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News des Tages: Boris Johnson führt weiter bei Wahl zum neuen Premierminister - Raab raus

Arbeitgeber dürfen Gelnägel aus Hygienegründen untersagen +++ Merkel zittert bei Selenskyj-Empfang +++ Senat beschließt Eckpunkte für Mietendeckel in Berlin +++ BGH: Geldabheben am Schalter darf extra kosten +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Tory-Spitzenkandidat Boris Johnson

Tory-Spitzenkandidat Boris Johnson

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Boris Johnson kann Führung bei Tory-Wahl behaupten (19.09)
  • Arbeitgeber dürfen Gelnägel aus Hygienegründen untersagen (16.03 Uhr)
  • Merkel zittert bei Selenskyj-Empfang - Wassermangel (14.18 Uhr)
  • Senat beschließt Eckpunkte für Mietendeckel in Berlin (13.55 Uhr)
  • 670 Kilogramm Heroin in Brandenburg sichergestellt (12.25 Uhr)
  • BGH: Geldabheben am Schalter darf extra kosten (10.50 Uhr)
  • US-Patient nach Stuhltransplantation gestorben (8.23 Uhr)
  • Terrorvideo verbreitet: Neuseeländer muss in Haft (6.33 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 22.25 Uhr: US-Behörden gelingt gigantischer Drogenfund +++ 

Den US-Behörden ist ein Drogenfund von historischen Ausmaßen gelungen. Im Hafen von Philadelphia beschlagnahmten sie rund 16,5 Tonnen Kokain, wie der Bundesanwalt William McSwain am mitteilte. Er bezeichnete dies als "eine der größten Beschlagnahmungen von Drogen in der Geschichte der Vereinigten Staaten". Das Kokain hätte der Staatsanwaltschaft zufolge bei einem Verkauf auf der Straße einen Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Dollar (890 Millionen Euro). Es wurde an Bord eines Schiffes entdeckt, zu dessen Namen und Herkunft die Ermittler zunächst keine Angaben machten. Mitglieder der Besatzung seien festgenommen worden. 

Nach Informationen des Senders NBC News war die Drogenfracht in sieben Containern des Schiffs "MSC Gayane" versteckt, das zuvor in Chile, Panama und den Bahamas gewesen sei. Laut der Regionalzeitung "Philadelphia Inquirer" machte der Frachter in der Stadt an der US-Ostküste einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Europa.

+++ 20.13 Uhr: Gericht: In Österreich darf in Kneipen noch weiter geraucht werden +++ 

In Österreich darf in Gaststätten weiter geraucht werden - zumindest vorerst. Der Verfassungsgerichtshof hat die bestehende Regelung, laut der in abgetrennten Gasträumen noch geraucht werden darf, nicht gekippt. Da inzwischen aber politisch der Weg für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie frei ist, ist die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs nur kurz von Bedeutung. Schon Anfang Juli wird das Parlament voraussichtlich das Verbot beschließen.

+++ 19.09 Uhr: Dominic Raab bei Wahl zu Tory-Parteichef raus - Boris Johnsons Führung gestärkt +++ 

Die Abgeordneten der britischen Konservativen haben am Dienstag in einer zweiten Abstimmungsrunde im Rennen um das Amt des Parteichefs und künftigen Premierministers den ehemaligen Brexit-Minister Dominic Raab rausgewählt. Laut BBC erhielt er 30 Stimmen, 33 waren notwendig gewesen, um weiter zu kommen. Der Favorit Boris Johnson, Londos Ex-Bürgermeister und ehemaliger Außenminister, konnte seine Führung behaupten und kam auf 126 Stimmen. Im Rennen sind noch Jeremy Hunt, Michael Gove, Rory Stewart und Sajid Javid.

Die verbliebenen Kandidaten wollen sich am Abend (21 Uhr) einer TV-Debatte im BBC-Fernsehen stellen.

+++ 18.03 Uhr: Medien: Ermittler gehen im Fall Lübcke Hinweisen auf Mittäter nach +++ 

Im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten von Kassel Walter Lübcke gehen die hessischen Ermittler der Frage nach, ob der tatverdächtige Stephan E. einen Mittäter hatte. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Dies ergebe sich laut Recherchen aus einer Zeugenaussage, wonach sich vom Tatort zwei Autos sehr schnell entfernt haben sollen. 

