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News des Wochenendes: Ex-Freundin als Geisel genommen, Passanten niedergestochen - flüchtiger 41-Jähriger gefasst

Jazztrompeter Tomasz Stanko gestorben +++ Ehepaar wird beim Wandern von Hunden angegriffen +++ Blitzeinschlag bei Familienfeier +++ Erdbeben auf indonesischer Insel Lombok - mehrere Tote +++ Die News des Wochenendes.

Versuchte Vergewaltigung in Kleve: Eine Polizei-Sirene (Symbolbild)

Der 41-Jährige hatte auf seiner Flucht einen Passanten mit Messerstichen schwer verletzt

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zahl der Waldbrand-Toten in Griechenland steigt auf 91 (19.34 Uhr)
  • Fahnder lösen Rätsel um mysteriösen Skifahrer nach 65 Jahren (16.30 Uhr)
  • Ehepaar wird beim Wandern von Hunden angegriffen (13.44 Uhr)
  • Blitz schlägt bei Familienfeier ein (9.28 Uhr)
  • Erdbeben auf indonesischer Ferieninsel Lombok - mehrere Tote (8 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:

+++ 22 Uhr: Trump empfängt Verleger der "New York Times" und beschwert sich über Medien +++

Der Herausgeber der "New York Times" hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus für dessen Verbalattacken gegen die Medien kritisiert. "Ich habe dem Präsidenten direkt gesagt, dass ich seine Sprache nicht nur als spalterisch empfinde, sondern auch mehr und mehr als gefährlich", erklärte Herausgeber A. G. Sulzberger am Sonntag. Trump erklärte seinerseits, er habe dargelegt, warum er die Medien als "Feinde des Volks" betrachte. Nach Sulzbergers Angaben fand das Treffen am 20. Juli auf Initiative des Weißen Hauses statt. Eigentlich sei Vertraulichkeit über den Inhalt vereinbart worden. Da der Präsident aber am Sonntagmorgen (Ortszeit) in einer Twitter-Botschaft über das Treffen berichtete, fühle er sich seinerseits nicht mehr an die Vertraulichkeit gebunden und wolle seine Sicht des Verlaufs darlegen, erklärte Sulzberger.

+++ 20.06 Uhr: Jazztrompeter Tomasz Stanko gestorben +++

Trauer um Tomasz Stanko. Der polnische Jazztrompeter starb im Alter von 76 Jahren. Dies teilten seine Familie und der polnische Jazzverband PSJ am Sonntag mit. Er sei "nach einer schweren Krankheit in Warschau gestorben". Der polnische Musikjournalist Piotr Baron schrieb auf Twitter, Stanko sei "einer der Gründerväter des polnischen Jazz" gewesen. Im Frühjahr waren Auftritte von Stanko und seiner Band auch für Deutschland abgesagt worden. So schrieben die Veranstalter des Festivals XJazz in Berlin, der polnische Musiker sei in Behandlung, man hoffe aber auf eine baldige Besserung. Das Münchner Jazz-Label ECM, bei dem Stanko zahlreiche Alben veröffentlichte, nennt auf seiner Webseite die US-Trompeter Miles Davis und Chet Baker als frühe Einflüsse. Später seien Free-Jazz-Avantgardisten wie Ornette Coleman und Don Cherry hinzugekommen. 

Der polnische Jazztrompeter Tomasz Stanko ist tot

Tomasz Stanko wurde 76 Jahre alt

DPA

+++ 19.34 Uhr: Zahl der Waldbrand-Toten in Griechenland steigt auf 91 +++

Bei den verheerenden Bränden in Griechenland sind mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 25 Menschen werden noch vermisst, wie eine Sprecherin der griechischen Feuerwehr am Sonntagabend im griechischen Fernsehen mitteilte. Mehrere Leichen seien noch nicht identifiziert, hieß es. Die Feuerwehr ging davon aus, dass dies noch mehrere Tage dauern werde. Erst dann werde auch Klarheit über das Schicksal aller Vermissten herrschen. Der Brand war am vergangenen Montag in der Region um die Hafenstadt Rafina östlich von Athen ausgebrochen. Fast die Hälfte der Häuser der Ferienortschaft Mati wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Justiz hat Ermittlungen eingeleitet.

+++ 18.51 Uhr: Feuerwehrleute helfen hitzegeplagten Fischen in Not +++

Feuerwehrleute haben im Stadtpark von Bochum hitzegeplagten Fischen in Not geholfen. Passanten hatten hunderte tote Tiere an der Oberfläche entdeckt und die Behörden alarmiert, wie die Feuerwehr mitteilte. Anscheinend drohte der See aus Sauerstoffmangel wegen der Hitzewelle zu kippen - also galt es, den anderen Fischen im Wasser zu helfen. Um das Wasser umzuwälzen und so den Sauerstoffgehalt zu erhöhen, waren 20 Einsatzkräfte mehrere Stunden lang mit Pumpen im Einsatz, sagte ein Sprecher. "Das Wasser wird dann wieder durch Strahlrohre in den Teich abgegeben." Mehr als 800.000 Liter Wasser wurden bei der Rettungsaktion bewegt. Man sei zuversichtlich, dass sich der Bestand erhole, hieß es.

