asif wegen Verletzung der Wahlgesetze disqualifiziert. Asif sei nicht berechtigt gewesen, bei der letzten Parlamentswahl im Jahr 2013 anzutreten, verkündete der Oberste Gerichtshof in Islamabad. Asif habe es versäumt, mehrere Arbeitsgenehmigungen für die Vereinigten Arabischen Emirate offiziell anzugeben, und damit gegen die Wahlgesetze in Pakistan verstoßen.

Asif, der vor seinem Amt als Außenminister Verteidigungsminister war, gilt als Schwergewicht der Regierungspartei PML-N und als enger Vertrauter von Ex-Premierminister Nawaz Sharif, der im Juli vergangenen Jahres wegen Korruptionsvorwürfen seines Amtes enthoben worden war.

+++ 15.47 Bundesinnenministerium: mehrere Verdächtige bei Bremer Asyl-Affäre +++

In die Affäre um fragwürdige Asylentscheidungen in Bremen waren nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums mehrere Personen verwickelt. Diese sollen mit der verdächtigen Leiterin der dortigen Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zusammengearbeitet haben, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer (CSU), im Bundestag sagte. Die Abgeordneten diskutierten das Thema dort bei einer Aktuellen Stunde.

Mayer nannte die Vorgänge in Bremen bedauerlich und sprach von inakzeptablem Fehlverhalten. Die frühere Leiterin der Bremer BAMF-Außenstelle soll zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen Asyl gewährt haben, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. In den meisten Fällen geht es laut ermittelnder Staatsanwaltschaft um Kurden, die angaben, zur Religionsgemeinschaft der Jesiden zu gehören.

+++ 15.46 Uhr: Urteil: Wer auf Balkon die Tauben füttert, riskiert seine Mietwohnung +++

Weil sie immer wieder dutzende Stadttauben auf ihrem Balkon gefüttert hat, muss eine Tierfreundin aus ihrer Mietwohnung in Bonn ausziehen. Wie mitgeteilt wurde, hat das dortige Amtsgericht der Räumungsklage des Vermieters des Mehrfamilienhauses stattgegeben. Die Fütterung von Stadttauben, so die richterliche Begründung, sei sozial nicht mehr adäquat und für die Nachbarschaft unzumutbar: "Von diesen Tieren gehen Verschmutzungs- und Gesundheitsgefahren aus." (Az.: 204 C 204/17) Die Mieterin hatte neben ihren acht Brieftauben auch 80 Stadttauben gefüttert.

Die Frau, die seit 18 Jahren in dem Mehrfamilienhaus wohnt, hält seit fünf Jahren ihre Brieftauben in einer Voliere. Durch das zusätzliche Anfüttern des wildlebenden Gefieders wurden offensichtlich auch vermehrt Ratten angezogen, die sie auch noch mitversorgt haben soll.

+++ 15.38 Uhr: Sieben Jugendliche in Israel getötet - Von Wassermassen mitgerissen +++

Bei schweren Überschwemmungen im Süden Israels sind mindestens sieben Jugendliche getötet worden. Dies teilte der Rettungsdienst Zaka bei Twitter mit. Laut Rundfunk wurden weitere Teenager vermisst, man fürchte um ihr Leben. Bereits am Mittwoch waren bei Überschwemmungen in Israel und in den Palästinensergebieten zwei junge Menschen getötet worden.

Die Gruppe von 25 Teenagern im Alter von 17 und 18 Jahren sei bei einem Ausflug in der Arava-Wüste von Wassermassen mitgerissen worden, berichtete der Rundfunk. An der Bergung und der Suche nach Vermissten war auch die Spezialeinheit 669 der israelischen Luftwaffe beteiligt. Sieben Hubschrauber kreisten über dem Unfallgebiet.

+++ 14.37 Uhr: Enthüllung des Weinstein-Skandals wird verfilmt +++

Die Enthüllung der Vorwürfe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe wird verfilmt. Zwei US-Produktionsfirmen hätten sich die Rechte an der Geschichte von Jodi Kantor und Megan Twohey gesichert, die als Journalistinnen der "New York Times" den Weinstein-Skandal im Herbst ins Rollen gebracht hatten.

