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News des Tages: Dänemark dank furiosem 5:1 in Irland für WM in Russland qualifiziert

Drei Tote durch Schüsse an US-Schule +++ Rentenbeitrag sinkt wohl auf 18,6 Prozent +++ 79 Flüchtlinge aus Lastwagen befreit +++  Rund 50 Hinweise auf RAF-Trio +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Dänemarks Fans feiern - sie können zur Fußball-WM nach Russland fahren

"We are red, we are white, we are danisch Dynamite!" Dänemarks Fans feiern in Dublin die Qualifikation für die Fußball-WM 2018.

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 22.35 Uhr: Dänemark qualifiziert sich für die Fußball-WM in Russland +++

Dank eines furiosen 5:1-Siegs in Dublin über Irland hat sich Dänemark für die Fußball-WM im kommenden Jahr in Russland qualifiziert. Die Tore erzielten Christian Eriksen (3), der Ex-Gladbacher Andreas Christensen und der Ex-Wolfsburger Nicklas Bendtner. Shane Duffy hatte Irland früh mit 1:0 in Führung gebracht. Im Hinspiel in Kopenhagen hatte es keine Tore gegeben. Damit sind nun alle Startplätze Europas für die WM vergeben. In den anderen Relegationsspielen hatten sich die Schweiz (gegen Nordirland), Kroatien (gegen Griechenland) und überraschenderweise Schweden (gegen Italien) durchgesetzt.

+++ 19.33 Uhr: Schüsse in US-Schule: drei Tote  +++

Bei einer Schießerei an einer Schule in Kalifornien sind laut Medienberichten mindestens drei Menschen getötet worden. Die Schießerei ereignete sich demnach an einer Grundschule in einer ländlichen Gegend im Norden des US-Bundesstaats. Berichten zufolge soll der Täter von der Polizei erschossen worden sein. Über die Identität der Toten - und ob darunter womöglich Kinder sind - gibt es noch keine verlässlichen Angaben.


+++ 17.46 Uhr: Niqab- und Burkaverbot an Schulen in Sachsen-Anhalt +++

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will Gesichtsschleier aus Klassenzimmern und Wahlkabinen verbannen. Das Kabinett billigte Pläne für ein solches Burkaverbot an Schulen. Es sei wichtig, von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren und nicht durch einen Schleier, erklärte Regierungssprecher Matthias Schuppe. Ein solches Burkaverbot war in der schwarz-rot-grünen Koalition lange umstritten, erst vor kurzem hatten die Grünen ihren Widerstand aufgegeben. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sieht im Verbot der Vollverschleierung im Klassenzimmer keinen Eingriff in die Religionsfreiheit. 


+++ 17.10 Uhr: Aktie italienischer Sportzeitung stürzt nach WM-Quali-Aus ab +++

Der Kurs der Mediengruppe RCS an der Mailänder Börse ist am Dienstag eingebrochen - einen Tag nach dem Aus der italienischen Fußballnationalmannschaft in der Qualifikationsrunde für die WM 2018. RCS ist Eigentümer der wichtigsten italienischen Sportzeitung "La Gazetta dello Sport". Der Handel mit der Aktie wurde ausgesetzt, nachdem ihr Wert um 8,83 Prozent auf 1,115 Euro gefallen war. Die italienische Auswahl hatte Montagabend nach einem torlosen Unentschieden gegen Schweden das Ticket für die Fußballweltmeisterschaft in Russland 2018 verpasst. Es ist das erste Mal seit 1958, dass der vierfache Weltmeister Italien nicht an einer WM-Endrunde teilnimmt. Für die Werbeeinnahmen von auf Sport spezialisierten Medien sind die großen Wettbewerbe enorm wichtig

+++ 14.56 Uhr: Höxter-Mordprozess: Angeklagter gesteht laut Gutachter Teilschuld +++

Überraschung im Mordprozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter: Der Angeklagte hat nach Angaben eines Gutachters eine Teilschuld eingestanden. Bei einem der beiden Todesfälle gebe Wilfried W. unterlassene Hilfeleistung zu, berichtete der psychiatrische Gutachter Michael Osterheider im Landgericht Paderborn. Bislang hatte Wilfried W. alle Schuld von sich gewiesen. Außerdem werfe er sich vor, die Gewalt nicht unterbunden zu haben.

Über Jahre hinweg sollen Wilfried W. und Angelika W. mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien. Wilfried W. und Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Der Verteidiger von Wilfried W., Detlev Binder, warf dem Gutachter nach seiner Aussage "grob schlampige Arbeit" vor und lehnte den Professor der Uni Regensburg erneut als Gutachter ab.