+++ 17.46 Uhr: Flüchtiger Messerstecher von Erfurt gefasst +++

Der nach einer Messerattacke auf einen Passanten flüchtige Gewaltverbrecher aus Erfurt ist gefasst. Er wurde nach Zeugenhinweisen am späten Nachmittag im Stadtgebiet festgenommen, teilte die Landeseinsatzzentrale am Sonntag mit. Der wegen Freiheitsberaubung und versuchten Mordes seit Tagen gesuchte 41-jährige litauische Staatsbürger sei zweifelfrei identifiziert. Er werde unverzüglich einem Haftrichter vorgeführt. Der Mann soll am Donnerstag seine Ex-Freundin als Geisel genommen haben. Auf der Flucht stach er den Ermittlungen zufolge mit einem Messer auf einen unbeteiligten 24-Jährigen Passanten ein und verletzte diesen schwer.

+++ 17.12 Uhr: Zwei kleine Mädchen in Dresden tot in Wohnung ihres Vaters aufgefunden +++

In Dresden sind zwei kleine Mädchen in der Wohnung ihres Vaters tot aufgefunden worden. Wie die Polizei in der sächsischen Hauptstadt mitteilte, meldete sich am frühen Samstagabend die Mutter der drei und sechs Jahre alten Kinder bei der Polizei, weil ihr Ex-Lebenspartner die Töchter nicht wie vereinbart nach der Betreuung wieder zurückbrachte. Die Beamten fanden die Kinder tot in der Wohnung. Der 55-jährige Vater wurde festgenommen. Die Polizei ging nach eigenen Angaben von einem Verbrechen aus. Der Mann, der bei seiner Festnahme stark alkoholisiert war, wurde am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Dem Vater wird laut aktuellem Ermittlungsstand vorgeworfen, seine beiden Kinder umgebracht zu haben. Das Ergebnis der Obduktion der Mädchen wurde für Montag erwartet.

+++ 16.42 Uhr: Hinweis auf freilebendes Krokodil in Teich ruft Polizei in NRW auf den Plan +++

Ein telefonischer Hinweis auf ein freilebendes Krokodil in einem Teich im nordrhein-westfälischen Werne hat die Polizei auf den Plan gerufen. Eine Frau aus Lünen hatte demnach am Samstagabend ein zirka ein Meter langes Rpetil in dem Teich gesehen, wie die Polizei in Unna mitteilte. Eine Funkstreife machte sich daraufhin auf den Weg zu dem Gewässer. "In der Tat erblickten die Kollegen den Kopf des Reptils in besagtem Teich", heiß es im Polizeibericht. Nach vorsichtiger Annäherung und genauer Überprüfung entpuppte sich "Schnappi" allerdings eine Kunststoff-Attrappe, die sich schon seit rund drei Jahren in dem Privatteich befindet. "Weitergehende Maßnahmen der Polizei waren nicht geboten", erklärten die Ordnungshüter.

+++ 16.30 Uhr: Fahnder lösen Rätsel um mysteriösen Skifahrer nach 65 Jahren +++

Nach knapp 65 Jahren hat die italienische Polizei das Rätsel um einen mysteriösen Skifahrer in den Alpen geklärt. Per Facebook hatten die Ermittler zur Identifizierung eines Sportlers aufgerufen, der 1954 am Matterhorn gestorben war. Nach einem Monat meldeten sie nun den Erfolg: Der Tote sei ein Franzose, der mit 35 Jahren umkam. Seine Nichte, die in Paris lebe, habe auf den Aufruf reagiert, teilte die Polizei in Turin mit. Deren Vater - also der Bruder des Skifahrers - habe sich dann zu einem DNA-Test bereit erklärt, womit der Mann identifiziert werden konnte. Der Bruder sei "ergriffen und vor allem überrascht" gewesen, den Verschwundenen doch noch wiederzufinden. Die Leiche war vor 13 Jahren aus dem Gletschereis des Aostatals auf der italienischen Matterhorn-Seite geborgen worden. 

+++ 15.50 Uhr: 63.000 Hektar Wald zerstört und sechs Todesopfer bei Bränden in Kalifornien +++

Insgesamt 14 aktive Brände haben in Kalifornien bereits 63.000 Hektar Wald vernichtet und sechs Menschen das Leben gekostet. US-Präsident Donald Trump gab am Samstag Bundesmittel für die Bewältigung der Feuer frei, die Nationale Katastrophenschutzbehörde solle notwendige Ausrüstung und Ressourcen bereitstellen. Insgesamt 10.000 Feuerwehrleute waren in dem Westküstenstaat im Einsatz. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hatte die US-Regierung um Hilfe gebeten, "um Leben zu retten und Besitz zu schützen", wie sein Büro mitteilte. Er forderte Militärflugzeuge für die Löscharbeiten an sowie Güter und Trinkwasser für die Notunterkünfte für rund 38.000 Menschen im Bezirk Shasta, die wegen des sogenannten Carr-Feuers ihre Häuser verlassen mussten.