Ein Regisseur oder Drehbuchautor stehe noch nicht fest, berichtete das Magazin "Variety". Der Film soll sich vor allem um die Arbeit der beiden Reporterinnen drehen und nicht um Weinstein selbst. Produziert werden soll der Film von Plan B Entertainment, einer von Schauspieler Brad Pitt gegründeten Produktionsfirma, die unter anderem mit den Filmen "12 Years A Slave" und "Moonlight" Erfolge feierte. 

+++ 14.27 Uhr: Trumps Leibarzt wird nicht Minister für Veteranenangelegenheiten +++

 Donald Trumps Leibarzt Ronny Jackson hat seine Bewerbung als Minister für die Angelegenheiten von Kriegsveteranen zurückgenommen. Der US-Präsident hatte den Mediziner und Marine-Admiral für dieses Amt nominiert, obwohl ihm nach Auffassung von Kongressabgeordneten die notwendigen Qualifikationen dafür fehlen.Jackson hatte Trump Wochen zuvor eine blendende Gesundheit attestiert. Zuletzt waren unter anderem Alkoholeskapaden Jacksons während seiner Zeit im Weißen Haus an die Öffentlichkeit gelangt. Außerdem soll Jackson nach im Kongress kursierenden Unterlagen einen laxen Umgang mit der Verschreibung von Medikamenten gepflegt haben.  

+++ 14.23 Uhr: Verteidiger fordern für Zschäpe maximal zehn Jahre Haft +++

Die Verteidiger der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe haben im NSU-Prozess eine maximal zehnjährige Haftstrafe für ihre Mandantin gefordert. Zschäpe sollte demnach nur wegen besonders schwerer Brandstiftung und Beihilfe zu mehreren Raubüberfällen verurteilt werden, nicht aber wegen Mittäterschaft an den Morden und Anschlägen des "Nationalsozialistischen Untergrunds", wie ihre Anwälte Hermann Borchert und Mathias Grasel vor dem Münchner Oberlandesgericht sagten.

+++ 14.03 Uhr: CSU sieht Kritiker der Kruzifixpläne als Religionsfeinde +++

Im Streit um die Kruzifix-Pläne der bayerischen Regierung schlägt die CSU zurück und geißelt die Kritiker als Religionsfeinde. "Bei den Kritikern haben wir es mit einer unheiligen Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern zu tun", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab und muss sich nicht rechtfertigen."

+++ 13.58 Uhr: Wasen-Besucherin sucht sympathischen Polizisten  - Fahndungserfolg +++

Ein Fahndungserfolg der besonderen Art: Auf dem Stuttgarter Frühlingsfest hat sich eine Besucherin in einen Polizisten verguckt - und ihn mit Erfolg suchen lassen. "Wir haben den Kollegen gefunden. Gestern Abend hat er sich bei uns gemeldet", teilte die Polizei am Donnerstag auf Twitter mit. "Den Kontakt haben wir hergestellt. In diesem Sinne: Einsatz erfolgreich beendet."

+++ 13.52 Uhr: Juncker kritisiert Haltung der Türkei im östlichen Mittelmeer +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat am Donnerstag das Verhalten der Türkei im östlichem Mittelmeer und in der Ägäis kritisiert. Ankara müsse das internationale Recht achten und seine Beziehungen mit allen EU-Staaten der Region darunter auch der Republik Zypern normalisieren, sagte Juncker bei einer Rede im griechischen Parlament. "Die Türkei agiert illegal im östlichen Mittelmeer und in der Ägäis", sagte Juncker wörtlich. Die Rede wurde vom griechischen Fernsehen (ERT) übetragen.

Juncker forderte Ankara zudem auf, zwei griechische Soldaten freizulassen, die Anfang März versehentlich türkisches Territorium betreten hatten und von türkischen Soldaten festgenommen worden waren. "Man kann mir nicht sagen, dass die Präsenz auf türkischem Boden von zwei Soldaten eine Bedrohung für die Sicherheit der Türkei ist", sagte Juncker.  

+++ 13.51 Uhr: EZB hält an Geldschwemme fest: Leitzins leibt bei null Prozent  +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält angesichts wachsender Sorgen vor Handelskonflikten unverändert Kurs. Die Währungshüter beließen bei ihrer Zinssitzung am Donnerstag in Frankfurt den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank mitteilte. Zudem müssen Geschäftsbanken, die Geld bei der EZB parken, dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Die EZB gab zunächst auch keinen weiteren Hinweis auf einen schrittweisen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Beobachter hatten erwartet, dass sich EZB-Präsident Mario Draghi Zeit lassen wird, den nächsten Schritt anzudeuten.

