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News des Tages: Toulouse: Autofahrer rast in Menschenmenge - drei Verletzte

Spanien beklagt Internet-Manipulationen aus Russland in Katalonien-Krise +++ Brexit-Verhandlungen: EU setzt Briten Zwei-Wochen-Frist  +++ "Magnum"-Butler: John Hillerman ist tot +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Blaulicht eines Polizeiwagens

Ein Autofahrer hat in der Nähe von Toulouse seinen Wagen in eine Gruppe von Passanten gesteuert (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 20.27 Uhr: Spanien beklagt Internet-Manipulationen aus Russland in Katalonien-Krise +++

In der Krise um die Unabhängigkeit Kataloniens hat Spanien Manipulationen aus Russland in sozialen Netzwerken festgestellt. Viele Botschaften in den sozialen Netzwerke zu diesem Thema kämen von russischem Gebiet, sagte Spaniens Verteidigungsministerin María Dolores de Cospedal in Madrid. Es sei aber noch nicht klar, ob die russische Regierung involviert sei, betonte de Cospedal. Sie nannte keine konkreten Beispiele für manipulative Nachrichten. 

+++ 20.10 Uhr: Französische Politiker protestieren gegen muslimisches Straßengebot +++

Rund 100 französische Politiker haben in einem Vorort von Paris versucht, ein muslimisches Straßengebet zu verhindern. "Der Innenminister muss die Gebete verbieten", forderte der Bürgermeister von Clichy, Rémi Muzeau, nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP. "Der öffentliche Raum kann nicht auf illegale Weise vereinnahmt werden", sagte die konservative Regionalrats-Präsidentin der Hauptstadtregion, Valérie Pécresse.

+++ 19.36 Uhr: Uefa sperrt Patrice Evra nach Attacke gegen Fan bis Mitte 2018 +++

Der französische Fußball-Nationalspieler Patrice Evra ist nach seiner Attacke gegen einen Fan von der Uefa bis Ende Juni 2018 für alle europäischen Club-Wettbewerbe gesperrt worden. Zudem müsse der 36-Jährige eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen, teilte die Europäische Fußball-Union mit. Evra war vor der Partie seines Clubs Olympique Marseille bei Vitória Guimarães in der Europa League in einen Streit mit den eigenen Fans verwickelt und soll versucht haben, einen Zuschauer zu treten.

+++ 19.21 Uhr: Zehntausende werden am Samstag neue Karnevalssaison begrüßen +++

Um Punkt 11.11 Uhr hält am Samstag in den rheinischen Karnevalshochburgen die fünfte Jahreszeit Einzug: Mit Alaaf und Helau starten zehntausende Narren in Köln, Düsseldorf und Mainz in eine vergleichsweise kurze Karnevalssaison, die mit dem Aschermittwoch am 14. Februar endet. Allein in der Kölner Altstadt werden zum traditionellen Sessionsauftakt mehrere zehntausend Menschen erwartet.

+++ 19.03 Uhr: Angeblich Streit zwischen Petry und AfD um Marke "Blaue Partei" +++

Zwischen der ehemaligen AfD-Chefin Frauke Petry und ihrer früheren Partei gibt es nach einem Medienbericht Streit um Marken- und Namensrechte. Dabei geht es um Petrys neue Partei "Die blaue Partei" und darum, wer diesen und ähnliche Namen sowie die Marke "Blaue Wende" für sich beanspruchen darf. Beide Seiten haben beim Patentamt Markenschutz beantragt und prüfen rechtliche Schritte gegeneinander, wie sie dem Portal "Bild.de" sagten. "Die Blaue Partei" war nach Angaben des Bundeswahlleiters am 17. September gegründet worden - eine Woche vor der Bundestagswahl. Einen Tag nach der Wahl hatte Petry angekündigt, der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen. Kurz darauf trat sie aus der Partei aus.