+++ 17.36 Uhr: Deutscher missbraucht Kinder auf Philippinen: Haft und Sicherungsverwahrung +++ 

Wegen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger auf den Philippinen ist ein 53-Jähriger in Frankfurt zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt ging am Dienstag von 45 Straftaten aus. Neben dem Missbrauch selbst wurde auch die "Verabredung zum Verbrechen" geahndet: Der Mann rief vor den Treffen Eltern oder Verwandte der Opfer an und äußerte spezielle Wünsche.

Der Deutsche hielt sich seit 2009 dauerhaft auf den Philippinen auf und kehrte er Ende 2017 nach Deutschland zurück. Anfang 2018 wurde er festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab. 

+++ 17.27 Uhr: Siemens streicht weltweit 2700 Stellen in Kraftwerksparte - 1400 in Deutschland +++ 

Der Industriekonzern Siemens streicht in seiner Kraftwerksparte weltweit 2700 Stellen, darunter 1400 in Deutschland. Die Maßnahmen sollten "sozialverträglich umgesetzt" werden, kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Siemens hatte Anfang Mai angekündigt, seine Kraftwerksparte abzuspalten.

+++ 17.15 Uhr: Rumäniens Regierung übersteht Misstrauensantrag der Opposition +++ 

Rumäniens sozialliberale Regierung von Ministerpräsidentin Viorica Dancila hat einen Misstrauensantrag der bürgerlichen Opposition überstanden. Für den Antrag stimmten nur 200 Abgeordnete und Senatoren beider Parlamentskammern. Für eine Absetzung der Regierung wären 233 Stimmen notwendig gewesen. Die Opposition hatte den Misstrauensantrag unter anderem mit der auch von der EU kritisierten Justizpolitik der Regierung begründet. Hintergrund ist ein Streit um die Lockerung des Korruptionsstrafrechts. 

+++ 16.03 Uhr: Gerichtsurteil: Arbeitgeber dürfen Gelnägel aus Hygienegründen untersagen +++

Arbeitgeber dürfen das Tragen von langen, künstlichen und lackierten Fingernägeln aus Hygienegründen verbieten. Wie das Arbeitsgericht Aachen laut Mitteilung entschied, durfte die Chefin eines Altenheims ihrer Angestellten das Tragen von deren Gelnägeln untersagen. Die Angestellte hatte dagegen geklagt und argumentiert, die Anweisung wirke sich auch auf ihr persönliches Erscheinungsbild in der Freizeit aus und verletzte sie deshalb in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht.    

Die Arbeitgeberin verwies darauf, dass das Verbot der Gelnägel aus Gründen der Hygiene zum Schutz der Bewohner zwingend erforderlich sei. Die Richter gaben ihr nun Recht. Das Interesse der Klägerin an der freien Gestaltung ihres äußeren Erscheinungsbildes müsse hinter dem Interesse der Arbeitgeberin, die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden der ihr anvertrauten Bewohner bestmöglich zu schützen, zurücktreten.

+++ 15.57 Uhr: Tsunami-Warnung in Japan nach Beben der Stärke 6,8 +++

Nach einem Beben der Stärke 6,8 haben die japanischen Behörden eine Tsunami-Warnung für den Nordwesten des Landes ausgegeben. Die Meteorologiebehörde des Landes teilte mit, es sei mit einer ein Meter hohen Flutwelle nördlich von Tokio zu rechnen. Das Beben hatte sich demnach vor der Küste der Präfektur Yamagata ereignet.

+++ 15.40 Uhr: Regierung scheitert mit Eilantrag auf Herausgabe von "Gorch Fock" +++

Im Gezerre um das Segelschulschiff "Gorch Fock" hat die Bundesregierung eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Bremen lehnte ihren Antrag ab, die Bredo-Werft umgehend zur Herausgabe des Schiffs zu zwingen. Der Antrag auf eine entsprechende einstweilige Verfügung habe sich "auf eine - im Ergebnis unzulässige - Vorwegnahme der Entscheidung im Hauptsacheverfahren gerichtet", begründete das Gericht seine Entscheidung.    

Die Bredo-Werft will dem Gericht zufolge die "Gorch Fock" derzeit nicht herausgeben, weil sie noch Geld von der Regierung haben will. Das Segelschulschiff liegt seit geraumer Zeit zur Reparatur in der Bredo-Werft. Eigentlicher Auftragnehmer für die Sanierung ist die Elsflether Werft. Diese ging zwischenzeitlich insolvent.