+++ 13.36 Uhr: Thüringer Polizei ermittelt gegen Organisator von rechtem Musikfestival +++

Nach einer rechten Musikveranstaltung im sächsischen Ostritz ermittelt die Polizei gegen den NPD-Politiker und Mitorganisator Thorsten Heise. Es sei ein Strafverfahren wegen Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin im thüringischen Nordhausen. Gegen Heise, der Thüringer Landeschef der NPD ist, lagen demnach zwei Anzeigen vor.

Hintergrund sind auf dem Rechtsrockfestival in Ostritz am Wochenende aufgetauchte T-Shirts mit der Aufschrift "Sicherheitsdienst Arische Bruderschaft" und zwei gekreuzten Stabhandgranaten. Die Staatsanwaltschaft in Görlitz sah den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllt. Das dortige Amtsgericht erließ einen richterlichen Beschluss zur Beschlagnahme. 

+++ 13.28 Uhr: Landtag in Schwerin setzt NSU-Untersuchungsausschuss ein +++

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat einen Untersuchungsausschuss zum Themenkomplex "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) befasst. Das Land ist damit das achte, in dem das Parlament die Gewalttaten der neonazistischen Terrorgruppe und deren Vernetzung in der rechten Szene umfassend unter die Lupe nimmt. Gleichzeitig sollen die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden kritisch bewertet werden. Auch der Bundestag hatte zwei Untersuchungsausschüsse zum NSU eingesetzt.

+++ 12.12 Uhr: Weiteres Todesopfer nach Amokfahrt von Münster +++

Knapp drei Wochen nach der Amokfahrt von Münster ist ein weiteres schwer verletztes Opfer am Donnerstag seinen Verletzungen erlegen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf vier. Bei dem jetzt Gestorbenen handelt es sich um einen 74-jährigen Mann aus dem westfälischen Hamm, wie ein Polizeisprecher sagte..

Sechs weitere Patienten werden nach der Amokfahrt noch behandelt, vier davon auf normalen Stationen, zwei auf Intensivstationen. Sie seien beide aber nicht in kritischem Zustand, hieß es bei den Kliniken.

Mit seinem Campingbus war der 48 Jahre alte Jens R. am 7. April in Münster in eine Menschenmenge in der Altstadt gerast. Dabei waren zunächst zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Einige der Verletzten schwebten lange in Lebensgefahr. Nach der Fahrt hatte der Deutsche sich selbst erschossen. Zum Motiv und zu den Hintergründen der Tat sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

+++ 12.03 Uhr: Gericht: Mesale Tolu darf Türkei weiterhin nicht verlassen +++

Die deutsche Journalistin Mesale Tolu darf die Türkei auch vier Monate nach ihrer Entlassung aus der Untersuchungshaft nicht verlassen. Ein Gericht in Istanbul folgte der Forderung Tolus nicht, die Ausreisesperre für sie und ihren ebenfalls angeklagten Ehemann Suat Corlu aufzuheben. Das Gericht entband Tolu aber von ihrer wöchentlichen Meldepflicht bei der Polizei. Der Prozess gegen Tolu, Corlu und 25 weitere Angeklagte wegen Terrorvorwürfen wird am 16. Oktober fortgesetzt.

Zum Auftakt des Prozesstages hatte Tolu ihren Freispruch gefordert. Sie und ihr Ehemann hatten das Gericht außerdem dazu aufgerufen, ihnen die Ausreise zu gestatten. "Als deutsche Staatsbürgerin will ich, dass mein Kind in dem Land, aus dem ich komme, in den Kindergarten geht", sagte Tolu. Tolu und Corlu haben einen dreijährigen Sohn, für den in Tolus Heimatstadt Ulm nach ihren Angaben ein Kindergartenplatz reserviert ist.

+++ 11.00 Uhr: Wulf-Mathies prüft für den WDR Hinweise auf sexuelle Belästigung +++

Monika Wulf-Mathies, früher unter anderem Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), soll prüfen, wie beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen wurde. Dafür erhalte sie uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen und Gesprächspartnern, teilte der WDR mit. Die Ergebnisse sollen nach Abschluss der Untersuchung veröffentlicht werden.

Außerdem hat der WDR eine weitere Kanzlei beauftragt, aktuellen Hinweisen auf weitere mögliche Fälle sexueller Belästigung nachzugehen. "Wir stellen uns auf den Prüfstand, denn wir haben nichts zu verbergen", sagte WDR-Intendant Tom Buhrow.