+++ 15.04 Uhr: Unicef: Jedes dritte Opfer von Menschenhandel ist minderjährig +++

Weltweit ist nach Angaben von Unicef fast jedes dritte Opfer von Menschenhandel unter 18 Jahre alt. Kinder und Jugendliche machen rund 28 Prozent der entdeckten Fälle von Menschenhandel aus, wie das deutsche Komitee des UN-Kinderhilfswerks in Köln mitteilte. In Regionen wie Afrika südlich der Sahara, Zentralamerika und der Karibik machen Kinder mit bis zu 64 Prozent demnach einen noch höheren Anteil an den registrierten Opfern aus.

+++ 13.58 Uhr: Diebe stehlen Schuhschrank bei Umzug aus Fahrstuhl +++

Einen gut bestückten Schuhschrank haben Diebe einer Frau aus Erfurt bei deren Umzug gestohlen. Sie entwendeten ihn in einem Hochhaus direkt aus dem Fahrstuhl, wie die Polizei mitteilte. Die 26-Jährige hatte den Schrank bei dem Umzug am Samstag demnach im Aufzug zurückgelassen, weil sie nicht alle Möbel gleichzeitig ausladen konnte. Als der Lift nach einer Fahrt in die 14. Etage wieder im Erdgeschoss ankam, fehlte der Schrank - und mit ihm etwa 20 Paar Schuhe.

+++ 13.44 Uhr: Ehepaar beim Wandern von Rottweilern angegriffen +++

Im niederländischen Groningen ist ein Ehepaar von zwei Rottweilern angegriffen und schwer verletzt worden. Wie der "Telegraaf" berichtet, entkamen die beiden Hunde aus einem Garten durch ein Loch unter einem Zaun. Das Ehepaar aus der Gemeinde Tilburg, das gerade auf Wanderurlaub war, soll nur wenige Sekunden vorher an den bellenden Hunden vorbeigelaufen sein. Der Mann versuchte noch, die Tiere mit seinem Regenschirm abzuwehren, wurde aber schwer verletzt. Die Hunde ließen erst von ihm ab, als der Besitzer nach ihnen rief. Der Mann kam danach in ein Krankenhaus. Er musste an Armen und Beinen operiert werden. Einen Tag nach dem Angriff sollen die Rottweiler von einem Hundepsychologen besucht worden sein. Auch ihn sollen sie angegriffen haben. Die Besitzer sollen laut Bericht beschlossen haben, die Tiere einschläfern zu lassen.

+++ 11.15 Uhr: Hunderte müssen am Flughafen München übernachten +++

Infolge des Chaos' am Münchner Flughafen mussten in der Nacht zum Sonntag rund 700 Menschen auf Feldbetten übernachten. Hunderte weitere Passagiere wurden in Hotels untergebracht, wie ein Flughafensprecher am Morgen sagte. Mindestens 2000 Fluggäste sollten am Sonntag auf andere Flüge umgebucht werden. Passagiere müssten sich auf längere Wartezeiten am Airport einstellen. Es gebe weiterhin Flugausfälle und Verspätungen, hieß es. Wegen der Räumung von zwei Abflughallen am Flughafen München waren am Samstag mindestens 200 Flüge ausgefallen. Bei rund 60 Flügen war es zu Verspätungen von mehr als einer halben Stunde gekommen. Weil eine unbekannte Frau unkontrolliert in den Sicherheitsbereich von Terminal 2 gelangt war, räumte die Bundespolizei das Gebäude und das dazugehörige Satelliten-Terminal. Dies führte zu chaotischen Zuständen, weil am Samstag wegen des Starts der Schulferienzeit besonders viele Menschen am Flughafen waren.

+++ 10.12 Uhr: Orban will Migration zum Hauptthema der Eurowahl 2019 machen +++

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will die Migration zum bestimmenden Thema der Europawahl 2019 machen. "Es ist an der Zeit, dass diese Wahl von der einzigen ernsthaften gemeinsamen europäischen Frage handelt, von der Migration", sagte der rechtskonservative Politiker am Samstag in einer Rede vor Anhängern im rumänischen Kurort Baile Tusnad, wo viele ethnische Ungarn leben. "Wenn Europa über die Einwanderung entscheidet", fügte er hinzu, "dann entscheidet es auch über die europäische Elite." Diese habe nämlich bei der Bewältigung der Flüchtlingswanderungen 2015 "ihren Bankrott erklärt". Sie habe sich als unfähig erwiesen, Europa "gegen die Einwanderung zu verteidigen".