+++ 14.18 Uhr: Merkel zittert bei Selenskyj-Empfang - Wassermangel +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei dem Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert. Während sie gemeinsam mit Selenskyj auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete, begannen ihre Beine und ihr Körper heftig zu zittern. Als sie mit dem Präsidenten dann die Formation abschritt, hatte sich das Zittern sichtbar wieder gelegt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Wolodymyr Selensky

Merkel sagte bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj, sie habe inzwischen drei Gläser Wasser getrunken - das habe ihr offenbar gefehlt. Wie man sehe, gehe es ihr wieder sehr gut. Selenskyj sagte, er habe bei dem Vorfall neben Merkel gestanden. Er ergänzte: "Sie war in voller Sicherheit." Die Kanzlerin hatte schon früher bei ähnlichen Gelegenheiten ein solches Zittern gezeigt - damals war als Ursache Wassermangel bei großer Hitze genannt worden.

+++ 13.55 Uhr: Senat beschließt Eckpunkte für Mietendeckel in Berlin +++

Der rot-rot-grüne Senat in Berlin hat sich auf Eckpunkte für einen Mietendeckel in der Hauptstadt geeinigt. Nach DPA-Informationen wurde ein entsprechendes Eckpunktepapier mit geringfügigen Änderungen beschlossen. Details sollte es in einer Pressekonferenz geben, die sich am Mittag zunächst verzögerte. Der nächste Schritt nach den Eckpunkten wäre ein Gesetzentwurf.

+++ 13.46 Uhr: Iran verkündet Aufdeckung von CIA-Spionagenetzwerk +++

Der Iran hat die Aufdeckung eines neuen Spionagenetzwerks des US-Auslandsgeheimdiensts CIA gemeldet. "Aufgrund von Hinweisen in den amerikanischen Geheimdiensten haben wir kürzlich die neuen Rekruten gefunden, die die Amerikaner angeheuert haben, und ein neues Netzwerk zerschlagen", sagte ein iranischer Geheimdienstvertreter laut der Nachrichtenagentur Irna. Mehrere Spione seien festgenommen worden.

Laut dem Irna-Bericht wurde der Einsatz gegen das CIA-Netzwerk in Zusammenarbeit mit "ausländischen Verbündeten" ausgeführt. Nähere Informationen zur Zahl der Agenten oder zu ihren Aktivitäten machte die Nachrichtenagentur nicht.

+++ 13.24 Uhr: Japan vertreibt hunderte nordkoreanische Fischerboote +++

Die japanische Küstenwache hat 318 Fischerboote aus Nordkorea aus seiner ausschließlichen Wirtschaftszone nördlich der Halbinsel Noto gedrängt. Die Fischer hätten seit Mai versucht, dort illegal Tintenfische zu fangen, hieß es in einer Mitteilung. Die Küstenwache forderte demnach die Boote mehrfach zum Verlassen der Zone auf. Patrouillenschiffe richteten Wasserkanonen auf 50 Boote, die die Warnungen ignoriert hätten.

+++ 13.23 Uhr: Stegner bleibt SPD-Fraktionschef in Schleswig-Holstein +++

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Ralf Stegner bleibt Fraktionschef der Sozialdemokraten im Landtag von Schleswig-Holstein. Der 59-Jährige wurde von der Fraktion in Kiel im Amt bestätigt. Für Stegner stimmten 14 Abgeordnete. Er erhielt - obwohl er keinen Gegenkandidaten hatte - aber auch 6 Gegenstimmen. Es gab zudem eine Enthaltung. "Die Zeiten sind im Augenblick nicht für Schönwetterergebnisse und auch nicht für Schönwetterführung", sagte Stegner nach seiner Wiederwahl.

+++ 13.14 Uhr: BKA: 34 Rechtsextremisten gelten momentan als Gefährder +++

Das Bundeskriminalamt stuft derzeit 34 Personen aus dem rechten Spektrum als Gefährder ein. 112 weitere gelten als sogenannte relevante Personen, sagte BKA-Präsident Holger Münch in Berlin. Die Zahlen seien gestiegen, im Jahr 2016 seien noch 24 Personen als Gefährder eingestuft gewesen. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang sagte, seine Behörde gehe von momentan 12.700 gewaltbereiten Rechtsextremisten aus. Es sei nahezu unmöglich, diese alle rund um die Uhr im Blick zu behalten.

