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News des Tages: Erdbeben der Stärke sieben - 39 Tote in Indonesien

Erdbeben in Indonesien +++ "Still-Party" in Manila +++ Arzt Klepetko äußert sich zur Genesung von Niki Lauda +++ Venezuelas Präsident entgeht Anschlag mit Drohne +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Erdbeben der Stärke sieben hinterlässt in Indonesien Zerstörung und Tote

Ein Erdbeben der Stärke sieben hinterlässt in Indonesien Zerstörung und Tote

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zahl der Todesopfer nach Erdbeben in Indonesien auf 39 gestiegen (20.32 Uhr)
  • Erdbeben der Stärke sieben - 19 Tote in Indonesien (18.42 Uhr)
  • 1500 Mütter geben ihren Babys bei "Still-Party" die Brust (15.54 Uhr)
  • Kritik an Wagenknechts Bewegung "Aufstehen" (14.39 Uhr)
  • 20 Tote bei Absturz von Flugzeug in der Schweiz (14.50 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 21.36 Uhr: Sechs Festnahmen nach versuchtem Anschlag auf Venezuelas Staatschef +++

Nach dem versuchten Anschlag auf Venezuelas linken Staatschef Nicolás Maduro sind nach Behördenangaben sechs Menschen festgenommen worden. Dabei seien auch mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur AVN Innenminister Néstor Reverol in Caracas. Bei dem Einsatz seien auch Beweise sichergestellt worden.

Nach Regierungsangaben war Maduro am Samstag Ziel eines Bombenanschlags, der mit Drohnen während einer Militärparade verübt wurde. Das Staatsfernsehen hatte teilweise den Moment übertragen, in dem eine Explosion zu hören war, während Maduro eine Rede vor Soldaten hielt. Der Staatschef blieb unverletzt.

+++ 20.32 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Erdbeben in Indonesien auf 39 gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer nach dem erneuten Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok ist auf 39 gestiegen. Das sagte ein Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde dem Sender Metro TV. Allein im Distrikt Nord-Lombok seien 29 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0. Medien berichteten auch von Gebäudeschäden auf Lombok und der westlichen Nachbarinsel Bali. Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Erst Ende Juli war Lombok von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet.

+++ 18.42 Uhr: Erdbeben der Stärke sieben - 19 Tote in Indonesien +++

Bei dem auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Unter den Toten sei auch ein einjähriges Kind, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von sieben, eine Tsunami-Warnung wurde ausgelöst, nach kurzer Zeit aber wieder aufgehoben.

+++ 17.51 Uhr: Selbstmordattentäter reißt drei Nato-Soldaten in Afghanistan mit in den Tod +++

Bei einem Selbstmordanschlag in sind drei tschechische Nato-Soldaten getötet worden. Drei weitere Soldaten - ein US-Bürger und zwei Afghanen - seien bei dem Attentat auf eine Patrouille im Osten des Landes verletzt worden, erklärte die Nato. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Nach Angaben der afghanischen Behörden näherte sich der Einzeltäter zu Fuß der Patrouille und zündete einen Sprengsatz. Die Nato-Soldaten seien gemeinsam mit afghanischen Armeeangehörigen unterwegs gewesen. Der Anschlag habe sich in der Stadt Scharikar 60 Kilometer nördlich von Kabul ereignet. 

+++ 15.54 Uhr: Hunderte Mütter geben ihren Babys bei "Still-Party" in Manila die Brust +++

Hunderte Mütter haben auf den Philippinen öffentlich ihre Babys gestillt. In einem Stadion in der Hauptstadt gaben rund 1500 Frauen ihren Kindern bei einer von der Regierung unterstützten Großveranstaltung zum Rhythmus von Tanzmusik die Brust. Die "Still-Party" sollte für die Umstellung auf Muttermilch werben. Dies wird auch von Weltgesundheitsorganisation WHO und UN-Kinderhilfswerk UNHCR empfohlen.