Der WDR hatte einen ehemaligen Auslandskorrespondenten nach neuen Vorwürfen wegen sexueller Belästigung bis auf weiteres freigestellt. Der stern und das Recherchebüro "Correctiv" hatten zuvor berichtet, dass eine Praktikantin einem ARD-Auslandskorrespondenten sexuelle Belästigungen vorwerfe.

Wulf-Mathies (76), von 1982 bis 1994 ÖTV-Vorsitzende und von 1995 bis 1999 EU-Kommissarin, erklärte laut WDR-Mitteilung, sie sei bereit, zur Aufklärung dieses schwierigen Kapitels beizutragen. "Denn gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte in Gleichstellungsfragen eine Vorbildfunktion wahrnehmen."


+++ 10.45 Uhr: Ex-Pfleger Niels Högel wegen weiteren Patientenmordes angeklagt +++

Der verurteilte Patientenmörder Niels Högel soll noch einen Menschen mehr als bisher bekannt getötet haben. Damit legt die Staatsanwaltschaft dem früheren Krankenpfleger 98 Morde an den Kliniken Delmenhorst und Oldenburg zur Last. Im Fall einer Delmenhorster Patientin habe es einen Übermittlungsfehler gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg mit. Die Medizinische Hochschule Hannover habe in einer Gewebeprobe der Leiche Rückstände eines Herzmedikaments gefunden, den Ermittlern aber versehentlich ein negatives Ergebnis mitgeteilt.

Niels Högel soll schwerkranke Patienten an den beiden Kliniken zu Tode gespritzt haben. Wegen sechs Taten musste er sich bereits vor Gericht verantworten, wegen Mordes wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Oktober steht er erneut vor Gericht. Die Kammer muss noch entscheiden, ob die Anklage um den neuen Fall ergänzt wird.

+++ 10.44 Uhr: Bundesregierung rechnet nicht mit Ausnahme-Verlängerung bei US-Zöllen +++

Die Bundesregierung rechnet nicht mit einer Verlängerung der Ausnahmeregelungen der USA für die EU-Staaten bei den neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Es sei wahrscheinlich davon auszugehen, dass die Zölle am 1. Mai kämen, hieß es in deutschen Regierungskreisen kurz vor der Reise von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Washington.

+++ 10.10 Uhr: Nach Niederlage vor Gericht: Vater will Alfie nach Hause bringen +++

Der Vater des todkranken britischen Jungen Alfie Evans will mit den Ärzten des Alder Hey Hospitals in Liverpool über eine Verlegung seines Sohnes nach Hause verhandeln. Das sagte Thomas Evans vor Reportern in Liverpool. Er hoffe, Alfie könne innerhalb von einem oder zwei Tagen zuhause sein. Andernfalls erwäge er, wieder vor Gericht zu ziehen.

Der knapp zwei Jahre alte Alfie hat eine schwere neurologische Krankheit, die noch nicht klar diagnostiziert ist. Die Ärzte im Kinderkrankenhaus Alder Hey in Liverpool halten weitere lebenserhaltende Maßnahmen für sinnlos, weil die Krankheit das Gehirn des Kindes fast vollständig zerstört haben soll. Sie wollen Alfie weiteres Leiden ersparen und ihn deshalb so bald wie möglich sterben lassen. Die Eltern dagegen sind sich sicher, dass Alfie nicht leidet und wollen, dass er solange wie möglich lebt.

Zuvor hatten Alfies Eltern erneut eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Ein Berufungsgericht in London entschied am Mittwochabend, dass der knapp zwei Jahre alte Junge nicht zur weiteren Behandlung nach Italien ausgeflogen werden darf. Bereits am Montag wurden die künstliche Ernährung und Beatmung für Alfie eingestellt. Zur Überraschung seiner Ärzte atmete der Junge von alleine weiter.


+++ 09.08 Uhr: Offenbar neue Vorwürfe gegen Bamf-Mitarbeiterin +++

Im Zusammenhang mit zu Unrecht bewilligten Asylanträgen bei der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gibt es laut einem Medienbericht neue Vorwürfe. Die frühere Leiterin der Außenstelle könnte möglicherweise an Urkundenfälschung beteiligt gewesen sein, berichtet die "Welt" unter Berufung auf Teilnehmerkreise einer nicht-öffentlichen Sitzung des Bundestags-Innenausschusses.

