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News des Tages: Nach VW nun auch Daimler: Der Stuttgarter Konzern muss 690.000 Diesel-Wagen zurückrufen

Fahrdienstleiter von Bad Aibling vorzeitig aus Haft entlassen +++ Spanien: Bewaffneter greift Polizeiwache an +++ Ausreisesperre gegen Mesale Tolu aufgehoben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Daimler betonte, man kooperiere mit den Behörden

Daimler betonte, man kooperiere mit den Behörden

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Masern-Infektion hoch wie lange nicht in Europa (13.35 Uhr)

  • "Tatort"-Erfinder Gunther Witte gestorben (11.27 Uhr)

  • Zahlreiche menschliche Überreste in geborgen  (6.15 Uhr) 

  • Schüsse auf US-Botschaft in ( 6.05 Ur)

  • Ausreisesperre gegen aufgehoben (1.59 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:     

+++ 19.53 Uhr: Kalabrien: Fünf Wanderer sterben in Fluten eines Wildbachs +++

Bei einer Sturzflut im italienischen Kalabrien sind mindestens fünf Wanderer ums Leben gekommen. Die Opfer wurden von einem plötzlich anschwellenden Wildbach im Nationalpark Pollino mitgerissen, wie der örtliche Zivilschutz mitteilte. Lokalen Medienberichten zufolge waren sie Teil einer Wandergruppe von etwa 15 Menschen, von denen die meisten gerettet werden konnten.

Der Überschwemmung war stundenlanger Starkregen vorangegangen. Unklar war, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks insgesamt in der Gegend befanden. Ein Helikopter war daher im Einsatz, um nach möglichen weiteren Opfern zu suchen.

+++ 19.39 Uhr: Italienisches Schiff mit fast 180 Flüchtlingen darf auf Sizilien anlegen +++

Das seit Tagen festliegende Schiff der italienischen Küstenwache mit 177 geretteten Flüchtlingen darf auf Sizilien anlegen. Die "Diciotti" werde den Hafen von Catania anlaufen, erklärte Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli über Twitter. Nach der Rettung der Migranten durch Italien müsse nun aber die EU "ihre Pflicht erfüllen", forderte er.

Italienische Medien berichteten, Italiens rechtsextremer Innenminister Matteo Salvini wolle den Flüchtlingen gar nicht erst erlauben, von Bord zu gehen. Zuvor hatte Salvini gedroht, die Migranten nach Libyen zurückzuschicken, wenn Europa Italien keine konkreten Hilfen anbiete.

Video: Rettungsschiff Aquarius sucht weiter einen Hafen

+++ 19.14 Uhr: Papst geißelt Kindesmissbrauch durch Priester als Gräueltat +++

Papst Franziskus hat den sexuellen Missbrauch von mehr als tausend Kindern durch katholische Priester in den USA als "Gräueltaten" verurteilt. Um Verzeihung zu bitten und den Schaden wiedergutzumachen sei in solchen Fällen "nie genug", schrieb das Kirchenoberhaupt in einem Brief an alle Gläubigen. Der Papst reagierte damit auf einen Untersuchungsbericht zu Missbrauchsfällen im US-Bundesstaat Pennsylvania und räumte erneut schwere Fehler der Kirche im Umgang mit Missbrauchsskandalen ein.

+++ 17.50 Uhr: Daimler muss 690.000 Autos zurückrufen  +++

Der Autobauer Daimler muss bei dem schon angekündigten Rückruf wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 690 000 Diesel in die Werkstätten holen. Darunter sind 280 000 Fahrzeuge in Deutschland, wie das Bundesverkehrsministerium am auf Anfrage bestätigte. Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) hatte den Rückruf Mitte Juni nach einem Treffen mit Konzernchef Dieter Zetsche angekündigt. Damals war zunächst von insgesamt 774 000 Fahrzeugen die Rede, darunter 238 000 in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat demnach nun bereits mit der Prüfung neuer Abgas-Software begonnen. Zuerst hatte das Magazin "Der Spiegel" über die Anordnung berichtet.