+++ 15.42 Uhr: Entsetzen über antisemitische Parolen an Geburtshaus von Elie Wiesel +++

Antisemitische Parolen am Geburtshaus des Friedensnobelpreisträgers und Holocaust-Überlebenden (1928-2016) im nordrumänischen Sighetu Marmatiei haben Entsetzen ausgelöst. Am Sonntag erklärte das Internationale Auschwitz Komitee mit Sitz in Berlin, man sei "entsetzt und zornig" über den Vorfall. Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag die Hauswand mit antisemitischen Sprüchen besprüht. Das Haus ist heute eine Gedenkstätte für Elie Wiesel und ein Museum für jüdische Kultur.

+++ 15.40 Uhr: Seehofer: CSU kann absolute Mehrheit bei Bayern-Wahl verteidigen +++

CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) ist zuversichtlich, dass seine Partei trotz schlechter Umfragen bei der Landtagswahl im Oktober die absolute Mehrheit in Bayern verteidigen kann. "Ich glaube fest daran", sagte Seehofer bei der Aufzeichnung des ARD-"Sommerinterviews", das am Sonntagabend ausgestrahlt wird. Die CSU habe 25 Prozentpunkte Vorsprung vor den anderen Parteien und "wir stellen mit Markus Söder einen erstklassigen Ministerpräsidenten".

+++ 15.30 Uhr: Irans Präsident Ruhani akzeptiert Vorladung des Parlament +++

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat sich bereit erklärt, im Parlament Rede und Antwort zur schweren Wirtschaftskrise zu stehen. Es ist das erste Mal, dass der als gemäßigt geltende Ruhani während seiner fünfjährigen Amtszeit ins Parlament einbestellt wurde. Die Vorladung sei verfassungswidrig, kritisierte Ruhani, und in der derzeitigen Krise auch unklug. Er wolle aber Spannungen mit dem Parlament vermeiden, fügte er in einem Schreiben am Sonntag an Parlamentspräsident Ali Laridschani hinzu.

+++ 14.39 Uhr: Scharfe Kritik an Wagenknechts linker Sammlungsbewegung "Aufstehen" +++

Noch vor dem offiziellen Start ihrer neuen Sammlungsbewegung "Aufstehen" erntet Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht dafür scharfe Kritik - auch aus den eigenen Reihen. Fraktionsvize Klaus Ernst sagte der ARD, er sehe weder in der Linken noch in den anderen Parteien eine Unterstützung dieses Weges. Thomas Oppermann von der SPD machte in der ARD klar: "Sahra Wagenknecht träumt von einem starken Linkspopulismus in Deutschland. Das ist der falsche Weg, um die Rechtsentwicklung zu stoppen."

Wagenknecht wirbt mit ihrer linken Bewegung um unzufriedene Anhänger von SPD und Grünen. Es gehe ihr nicht um die Gründung einer neuen Partei, aber schon um "andere parlamentarische Mehrheiten, weil wir eine andere Regierung wollen", sagte sie am Samstag vor Journalisten.  

+++ 14.25 Uhr: Tsunami-Warnung nach starkem Erdbeben in Indonesien +++

Ein neues starkes Erdbeben hat am Sonntag die indonesische Insel Lombok erschüttert. Die Erdbebenwarte des Landes gab eine Tsunami-Warnung, nachdem eine Stärke von 7,0 ermittelt worden war. Das Zentrum des Bebens lag etwa 27 Kilometer nordöstlich von Lombok.

+++ 14.15 Uhr: Polizei: 20 Tote bei Absturz eines Oldtimer-Flugzeugs in der Schweiz +++

Bei dem Absturz eines Oldtimer-Flugzeugs vom Typ Junkers Ju-52 in der Schweiz sind alle 20 Insassen ums Leben gekommen. Es habe keine Überlebenden des Unglücks im Kanton Graubünden gegeben, teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag in Flims mit. Die auch als "Tante Ju" bekannte Maschine des Baujahrs 1939 war am Samstag in 2540 Metern Höhe am Berges Piz Segnas abgestürzt.