Demnach sagten Bamf-Präsidentin Jutta Cordt und Innen-Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) im Innenausschuss, dass die Unterschrift der Ex-Leiterin in einer weiteren Untersuchung mit Bezug auf eine mögliche Urkundenfälschung eine Rolle spiele. Dieser Verdacht sei unabhängig vom zuletzt bekanntgewordenen Fall. Die Untersuchung, über die die Abgeordneten nun informiert wurden, sei noch nicht abgeschlossen, wie die Bamf-Spitze laut Sitzungsteilnehmern erklärte.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die ehemalige Leiterin der Bamf-Außenstelle in Bremen in 1200 Fällen Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben soll. Gegen sie und fünf weitere Beschuldigte, darunter ein Dolmetscher und drei Anwälte, wird deshalb ermittelt. 

+++ 08.46 Uhr: DDR-Liedermacher Holger Biege gestorben +++

Der DDR-Liedermacher Holger Biege ist tot. Der 65-Jährige starb in einer Klinik in Lüneburg, bestätigte der Musiker Thomas Putensen, ein Freund der Familie, der Deutschen Presse-Agentur. Biege war in der DDR in den 70er-Jahren mit Liedern wie "Wenn der Abend kommt" und "Sagte mal ein Dichter" bekannt geworden. 1983 hatte der in der DDR bekannte und beliebte Musiker ein Gastspiel genutzt und war mit seiner Familie in West-Berlin geblieben. Zuletzt lebte er bei Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen..

+++ 08.40 Uhr: Astronomen beobachten gigantische Ansammlungen großer Galaxien +++

Astronomen haben im jungen Universum überraschend zwei gigantische Ansammlungen großer Galaxien aufgespürt. Die Sterneninseln sind im Begriff, zu Galaxienhaufen zu verschmelzen. Diese frühen "Megafusionen" verblüffen die Wissenschaftler - sie waren davon ausgegangen, dass solche Ereignisse erst später in der Geschichte des Kosmos stattgefunden haben. Zwei Forscherteams stellen ihre Beobachtungen in den Fachblättern "Nature" und "Astrophysical Journal" vor.

Eine Gruppe um Tim Miller von der Yale-Universität in den USA hatte mit den Radioteleskopen "Alma" und "Apex" in Chile durch 90 Prozent des sichtbaren Universums gespäht und damit zurück in eine Zeit, als der Kosmos erst 10 Prozent seines heutigen Alters besaß. Die Astronomen untersuchten einen auffälligen Lichtfleck, der bereits in den Daten des Weltraumteleskops "Herschel" der europäischen Raumfahrtagentur Esa aufgefallen war.

Die neuen, hochauflösenden Beobachtungen zeigten, dass es sich dabei nicht um ein einzelnes Objekt handelt, sondern um gleich 14 große Galaxien, die gerade dabei sind, einen Galaxienhaufen zu bilden, wie die Forscher nun in "Nature" berichten.

+++ 08.57 Uhr: Zwei Tote nach Familienstreit in der Schweiz +++

Zwei Menschen sind bei einem Familienstreit in der Schweiz erschossen worden. Die Leichen einer jungen Frau und eines jungen Mannes seien in einem Wohnhaus in Payerne rund 50 Kilometer südwestlich von Bern gefunden worden, berichtete die Polizei im Kanton Waadt. Der mutmaßliche Täter, ein 49 Jahre alter Portugiese, habe sich in der Nacht gestellt. Anwohner hatten am Mittwochabend mehrere Schüsse gehört und Alarm geschlagen. Die Polizei nannte einen Familienstreit als Auslöser. Zum konkreten Motiv machte sie zunächst keine Angaben.

+++ 08.14 Uhr: Ausgerissener Stier rennt in peruanischer Stadt durch Einkaufszentrum +++

Ein ausgerissener Stier ist in der peruanischen Stadt Cusco durch ein Einkaufszentrum gerannt und hat mehrere Menschen verletzt. Das Tier tauchte plötzlich in den engen Straßen des Stadtteils Santiago auf und rammte zunächst einen in sein Handy vertieften Mann, wie Fernsehbilder zeigten. Anschließend drang der Stier in ein Einkaufszentrum ein und verletzte dort weitere Menschen leicht.