+++ 14.31 Uhr: AfD ruft Mitglieder zum Verlassen von rechter Facebook-Gruppe auf +++

Die AfD-Spitze hat alle Parteimitglieder aufgefordert, eine geschlossene rechte Facebook-Gruppe mit dem Namen "Die Patrioten" zu verlassen. In einem Beschluss des Bundesvorstandes, der diese Woche per Rundbrief an alle Mitglieder ging, heißt es zur Begründung, in Dialogen und Diskussionen dieses Forums seien zum Teil "Kommentare zu lesen, die mit dem Selbstverständnis der AfD und unserem Grundsatzprogramm nichts (mehr) zu tun haben". Durch Mitgliedschaft in dieser Gruppe werde der Eindruck erweckt, "man würde dem dort geäußerten Gedankengut möglicherweise neutral gegenüberstehen, es billigen oder diesem sogar zustimmen".

Der "Tagesspiegel" hatte in der vergangenen Woche berichtet, mindestens 14 Mandatsträger der AfD aus Bundestag und Landtagen hätten in der Gruppe eigene Beiträge gepostet oder Beiträge anderer Nutzer kommentiert. Einige der mehr als 27.000 Mitglieder der öffentlich nicht zugänglichen Gruppe posten das AfD-Logo als Teil ihres Profilbildes.

+++ 14.25 Uhr: Privater Raumfrachter "Cygnus" erreicht ISS +++

Der private Raumfrachter "Cygnus" hat nach rund zweitägiger Reise erfolgreich an der Internationalen Raumstation angedockt. "Cygnus" sei an der ISS angekommen und befestigt worden, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Betreiberfirma Orbital ATK mit. Der Frachter war am Sonntag an Bord einer "Antares"-Rakete von der Wallops Flight Facility der Nasa in Virginia gestartet.

"Cygnus" bringt rund 3400 Kilogramm Proviant, Kleidung und anderen Nachschub mit. Während der Frachter an der Raumstation angedockt ist, wird er den ISS-Bewohnern zudem als Arbeitsraum für wissenschaftliche Experimente dienen - das bietet ihnen zusätzliche 27 Kubikmeter Raum. Nach dem Abdocken in der ersten Dezemberwoche wird der dann mit Müll beladene Transporter mehrere Kleinsatelliten aussetzen, bevor er schließlich beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht. Es ist der achte Transportflug von Orbital ATK im Auftrag der Nasa. 

+++ 14.23 Uhr: Zwei Bundeswehrsoldaten in Mali verletzt +++

Bei einem Einsatz zum Schutz eines Bundeswehrcamps in der ehemaligen Rebellenhochburg Gao in Mali sind zwei deutsche Soldaten durch eigene Kameraden versehentlich verletzt worden. Während der Vorbereitung zu dem Einsatz sei es "zu einer ungewollten Schussabgabe innerhalb eines Transportpanzers Fuchs" gekommen, teilte die Bundeswehr mit. Dabei seien die deutschen Soldaten "nicht bedrohlich" verletzt worden. Zuvor sei am Zaun des Camps eine Person gemeldet worden, die versucht habe, einzudringen. Die Alarmeinheit des deutschen Einsatzkontingents der UN-Mission Minusma habe die Person schließlich festgesetzt.

Die Weiten der Sahara im Norden Malis gelten als Rückzugsgebiet islamistischer Terrorgruppen. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf UN-Truppen, malische Soldaten und Zivilisten. Die Bundeswehr beteiligt sich mit rund 900 Soldaten an der UN-Friedensmission zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes und ist in Gao stationiert.

+++ 13.38 Uhr: 1600 Euro verloren - Mann droht mit Klobürste +++

Auf dem Kundenparkplatz eines Verbrauchermarktes in Bayern hat ein Mann ein Kuvert mit 1600 Euro Bargeld verloren und ist danach beinahe durchgedreht. Angestellte des Unternehmens im schwäbischen Dillingen dachten, der 69-Jährige habe gesundheitliche Probleme. Sie verständigten deswegen den Rettungsdienst. Wie die Polizei mitteilte, floh der Mann beim Eintreffen der Sanitäter auf die Kundentoilette und drohte damit, Eindringlinge mit der Klobürste zu schlagen.

Als Polizeibeamte über die Trennwand schauten, sahen sie, dass der Mann mit der Toilettenbürste herumfuchtelte und das komplette Toilettenpapier abgewickelt hatte. Die Beamten setzten schließlich Pfefferspray ein, um ihn zur Aufgabe zu bewegen, und konnten dann die Tür von außen öffnen. Der Randalierer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Aber bereits im Krankenwagen dürfte es ihm wieder besser gegangen sein: Dort konnte ihm das Geld überreicht werden, das ein ehrlicher Finder abgegeben hatte.