Daimler betonte, man kooperiere mit den Behörden. Wie zuvor schon beim Kleintransporter Vito legt der Hersteller aber auch gegen den neuen Bescheid Widerspruch ein. Auf der Liste stehen nun neben dem Vito, bei dem das KBA schon eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, laut Ministerium unter anderem Varianten der C-, E- und S-Klasse oder der SUVs GLC, GLE und GLS. Betroffene Halter will Daimler informieren. Der Konzern hält die beanstandeten Funktionen nicht für illegal und will deshalb eine rechtliche Klärung.

Video: Volkswagen fährt Rekordergebnis ein

+++ 17.30 Uhr: Aserbaidschan erklärt CDU-Abgeordneten zur unerwünschten Person +++

Vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verweigert Aserbaidschan einem Bundestagsabgeordneten die Einreise. Der CDU-Abgeordnete Albert Weiler wollte die Kanzlerin eigentlich begleiten, die aserbaidschanische Regierung stellt sich jedoch quer, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Schlichtungsgespräche des Auswärtigen Amtes mit dem aserbaidschanischen Botschafter scheiterten demnach am Montag.

Weiler sei eine "unerwünschte Person", hieß es demnach. Dies sei eine Entscheidung aus höchsten aserbaidschanischen Regierungskreisen. Weiler ist Vize-Chef der deutsch-südkaukasischen Parlamentariergruppe und hatte 2014 und 2016 die nach Unabhängigkeit strebende Region Berg-Karabach besucht, die von Aserbaidschan beansprucht wird und unter armenischer Hoheit steht.

Video: Merkel bremst bei Braunkohleausstieg

+++ 17.16 Uhr: 14 Menschen sterben bei Razzia in den Favelas von Rio de Janeiro +++

Bei einem Einsatz brasilianischer Sicherheitskräfte in Rio de Janeiro sind am Montag mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie das für die Sicherheit in der Millionenmetropole zuständige Militärkommando mitteilte, wurden bei dem Einsatz gegen Drogenbanden in mehreren Favelas der zweitgrößten Stadt Brasiliens acht Menschen getötet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Agencia Brasil wurden zudem sechs mutmaßliche Bandenmitglieder getötet, die sich im Vorort Niteroi eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatten.

Wegen der zunehmenden Gewalt im Zusammenhang mit der Bandenkriminalität in den Armenvierteln von Rio hatte die brasilianische Regierung zuletzt eine härtere Gangart eingeschlagen. Präsident Michel Temer unterzeichnete im Februar ein Dekret, das der Armee das Kommando über die Einsätze übertrug.

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+++ 17.11 Uhr: Google plant eigenen Laden in Chicago +++

Google macht laut Medienberichten einen neuen Anlauf, einen eigenen Einkaufsladen zu eröffnen. Der Internet-Konzern wolle dafür eine Fläche von rund 1300 Quadratmetern in Chicago anmieten, berichteten die "Chicago Tribune" und "Crain's Chicago Business" unter Berufung auf informierte Personen. Über Googles Pläne für einen Laden war bereits mehrfach spekuliert worden, unter anderem soll vor einigen Jahren ein Geschäft in New York in Vorbereitung gewesen sein.

+++ 16.38 Uhr: Britische Abgeordnete fordern wegen Brexit höhere Bezüge +++

Britische Parlamentarier haben wegen des bevorstehenden Brexit eine Erhöhung ihrer Bezüge verlangt. Mehrere Abgeordnete hätten ihre Anträge mit der "erhöhten Arbeitsbelastung im Zusammenhang mit dem Brexit" begründet, teilte die Unabhängige Behörde für parlamentarische Standards (Ipsa) in ihrem Jahresbericht mit.

Aktuell erhält jeder Abgeordnete rund 150.000 Pfund (knapp 170.000 Euro) jährlich, um seine Mitarbeiter zu bezahlen. In Wahlkreisen in und um London sind es etwa 10.000 Pfund mehr. Darüber hinaus kann jeder Abgeordnete gegenüber der Ipsa eine Erhöhung verlangen.

+++ 15.52 Uhr: Passagier-Schiff fährt vor Köln auf Grund +++

Ein mit rund hundert Passagieren besetztes Fahrgastschiff hat sich auf dem Rhein vor der Kölner Altstadt festgefahren. Der Schiffsführer wollte an einem Anleger festmachen, als der Bug auf Grund geriet, wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg am Montag mitteilte. Aus eigener Kraft kam das Schiff nicht mehr frei.