+++ 18.32 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher +++

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen einen mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher. Gegen den heute 94 Jahre alten Mann lägen zwei Anzeigen vor, an einem Massenmord an mehr als 33 700 Juden im ukrainischen Babi Yar im September 1941 beteiligt gewesen zu sein, sagte am Freitag Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer zu einem entsprechenden Bericht des NDR-Studios Osnabrück. Eine der Anzeigen stammt vom Simon Wiesenthal Zentrum. Die Untersuchungen stünden aber noch ganz am Anfang, sagte Retemeyer. Der Mann selber sei seitens der Staatsanwaltschaft noch nicht befragt worden. Zunächst müsse die Polizei sichten, was es in den Archiven anderer Ermittlungsbehörden an Material über das Massaker gebe. Dem rbb-Magazin "Kontraste" hatte der 94-Jährige auf Befragen erklärt, er sei seinerzeit im Werkstattdienst eingesetzt gewesen und habe von den Massenerschießungen nichts gehört.

+++ 18.22 Uhr: Soldat auf freiem Fuß - Ermittlungen wegen Sexualtat dauern an +++

Der Unteroffizier, gegen den wegen einer möglichen Sexualtat an zwei Soldatinnen auf dem Gelände eines Truppenübungsplatzes in Schleswig-Holstein ermittelt wird, ist wieder auf freiem Fuß. "Der Beschuldigte ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, da ein dringender Tatverdacht zurzeit nicht besteht", teilte der Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Axel Bieler, am Freitagabend mit. "Die Ermittlungen werden fortgesetzt."

+++ 17.34 Uhr: Autofahrer rast in Frankreich in Menschenmenge - drei Verletzte +++

In Südfrankreich ist ein Mann mit einem Fahrzeug in Passanten gefahren. Es gebe eine Schwer- und zwei Leichtverletzte, hieß es am Freitag aus Polizeikreisen. Der Mann wurde festgenommen. Die Hintergründe des Vorfalls in der Region Toulouse sind noch unklar. Der Mann sei den Behörden nicht als radikalisiert bekannt gewesen. Der Sender BFMTV berichtete, dass der Mann angegeben habe, absichtlich gehandelt zu haben. In Polizeikreisen hieß es, dass dies noch nicht geklärt sei. Außerdem gibt es den Angaben zufolge Fragen zum psychischen Zustand des Mannes.

+++ 16.51 Uhr: Jugendlicher bricht durch Plexiglasdach +++

Ein Jugendlicher ist in Hessen durch ein Plexiglasdach gebrochen, von dem er in ein Wohnhaus gucken wollte. Der 17-Jährige aus Taunusstein war am Donnerstagabend auf ein Schuppendach in Bad Vilbel geklettert, wie die Polizei nun mitteilte. Der Jugendliche wurde bemerkt, als er durch das Dach brach und sich leicht verletzte. Er wurde von einem Nachbarn festgehalten, bis die Polizei kam. Zunächst gingen die Beamten davon aus, einen Einbrecher gefasst zu haben. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich aber heraus, "dass der junge Mann geistig verwirrt und offensichtlich eher der Hang zum Voyeurismus sein Motiv für die missglückte Kletteraktion war", teilte die Polizei mit. Der Jugendliche war bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

+++ 16.28 Uhr: Seniorin bringt falsche Polizistin hinter Gitter +++

Dieser dreiste Betrugsversuch schlug fehl: Eine 35-Jährige hat sich am Mittwoch bei einer Seniorin aus Baden-Württemberg als Beamtin des Bundeskriminalamtes ausgegeben, wie die Polizei heute mitteilte. Die falsche Polizistin erklärte der Rentnerin aus Wiernsheim am Telefon, dass gegen sie ein von der türkischen Regierung erlassener Haftbefehl bestehe. Den könne sie gegen Zahlung einer Kaution von 12.300 Euro abwenden. Die 69-Jährige roch jedoch Lunte und informierte den nächsten Polizeiposten. Die Seniorin ließ sich zum Schein auf eine Geldübergabe ein. Als die Betrügerin später bei ihr klingelte, wurde sie an der Haustür von der Polizei empfangen. Gegen die 35-Jährige erging Haftbefehl.