+++ 13.30 Uhr: Prozess um Mord an Freiburger Studentin: Angeklagter wollte sich umbringen +++

Der nach dem Sexualmord an einer Studentin in Freiburg angeklagte Flüchtling Hussein K. hat im Gefängnis erneut versucht, sich umzubringen. Er habe leichte Schnittverletzungen an der linken Hand, sagte der medizinische Sachverständige Hartmut Pleines  vor dem Landgericht Freiburg. Trotz der Verletzungen sei Hussein K. weiter voll verhandlungsfähig. Der Prozess könne fortgesetzt werden. Nach dem Vorfall hatte Pleines den Angeklagten begutachtet. Justizangaben zufolge war es der dritte Suizidversuch des jungen Mannes seit seiner Festnahme im vergangenen Dezember.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, vor rund 13 Monaten in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und (0800) 1110222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.      

+++ 13.12 Uhr: UN nennen EU-Hilfe für libysche Küstenwache "unmenschlich" +++

Die Uno hat die EU-Hilfen für die libysche Küstenwache zum Abfangen von Flüchtlingen und Migranten im Mittelmeer scharf kritisiert. Dadurch sei die Zahl derer deutlich gestiegen, die unter entsetzlichen Bedingungen in Haftzentren eingepfercht seien, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. Viele würden nach eigenen Angaben von den Wachen geschlagen. Die EU-Politik sei "unmenschlich". Seine Mitarbeiter seien nach Besuchen in den Haftzentren schockiert gewesen, so Al-Hussein. "Sie sahen tausende ausgemergelte und traumatisierte Männer, Frauen und Kinder, übereinandergestapelt, weggeschlossen in Hallen ohne Versorgung mit dem Nötigsten und ihrer menschlichen Würde beraubt." Viele seien in den Fängen von Schleppern gewesen, gefoltert, vergewaltigt, entführt und ausgehungert worden. Ein Mann habe berichtet, es gebe keine Duschen, viele Menschen seien krank, viele lägen schon bewusstlos am Boden.

Italien und die EU unterstützen seit dem Sommer die libysche Küstenwache, die Flüchtlingsboote vermehrt an der Weiterfahrt nach Europa hindert und die Menschen in Libyen in Lager sperrt.

+++ 12.44 Uhr: 79 Flüchtlinge aus Lastwagen befreit +++

Die slowakische Polizei hat einen illegalen Flüchtlingstransport aufgedeckt, dessen Ziel Deutschland sein sollte. 78 Männer, Frauen und Kinder seien auf engstem Raum in zwei Lastautos zusammengepfercht gewesen, teilte eine Polizeisprecherin mit. Obendrein seien beide Lastautos verschlossen und verplombt gewesen. Beide Fahrer seien in Haft.

+++ 12.38 Uhr: Amazon schickt "Herr der Ringe" in Serie +++

Der "Herr der Ringe" wird zur Serie. Der US-Versand- und Streamingdienst Amazon hat die Rechte zur Verfilmung der literarischen Meisterwerke von J.R.R. Tolkien erworben, wie das Unternehmen mitteilte. Die Serie soll sich über mehrere Staffeln erstrecken. Ihre Handlung soll zeitlich vor "Die Gefährten", also dem ersten Teil von Tolkiens Fantasy-Trilogie, angesiedelt sein. Eine der spannenden Fragen wird sein, ob Amazon an den Mega-Erfolg der dreiteiligen Kinoverfilmung von "Herr der Ringe" unter der Regie von Peter Jackson anknüpfen kann. Finanziell legt sich der Streamingdienst jedenfalls gewaltig ins Zeug. Für die Filmrechte leistete Amazon an die Nachlassverwalter des britischen Autors nach Informationen des US-Filmmagazins "Deadline" eine Vorauszahlung von satten 200 Millionen Dollar (rund 170 Millionen Euro). Das Produktionsbudget dürfte nochmal bei zwischen 100 und 150 Millionen Dollar pro Staffel liegen. 

+++ 12.25 Uhr: 860.000 Wohnungslose in Deutschland +++

Nach einer neuen Schätzung ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung in Deutschland deutlich angestiegen. Im Jahr 2016 gab es geschätzt rund 422.000 Wohnungslose, teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mit. Im Vorjahr seien es zum Vergleich 367.000, im Jahr 2014 rund 335 .000 Menschen gewesen. Sie leben zumeist in Sammelunterkünften. Die Zahl der Obdachlosen ohne Unterkunft schätzt der Verband bundesweit auf 52 000 Menschen. Das sei rund ein Drittel mehr als 2014. Dazu kamen 2016 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft rund 436.000 anerkannte Flüchtlinge, die ohne eigene Bleibe in Gemeinschaftsunterkünften lebten. Rechnet der Verband beide Gruppen zusammen, kommt er für das Vorjahr auf geschätzte 860 000 Menschen ohne Wohnung.Die heute vorgestellten Zahlen zur Wohnungslosigkeit sind erschreckend", sagte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. "Aus unserer Sicht belegen die Zahlen vor allem, dass immer mehr Menschen wegen Einkommensarmut oder Überschuldung ihre Monatsmiete nicht bezahlen können."