Als er sich schließlich erschöpft ausruhte, konnte ein junger Mann ihn an einen Pfosten binden, wie Medien berichteten. Der Stier wurde dann mit einem Lastwagen zurück in das Gehege gebracht, aus dem er ausgebrochen war. Bei seinem auf Überwachungskameras aufgezeichneten Ausflug in die einstige Inka-Stadt Cusco wurden insgesamt acht Menschen verletzt.

+++ 7.26 Uhr: Barbara Schöneberger zum Echo-Aus +++

Die mehrfache Echo-Moderatorin Barbara Schöneberger (44) kann die Abschaffung des Musikpreises nachvollziehen. "Völlig richtig. Selber schuld, dass es jetzt so kommen musste. Das hätte man vorher auch anders hinkriegen können", sagte die Entertainerin am Mittwochabend am Rande der Parfümpreisverleihung "Duftstars" in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ehrlich gesagt sind wir nach der Aktion alle der Meinung, dass der Echo so nicht weiter existieren konnte." 

Der Bundesverband Musikindustrie hatte am Mittwoch angekündigt, den Preis nach dem Eklat um die Ehrung für die Rapper Kollegah und Farid Bang abzuschaffen. Schöneberger moderierte den Echo mehrere Jahre, zuletzt 2016. Danach übertrug nicht mehr die ARD die Preisverleihung in Berlin, sondern der Privatsender Vox.

+++ 6.44 Uhr: Koreanische Staatschefs konzentrieren sich bei Gipfeltreffen auf atomare Abrüstung und Frieden +++

news KOrea treffen

Demonstranten halten Bilder der koreanischen Machthaber Moon Jae In (links) und Kim Jong Un hoch. Die Staatschefs halten am Freitag ihr ersten Gipfeltreffen überhaupt ab.

Picture Alliance

Vor wenigen Monaten drohte noch eine militärische Eskalation wegen des Atomkonflikts mit Nordkorea. Am Freitag reden Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon erstmals direkt miteinander. Bei ihrem Gipfeltreffen wollen sich Kim und Moon auf atomare   und eine langfristige Friedenslösung konzentrieren. Wie der Vorsitzende des Vorbereitungskomitees, Im Jong Seok, in Seoul weiter berichtete, ist noch unklar, mit welcher Art von Vereinbarung das Treffen am Freitag im Grenzort Panmunjon enden wird. Bei der Entnuklearisierung sei es schwer vorherzusagen, auf welcher Ebene eine Einigung erreicht werden könne. Ein gutes Ergebnis wäre auch eine gute Grundlage für das Ende Mai oder Anfang Juni geplante Treffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump.

+++ 6.33 Uhr: Mindestens 13 Kinder bei Schulbus-Unfall in Indien ums Leben gekommen +++

Beim Zusammenstoß ihres Schulbusses mit einem Zug im Norden Indiens sind mindestens 13 ums Leben gekommen. Der Bus sei am Donnerstag auf einem Bahnübergang nahe der Stadt Kushinagar im Staat Uttar Pradesh von dem Zug erfasst worden, berichteten örtliche Medien. Zwischen 20 und 30 Schüler seien im Bus gewesen. Es war der zweite Unfall eines Schulbusses mit Todesopfern im April. Am 9. April waren 27 Menschen ums Leben gekommen, darunter 23 Kinder, als ein Bus im Staat Himachal Pradesh in eine Schlucht gestürzt war.

+++ 6.29 Uhr: Sachsens Ex-Ministerpräsident will Mandat im Landtag niederlegen +++

Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Stanislaw Tillich will sein Landtagsmandat aufgeben. "Ich lege zum 31. Oktober mein Mandat nieder", sagte Tillich der "Freien Presse". Was er künftig machen wolle, ließ der 59-Jährige offen. Er sagte nur: "Ich möchte etwas anderes machen."

Tillich sitzt seit Oktober 2004 für die CDU im sächsischen Landtag. Von Mai 2008 bis Dezember 2017 war er Ministerpräsident des Freistaats. Nach der schweren Niederlage der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl 2017 war der CDU-Politiker vom Amt zurückgetreten. In Sachsen wird 2019 ein neues Parlament gewählt.

Auf Tillich wird laut "Freier Presse" voraussichtlich der Büroleiter von Innenminister Roland Wöller, Jörg Markert, in den Landtag folgen. Der Politiker aus dem CDU-Kreisverband Erzgebirge sei der nächste Nachrücker auf der Landesliste.

