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0:0 gegen Schweden: Erstmals seit 60 Jahren: Fußball-WM findet ohne Italien statt

Die Sensation ist perfekt: Erstmals seit 60 Jahren wird der vierfache Weltmeister Italien nicht an der Fußball-WM teilnehmen. Gegner Schweden reichte dagegen das 0:0 in Mailand, um in Russland dabei zu sein.

Gigi Buffon verzweifelt - Italien ist raus

Gigi Buffon verzweifelt: Italien nimmt erstmals seit 1958 nicht an einer Fußball-WM teil. Schweden hat sich qualifiziert.

Der viermalige Weltmeister Italien hat erstmals seit 60 Jahren die Endrunde einer Fußball-WM verpasst. Die Squadra Azzurra fehlt 2018 in , nachdem es im Playoff-Rückspiel gegen Schweden am Montagabend trotz drückender Überlegenheit nur zu einem 0:0 reichte. Im Hinspiel in der Qualifikation am vergangenen Freitag hatte es in Stockholm ein 0:1 gegeben. 1958 fand bislang letztmals eine Weltmeisterschaft ohne Italien statt.

Die äußerst passiv agierenden Schweden lösten in hingegen zum zwölften Mal das WM-Ticket und sind nach zuletzt zwei gescheiterten Versuchen erstmals seit 2006 wieder dabei. Vor elf Jahren waren die Skandinavier im Achtelfinale an Gastgeber Deutschland gescheitert. Schweden qualifiziert sich als 29. von 32 WM-Teilnehmern. Die letzten drei Teilnehmer werden in den Partien Irland - Dänemark, Australien - Honduras und Peru - Neuseeland ermittelt.

Italien drückt, Schweden mauert

Bei hitziger Atmosphäre im legendären San Siro übernahmen die Gastgeber von Trainer schnell die Initiative und drängten auch ohne den gelbgesperrten Spielmacher Marco Verratti auf den frühen Führungstreffer. Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile war einer der Aktivposten, vergab jedoch seine besten Möglichkeiten (40. Minute/64.). Auch seine Kollegen machten es nicht besser, bis zur Pause reichte es trotz klarer Vorteile beim Ballbesitz nicht zum Treffer.


Die Schweden kamen hingegen nur sehr selten aus der eigenen Hälfte heraus und mussten früh einen Schock verkraften. Mittelfeldspieler Jakob Johansson, Siegtorschütze im Hinspiel, wurde nach 19 Minuten ausgewechselt, nachdem er sich ohne Fremdeinwirkung verletzt hatte.

Stürmer brachten Tifosi zum Verzweifeln

Nach einer halben Stunde hatten die Azzurri um Torwart-Legende Glück, als Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz (Spanien) ein Handspiel von Andrea Barzagli im Strafraum übersah. Emil Forsberg von RB Leipzig beschwerte sich und sah die Gelbe Karte.

Trotz eines Nasenbeinbruchs stand Leonardo Bonucci bei den Italienern in der Abwehr und trieb das Spiel an. Während sich die Gäste immer mehr zurückzogen und überhaupt nichts mehr für die Offensive taten, scheiterten Giorgio Chiellini (58.) sowie Stephan El Shaarawy (87.) und ließen die Tifosi jeweils verzweifeln. In der Schlussphase standen alle Italiener inklusive Buffon in der gegnerischen Hälfte und drängten auf das ersehnte Tor - auch das brachte nicht den erhofften Erfolg.

Für Gigi Buffon ist nun wohl Schluss

Italien hat bislang an 18 Weltmeisterschaften teilgenommen und - wie Deutschland - vier Mal den Titel geholt, zuletzt 2006. In der Qualifikation für Russland reichte es in der Gruppenphase hinter in den vergangenen Monaten nur zum zweiten Platz. Gegen die Iberer setzte es im September ein 0:3.

Voraussichtlich geht mit dem Scheitern der Italiener auch die internationale Karriere des großen Torwarts Gianluigi Buffon zu Ende. Für den 39-Jährigen wäre das Turnier in Russland im kommenden Sommer die sechste WM gewesen. Damit hätte er einen Rekord aufgestellt. Nach dem bitteren Aus stellte er sich den TV-Reportern und beantwortete unter Tränen die Fragen. In seiner für ihn typischen Art sagte er: "Es tut mir nicht für mich persönlich leid, sondern für die ganze Mannschaft und das ganze Land. Wir haben etwas verpasst, dass auf so verschiedenen Ebenen viel bedeutet hätte", sagte 175-malige Nationalspieler. Das Verpassen der WM sei eine "Katastrophe". "Aber wir sind stolz und stark. Wir werden versuchen, uns davon zu erholen, wie wir das immer gemacht haben."


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