+++ 16.18 Uhr: Chinesisches Unternehmen bietet lebenslange Schnapsversorgung für 1400 Euro +++

Anlässlich des "Single-Tages" am 11. November hat ein chinesischer Alkoholhersteller seinen Kunden ein besonderes Angebot gemacht: Für symbolische 11.111 Yuan (rund 1400 Euro) können sich 99 Chinesen eine Schnapsversorgung bis zum Lebensende sichern. Sie besteht aus monatlichen Lieferungen von jeweils zwölf Kisten à zwölf Flaschen Hochprozentigem der Marke Jiangxiaobai. Bei dem Trank handelt es sich um getreidebasierten "Baiju"-Schnaps, ein typisch chinesisches Gebräu. Eine Flasche kostet normalerweise 15 Yuan. Einige Interessenten äußerten die Sorge, dass Jiangxiaobai die lebenslangen Lieferungen nicht für alle Käufer gewährleisten kann. Deswegen versicherte das Unternehmen eine vollständige Rückerstattung, sollte die Nachfrage im Laufe der nächsten dreißig Jahre nicht mehr gedeckt werden können. Auch für den Fall, dass ein Kunde innerhalb von fünf Jahren nach dem Kauf stirbt, hat sich der Hersteller abgesichert: Die lebenslängliche Schnapslieferung kann dann einfach weitervererbt werden. 

Der auch als "Double 11" bekannte "Single-Tag" am 11.11. ist seit 2009 das chinesische Online-Pendant zum US-Shopping-Event "Black Friday" und zieht jährlich hunderte Millionen Verbraucher an. An diesem Tag werden überall besonders günstige Schnäppchen angeboten.

+++ 16.02 Uhr: Verpuffung vor islamischem Gebetsraum in Marburg ausgelöst +++

Ein Unbekannter hat vor einem islamischen Gebetsraum in Marburg eine Tasche mit Brandmitteln entzündet. Der mit einer Kapuzenjacke bekleidete Täter sei sofort geflohen, teilte die Polizei mit. Wegen der Wärme sei es zu einer Verpuffung des Tascheninhalts gekommen, die äußere Scheibe der doppelt verglasten Eingangstür sei geplatzt. Weiterer Schaden entstand nicht.

+++ 16.01 Uhr: Amazon will Pakete von Privatleuten austragen lassen +++

Privatleute können bald für den Internethändler Amazon Pakete austragen. Der neue Dienst "Amazon Flex" sei online aktiviert worden, berichtet der Berliner "Tagesspiegel". Der Dienst soll zunächst nur in Berlin und später in weiteren Regionen verfügbar sein. "Wir wollen in den nächsten Wochen die ersten Kunden beliefern", sagte eine Amazon-Sprecherin der Zeitung. Potenzielle Paketboten müssen volljährig sein und einen Führerschein, ein Auto und ein Smartphone haben. Eine vierstündige Lieferschicht werde mit bis zu 64 Euro entlohnt.

+++ 15.52 Uhr: Kinder machen Selfies auf befahrenem Bahngleis +++

Kinder haben einen Polizeieinsatz an einer Bahnstrecke bei Dresden ausgelöst, als sie sich auf den Gleisen fotografierten. Ein vorbeifahrender Lokführer habe sie am Donnerstagnachmittag an der Strecke zwischen Dresden Hauptbahnhof und Cossebaude beobachtet, teilte die Bundespolizei mit. Sie hätten direkt auf den Gleisen Selfies von sich gemacht und sich damit in Lebensgefahr gebracht.

Die alarmierte Polizei stieß wenig später auf zwei elfjährige Schülerinnen an der Bahnstrecke und brachte sie zu ihren Eltern. Die Bundespolizei warnte aus diesem Anlass noch einmal eindringlich vor Selfies auf Bahngleisen. Züge hätten, anders als Autos, einen sehr langen Bremsweg - bis zu 1000 Meter. Das Betreten der Schienen sei verboten, es bestehe Lebensgefahr.

+++ 15.42 Uhr: Jamaika-Unterhändler melden deutliche Fortschritte +++

Die Parteimanager der vier Jamaika-Verhandlungspartner haben sich zuversichtlich über einen Erfolg der Koalitionssondierungen geäußert. In der zweiten Verhandlungsetappe habe man "deutliche Fortschritte erarbeitet", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), am Rande der schwarz-gelb-grünen Sondierungen in Berlin. "Die nächste Woche wird dann die Woche der Entscheidung."