+++ 12.23 Uhr: Hundert Macron-Anhänger verlassen Bewegung +++

Hundert bisherige Mitstreiter des französischen Präsidenten Emmanuel Macron haben den Rückzug aus seiner Bewegung "La République en Marche" (LREM) angekündigt. In einem vom Rundfunksender Franceinfo veröffentlichten Brief beklagen sie autoritäre Strukturen, die an das "Ancien Régime" der absolutistischen Herrscher Frankreichs erinnerten. Der Protest kommt kurz vor dem ersten Parteitag von LREM am Samstag.

In dem Brief der "100 Demokraten" heißt es, Macrons Bewegung habe seit seinem Amtsantritt im Mai ihre Prinzipien verraten. Statt Basisdemokratie habe sich eine "Herrschaft der Eliten" durchgesetzt. In dem Brief ist von "Arroganz" der LREM-Verantwortlichen die Rede sowie von "Drohungen" und "Einschüchterungsversuchen" gegenüber engagierten Mitgliedern.

+++ 12.16 Uhr: Deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg vor Belgien identifiziert +++

Das im Sommer vor der belgischen Küste entdeckte deutsche U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg ist identifiziert. Im vorderen Teil wurde ein Messingschild mit dem Namen des Bootes gefunden: UB-29. Dies teilte Carl Decaluwé, der zuständige Gouverneur von Westflandern, in Brügge mit. Anhand alter Besatzungslisten wisse man nun auch, dass sich 22 und nicht wie zunächst vermutet 23 Besatzungsmitglieder an Bord befanden.

Das Wrack der UB-II-Klasse für den küstennahen Einsatz war im Juni in der Nähe der belgischen Küstenstadt Ostende entdeckt worden. Im September machten die Behörden dies öffentlich und ließen das Boot von Unterwasserarchäologen untersuchen. Der Badeort Ostende wurde während des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918 immer wieder Ziel von Angriffen.

+++ 12.01 Uhr: Rentenbeitrag sinkt voraussichtlich auf 18,6 Prozent +++

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rente sinkt Anfang des kommenden Jahres voraussichtlich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Das teilte der Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Alexander Gunkel, in Würzburg mit.

+++ 11.23 Uhr: Mann will 150 Tafeln Schokolade aus Supermarkt stehlen +++

Heißhunger auf Schokolade? Ein 40 Jahre alter Mann hat in Hagen in Nordrhein-Westfalen versucht, 153 Tafeln Schokolade aus einem Supermarkt zu stehlen. Ein Mitarbeiter beobachtete den Mann dabei, wie er am Montag die Tafeln in eine Sporttasche packte und damit den Laden verlassen wollte. Der Supermarktangestellte habe den 40-Jährigen daraufhin festgehalten und die Polizei alarmiert, berichteten die Ermittler. Wieso der Mann so viel Schokolade klauen wollte, ist nicht bekannt.

+++ 11.27 Uhr: Hirsch landet bei Wildunfall auf dem Fahrersitz +++

Der tote Hirsch auf den Vordersitzen des schwer beschädigten Fahrzeugs

Der tote Hirsch auf den Vordersitzen des schwer beschädigten Fahrzeugs: Der Fahrer und sein Sohn wurden bei dem Unfall in Tirol verletzt

Ein Hirsch ist einem Mann in Tirol plötzlich vor das Auto gesprungen und hat die Windschutzscheibe durchschlagen. Das Tier landete schließlich auf dem Fahrersitz. Der Vater und sein Sohn aus Bayern waren mit ihrem Wagen auf dem Weg zu einer Skipiste, als das Unglück bei Kössen nahe der deutsch-österreichischen Grenze passierte. "Es gibt auf der Strecke in Kössen viele Wildunfälle, aber so etwas haben wir noch nie gesehen", sagte ein Polizeisprecher. Bilder zeigen den Hirsch auf dem Fahrer- und Beifahrersitz, das Geweih zum Teil eingekeilt im Lenkrad. Das Tier verendete im Wageninneren. Der 47 Jahre alte Fahrer und sein 15-jähriger Sohn wurden verletzt. Ein Hubschrauber flog den Vater ins Krankenhaus nach Traunstein, der Schüler wurde in ein Tiroler Spital gefahren. "Es ist großes Glück, dass nicht noch mehr passiert ist", so der Polizeisprecher.


+++ 10.40 Uhr: LKA erhält knapp 50 Hinweise auf RAF-Trio +++

Nach Veröffentlichung eines Fahndungsvideos mit ehemaligen RAF-Terroristen sind bereits knapp 50 Hinweise auf das Trio beim Landeskriminalamt Niedersachsen eingegangen. "Es gab auch Hinweise aus dem Ausland und zum Ausland", sagte ein LKA-Sprecher. "Alle Spuren werden jetzt bewertet."