Die rund 120 Schiffsinsassen, darunter 97 Passagiere, sollten von Bord gebracht werden. Anschließend sollte versucht werden, das havarierte Fahrgastschiff mit Hilfe eines zweiten Schiffs frei zu bekommen.

+++ 15.30 Uhr: VW ruft 700.000 Wagen wegen Kurzschluss-Gefahr zurück +++

 Volkswagen ruft weltweit knapp 700 000 Autos vom Typ Tiguan und Touran zurück - bundesweit sind es rund 52 500 Wagen. Grund des Rückrufs sei eine Lichtleiste am Panoramadach, in die Feuchtigkeit eindringen und zu einem Kurzschluss führen könne, sagte ein VW-Sprecher. Zuvor hatte das Portal "Kfz-Betrieb" online berichtet.

Betroffen sind demnach Fahrzeuge der aktuellen Modellgeneration, die bis zum 5. Juli hergestellt wurden.

+++ 15.24 Uhr: Studie: AfD wird auf Dauer fester Teil der Parteienlandschaft +++

Die AfD wird sich nach Einschätzung von Soziologen der Universität Leipzig wahrscheinlich langfristig in der Parteienlandschaft etablieren. Darauf deute eine Analyse der Gründe hin, aus denen Menschen die AfD wählen, erläuterte Holger Lengfel. Die anderen politischen Parteien böten keine Programme, die zu den Motiven dieser Wähler passen.

Hauptsächlich treibe die AfD-Wähler der Wunsch nach "kultureller Schließung" und die Kritik an der Flüchtlingszuwanderung an, sagte der Professor. "Diese Menschen wollen, dass die Gesellschaft homogen ist mit einer hohen Einheitlichkeit in der Sprache und in der

Lebensführung." Dazu komme eine generelle Unzufriedenheit mit der Demokratie. Ökonomische Gründe - dass Flüchtlinge als Konkurrenz für Jobs und Sozialleistungen gesehen werden - spielten ebenfalls eine Rolle, wenn auch eine kleinere.

+++ 14.15 Uhr: Fahrdienstleiter von Bad Aibling vorzeitig aus Haft entlassen +++

Der für das verheerende Zugunglück von Bad Aibling verantwortliche Fahrdienstleiter ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Dem wegen fahrlässiger Tötung verurteilten Mann sei bereits im Juli etwa ein Drittel der dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung erlassen worden, sagte Staatsanwalt Oliver Mößner in Rosenheim auf Anfrage. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. "Trotz der schrecklichen Folgen war es letztlich ein Fahrlässigkeitsdelikt", begründete Mößner die Entscheidung des Landgerichts Traunstein, die die Staatsanwaltschaft akzeptiert habe. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) darüber berichtet.

+++ 14.04 Uhr: Bundesregierung hält Debatte über Wiederaufbau Syrien für verfrüht +++

Die Bundesregierung hält die vor allem von Russland betriebene Debatte über einen Wiederaufbau in den zerstörten Regionen Syriens für verfrüht. In Syrien müsse "erst einmal ein politischer Friedensschluss" angestrebt werden, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Insofern ist es jetzt nichtnaheliegend für die Bundesregierung, sich jetzt schon mit der Frage eines danach notwendigen Wiederaufbaus zu befassen", fügte er hinzu. In einigen Regionen seien die Kämpfe zwar abgeflaut. In der syrischen Provinz Idlib drohe jedoch eine "humanitäre Katastrophe".

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die EU-Staaten aufgerufen, beim Wiederaufbau des durch den Krieg zerstörten Landes zu helfen.

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+++ 13.35 Uhr: Zehntausende Europäer an Masern erkrankt - "Dramatischer Anstieg" +++

Die Zahl der Masernerkrankungen ist in der europäischen Region immens gestiegen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kopenhagen mitteilte, haben sich im ersten Halbjahr 2018 mehr 41 000 Kinder und Erwachsene mit Masern infiziert. Mindestens 37 Todesfälle seien erfasst worden. Im gesamten Jahr 2017 waren in der WHO-Region Europa 23 927 Menschen erkrankt, 2016 waren es 5273. 