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte, man sehe der nun anstehenden dritten Phase der Sondierungen zuversichtlich entgegen. Seine FDP-Amtskollegin Nicola Beer erklärte, es zeichne sich ab, dass es einen gemeinsamen Rahmen geben könne. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sagte: "Die Segel sind gesetzt, wir kommen ein Stück voran, und ich würde mir insgesamt von allen Seiten noch mehr Rückenwind wünschen." Es gebe aber erst eine Einigung, "wenn alles geeint ist".

+++ 15.36 Uhr: Polizei veröffentlicht nach Brandanschlag auf Obdachlosen Fahndungsfotos +++

Nach dem Brandanschlag auf einen Obdachlosen am Münchner Hauptbahnhof bittet die Polizei um Hinweise. Auf einen richterlichen Beschluss hin wurden Fahndungsfotos von den mutmaßlichen Tätern veröffentlicht. Die bisherige Auswertung von Bildern aus Überwachungskameras sei zwar vielversprechend, habe aber bisher nicht zum Erfolg geführt, teilte die Polizei mit.

Zwei Unbekannte hatten vergangene Woche nachts die Habseligkeiten des Mannes angezündet, die in Flammen aufgingen. Der 51-Jährige blieb aber unverletzt. Er hatte auf einer Bank am S-Bahnsteig geschlafen. Zwei junge Männer fotografierten ihn, machten Selfies mit ihm und zündeten schließlich seine privaten Sachen an, die in Plastiktüten neben ihm auf dem Boden standen. Passanten schoben die brennenden Tüten weg und verhinderten so Schlimmeres. Die Männer flohen mit der S-Bahn vom Tatort. Das Landeskriminalamt hat 1000 Euro für Hinweise ausgelobt.

+++ 15.13 Uhr: Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Middelhoff-Entlassung ein +++

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat gegen die vorzeitige Haftentlassung von Thomas Middelhoff Ende November Beschwerde eingelegt. Das teilte das Landgericht Bielefeld mit. Ob der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager wie am Vortag verkündet nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Strafe auf freien Fuß kommt, entscheidet jetzt das Oberlandesgericht in Hamm. Zuvor kann allerdings auch noch die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm die Beschwerde aus Bochum stoppen.

Das Landgericht Bielefeld hatte die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt und angeordnet, Middelhoff am 26. November aus der Haft zu entlassen. Grund: Eine positive Sozialprognose des Ex-Managers, der seit seinem Haftantritt als Freigänger in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld-Bethel arbeitet. Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen wegen Untreue zulasten des ehemaligen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

+++ 15.08: Anschlag auf BVB-Bus: Gerichtsverhandlung beginnt im Dezember +++

Der Prozess um den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beginnt am 21. Dezember. Wie das Dortmunder Landgericht mitteilte, hat die Kammer die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes zugelassen. Im neuen Jahr sind weitere 17 Verhandlungstage bis zum 28. März terminiert worden. Der 28-jährige Angeklagte soll aus Habgier gehandelt haben. Laut Anklage hatte er auf einen sinkenden Kurs der BVB-Aktie gewettet. Er war wenige Tage nach dem Anschlag festgenommen worden. Bei der Detonation der Sprengkörper waren BVB-Abwehrspieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden.

+++ 13.55 Uhr: Schwedischer Radiosender spielte IS-Rekrutierungslied +++

Ein schwedischer Radiosender hat nach einem Hackerangriff ein Propaganda-Lied der Terrororganisation IS gespielt. Der Song sei innerhalb von 30 Minuten mehrmals gelaufen, berichtete die Zeitung "Aftonbladet". Ein Sprecher des Senders erklärte, ihre Frequenz sei mitten in der Morgenshow gekapert worden.
Das habe man aber nicht gleich bemerkt, sondern erst, als sich Hörer wegen des Songs gemeldet hätten. Das Rekrutierungslied der Terrororganisation sei in englischer Sprache gewesen. Der Sender hat nach eigener Aussage die Polizei eingeschaltet.