Die wegen einer Überfallserie gesuchten Ernst-Volker Staub (63), Burkhard Garweg (49) und Daniela Klette (59) halten sich nach Vermutung der Ermittler womöglich im Mittelmeerraum oder in den Niederlanden auf. Sie sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Mit bislang unveröffentlichten Tatvideos hatte das LKA gestern einen neuen Fahndungsaufruf nach den früheren Linksterroristen gestartet. Die Polizei verdächtigt sie, mindestens neun Raubüberfälle in Norddeutschland begangen zu haben.

+++ 10.10 Uhr: Kaufland ruft Rotkohl zurück +++

Die Supermarktkette Kaufland hat einen Rotkohl ihrer Hausmarke K-Classic zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in einzelnen Gläsern Drahtstücke befinden, an denen sich Konsumenten verletzten könnten, erklärte das Unternehmen. Es handelt sich um den K-Classic Delikatess Rotkohl mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2020. Kaufland nahm den betroffenen Rotkohl bereits aus dem Sortiment. Wer das Produkt erworben hat, kann es in jeder Kaufland-Filiale zurückgeben, auch ohne Kassenbon, und bekommt sein Geld zurück.

+++ 10.02 Uhr: Madsen bleibt freiwillig in Untersuchungshaft +++

Der mordverdächtige dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen bleibt freiwillig in Untersuchungshaft. Er lasse die Haft um vier Wochen verlängern, sagte seine Anwältin der Zeitung "Ekstra Bladet". Ursprünglich sollte ein Gericht Morgen über eine Verlängerung der U-Haft entscheiden. Madsen wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall im Sommer an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Der 46-Jährige selbst spricht von einem Unfall. Er sei an Deck des Bootes gewesen, als Wall unten womöglich an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb. Die Leiche der 30-Jährigen wurde zerstückelt und mit mehreren Messerstichen im Unterleib im Meer gefunden. Madsen hat inzwischen zugegeben, den Körper zerteilt und über Bord geworfen zu haben, bestreitet aber weiterhin einen Mord. Der Prozess soll am 8. März beginnen.

+++ 9.56 Uhr: Polizei in NRW beklagt Schimmel und Mäuse in Dienstgebäuden +++

Die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen beklagt sich über Schimmel und Mäuse in Dienstgebäuden. "Die Arbeitsbedingungen sind teilweise unhaltbar und gesundheitsgefährdend", sagte GdP-Landeschef Arnold Plickert der "Rheinischen Post". Eine Mängelliste der Gewerkschaft zählt landesweit 18 Liegenschaften mit besonders drängenden Problemen auf. Beklagt werden demnach Schimmel und Schädlingsbefall, starke Geruchsbelästigungen sowie Mäuse. Stellenweise müssen sich der Liste zufolge 25 Polizisten eine mobile Dusche teilen.

+++ 9.35 Uhr: Jobcenter muss Hartz-IV-Empfängern nicht jede Wohnung bezahlen +++

Empfänger von Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf eine volle Übernahme ihrer Wohn- und Heizkosten. Es sei "verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber keinen Anspruch auf unbegrenzte Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung normiert hat", entschied das Bundesverfassungsgericht in einem heute in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss. Auch wenn "die grundlegende Lebenssituation eines Menschen" betroffen sei, ergebe sich "daraus nicht, dass auch jedwede Unterkunft im Fall einer Bedürftigkeit staatlich zu finanzieren und Mietkosten unbegrenzt zu erstatten wären".

+++ 08.54 Uhr: Spaziergänger findet hunderte Briefe +++

Ein Spaziergänger hat auf einem Feld in Niedersachsen hunderte Briefe und Paketsendungen gefunden. Der Mann informierte am Sonntag die Polizei, nachdem er nahe einer Bundesstraße bei Kalefeld "Papiermüll" entdeckt hatte, wie die Polizei in Bad Gandersheim jetzt mitteilte. Es handelte sich um Post für den Bereich Bad Grund, die ein Brief- und Kurierdienst hatte ausliefern sollen. Die Sendungen stammen vermutlich alle aus dem vergangenen April.

Mithilfe der internen Kennzeichnungen des Unternehmens konnte der verantwortliche Zusteller ermittelt werden. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Post- und Fernmeldegeheimnis eingeleitet. Das kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet werden. Die gefundenen Briefe wurden dem Kurierdienst übergeben, der nun die Sendungen neu ordnen und möglichst noch zustellen soll.

+++ 08.36 Uhr: "Tonight Show"-Moderator Fallon würdigt gestorbene Mutter +++

US-Moderator Jimmy Fallon (43) hat sich mit bewegenden Worten öffentlich von seiner kürzlich gestorbenen Mutter Gloria verabschiedet. "Sie war das beste Publikum, sie war diejenige, die ich immer zum Lachen bringen wollte", sagte der 43-Jährige in seiner Late-Night-Sendung "The Tonight Show". Und fügte mit Tränen in den Augen hinzu: "Mama, ich werde niemals damit aufhören, dich zum Lachen bringen zu wollen."