+++ 13.07 Uhr: Kind im Mutterleib gestorben - Angeklagter gesteht Schläge +++

Ein 36-Jähriger, der seine schwangere Partnerin so schwer misshandelt haben soll, dass ihr Kind im Mutterleib starb, hat die Tat zum Prozessauftakt zum Teil gestanden. "Ich habe einen Ast von einem Baum abgerissen und sie damit auf Kopf und Taille geschlagen", sagte der Angeklagte vor dem Landgericht Mannheim. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Ende September 2018 betrunken mit seiner Lebensgefährtin über deren angebliche Affären gestritten und diese geschlagen, getreten und schließlich vergewaltigt zu haben. Der 36-Jährige soll zudem verhindert haben, dass die Frau ärztlich versorgt wird. Das ungeborene Kind soll in der 26. Woche im Mutterleib gestorben sein. Die Tritte und die Vergewaltigung bestritt der Mann.

+++ 12.53 Uhr: Bestseller-Autor Camilleri weiterhin in kritischem Zustand +++

Der italienische Bestseller-Autor Andrea Camilleri befindet sich nach einem Kreislauf- und Atemstillstand weiter in kritischem Zustand. Der 93-Jährige müsse weiterhin beatmet werden, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Krankenhauses Santo Spirito in Rom. "Der Patient ist nicht bei Bewusstsein", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Kardiologen Roberto Ricci, der die Presse über den Zustand des Schriftstellers unterrichtete. Camilleri ist vor allem für die Krimis mit dem Kommissar Salvo Montalbano bekannt. Am Montag war er überraschend ins Krankenhaus gebracht worden.

+++ 12.25 Uhr: 670 Kilogramm Heroin in Brandenburg sichergestellt +++

Brandenburger Zollfahnder haben eine Rekordmenge Heroin entdeckt. Der Fund könnte mit rund 670 Kilogramm die mit Abstand größte entdeckte Einzelmenge in Deutschland seit Jahrzehnten sein. Am Dienstagnachmittag wollen Frankfurter Staatsanwaltschaft und das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg über Details zu dem Fund informieren, wie die Behörde mitteilte. 

Einen Bericht der "Berliner Morgenpost" zufolge soll das Rauschgift in einem Lastwagen bei einem Einsatz in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni kurz nach der deutsch-polnischen Grenze sichergestellt worden sein. Weder Staatsanwaltschaft noch Zoll wollten sich zunächst dazu äußern und verwiesen auf die Pressekonferenz. 

+++ 11.40 Uhr: Mann nach Drohung gegen Straßenbahnfahrer in Oslo angeschossen +++

Ein Mann hat in der norwegischen Hauptstadt Oslo den Fahrer einer Straßenbahn mit einem Messer bedroht und ist daraufhin von der Polizei angeschossen worden. Die zuständigen Polizisten hätten zunächst einen Warnschuss abgegeben und dann auf den Täter geschossen, teilte die Osloer Polizei auf Twitter mit. Der Mann sei ins Bein getroffen und ins Krankenhaus gebracht worden. Er habe angegeben, dass sich eine Handgranate in seiner Einkaufstasche befinde. Bombenexperten hätten diese Tasche aber durchsucht und keine gefährlichen Gegenstände gefunden. Die Polizei habe die Situation unter Kontrolle, der Täter sei bei Bewusstsein.

+++ 10.50 Uhr: BGH: Geldabheben am Schalter darf extra kosten - aber nicht zuviel +++

Banken und Sparkassen dürfen fürs Abheben und Einzahlen am Schalter grundsätzlich eine Extra-Gebühr kassieren. Diese darf aber nur so hoch sein wie die tatsächlich entstandenen Kosten. Das haben die obersten Zivilrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe entschieden. (Az. XI ZR 768/17)

Für Bankkunden ist das zunächst eine Verschlechterung. Denn früher hatte der BGH die Linie vertreten, dass eine Gebühr fürs Abheben am Schalter nur zulässig ist, wenn fünf Transaktionen im Monat kostenlos möglich sind. 2009 hat sich allerdings die Rechtslage geändert. Seither darf für jeden Zahlungsdienst ohne Einschränkung ein Entgelt verlangt werden. Das setzten die Richter mit ihrem Urteil nun um.

+++ 10.35 Uhr: Früherer Bankvorstand in Bayern soll zwei Millionen Euro veruntreut haben +++

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer Bank in Bayreuth soll rund zwei Millionen Euro veruntreut haben. Der 50-Jährige befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Polizei mit. Er soll das Geld aus dem Vermögen der Bank seit 2017 für sich verwendet haben. Der Mann habe die Bankbuchführung verschleiert und Kontoauszüge manipuliert, um seine Tat geheimzuhalten. In der vergangenen Woche wurde der Mann festgenommen, Ermittler durchsuchten sein Anwesen sowie die betroffene Bank. Er sitzt inzwischen in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt ein, wie die Polizei mitteilte.