+++ 8 Uhr: Nach Erdbeben auf Lombok: mehrere Tote +++

Bei dem Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok sind am Sonntag nach neuen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und etwa 40 weitere verletzt worden. Dutzende Häuser seien beschädigt worden, teilte der Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, mit. Da noch nicht alle Informationen vorlägen, werde die Opferzahl voraussichtlich weiter steigen. Das Beben der Stärke 6,4 hatte sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 50 Kilometer nordöstlich von Lomboks Hauptort Mataram ereignet. Damit erschütterte es eine Region abseits der Touristengegenden im Süden und Westen der Insel.

+++ 3 Uhr: Blitz schlägt bei Familienfeier in Scheune - zehn Verletzte +++

Bei einer Familienfeier in Sachsen-Anhalt ist ein Blitz in eine Scheune eingeschlagen und hat zehn Menschen verletzt - darunter fünf Kinder. Wie die Polizei mitteilte, feierten 40 Gäste auf dem Grundstück in Neuferchau eine Taufe und einen Geburtstag. Die Kinder spielten am frühen Samstagabend in der Scheune, als der Blitz krachend in das Dach fuhr. Sie erlitten Verbrennungen. In einem Zelt neben der Scheune hielten sich fünf Gäste an Metallstangen fest, als der Blitz einschlug. Sie erlitten ebenfalls Verbrennungen und wurden von Notärzten versorgt. Danach kamen die zehn Opfer ins Krankenhaus.

+++ 1.25 Uhr: Erdbeben erschüttert Indonesiens Insel Lombok +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat am Sonntagmorgen die indonesische Insel Lombok erschüttert. Das Zentrum des Bebens wurde von der US-Erdbebenwarte USGS in der Nähe von Lelongken im Norden der Insel in einer Tiefe von knapp 7,5 Kilometern gemessen. Über eventuelle Schäden oder sonstige Auswirkungen des Erdstoßes lagen zunächst keine Angaben vor. Lombok liegt östlich von Bali.

+++ 1 Uhr: Sami A. muss in Tunesien bleiben +++

Der womöglich rechtswidrig nach Tunesien abgeschobene und als islamistischer Gefährder eingestufte Sami A. muss nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" vorerst in seinem Heimatland bleiben. Zwar wurde er am Freitag vorläufig auf freien Fuß gesetzt, doch nach Informationen der Zeitung verhängten die tunesischen Behörden ein Ausreiseverbot. So habe das Auswärtige Amt am Wochenende den deutschen Innenbehörden mitgeteilt, dass Sami A. nach Informationen von tunesischer Seite das Land nicht verlassen dürfe.


Nachrichten von Samstag, 28. Juli:

+++ 21.20 Uhr: Mehr als 1200 Flüchtlinge landen binnen zwei Tagen in Spanien an +++

Nach der Ankunft von mehr als 1200 Bootsflüchtlingen binnen zweier Tage hat die spanische Regierung eine europäische Lösung gefordert. "Das Migrationsproblem ist ein Problem Europas und erfordert eine europäische Lösung", sagte Spaniens Innenminister Fernando Grande-Malaska bei einem Besuch im Süden des Landes. Am Samstag hatte die Küstenwache 334 Flüchtlinge von 17 Booten gerettet, am Vortag waren es 888 Flüchtlinge. Spanien hat in diesem Jahr Italien als Hauptankunftsland für Flüchtlinge in Europa abgelöst. Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation (IOM) knapp 21.000 Flüchtlinge in Spanien an. In Italien waren es rund 18.100 und in Griechenland rund 15.500.

+++ 20.21 Uhr: Berliner Christopher Street Day wegen Unwetterwarnung abgebrochen +++

Der Christopher Street Day in Berlin ist wegen einer Warnung vor schweren Gewittern abgebrochen worden. "Die Sicherheit der Teilnehmer*innen ist unsere höchste Priorität", sagte Alexandra Knoke vom CSD-Vorstand laut einer Mitteilung. Nach anhaltenden Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und auf Empfehlung von Feuerwehr und Polizei sei der Abbruch der Abschlussveranstaltung veranlasst worden. Tausende Menschen hatten am Samstag den Christopher Street Day in der Hauptstadt gefeiert. Von dekorierten Wagen dröhnten Bässe und die Village People mit "YMCA". Am Rand drängten sich viele Schaulustige.

+++ 19.05 Uhr: Krisenstaat Mali wählt nächsten Präsidenten +++

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Die rund acht Millionen Wahlberechtigten können zwischen 24 Kandidaten entscheiden - unter ihnen ist der seit 2013 regierende Präsident Ibrahim Boubacar Keita, der sich für eine weitere Amtszeit bewirbt. Die Opposition wirft ihm Versäumnisse bei der Stabilisierung des Landes vor, in dem dschihadistische Rebellengruppen aktiv sind. Ergebnisse der Wahl werden binnen 48 Stunden erwartet.