+++ 13.31 Uhr: Französin Azoulay zur neuen Unesco-Generaldirektorin gewählt +++

Die Französin Audrey Azoulay ist in Paris zur neuen Generaldirektorin der Unesco gewählt worden. Ihre Bestätigung durch die Generalkonferenz der Mitgliedstaaten galt als Formsache. Der Exekutivrat der UN-Organisation für Kultur, Bildung und Wissenschaft hatte Azoulay vor vier Wochen nominiert. Die frühere französische Kulturministerin ist in der Geschichte der Unesco die zweite Frau an der Spitze.

+++ 13.02 Uhr: Brexit-Verhandlungen: EU setzt Briten Zwei-Wochen-Frist +++

Die EU setzt Großbritannien eine Frist von zwei Wochen, um Zugeständnisse in den Brexit-Verhandlungen zu machen. Wenn es innerhalb von 14 Tagen keine Grundsatzeinigung über die Rahmenbedingungen für den Austritt gebe, werde man im Dezember nicht wie geplant mit den Gesprächen über die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien beginnen können, machte EU-Chefunterhändler Michel Barnier nach der sechsten Verhandlungsrunde deutlich.

+++ 12.53 Uhr: Lebenslange Haft nach Mord an siebenjähriger Stieftochter +++

Für den Mord an seiner siebenjährigen Stieftochter muss ein 29 Jahre alter Mann lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Karlsruhe stellte in seinem Urteil die besondere Schwere der Schuld fest, so dass eine Prüfung der Bewährung nach 15 Jahren ausgeschlossen ist. Der Vorsitzende Richter sprach von einem unbarmherzigen, gefühllosen und menschenverachtenden Tatbild.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 29-Jährige am 18. Mai gewaltsam in die Wohnung einer Freundin seiner Frau eingedrungen war. Er habe das Kind in den Flur gezerrt und es mit acht Messerstichen so schwer verletzt, dass es vier Tage später im Krankenhaus starb. Sein Motiv war nach Überzeugung des Gerichts Rache. Seine Frau habe sich nach häuslicher Gewalt von ihm trennen wollen und deswegen mit ihrer Tochter bei der Freundin übernachtet. Daraufhin habe der Mann ihr durch die Tötung eines völlig unschuldigen Kindes größtmöglichen Schmerz zufügen wollen.

+++ 12.52 Uhr: IS erobert fast die Hälfte einer syrischen Grenzstadt zurück +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat bei einem Gegenangriff im Osten Syriens Aktivisten zufolge fast die Hälfte einer strategisch wichtigen Grenzstadt zurückerobert. Mehr als 40 Prozent des Ortes Albu Kamal seien wieder in der Gewalt der Extremisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es gebe heftige Kämpfe mit Einheiten des syrischen Regimes.

Albu Kamal war die letzte größere Bastion des IS in Syrien. Regierungskräfte hatten die Stadt gestern nach eigenen Angaben vollständig unter Kontrolle gebracht. Albu Kamal ist strategisch wichtig, weil es die letzten verbliebenen IS-Gebiete in Syrien und im Irak miteinander verbindet.

+++ 12.09 Uhr: Uber muss Fahrern in Großbritannien Mindestlohn zahlen +++

Der US-Fahrdienstvermittler Uber muss seinen Fahrern in Großbritannien den Mindestlohn zahlen. Die Fahrer seien als Angestellte zu betrachten und damit mindestlohnberechtigt, stellte ein Arbeitsgericht in London fest. Für Uber fahren nach Unternehmensangaben allein in der britischen Hauptstadt 40.000 Fahrer.

Zwei Uber-Fahrer in Großbritannien hatten im Oktober 2016 vor einem Arbeitsgericht in erster Instanz durchgesetzt, dass sie Anspruch auf Urlaubsgeld, Krankengeld und den britischen Mindestlohn von derzeit 7,50 Pfund (8,50 Euro) haben. Dagegen legte die US-Firma Berufung ein. Diese Berufung wies das Arbeitsgericht in London nun zurück.