An Bord der Ju-52 der auf Rund- und Erlebnisflüge spezialisierten Firma JU-Air befanden sich nach Angaben der Polizei 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Wie ein Sprecher der Schweizer Behörde für Flugunfalluntersuchungen in Flims mitteilte, sei aus dem Trümmerbild zu schließen, dass die Maschine "nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt ist". Die Ursache dafür sei noch unklar und werde nun untersucht.

+++ 12.55 Uhr: Rückholung von Gefährder Sami A. aus Tunesien weiter unklar +++

Ob der als islamistischer Gefährder eingestufte Sami A. aus Tunesien nach Deutschland zurückreisen darf, ist weiter unklar. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, gibt es in Tunesien kein Ausreiseverbot gegen den mutmaßlichen Ex-Leibwächter von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. "Der zuständige Ermittlungsrichter hat mir im persönlichen Gespräch gesagt, dass Sami A. ausreisen dürfte", bestätigte dessen Anwältin Seda Basay-Yildiz der Deutschen Presse-Agentur.

Dem widersprach jedoch der Sprecher der für Terrorismus zuständigen Staatsanwaltschaft in Tunesien, Sofiane Sliti. Es werde weiter gegen den aus Deutschland abgeschobenen Gefährder ermittelt und er müsse in Tunesien bleiben.

+++ 11.37 Uhr: Arzt Klepetko zur Lauda-Genesung: Voraussetzung ist ideal +++

Niki Lauda musste sich mit 70 Jahren einer Lungentransplantation unterziehen 

Niki Lauda musste sich mit 70 Jahren einer Lungentransplantation unterziehen 

DPA

Niki Laudas behandelnder Arzt Walter Klepetko hat sich zuversichtlich zur Genesung des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters nach dessen Lungentransplantation geäußert. Wichtig sei die mentale Einstellung des Patienten. "Er muss wirklich ein Kämpfer sein, wirklich wollen", sagte der Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie im Allgemeinen Krankenhaus in Wien der "Bild am Sonntag". "Einen größeren Kämpfer als Niki Lauda wird es nicht so leicht zu finden geben." Die Voraussetzung sei "somit ideal". Ein Training, "damit sich das neue Organ an den Körper gewöhnt", gebe es nicht.

Auskünfte über den aktuellen Gesundheitszustand des 69-jährigen Lauda soll es erst wieder am Montagvormittag geben, bestätigte die Klinik am Sonntag auf Anfrage.

+++ 9 Uhr Gleitschirm-Flieger nach Absturz gestorben +++

Ein Gleitschirm-Flieger ist nach einem Absturz in Mecklenburg-Vorpommern gestorben. Der 50-Jährige erlag in der Nacht zu Sonntag in einer Rostocker Klinik seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann war am Freitag auf dem Flugplatz Vielist im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aus einer Höhe von mehreren Hundert Metern abgestürzt. Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar.

+++ 8.54 Uhr: FDP-Chef Lindner kritisiert "MeTwo"-Debatte als einseitig +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die "MeTwo"-Debatte im Internet, bei der Menschen über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus berichten, als einseitig kritisiert. "Wir erleben in Deutschland seit langem eine Alltagsdiskriminierung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, vor allem aus der Türkei", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Trotz guter Bildung erfahren sie Nachteile bei der Bewerbung um einen Job." Zu dieser Debatte gehöre aber ein zweiter Aspekt: "In der türkeistämmigen Gemeinschaft gibt es eine Geringschätzung freiheitlicher Werte. Bemühungen, sich zu integrieren, werden vernachlässigt."

Kampagne auf Twitter: #MeTwo: Hunderte beschreiben eindringlich, wie sich Alltagsrassismus in Deutschland anfühlt

+++ 8.43 Uhr: Serbiens Staatschef vergleicht Kroatien mit Hitler-Deutschland +++

Der serbische Staatschef Aleksandar Vucic hat die Kroaten mit Hitler verglichen, weil sie am Ende des Bürgerkrieges (1991-1995) über 200 000 Serben vertrieben hatten. "Hitler wollte eine Welt ohne Juden, Kroatien ein Kroatien ohne Serben", zitierten die Medien den Spitzenpolitiker am Sonntag in Belgrad: "In beiden Fällen wurde eine Endlösung verlangt".