Fallons Mutter war am 4. November im Alter von 68 Jahren gestorben. Der Moderator hatte daraufhin vorige Woche alle Aufzeichnungen seiner Fernsehsendung abgesagt, um Zeit mit seiner Familie zu verbringen, wie er nun erklärte. "Sie war so ein großer Fan der Show und von allem, was ich gemacht habe", sagte Fallon und bedankte sich bei allen Fans für die Unterstützung in dieser für ihn schwierigen Zeit.

+++ 08.34 Uhr: Jamaika will Rechtsanspruch auf Ganztag für Grundschüler gewähren +++

Eltern sollen beim Zustandekommen einer Jamaika-Koalition einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ihrer Grundschulkinder bekommen. Auf dieses Ziel hätten sich Union, FDP und Grüne bei ihren Sondierungen über die Familienpolitik grundsätzlich geeinigt, berichtet die "Rheinische Post". "Wir wollen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler", heißt es demnach in dem Papier der Unterhändler. Uneinigkeit herrsche aber noch bei der Umsetzung. Die FDP stellt das Vorhaben dem Bericht zufolge unter Finanzierungsvorbehalt und will wie die Grünen im Gegenzug das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildungspolitik kippen. CDU und CSU fordern eine Umsetzung nach der im Sozialgesetzbuch festgeschriebenen Kinder- und Jugendhilfe, die unter anderem die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen regelt.

+++ 08.04 Uhr: Deutsche Wirtschaft "unter Volldampf" +++

Beflügelt vom Außenhandel und von steigenden Investitionen vieler Unternehmen hat die deutsche Wirtschaft ihr Wachstumstempo im dritten Quartal erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im zweiten Vierteljahr war die deutsche Wirtschaft noch um 0,6 Prozent gewachsen. Zum Jahresbeginn legte das BIP sogar um 0,9 Prozent zu. Impulse kamen von Juli bis September nach Angaben der Wiesbadener Behörde unter anderem vom internationalen Handel, der von der Erholung der Weltwirtschaft profitierte. Die Exporte legten im dritten Quartal stärker zu als die Importe. Auch die Investitionen der Firmen in Ausrüstungen wie Maschinen schoben die Konjunktur an.

Die Unternehmen waren laut dem Ifo-Institut zuletzt so zuversichtlich wie nie zuvor. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat ein neues Allzeithoch erreicht", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest jüngst. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf."

+++ 6.56 Uhr: Zuckerberg und Chan spenden Uni Harvard 12 Millionen Dollar +++

Facebook-Chef Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben zur Unterstützung einkommensschwacher Studenten 12,1 Millionen Dollar (10,37 Millionen Euro) an die amerikanische Elite-Universität Harvard gespendet. Mit dem Geld sollen in den kommenden 15 Jahren bis zu 2300 Studenten finanziert werden, die für den öffentlichen Dienst ausgebildet werden, teile die Hochschule in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Chan erklärte, sie hoffe, dass die Spende mehr Studierenden die Möglichkeit eröffnen werde, sich für eine entsprechende Berufslaufbahn zu entscheiden. Die Kinderärztin ist selbst Harvard-Absolventin und hat von einem Stipendium profitiert.

+++ 06.36 Uhr: Vietnamesin stirbt nach Stromschlag von Smartphone-Ladekabel +++

In Vietnam ist eine Jugendliche nach Angaben der Behörden durch einen Stromschlag ihres Smartphone-Ladekabels getötet worden. Beamte hätten die 14-Jährige mit einem verkohlten Kabel in der Hand tot in ihrer Wohnung in einem Dorf gefunden, berichtete die Zeitung "Thanh Nien" unter Berufung auf die Polizei. Ein Mitglied des Gemeindevorstands erklärte, dass das Mädchen schlief, während es den tödlichen Stromschlag erlitt. Ihr Handy hatte sie zum Aufladen mit dem Stromnetz verbunden. Es war nicht klar, ob es sich um ein Original-Markenladegerät oder eine Kopie handelte.

+++ 05.11 Uhr: US-Berufungsgericht billigt dritte Version von Einwanderungsbann in Teilen +++ 

Kleiner Etappensieg für US-Präsident im juristischen Tauziehen um seine Einreiseverbote: Ein Berufungsgericht in San Francisco hat die dritte Version des Einwanderungsdekrets in Teilen genehmigt. Der Widerspruch der US-Regierung gegen mehrere erstinstanzliche Entscheidungen sei "teilweise angenommen, teilweise abgelehnt" worden, erklärte das Berufungsgericht des neunten Bezirks. Menschen aus sechs vorrangig muslimischen Ländern, die keine engen familiären oder beruflichen Verbindungen in die USA nachweisen können, dürfen demnach nicht einreisen.