+++ 10.09 Uhr: Frau in Offenbach im Auto erschossen - Tatverdächtiger festgenommen +++

Im Fall einer Anfang Mai in Offenbach getöteten 44-Jährigen ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Das teilte  die Polizei in Offenbach mit ohne zunächst weitere Details zu nennen. Die Frau war in ihrem Auto in der Innenstadt erschossen worden. Zunächst hatte die "Bild"- Zeitung berichtet. 

Die Beamten hatten nach der Tat nach einem 42-Jährigen gesucht. Ob es sich bei dem nun Festgenommenen um diesen Mann handelt, war zunächst nicht bekannt. Nach der Tat erlag die Frau in einem Rettungswagen ihren schweren Verletzungen. Sie hatte laut Staatsanwaltschaft am Straßenrand geparkt und auf ihr Kind gewartet.

+++ 9.53 Uhr: BGH: Ex-Partner muss geschenktes Geld nur ausnahmsweise zurückgeben +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) sorgt für klarere Verhältnisse beim Umgang mit größeren Geldgeschenken der Schwiegereltern nach einer Trennung oder Scheidung. Der Ex-Partner muss seinen Anteil nur dann zurückzahlen, wenn die Beziehung ungewöhnlich schnell in die Brüche geht, wie aus einem verkündeten Urteil hervorgeht. In allen anderen Fällen treffe die Redensart "Geschenkt ist geschenkt" die Rechtslage recht gut, sagte der Vorsitzende Richter Peter Meier-Beck in Karlsruhe. Das Risiko, dass die Beziehung nicht ewig halte, gehe der Schenker ein. (Az. X ZR 107/16)

Ob das Paar verheiratet war oder ohne Trauschein zusammenlebte, spielt für die obersten Zivilrichter keine Rolle. Wer ein Grundstück verschenke oder Geld dafür, hege typischerweise die Erwartung, dass die Immobilie "zumindest für einige Dauer" gemeinsam genutzt werde, hieß es zur Begründung. 

+++ 9.45 Uhr: EuGH: Deutsche Pkw-Maut verstößt gegen EU-Recht +++

Die deutsche Pkw-Maut ist nicht mit EU-Recht vereinbar. Die Abgabe sei gegenüber Fahrzeughaltern aus dem Ausland diskriminierend, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg.

+++ 8.44 Uhr: Vermisster französischer Wanderer in Oberbayern tot aufgefunden +++

Ein seit Ende Mai vermisster französischer Wanderer ist nahe Berchtesgaden in Oberbayern tot aufgefunden worden. Der 27-Jährige wurde am Montag auf etwa 1400 Metern Höhe abseits der Wanderwege auf steilem Waldgelände von einem Polizeibergführer entdeckt und von der Bergwacht geborgen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizeiinspektion Berchtesgaden geht von einem tödlichen Bergunfall ohne Fremdverschulden aus. Der junge Mann machte demnach mit seiner Mutter in Oberbayern Urlaub, war bei der Besteigung des Kehlsteins aber allein unterwegs. Die näheren Umstände sowie die Todesursache sollen bei den Ermittlungen geklärt werden.

+++ 8.23 Uhr: Patient nach Stuhltransplantation in den USA gestorben +++

In den USA ist ein Patient bei einer klinischen Studie nach einer Stuhltransplantation an einer Infektion mit einem multiresistenten Bakterium gestorben. Ein zweiter Patient sei erkrankt, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit. Die Stuhlprobe des Spenders sei zuvor nicht auf diese Bakterien hin untersucht worden, hieß es. Weitere Details gab die FDA zunächst nicht bekannt. 

Zahlreiche ähnliche Studien würden nun solange unterbrochen, bis die Beteiligten nachweisen könnten, dass die Proben ausreichend untersucht würden, sagte Peter Marks von der FDA der "New York Times". In Deutschland seien die Sicherheitsanforderungen bei solchen Studien bereits "sehr hoch", sagte Maria Vehreschild von der Universität Köln. Sie sei deshalb "zuversichtlich", dass solche Komplikationen in Deutschland vermieden werden könnten. 