+++ 8.39 Uhr: Venezuelas Präsident entgeht laut Regierung Sprengstoffanschlag mit Drohne +++

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ist nach Regierungsangaben einem Attentat entgangen. Während einer Rede in Caracas am Samstag seien mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen in der Nähe des Präsidenten explodiert, sagte Kommunikationsminister Jorge Rodríguez. Der Staatschef sei unversehrt. Maduro sprach von einem versuchten Anschlag auf sein Leben und beschuldigte Kolumbien, dahinter zu stecken. Eine bislang unbekannte Gruppe bekannte sich zu der Tat.

Ein Soldat blutet am Kopf, nachdem es bei einer Militärparade in Venezuela einen versuchten Anschlag gegen Staatschef Nicolas Maduro gegeben hat. Maduro soll unverletzt geblieben sein.

Ein Soldat blutet am Kopf, nachdem es bei einer Militärparade in Venezuela einen versuchten Anschlag gegen Staatschef Nicolas Maduro gegeben hat. Maduro soll unverletzt geblieben sein.

DPA

Sieben Mitglieder der Nationalgarde wurden laut Regierung verletzt. Fernsehbilder zeigten, wie Maduro eine live übertragene Rede bei einer Militärzeremonie in der Hauptstadt plötzlich abbrach und Richtung Himmel schaute, während Soldaten davonliefen. Leibwächter brachten sich mit Schutzschildern vor dem Präsidenten in Stellung. Die TV-Übertragung brach dann ab.

+++ 8.19 Uhr: Tödlicher Sturz aus selbstgebauter Hängematte in Österreich +++

In Österreich ist ein Mann tödlich verunglückt, als er vermutlich mehrere Meter tief aus einer Hängematte stürzte. Der 42-Jährige aus der Nähe von Graz habe die Konstruktion mit einem elektrischen Seilzug vor einem Jahr selbst gebaut, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Damit ließ sich die Hängematte auf sieben bis acht Meter Höhe ziehen. Der Seilzug sei an einem höher gelegenen Balken befestigt gewesen. Nach ersten Ermittlungen habe sich dieser Balken aus der Verankerung gelöst. Der Mann sei aus unbekannter Höhe abgestürzt und von dem herabfallenden Balken getroffen worden. Dabei erlitt er tödliche Kopfverletzungen.

+++ 8.02 Uhr: Mit Plüschtier an die Uni: Zwölfjähriger nimmt Studium in Mexiko auf +++

Mit gerade mal zwölf Jahren tritt der zwölfjährige Mexikaner Carlos Antonio Santamaría eine wissenschaftliche Karriere an: Am Montag wird er als jüngster Student sein Studium der biomedizinischen Physik an der renommierten Autonomen Nationaluniversität Mexiko antreten - mit einem Plüsch-Puma als Begleiter. "Das Plüschtier nehme ich mit zum Unterricht", sagte Carlos der Nachrichtenagentur AFP. Als "Genie" will sich der Junge nicht verstanden wissen: Vielmehr sei es sein "Lernhunger", der ihn im Rekordtempo zum Abitur und nun an die Uni geführt habe, sagte er.

+++ 7.51 Uhr: Noch ein Flugzeugabsturz in der Schweiz - bis zu 20 Tote befürchtet +++

Beim Absturz eines Flugzeugs in den Schweizer Alpen am Samstag könnten bis zu 20 Menschen ums Leben gekommen sein. Die im Kanton Graubünden abgestürzte Maschine war eine Junkers Ju-52 des Baujahrs 1939, wie die auf Rundflüge spezialisierte Firma Ju-Air in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Das Oldtimer-Flugzeug hat Platz für 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

Die Kantonspolizei Graubünden meldete lediglich den Absturz an der Westflanke des Berges Piz Segnas, auf etwa 2540 Metern Höhe. Die Bergungsarbeiten sollten am Sonntag fortgesetzt werden. Zu möglichen Absturzursachen machte die Polizei keine Angaben.