Ausgenommen von dem Einreiseverbot für Bürger aus den sechs Staaten sind Menschen, die "enge Beziehungen mit einer Person oder einer Einrichtung in den nachweisen können". Dies gilt für Großeltern, Enkel, Schwager und Schwägerinnen, Onkel und Tanten, Neffen und Nichten sowie Cousins und Cousinen von in den USA lebenden Ausländern. Beziehungen zu einer Universität oder einem Arbeitgeber müssten "dokumentiert" werden, um ein Visum erhalten zu können, erklärte das Berufungsgericht.

+++ 03.59 Uhr: Iran erklärt Staatstrauer für Erdbebenopfer +++

Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak mit mehr als 400 Toten hat die iranische Regierung den Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt. Das Kabinett drückte in einer Stellungnahme sein Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung, wie die Nachrichtenagentur Irna berichtete. Irans Präsident Hassan Ruhani will heute die Erdbebengebiete besuchen.

Ein Erdstoß der Stärke 7,3 hatte am Sonntagabend (Ortszeit) die südlichen Kurdengebiete in der Region erschüttert. Der Mittelpunkt des Bebens lag in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah. Die meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze.

+++ 03.14: Schulen in Japan fordern von Kindern schwarze Haare +++

In Japan sorgt die Diskriminierung von Schülern mit nicht schwarzer und damit "nicht korrekter" Haarfarbe für Unmut. In der westlichen Provinz Osaka wurde eine Oberschülerin von Lehrerseite dazu gezwungen, ihre von Natur aus braunen Haare schwarz zu färben, anderenfalls dürfe sie nicht zur Schule kommen. Die 18-Jährige verklagte daraufhin die Schule. Der laufende Prozess sorge für zunehmenden Wirbel, berichtete die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun". Es gebe Vorwürfe, solche Vorschriften zu den Haaren der seien Mobbing und eine Verletzung der Menschenrechte. Die Schulbehörde befrage nun 138 Schulen in der Region, ob und wie sie solche Haarvorschriften jeweils durchsetzen.

Entgegen dem auch im Westen verbreiteten Klischee, wonach alle Japaner von Natur aus schwarze glatte Haare haben, gibt es auch Japaner, die mit braunen oder gewellten Haaren zur Welt kommen. Dabei handelt sich nicht nur um Kinder aus gemischten Ehen. Hintergrund für die Erwartung schwarzer Haarfarbe an öffentlichen Schulen ist offenbar, dass es seit den 70er- und 80er-Jahren als Ausdruck aufmüpfigen Benehmens und schlechter Leistungen gilt, wenn sich Kinder die Haare färben. Andererseits ist es in ganz auch unter Erwachsenen längst zur Mode geworden, sich die Haare zu färben. Dennoch gibt es auch Firmen und Sportclubs, die das Färben verbieten.

+++ 03.04 Uhr: Brite schlägt Hai angeblich mit Fausthieb in die Flucht +++

Mit einem Hieb auf die Schnauze will ein britischer Surfer im Meer vor Australien einen Hai in die Flucht geschlagen haben. Der Arzt Charlie Fry (25) berichtete, wie er beim Surfen am Avoca Beach im Norden von Sydney von einem Hai angegriffen wurde. Das etwa zwei Meter lange Tier habe ihn in die rechte Schulter und den rechten Arm gebissen. Schließlich habe er ihm aber einen Faustschlag auf die Schnauze verpasst, und der Hai sei wieder weg. Fry kam bei dem Vorfall am Montag mit einigen leichteren Bissverletzungen davon.

Der Brite schilderte im Fernsehsender Channel Nine, dass er bei dem Angriff sofort an den australischen Weltklasse-Surfer Mick Fanning gedacht habe, der vor zwei Jahren bei einem Wettkampf eine Hai-Attacke überlebt hatte. "Ich habe mir gesagt: Mach's wie Mick. Hau ihn einfach auf die Nase", sagte Fry. Dann richtete er sich persönlich an den Surf-Profi. "Wenn Du das hören oder sehen solltest, Mick: Ich schulde Dir ein Bier. Danke sehr." Der Brite arbeitet seit zwei Monaten als Arzt in der Notaufnahme einer australischen Klinik.