"Nach der niedrigsten Zahl der Fälle im Jahr 2016 erleben wir einen dramatischen Anstieg von Infektionen und ausgedehnten Ausbrüchen", sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. Sie forderte die 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. "Gute Gesundheit für alle beginnt mit der Impfung."

+++ 11.27 Uhr: "Tatort"-Erfinder Gunther Witte gestorben +++

Der "Tatort"-Erfinder Gunther Witte ist tot. Der ehemalige WDR-Fernsehspielchef, der einst das Konzept für die berühmte Krimi-Reihe entwickelte, starb überraschend bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie der WDR in Köln mitteilte. Das habe der Sender aus dem Kreis der Familie erfahren.

"Mit seiner einzigartigen Erfindung der "Tatort"-Reihe hat er den WDR und das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer: Sonntag, 20.15 Uhr ist nach wie vor "Tatort"-Zeit im Ersten", erklärte Intendant Tom Buhrow.

Witte war in Berlin aufgewachsen und nach dem Studium der Theaterwissenschaften und einem Engagement in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) in den Westen gegangen. Anfang der 60er Jahre kam er zum WDR, zunächst als Redakteur und Dramaturg, 1979 wurde er Leiter der Abteilung Fernsehspiel. Das Konzept für den "Tatort" entwickelte er 1969. Ein Jahr später lief mit "Taxi nach Leipzig" die erste Folge. 

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+++ 10.35 Uhr: Neuseeländische Ministerin fährt mit dem Fahrrad zur Entbindung +++

Die als begeisterte Radfahrerin bekannte neuseeländische Frauenministerin Julie Anne Genter ist sogar zur Geburt ihres Kindes mit dem Fahrrad gefahren. Die 42-jährige Grünen-Politikerin legte am Sonntag den kurzen Weg zwischen ihrer Wohnung in Auckland und dem städtischen Krankenhaus mit dem Rad zurück, wie sie in sozialen Netzwerken berichtete. Die Strecke beträgt einen Kilometer. 

"Mein Partner und ich sind mit dem Fahrrad gefahren, weil im Auto nicht genug Platz war", sagte die Ministerin. Dazu veröffentlichte sie ein Foto, das sie mit deutlich sichtbarem Babybauch neben ihrem Fahrrad stehend zeigt. Die in der 42. Woche schwangere Politikerin begab sich nach eigenen Angaben ins Krankenhaus, um die Geburt einleiten zu lassen. Bis Montagnachmittag (Ortszeit) hatte Genter noch nicht entbunden, wie ein Sprecher ihrer Partei sagte.

+++ 9.50 Uhr: Spanien: Bewaffneter bei Angriff auf Polizeiwache getötet +++

Polizisten haben in Spanien einen bewaffneten Mann bei dessen Angriff auf eine Polizeiwache erschossen. Der Zwischenfall ereignete sich in Cornellà bei Barcelona, wie die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra mitteilte.

Der mit einem Messer bewaffnete Mann habe kurz vor sechs Uhr morgens versucht, in die Wache einzudringen, und habe dabei "Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen. Die Behörden teilten auf Anfrage mit, man könne den Zwischenfall noch nicht als Terrorakt bezeichnen. Ermittlungen seien aufgenommen worden.

+++ 9.15 Uhr: Taliban entführen mehr als 100 Buspassagiere +++

Radikalislamische Taliban haben in der nordafghanischen Provinz Kundus drei Reisebusse mit mehr als 100 Passagieren entführt. Die Busse seien um 07.30 Uhr morgens (Ortszeit) im Bezirk Chanabad auf einer Überlandstraße zum Anhalten gezwungen und von dort in ein Dorf in der Nähe gebracht worden, sagte Said Asadullah Sadat, ein Mitglied des Provinzrates. Einheiten der afghanischen Armee seien auf dem Weg dort hin, sagte der Bezirkschef von Khanabad, Hajatullah Amiri. 