+++ 6.04 Uhr: Ausweg im UKW-Streit in Sicht? +++

Der Dienstleister   hatte mit der Privatisierung des Antennenmarktes 2016 den Betrieb der Anlagen übernommen, dann aber das Geschäft an mehrere Finanzinvestoren verkauft. Neue Sendernetzbetreiber wie Divicon (Leipzig) oder Uplink (Düsseldorf) müssen nun mit den neuen Antennenbesitzern Mietpreise aushandeln. Das scheiterte bisher. Zuletzt hatten die Sendenetzbetreiber als Zwischenlösung Media Broadcast mit der Fortführung des Übergangsbetriebs bis zum 30. Juni beauftragt.

Das Bundeskartellamt kommt nun zur Einschätzung dass die Kaufpreiskalkulation der neuen Antennenbesitzer bei der Versteigerung der Antennen für die Betriebsentgelte keine Rolle spielen dürfe.
"Insbesondere dürfte die Höhe eines durch Renditeerwartungen getriebenen Kaufpreises keinen Einfluss auf die Entgelte oder sonstige Geschäftsbedingungen haben", heißt es in dem Schreiben der Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes an die Anwälte des Dienstleisters Uplink. Vielmehr hätten sich umgekehrt die Renditeerwartungen daran orientieren müssen, welche Entgelte ein "Inhaber einer marktbeherrschenden Stellung" maximal fordern dürfe.

Sollten die neuen Antennenbesitzer nur noch die alten Mietpreise aufrufen, die vor dem Verkauf gültig waren, wäre der Konflikt aus Sicht der Sendedienstleister gelöst. 

+++ 5.48 Uhr: Tschechien eröffnet sein Honorarkonsulat in Jerusalem wieder +++

Tschechien wird in Kürze sein Honorarkonsulat in Jerusalem wiedereröffnen. Das Honorarkonsulat werde im Mai in West-Jerusalem eröffnet, bis Jahresende werde zudem ein tschechisches Zentrum in der Stadt eingerichtet, teilte das Außenministerium in Prag am Mittwoch mit. Der tschechische Präsident Milos Zeman bekräftigte unterdessen seine Absicht, die tschechische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
Das Anfang der 90er Jahre in Jerusalem eröffnete tschechische Honorarkonsulat war 2016 nach dem Tod des Honorarkonsuls geschlossen worden. Die Entscheidung, dieses wiederzueröffnen, habe "keinen Einfluss auf eine endgültige Vereinbarung hinsichtlich  ", hieß es vom Außenministerium in Prag. Tschechien stehe "vollkommen hinter der gemeinsamen Haltung der EU, welche Jerusalem als zukünftige Hauptstadt zweier Staaten, des Staates Israel und des zukünftigen Palästinenserstaates" ansehe.

+++ 5.07 Uhr: Macron äußert sich pessimistisch zu Iran-Abkommen +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich zum Abschluss seines USA-Besuchs äußerst pessimistisch zur Zukunft des -Abkommens gezeigt. Zwar wisse er nicht genau, was US-Präsident Donald Trump bezüglich des Abkommens entscheiden werde, er rechne aber mit einer Aufkündigung der Vereinbarung durch Trump, sagte Macron am Mittwoch laut US-Medienberichten bei einer Pressekonferenz in Washington.
Er glaube, dass Trump "diese Vereinbarung aus innenpolitischen Gründen eigenständig loswerden wird", sagte Macron. Er sei nicht "eingeweiht", höre aber zu, was Trump sage. "Und es erscheint mir so, dass er nicht besonders erpicht darauf ist, es zu verteidigen", sagte Macron mit Blick auf das Abkommen.
Trump droht mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran, sollte die Besorgnis über das iranische Raketenprogramm und die Rolle des Landes in regionalen Konflikten nicht stärker thematisiert werden. Er muss bis zum 12. Mai aufgrund der Vorgaben eines US-Gesetzes entscheiden, ob er die im Rahmen der Atom-Vereinbarung ausgesetzten Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzt oder nicht. Zwar versuchen die Europäer, Trump davon zu überzeugen, die Vereinbarung beizubehalten, Macron signalisierte Trump während seines dreitägigen Staatsbesuchs aber Entgegenkommen. Beide plädierten am Dienstag dafür, mit dem Iran ein "neues Abkommen" auszuarbeiten.

rös / DPA / AFP