+++ 16.54 Uhr: Eisbär greift Mann auf Spitzbergen an +++

Ein Eisbär hat auf Spitzbergen vor Norwegens Nordküste einen Mann attackiert und verletzt. Zu dem Zwischenfall sei es gekommen, als eine Gruppe von Kreuzfahrttouristen der "MS Bremen" in einem kleinen Boot auf einer Insel angelandet sei, teilte ein Sprecher des Rettungsdienstes von Nordnorwegen der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Bär sei erschossen worden. Der Zustand des Mannes sei stabil. Der Mann sei Eisbärenwächter gewesen und mit anderen Wächtern - aber ohne Touristen - an Land gegangen. Die "MS Bremen" wird vom deutschen Kreuzfahrtveranstalter Hapag-Lloyd Cruises betrieben, der auch Expeditionen in die Arktis anbietet. Der Mann sei nach der Attacke auf der Insel Sjuoyane in einem Hubschrauber nach Longyearbyen ausgeflogen worden, der größten Siedlung auf Spitzbergen. Die Inselgruppe besteht aus sieben Inseln. Die dortigen Behörden warnen regelmäßig vor der Gefahr, die von Eisbären ausgehen kann.

+++ 16.41 Uhr: Sachsen-AfD für Schusswaffengebrauch an der Grenze +++

Aus den Reihen der sächsischen AfD sind erneut Forderungen nach einem Schusswaffengebrauch gegen Migranten an der Grenze aufgetaucht. Der Generalsekretär der AfD in Sachsen, Jan Zwerg, erhob diese Forderung, nachdem am Donnerstag mehr als 600 Flüchtlinge die Grenzzäune der spanischen Exklave Ceuta in Marokko überwunden hatten. Zwerg bezeichnete die Menschen in einer am Freitag verbreiteten Presseerklärung seiner Partei als "Invasoren". Deutschland könne sich auf "solche Außenstaaten wie Spanien" nicht mehr verlassen. "Nun sickern die Asylbegehrer über das sozialistisch regierte Spanien ein. Für Deutschland kann das nur heißen: Grenzen dicht und in letzter Konsequenz auch von der Schusswaffe Gebrauch machen", forderte Zwerg laut Mitteilung. 

+++ 16.07 Uhr: ZDF plant einmalige "Wetten, dass..?"-Show mit Gottschalk +++

Das ZDF will nach Informationen des "Spiegels" für einen Abend seine legendäre Sendung "Wetten, dass..?" wieder aufleben lassen - samt Moderator Thomas Gottschalk. Wie das Magazin unter Berufung auf Senderkreise berichtet, soll es anlässlich des 70. Geburtstags von Gottschalk im Mai 2020 ein letztes Mal "Wetten, dass..?" geben. Gottschalk hatte die Show von 1987 bis 2011 mit Unterbrechungen präsentiert. Im Jahr 2014 war die Sendung eingestellt worden, zuletzt hatte sie Markus Lanz moderiert. Die Rückkehr von "Wetten, dass..?" ins ZDF soll allerdings einmalig bleiben, zitierte der "Spiegel" den Sender. Offiziell wollte das ZDF demnach lediglich bestätigen, dass Gottschalks runder Geburtstag auf dem Schirm gefeiert wird. Gottschalk selbst gab sich ebenfalls zurückhaltend mit Blick auf den Geburtstag in zwei Jahren: "Wer weiß, ob es dann das ZDF oder mich noch gibt."

+++ 16.05 Uhr: Bus stürzt in tiefe Schlucht - mindestens 25 Tote in Indien +++

Ein Bus ist 150 Meter tief in eine Schlucht in Indien gestürzt und hat mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen. Behörden befürchteten nach dem Unglück nahe der Stadt Dapoli im Bundessstaat Maharashtra sogar mehr als 30 Tote. 25 der 34 Fahrgäste seien schon tot geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein Reisender habe es geschafft, aus dem abstürzenden Fahrzeug herauszuspringen, so Prakash Pawar weiter. Er sei bergauf geklettert und habe dann die Rettungsdienste alarmiert.

+++ 15.39 Uhr: Frauen werfen Chef des US-Senders CBS sexuelle Übergriffe vor +++

Der Chef des US-Fernsehsenders CBS, Leslie Moonves, soll über Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt haben. Schauspielerinnen und Drehbuchautorinnen werfen Moonves in dem amerikanischen Magazin "The New Yorker" vor, sie gegen ihren Willen berührt und geküsst zu haben. Zudem habe er gedroht, ihre Karrieren zu zerstören, sollten sie seine Annährungsversuche nicht erwidern. Die Anschuldigungen stammen von sechs Frauen und beziehen sich auf die Zeit zwischen 1980 und 2010. Der Autor des Artikels, Ronan Farrow, hatte im Herbst des vergangenen Jahres maßgeblich dazu beigetragen, die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe des Filmproduzenten Harvey Weinstein aufzudecken. Der CBS-Chef, einer der bekanntesten und mächtigsten Fernsehmanager Amerikas, sagte dem "New Yorker" zufolge: "Ich erkenne an, dass ich vor Jahrzehnten dafür gesorgt haben könnte, dass sich Frauen aufgrund von Avancen unwohl fühlen." Moonves spricht demnach von "Fehlern", die er "ungemein" bereue. Ein "Nein" der Frauen habe er aber stets akzeptiert. Auch habe er niemals seine Position missbraucht, um Karrieren zu behindern.