+++ 8.03 Uhr: Schießerei bei Meisterfeier der Toronto Raptors +++

Zehntausende Fans haben in Toronto den ersten NBA-Titel für das heimische Basketball-Team der Raptors begeistert gefeiert. Fünf offene Doppeldeckerbusse mit der Mannschaft und ihren Familien hatten am Montag Mühe, sich bei der Parade in der kanadischen Metropole den Weg durch die Menschenmassen zu bahnen. Am Rande der Veranstaltung kam es allerdings zu einem Zwischenfall: Zwei Menschen seien angeschossen und schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zwei Menschen seien festgenommen worden. Weitere Details teilte die Polizei zunächst nicht mit.

+++ 7.48 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Fährunglück in Indonesien +++

Bei einem Fährunglück vor der Küste der indonesischen Insel Java sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Rund 50 Menschen seien an Bord des Bootes gewesen, als es am Montag bei rauer See nahe der Insel Madura gekentert sei, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. 31 Menschen hätten das Unglück überlebt, drei weitere würden noch vermisst.    

"Das Boot wurde von einer großen Welle erfasst, kenterte und sank", erklärte die Polizei. Fischer hätten das zehn Meter lange Schiff kurz nach dem Unglück entdeckt. Örtlichen Berichten zufolge könnte es noch mehr Opfer gegeben haben. Das Boot sei möglicherweise überladen gewesen, erklärte der Polizeisprecher.

+++ 6.33 Uhr: 21 Monate Haft für Neuseeländer wegen Verbreitung von Terrorvideo +++

Wegen Verbreitung eines Terrorvideos ist ein mutmaßlicher Rechtsextremist in Neuseeland zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Besitzer eines Geschäfts, das mit Neonazi-Symbolen wirbt, hatte das Video des Anschlags auf zwei Moscheen mit 51 Toten Mitte März in Christchurch an Bekannte weitergeleitet. Ein Gericht in der neuseeländischen Stadt verhängte deshalb die Haftstrafe gegen den 44-Jährigen.

Der Anschlag war vom Täter mit einer Helmkamera gefilmt und über ein Facebook-Konto live im Internet übertragen worden. Der Geschäftsmann aus Christchurch leitete die Aufnahmen am nächsten Tag an 30 Bekannte weiter. Zudem gab er in Auftrag, das Video mit einem "Totenzähler" zu versehen - einer Art Strichliste, wie viele Leute ermordet worden waren. Daraufhin wurde er festgenommen.

+++ 3.44 Uhr: Staatsfernsehen: Mursi starb an Folgen eines Herzinfarkts +++

Der frühere ägyptische Präsident Mohammed Mursi soll an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben sein. Das berichtete das ägyptische Staatsfernsehen. Der seit Jahren inhaftierte 67-Jährige war nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft am Montag bei einer Gerichtsanhörung zusammengebrochen und später im Krankenhaus gestorben. Mursis Partei Freiheit und Gerechtigkeit - der politische Arm der Muslimbruderschaft - sprach von einem "Mord". Die schlechten Haftbedingungen Mursis hätten das Ziel gehabt, den Ex-Präsidenten langsam zu töten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte von den Behörden eine sofortige Untersuchung zum Tod des Ex-Staatschefs.

+++ 2.50 Uhr: Strafmaß gegen Drogenboss "El Chapo" Guzmán wird später verkündet als geplant +++

Das Strafmaß gegen den in den USA inhaftierten mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán wird mehrere Wochen später verkündet als geplant. Anstelle des 25. Juni werde als Termin nun der 17. Juli anvisiert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von Brooklyn. Guzmán war am 12. Februar nach einem dreimonatigen Mammutverfahren in New York verurteilt worden. Laut Klageschrift soll das berüchtigte Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen anderer Drogen in die USA geschmuggelt haben. Dem 62-Jährigen droht lebenslange Haft.

+++ 2.20 Uhr: UN: Mehr sauberes Trinkwasser und Toiletten - aber Qualität dürftig +++

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben nach einem Fortschrittsbericht der Vereinten Nationen weiterhin keine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Gut vier Milliarden Menschen hätten immer noch keine Toiletten mit angemessener Entsorgung der Fäkalien, berichteten das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

+++ 1.12 Uhr: Mehrere Tote bei Erdbeben im Südwesten China +++

Bei einem schweren Erdbeben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. 122 Menschen wurden nach ersten Zählungen verletzt, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Das Beben, dessen Epizentrum am Montagabend in der Gemeinde Changning nahe der Stadt Yibin lag, erreichte die Stärke von 6,0. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Die Behörden begannen die Bergungs- und Rettungsarbeiten. Es seien umgehend 5000 Zelte und 10 000 Feldbetten ins Erdbebengebiet geschickt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

vit /rw / DPA / AFP