+++ 9.04 Uhr: Bericht: Kaum Flüchtlinge haben laut Bamf-Überprüfung zu Unrecht Bleiberecht erhalten +++

Nur wenige Flüchtlinge haben einem Zeitungsbericht zufolge zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten. Bei einer Überprüfung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) widerrief die Behörde lediglich in 0,7 Prozent der untersuchten Asylentscheidungen den Schutzbescheid, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Danach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43.000 abgeschlossenen Prüfverfahren 307 damit, dass das Bamf den Flüchtlingen den bereits gewährten Schutzstatus wieder entzog. Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Jelpke sagte der "SZ", es werde "von politisch interessierter Seite" immer wieder der Eindruck erweckt, es gebe erhebliche Sicherheitsmängel im Bamf. "Nichts davon ist wahr."

Die hohe Zahl an Prüfungen ist eine Konsequenz aus den Affären innerhalb des Bamf. Im Fall Franco A. hatte ein deutscher Bundeswehrsoldat als angeblicher syrischer Flüchtling Asyl bekommen. In der Bremer Bamf-Außenstelle steht die damalige Leiterin im Verdacht, mehreren hundert Menschen zu positiven Entscheiden verholfen zu haben. 

+++ 8.25 Uhr: "Ferguson Fire" am Yosemite-Nationalpark vollständig eingedämmt +++

Mehr als einen Monat lang wüteten die Flammen des "Ferguson Fire" nahe dem Yosemite-Nationalpark in Kalifornien - jetzt ist der Waldbrand vollständig eingedämmt. Man habe einen "bedeutenden Meilenstein" erreicht, meldeten die zuständigen US-Behörden. Dennoch gebe es noch einiges zu tun. Feuerwehrleute beobachteten die Lage weiter, da noch hier und da Bäume und Sträucher abbrennen könnten. Dies bedeute jedoch keine Gefahr. Das "Ferguson Fire", das am 13. Juli ausbrach, zerstörte demnach knapp 40 000 Hektar Wald. Zwei Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten ums Leben.

+++ 7.10 Uhr: Hornissen attackieren Rentnergruppe - acht Verletzte +++

Hornissen haben in Schnakenbek an der Elbe eine Rentnergruppe auf einem Wanderpfad attackiert. Dabei wurden am Sonntagabend acht Menschen verletzt, wie die Polizei sagte. Die Rentner wurden von den Hornissen mehrfach gestochen. Einer von ihnen kam ins Krankenhaus, nachdem ein herbeigeeilter Notarzt ihn untersucht hatte. 

Weil die Gruppe auf einem Wanderpfad an der Elbe in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Niedersachsen unterwegs war, erwies sich die Rettung als schwierig. So mussten die Feuerwehrkräfte mit Booten anrücken, um die Rentner zu transportieren. Der Zugang zum Hornissennest sei nach Polizeiangaben schon seit einigen Tagen abgesperrt gewesen. Der Radiosender "Radio Schleswig-Holstein" hatte zuerst über den Vorfall berichtet.

+++ 6.15 Uhr: Zahlreiche menschliche Überreste in Mexiko geborgen +++

In Nordmexiko sind 199 Menschenknochen aus mutmaßlichen Massengräbern gefunden worden. Suchtrupps hätten sie in einem Umkreis von acht Kilometern an einem Fluss im Bundesstaat Chihuahua geborgen, teilte die dortige Generalstaatsanwaltschaft mit. 

Die Fundorte liegen im Gebiet der Gemeinde Guadalupe, 40 Kilometer südöstlich von Ciudad Juárez unmittelbar an der Grenze zu den USA. Im Juárez-Tal wurden seit 2009 menschliche Überreste gefunden, und die Behörden vermuten dort mehrere Massengräber. Die Gegend gilt als Hochburg der organisierten Kriminalität, wo sich in der Vergangenheit verschiedene Drogenkartelle und Sicherheitskräfte bekämpften.

+++ 6.05 Uhr: Schüsse auf US-Botschaft in Ankara - keine Verletzten +++

Unbekannte haben in der türkischen Hauptstadt Ankara mehrere Schüsse auf die US-Botschaft abgegeben. Das meldeten die Sender Habertürk und CNN Türk. Die Schüsse seien aus einem fahrenden Auto abgefeuert worden. Einige Kugeln seien in einem Wächterposten eingeschlagen, es sei aber niemand verletzt worden. Der oder die Angreifer hätten fliehen können.

Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sind derzeit stark angespannt. Die Regierungen streiten um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson. Die USA hatten jüngst Sanktionen und Strafzölle gegen die Türkei verhängt, um Brunson freizubekommen. Die Landeswährung Lira war daraufhin schwer eingebrochen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "Wirtschaftskrieg".

+++ 4.48 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Tropensturm in Vietnam +++

Bei einem Tropensturm sind in Vietnam mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Taifun "Bebinca" mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern bringt seit Freitag schwere Regenfälle über den Norden des südostasiatischen Landes. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde starben die meisten Opfer, weil sie von Fluten mitgerissen wurden. Mindestens drei Menschen werden noch vermisst. Etwa 3500 Häuser sind überflutet.

+++ 3.20 Uhr: Südkoreaner brechen zu Familienzusammenführung nach Nordkorea auf +++

89 Südkoreaner sind vom Küstenort Sokcho nach Nordkorea aufgebrochen, um dort ihre seit dem Koreakrieg (1950-53) getrennt von ihnen lebenden Verwandten zu treffen. In einem Ferienresort im nordkoreanischen Diamantengebirge werden die Familien bis zum Mittwoch rund elf Stunden miteinander verbringen können.

Es ist die erste Familienzusammenführung seit 2015. Die meisten der Teilnehmer sind bereits weit über 80 Jahre alt.

+++ 2.54 Uhr: Mindestens zwei Tote bei neuem Erdbeben in Indonesien +++

Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilteSutopo Nugroho, Sprecher der nationalen Zivilschutzbehörde, mit. Die Erdstöße hätten weitere Schäden an Gebäuden verursacht und auf der ganzen Insel für Stromausfall gesorgt. Am Sonntag hatten zwei Erdstöße die Insel erschüttert - zunächst wurde am Morgen ein Beben der Stärke 6,5 gemessen, auf das am Abend ein Erdbeben der Stärke 6,9 folgte.

Video: Erneut schweres Erdbeben auf indonesischer Insel Lombok

+++ 1.59 Uhr: Ausreisesperre gegen Mesale Tolu in Türkei aufgehoben +++

Die wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin Mesale Tolu darf die Türkei verlassen. Ein Gericht habe die Ausreisesperre gegen Tolu aufgehoben, teilte der Solidaritätskreis "Freiheit für Mesale Tolu" mit. Der Prozess werde allerdings weitergeführt. Tolus Mann, Suat Çorlu, der im selben Verfahren angeklagt ist, werde vorerst in der Türkei bleiben müssen. Seine Ausreisesperre bleibe bestehen, hieß es in der Erklärung weiter.

Journalistin und Übersetzerin: Mesale Tolu darf Türkei verlassen - Prozess wegen Terrorvorwürfen läuft weiter

+++ 0.30 Uhr: Union stellt für mögliche Türkei-Hilfe Bedingungen +++

Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hat eine mögliche finanzielle Hilfe für die Türkei an die Bedingung eines politischen Kurswechsels der türkischen Regierung geknüpft. Die Ursache für die Wirtschafts- und Währungskrise in der Türkei seien "die fahrlässigen Äußerungen" des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank und der Rechtsstaatlichkeit, sagte Hardt der "Rheinischen Post".

"Wenn Erdogan diese Haltung nicht grundsätzlich ändert, machen Wirtschaftshilfen keinen Sinn, dann wäre das vergeudetes Geld", sagte Hardt. "Wenn die türkische Regierung allerdings umschwenken würde, könnte man über Hilfen nachdenken", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. "Wir haben ein Interesse an einer starken Türkei - aus politischen und ökonomischen Gründen", sagte Hardt.

SPD-Chefin Andrea Nahles hatte vor dem Hintergrund der Währungskrise in der Türkei deutsche Hilfen ins Gespräch gebracht. Es könne eine Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen müsse - unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Erdogan, sagte Nahles. Es sei im Interesse von allen, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibe, begründete sie ihre Initiative.

vit / DPA / AFP