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#MeToo-Debatte: Exklusiv: Ex-Referentin wirft AfD-Fraktion im Saarland sexuelle Belästigung vor

Anzügliche Bemerkungen und Mobbing: stern-Recherchen zeigen, was die frühere Pressereferentin der AfD-Fraktion im saarländischen Landtag ihrem Arbeitgeber vorwirft - und was der dazu sagt.

AfD Saarland Sabrina A.

Die frühere Pressereferentin Sabrina A. wirft ihrem ehemaligen Arbeitgeber, der AfD-Fraktion im saarländischen Landtag, Mobbing und sexuelle Belästigung vor.

Es geht um Mobbing und sexuelle Belästigung. Sabrina A., die ehemalige Pressereferentin der AfD-Fraktion im Landtag des Saarlands, geht juristisch gegen ihren früheren Arbeitgeber vor. Das berichtet der stern in seiner neuen Ausgabe (ab Donnerstag erhältlich). Eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Saarbrücken an diesem Montag scheiterte.

Sie sollte hohe Schuhe und ein enges Kleid anziehen

Dem stern liegen Aufzeichnungen der 36-jährigen Frau, die Klage und die Erwiderung des Anwalts der AfD-Fraktion vor. Die Notizen, die Sabrina A. sich während der fast vier Monate bei der AfD machte, enthalten mehrfache Grenzüberschreitungen. Ein Vorgesetzter, notierte sie, "streichelte mir bewusst über den rechten Arm und meinte mit einem unangenehmen Grinsen wörtlich zu mir: 'Wenn Ihnen Ihr Job wichtig ist, sollten Sie etwas netter zu mir sein. Sie haben ja bereits fünf Kinder und wissen, wie das geht.'"

Die ehemalige Pressereferentin schildert in ihren Aufzeichnungen auch einen Abend in einem Tennisklub in Sulzbach bei Saarbrücken. Thema bei der Veranstaltung war der Bau einer Moschee. Vorher habe einer ihrer Chefs sie angewiesen, sich "hohe Schuhe und ein enges Kleid" anzuziehen. Das wäre doch "sexy" und zöge Blicke auf sich. Im Tennisklub habe der Mann sich dann angenähert und seine Schulter an sie gedrückt. "Er hätte einen professionellen Mindestabstand wahren müssen. Ich bereute in diesem Moment sehr, mich auf sein Drängen hin so gekleidet zu haben. Ich versuchte eine Distanz herzustellen. Ich fühlte mich in diesem Moment angeekelt, schmutzig und sehr unwohl."

AfD-Fraktion: "Von A bis Z gelogen"

Sabrina A. sagt dem stern über ihren ehemaligen Arbeitgeber: "Sie hatten das Recht, mich während der Probezeit zu kündigen, das schon. Aber sie hatten nicht das Recht, mich zu mobben, mir den Alltag zur Hölle zu machen und sich mir auch noch körperlich zu nähern."

Der Anwalt der AfD-Fraktion schrieb dem Arbeitsgericht Saarbrücken, bei sämtlichen Vorwürfen handele es sich um "Unterstellungen, die frei erfunden und wahrheitswidrig sind". Bernd Krämer, stellvertretender Geschäftsführer der Saar-AfD und deren kommissarischer Pressesprecher, nennt die Vorwürfe "von A bis Z erlogen", wie er dem stern sagte. Einige Einigung komme deshalb nicht infrage. Seine ehemalige Mitarbeiterin wiederum hofft, dass sie trotz der AfD-Episode in ihrem Lebenslauf bald eine neue Anstellung findet.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.