Am Samstag war außerdem bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

+++ 7.15 Uhr: Russlands Außenministerium ernennt Action-Held Seagal zum Sondergesandten +++

US-Actiondarsteller Steven Seagal hat bei der russischen Regierung angeheuert: Das Außenministerium in Moskau ernannte den 66-jährigen Schauspieler zum Sondergesandten für die Beziehungen zu den USA, wie es am Samstag bekannt gab. Seagal solle sich insbesondere um die Beziehungen im "humanitäre Bereich" kümmern - dazu zählt das russische Außenministerium Dinge wie Kultur, Kunst und Jugendaustausch. Sein Amt werde er ehrenamtlich ausüben, erklärte das Ministerium.

Der gebürtige US-Bürger Seagal hat sich immer wieder als Fan von Präsident Wladimir Putin zu erkennen gegeben, mit dem er freundschaftlich verbunden ist.  Im Jahr 2016 wurde Seagal die russische Staatsbürgerschaft verliehen.

+++ 6.04 Uhr: Trockenheit lässt junge Weihnachtsbäume verdorren +++

Wegen der andauernden Dürre bangen die Betreiber von Weihnachtsbaum-Plantagen um ihre Jungpflanzen. "Aus den ostdeutschen Bundesländern, aber auch aus Norddeutschland erreichen uns Meldungen, wonach die Neuanpflanzungen zu 100 Prozent vertrocknet sind", sagte Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger (BVWE). Millionen Jungbäume dürften betroffen sein.

Das habe zwar noch keine Auswirkungen auf die diesjährige Ernte, da Nordmanntannen mindestens zehn Jahre gehegt und gepflegt werden, bevor sie geschlagen und als Weihnachtsbaum verkauft werden. In acht bis zehn Jahren aber könnte es Engpässe beim Angebot geben.

+++ 5.24 Uhr: Zehntausende Drusen demonstrieren in Israel gegen umstrittenes Nationalstaatsgesetz +++

Zehntausende Drusen haben in Tel Aviv gegen das umstrittene israelische Nationalstaatsgesetz demonstriert. Nach israelischen Medienberichten marschierten rund 50.000 Demonstranten am Samstagabend durch die Stadt. Die Drusen sehen sich durch ein im Juli verabschiedetes umstrittenes Gesetz diskriminiert, das Israel als "Nationalstaat des jüdischen Volkes" definiert, in dem allein Juden das Recht auf Selbstbestimmung haben.

In dem Gesetz wird zudem Hebräisch zur alleinigen Nationalsprache erklärt, während Arabisch, das in Israel bisher ebenfalls offizielle Sprache war, nur einen nicht näher definierten Sonderstatus erhielt.

Rund 17,5 Prozent der gut acht Millionen Israelis sind Araber, 130.000 gehören der religiösen Minderheit der Drusen an. Die Drusen unterliegen der israelischen Wehrpflicht, im Gegensatz zu anderen arabischen Israelis. "Trotz unserer uneingeschränkten Loyalität zu Staat sind wir in den Augen des Staates nicht gleich", kritisierte der geistliche Führer der israelischen Drusen, Scheich Muafak Tarif, in einer Rede vor den Demonstranten.

+++ 3.04 Uhr: Medien: Fast 40 Verfahren gegen türkische und arabische Clans +++

Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben nach Informationen der Funke Mediengruppe im vergangenen Jahr in 39 Fällen gegen türkische und arabische Clans wegen organisierter Kriminalität ermittelt. Dies sei eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Jahr 2016 mit 25 solchen Ermittlungsverfahren, hieß es unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA). Vor allem in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und in Berlin habe die Polizei ein besonders scharfes Auge auf die Clans.

anb / DPA / AFP