+++ 15.01 Uhr: Papst nimmt Rücktrittsgesuch von US-Kardinal wegen Missbrauchsvorwürfen an +++

Papst Franziskus hat ein Rücktrittsgesuch des wegen Missbrauchsvorwürfen suspendierten US-Kardinals Theodore McCarrick angenommen. Der 88-Jährige werde dem Kardinalskollegium künftig nicht mehr angehören, teilte der Vatikan mit. Zudem müsse er sich bis zur Klärung der Vorwürfe gegen ihn vollständig aus dem öffentlichen Leben zurückziehen. McCarrick befand sich bereits offiziell im Ruhestand, reiste aber in den vergangenen Jahren viel um die Welt, wobei er sich für Menschenrechte einsetzte. Er war früher unter anderem Erzbischof von Newark im US-Bundesstaat New Jersey und Erzbischof von Washington. Er ist der seit vielen Jahren ranghöchste US-Geistliche, der des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird.

+++ 14.21 Uhr: Zwei neue Wolfsrudel in Sachsen nachgewiesen +++

Sachsen bleibt Wolfsland Nummer eins in Deutschland. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurden je ein neues Rudel nachgewiesen. Sie leben im Waldgebiet der Massenei sowie im Raum Großhennersdorf, wie das Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" mitteilte. Wolfsexpertin Gesa Kluth verwies auf eine aktualisierte Karte der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW). Demnach sind in Deutschland derzeit 38 Rudel, 13 Paare und 3 Einzeltiere nachgewiesen. Sachsen steht mit 17 Rudeln und 4 Paaren zu Buche. Dahinter rangieren Niedersachsen (10 Rudel, 5 Paare, 1 Einzeltier), Brandenburg (7 Rudel), Mecklenburg-Vorpommern (3 Rudel, 2 Paare, 1 Einzeltier), Bayern (1 Rudel, 2 Paare) und Thüringen, wo nur ein einzelner Wolf lebt.

+++ 13.28 Uhr: Es bleibt heiß in Deutschland - immer wieder Gewitter möglich +++

Hitzegeplagte müssen weiter auf wirkliche Abkühlung warten. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, zieht das für die hochsommerlichen Verhältnisse verantwortliche Tiefdruckgebiet "Juli" vorerst nicht weiter. "Daher macht sich bereits am morgigen Sonntag rasch wieder Hochdruckeinfluss breit, die Sonne kann erneut kräftig einheizen und die Temperaturen wieder auf Werte um 30 Grad treiben", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Am Montag würden teilweise wieder Temperaturen um die 35 Grad erreicht, dazu werde es schwül. Auch bis zur Wochenmitte bleibt es demnach warm bis heiß. Allerdings bleibt das Schauer- und Gewitterrisiko Teilen Deutschlands zunächst erhalten. Auch im weiteren Verlauf der Woche und am Wochenende kann es bei örtlicher Bewölkung immer wieder Gewitter oder auch nur etwas Regen geben. Da bedeutet aber keineswegs, dass die Temperaturen sinken. Die Höchstwerte liegen ab Mittwoch bis zum darauffolgenden Montag bei um die 31 Grad.

+++ 13.02 Uhr: Zehntausende Russen demonstrieren gegen Anhebung des Rentenalters +++

Zehntausende Russen haben gegen die geplante Anhebung des Rentenalters demonstriert. Allein in der Hauptstadt Moskau gingen nach Angaben der Organisatoren bis zu 100.000 Menschen auf die Straße. Zu den landesweiten Protesten hatte die Kommunistische Partei aufgerufen. Die Regierung will Männer künftig erst mit 65 Jahren und Frauen mit 63 Jahren in den Ruhestand gehen lassen. "Wir wollen von unseren Renten leben und nicht bei der Arbeit sterben" stand auf einem der Banner, welche die Demonstranten in Moskau trugen. Die Kritik bezieht sich auf die vergleichsweise niedrige Lebenserwartung in Russland: Eine Anhebung des Rentenalters würde dazu führen, dass vor allem Männer kaum mehr den Renteneintritt erleben - sie werden im Durchschnitt nur 65 Jahre alt.