+++ 02.58 Uhr: Wikileaks suchte Kontakt zu Trumps Sohn +++

In der Russland-Affäre ist bekannt geworden, dass Donald Trumps ältester Sohn während des Wahlkampfs Kontakt mit Wikileaks hatte. Trump Jr. veröffentlichte Nachrichten, die eine Kommunikation zwischen ihm und dem Twitterkonto der Enthüllungsplattform zeigen, nachdem das Magazin "The Atlantic" über den Austausch berichtet hatte. Aus den Nachrichten geht hervor, dass Trump Jr. zahlreiche Anfragen von Wikileaks bekam, auf die er aber nur drei Mal reagierte. Die Plattform schickte ihm zunächst eine Frage zu einem politischen Aktionskomitee. Trump Jr. antwortete, er wisse nicht, wer das sei, wolle sich aber umhören. In der nächsten Nachricht bat Wikileaks ihn, einen Bericht über Clinton öffentlich zu kommentieren. Trump Jr. entgegnete, er habe dies bereits getan. Dann fügte er hinzu: "Es ist erstaunlich, womit sie durchkommt." In der dritten Nachricht fragte er Wikileaks, was hinter einer Enthüllung stecke, von der er gelesen habe. Die Plattform bat ihn weiter darum, einen Link zu verbreiten. Dies tat er zwei Tage später. Ab diesem Punkt finden sich keine weiteren Antworten des 39-Jährigen unter den veröffentlichten Nachrichten.

Wikileaks hatte während des Präsidentschaftswahlkampfs gehackte E-Mails aus dem demokratischen Lager um Hillary Clinton veröffentlicht. Das schadete Clinton sehr. US-Geheimdienste beschuldigen die russische Regierung, hinter den Hacking-Angriffen zu stehen.

+++ 01.44 Uhr: Mattel verkauft Barbie mit Hidschab +++

Barbie bekommt einen Hidschab. Für die neue Puppe in der "Sheroes"-Kollektion hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorlage gedient, wie der US-Spielzeughersteller Mattel auf seiner Webseite bekanntgab. Dementsprechend trägt die Barbie den muslimischen Hidschab, ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste US-Sportlerin mit Hidschab war Muhammad im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten.

Mit den "Sheroe"-Puppen, deren Namen sich aus den englischen Wörtern "she" (sie) und "hero" (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen. Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. "Ich bin stolz zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt." Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden.

+++ 00.51 Uhr: Mehr als 8000 Iraker seit 2016 über freiwillige Ausreise heimgekehrt +++

Seit 2016 sind laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mehr als 8000 Iraker über die geförderten freiwilligen Ausreisen aus Deutschland in ihre Heimat zurückgekehrt. Vergangenes Jahr waren es 5657, dieses Jahr bis Ende September 2481, wie die "Welt" unter Berufung auf die Behörde berichtete. Das Amt muss die Schutzgründe der rund 120.000 schutzberechtigten Iraker gemäß den Vorschriften innerhalb von drei Jahren noch einmal prüfen. Wenn die Gründe nicht fortbestehen, muss die Anerkennung widerrufen oder zurückgenommen werden. Geschieht beides nicht, erhalten die Asylsuchenden einen Rechtsanspruch auf einen unbefristeten Aufenthalt.

Wie die Behörde weiter mitteilte, ist es im Fall der Iraker für ein Widerrufsverfahren "erforderlich, dass die Veränderung der Lage im Herkunftsland erheblich ist und nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft stattfindet". Als Anzeichen gilt laut Bamf, "wenn viele Menschen in das betroffene Gebiet zurückkehren, dort mit dem Wiederaufbau beginnen und eine gewisse Normalität Einzug hält". Nach Einschätzung des Bundesamts gibt es hierfür "zwar erste Anzeichen, aber noch keine ausreichende Basis für einen generellen Widerruf".

+++ 00.21 Uhr: Beobachter melden 53 Tote bei Luftangriffen auf Markt in Syrien +++

Bei Luftangriffen auf einen Markt im Norden Syriens sind mindestens 53 Menschen getötet worden, darunter auch fünf Kinder. Der Markt in Atareb, westlich von Aleppo, sei mindestens dreimal getroffen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach ist noch unklar, ob die Angriffe auf den von Rebellen besetzten Ort von syrischen oder russischen Kampfflugzeugen ausgeführt worden seien. Von Aktivisten im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten Horrorbilder von schweren Zerstörungen, Toten und panisch fliehenden Zivilisten. Atareb befindet sich in einem Gebiet, das eigentlich durch ein Deeskalationsabkommen geschützt ist. Das Abkommen war erst im Mai zwischen den syrischen Verbündeten Russland, Iran und der Türkei geschlossen worden.

+++ 00.11 Uhr: Buffon verkündet Rücktritt aus Italiens Nationalmannschaft +++

Italiens Torwartlegende Gianluigi Buffon hat nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation seinen Rückzug aus der Fußball-Nationalmannschaft angekündigt. Es sei schlimm, dass seine Karriere so ende, sagte der 39-Jährige im italienischen Fernsehen nach dem torlosen Playoff-Rückspiel gegen Schweden in Mailand. Buffon hat laut Ansa bestätigt, dass das Spiel seine letzte Partie im Trikot der Squadra Azzurra gewesen sei. Erstmals seit 60 Jahren hat Italien die Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft verpasst.

mad/wue/AFP/DPA

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