+++ 13 Uhr: Mick Schumacher gewinnt Formel-3-Rennen in Spa +++

Mick Schumacher hat es endlich geschafft. Ausgerechnet in Spa-Francorchamps feierte der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher am Samstag seinen ersten Sieg in der Formel-3-Europameisterschaft. Zwei Tage nach der erstmaligen Fahrt auf die Pole Position stand der 19-Jährige in seinem 45. Formel-3-Rennen erstmals auch auf dem Podest ganz oben. In Belgien hatte sein Vater sein erstes Formel-1-Rennen bestritten und dann auch seinen ersten Grand Prix gewonnen.

"Es ist ein tolles Gefühl, in Spa zu gewinnen, nachdem ich die Pole Position gestern leider nicht in einen Rennerfolg ummünzen konnte", sagte Schumacher am Samstag. Tags zuvor im zweiten von drei Rennen an dem Wochenende in Spa war er wegen eines Reifenschadens an seinem Dallara-Mercedes schon in der ersten Runde ausgeschieden. "Wie es scheint, ist Spa ein guter Ort für die Schumacher-Familie. Als ich heute Vormittag den Regen sah, hatte ich mich schon gefreut: Ich mag Regen und auch abtrocknende Bedingungen sehr", erklärte der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters.

+++ 12.39 Uhr: Mann will Rhein durchschwimmen und stirbt +++

Schon wieder ein tödlicher Badeunfall im Rhein: Ein 38-Jähriger hat in Baden-Württemberg versucht, den Strom zu durchschwimmen, und ist dabei ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am Freitag von der Schweizer Seite gestartet. In der Mitte des Flusses bei Murg südlich von Freiburg verließ ihn demnach wohl die Kraft und er drohte, unterzugehen. Mehrere Jugendliche auf deutscher Seite eilten ihm zur Hilfe. Der Schweizer wurde zunächst wiederbelebt. Er starb jedoch am Samstag in einer Klinik. "Offenbar hatte er seine eigenen Fähigkeiten und die Strömung des Rheins falsch eingeschätzt", teilte die Polizei mit. Es ist demnach in dieser Woche bereits der dritte tödliche Badeunfall im Rhein allein im 160 Kilometer langen Abschnitt der Wasserschutzpolizei zwischen Iffezheim bei Karlsruhe und dem Rheinfall bei Schaffhausen.

+++ 11.51 Uhr: Terminal am Münchner Flughafen wieder frei +++

Der Sicherheitsbereich von Terminal 2 des Flughafens München ist nach einer Räumung wieder frei. Sicherheitskontrollen von Passagieren werden wieder durchgeführt, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Samstag sagte. Das betreffe alle Flüge, die von dem Terminal starten. Die Polizei kontrolliere derzeit noch das sogenannte Satellitenterminal, für das der Zugang nur über Sicherheitskontrollen des Terminal 2 möglich ist. Am Morgen waren die Gebäude komplett geräumt worden, weil eine bislang unbekannte Frau in den Sicherheitsbereich eingedrungen war. Dies führte zu chaotischen Zuständen, weil am Samstag wegen der Schulferien besonders viele Menschen am Flughafen waren.

+++ 11.40 Uhr: 81-Jähriger soll seine 84 Jahre alte Schwester umgebracht haben +++

Ein 81-Jähriger soll am Freitagabend in Düsseldorf seiner 84 Jahre alten Schwester im Streit so schwere Verletzungen zugefügt haben, dass sie in ihrer Wohnung starb. Der tatverdächtige Rentner wurde noch am Abend festgenommen und sollte am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Behörden mit. Eine Mordkommission ermittelt die Hintergründe der Tat. Polizeibeamte hatten die Seniorin in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Eller gefunden. Ein Notarzt habe der alten Frau aber nicht mehr helfen können. Sie erlag ihren Verletzungen. Der Bruder sei betrunken gewesen und habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen, hieß es. Der brutalen Tat sei ein Streit vorausgegangen, der dann eskaliert sei.

+++ 11.20 Uhr: Vier Tote bei Flugzeugabsturz in den Alpen +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den Schweizer Alpen sind vier Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei im Kanton Wallis am Samstag mitteilte, war die Maschine am Freitagnachmittag in Sitten zu einem Rundflug gestartet. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte die Maschine vom Typ Robin in einer Höhe von rund 3300 Metern am Mont-Durand-Gletscher ab. Die alarmierten Rettungskräfte fanden die Leichen des Piloten und seiner drei Passagiere etwa 150 Meter unter dem Durandpass. Sie waren am Samstagvormittag noch nicht formell identifiziert.

+++ 10.40 Uhr: Puigdemont hat Deutschland verlassen +++

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat Deutschland verlassen. Er sei am Samstagmorgen abgereist und inzwischen in Brüssel angekommen, teilte sein Medienanwalt Till Dunckel in Hamburg mit. Für diesen Samstagvormittag (11 Uhr) plante Puigdemont bereits eine Pressekonferenz in Brüssel. Der 55-Jährige war im Herbst 2017 nach dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien als Präsident der Autonomen Region abgesetzt worden.

+++ 9.10 Uhr: Polizeieinsatz in München - Terminal 2 geräumt +++

Das Terminal 2 am Münchner Flughafen ist am Samstagmorgen geräumt worden, weil sich eine Person unkontrolliert im Sicherheitsbereich befand. Die Bundespolizei hat deswegen am ersten Tag der Sommerferien in Bayern die Abfertigung am Terminal gestoppt und den Bereich geräumt, wie sie per Twitter mitteilte. "Nach der Person wird gefahndet", hieß es.

Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Wegen des Polizeieinsatzes wurden für viele Abflüge am Terminal 2 Verspätungen angezeigt, auf dem Weg in den Urlaub war bei den Passagieren Geduld gefragt. Tausende starten an diesem Wochenende zu Beginn der sechswöchigen Sommerferien in den Urlaub. Traditionell gehören diese Tage zu den verkehrsreichsten an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen.

+++ 8 Uhr: Kühnert über sein Coming out +++

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hofft, dass sein öffentliches Coming Out anderen jungen Menschen diesen Schritt im eigenen Umfeld erleichtert. "Ich selbst war so 15, 16 Jahre alt, als ich mein Coming Out hatte - die Situation hat sich gar nicht so tief in mein Gedächtnis eingraviert", sagte Kühnert der "Berliner Zeitung".

+++ 7 Uhr: Nahles warnt SPD vor Nachahmung der Grünen in Flüchtlingspolitik +++

SPD-Chefin Andrea Nahles hat ihre Partei in der Flüchtlingspolitik zu einer schärferen Abgrenzung von den Grünen ermahnt. "Die Imitation der Grünen hilft uns nicht weiter", sagte Nahles im Interview mit dem "Münchner Merkur" (Samstagsausgabe). Dies gelte auch für die Asylpolitik. "Die Grünen nehmen eine einfache Position ein. Unser Kurs ist differenzierter, aber dafür realistisch", sagte Nahles. 

Die Parteivorsitzende sprach sich für einen "Realismus ohne Ressentiments" aus, auch wenn dies für die SPD jeden Tag eine Herausforderung bedeute. "In der Partei quietscht es ein bisschen, wenn ich sage: Es können nicht alle bei uns bleiben", sagte Nahles dem "Münchner Merkur". Sie lehne es aber zugleich ab, "durch schlechtes Benehmen gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft das eigene Profil zu schärfen". Dies sei "der Unterschied zu Rechtspopulisten, aber auch zur CSU", deren Verhalten "da zu oft schäbig" sei.

+++ 6.25 Uhr: Starkoch Ducasse soll nicht mehr im Eiffelturm kochen +++

Starkoch Alain Ducasse soll demnächst nicht mehr im Pariser Eiffelturm kochen. Die Ausschreibung für das Betreiben des Restaurants "Le Jules Verne" und des Bistros "Le 58 Tour Eiffel" in dem Wahrzeichen der französischen Hauptstadt entschieden die Sternköche Frédéric Anton und Thierry Marx für sich. Bereits ab dem 1. Oktober soll Anton das "Jules Verne" übernehmen, zeitgleich fängt Marx in dem Bistro an. 

Das "Jules Verne" bietet neben feinster Küche einen sagenhaften Blick über Paris. Hierhin hatten Staatschef Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte US-Präsident Donald Trump und dessen Frau Melania ausgeführt, als diese im Juli vergangenen Jahres Paris besuchten. Der künftige Chefkoch Anton führt bereits das Pariser Drei-Sterne-Restaurant "Pré Catelan".

+++ 4.25 Uhr: Drei Tote bei Schießerei in Altenheim +++

In einem Altenheim in Texas sind mindestens drei Menschen erschossen worden. Nach ersten Medienberichten starben zwei Männer und eine Frau am Freitagabend (Ortszeit) unter noch ungeklärten Umständen. Die Bedrohung sei inzwischen "neutralisiert" worden, hieß es ohne nähere Hinweise auf den oder die Schützen. Das Heim in Robstown, unweit von Corpus Christi am Golf von Mexiko, wurde kurz danach evakuiert.

+++ 3 Uhr: Mattis erwägt Treffen mit russischem Verteidigungsminister +++

ach dem ersten bilateralen Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin zieht US-Verteidigungsminister Jim Mattis ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu in Betracht. In der Sache sei aber noch "keine Entscheidung" gefallen, sagte Mattis am Freitag in Washington. Er sei für die "Wiedereröffnung der Kommunikation" zwischen den beiden Ländern. "Es ist überaus wichtig, dass wir mit denjenigen Ländern sprechen, mit denen wir die größten Differenzen haben", sagte Mattis. Bei Trumps Treffen mit Putin sei jedoch "kein Politikwechsel" beschlossen worden.

feh/tib/fin / DPA / AFP