+++ 12.00 Uhr: Ermittlungen zu Paris-Anschlägen sollen 2019 abgeschlossen werden +++

Die Ermittlungen zu den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 werden sich voraussichtlich noch bis ins Jahr 2019 hinziehen. Die Ermittlungsrichter hofften, die Untersuchungen im Frühjahr 2019 abzuschließen, sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins im Sender Franceinfo. "Man muss wissen, dass das ein tentakelartiges Dossier ist." Die Pariser Terrornacht jährt sich am Montag zum zweiten Mal. Man sei mit einer Terrorzelle "nie da gewesenen Ausmaßes"
konfrontiert gewesen, erklärte Molins. Die Ermittlungen hätten "sehr starke Verbindungen" zwischen den verschiedenen Pariser Anschlägen des 13. November 2015, aber auch zu anderen Anschlägen in Frankreich und Belgien aufgedeckt. Zur Frage, wann es dann einen Prozess geben könnte, äußerte er sich nicht.

+++ 10.45 Uhr: Pastor von angegriffener texanischer Kirche will Gebäude abreißen lassen +++

Der Pastor der Baptistenkirche im texanischen Sutherland Springs, in der ein 26-jähriger Angreifer am Wochenende 25 Gottesdienstbesucher getötet hat, will das Gebäude abreißen lassen. Das habe Pastor Frank Pomeroy der Kirchenverwaltung mitgeteilt, sagte Robert Oldham von der Southern Baptist Convention. Nach Pomeroys Worten sei es der Gemeinde "emotional und körperlich unmöglich", die Gottesdienste in der angegriffenen Kirche wieder aufzunehmen. Stattdessen spreche sich der Pastor dafür aus, an der Stelle eine Gedenkstätte für die Opfer des Blutbads einzurichten, sagte Oldham. Die Kirchenleitung habe noch keine Entscheidung getroffen. 


+++ 08.57 Uhr: 86-Jähriger fährt bei Martinsumzug mit motorisiertem Rollstuhl in Kindergruppe +++

Beim Martinsumzug im niedersächsischen Kempen hat ein 86-Jähriger die Kontrolle über seinen motorisierten Rollstuhl verloren und ist in eine Gruppe von Kindern gefahren. Ein Zehnjähriger sei bei dem Unfall am Donnerstagabend leicht verletzt worden, teilte die Polizei in Viersen mit. Die Eltern brachten ihn zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Der Senior fuhr den Polizeiangaben zufolge mit seinem Rollstuhl in dem Umzug mit. Warum er die Kontrolle über das Gefährt verlor, war unklar.

+++ 8.49 Uhr: Duterte: Ich habe schon als 16-Jähriger einen Menschen getötet +++

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat sich erneut mit der Anwendung roher Gewalt gebrüstet: "Schon mit 16 Jahren habe ich jemanden getötet", sagte der 72-Jährige in einer Rede vor Landsleuten in der vietnamesischen Stadt Danang. Duterte drohte zudem einer ranghohen UN-Vertreterin Gewalt an. Die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Tötungen, Agnes Callamard, hatte ihn wiederholt für seinen Drogenkrieg kritisiert. "Als Teenager bin ich immer wieder ins Gefängnis gekommen. Ich hatte viele Schlägereien", sagte Duterte. Schon als 16-Jähriger habe er jemanden getötet. "Einen echten Menschen, eine Schlägerei, eine Messerstecherei. Es war nur wegen eines Blicks. Und umso mehr wäre es das jetzt, da ich Präsident bin."

Der seit 16 Monaten amtierende Duterte hat sich bereits in früheren Äußerungen mit Gewalttaten gebrüstet. So sagte er, er habe als Bürgermeister der Stadt Davao höchstpersönlich Kriminelle erschossen. In seinem erbitterten Kampf gegen die Drogenkriminalität hat Duterte die Polizei und alle Bürger dazu ermuntert, selbst zu den Waffen zu greifen. 

+++ 07.53 Uhr: Republikaner-Kandidat wegen Sex-Vorwürfen unter Druck +++

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung Minderjähriger ist ein ultrakonservativer Kandidat für den US-Senat unter Druck geraten. Mehrere Republikaner distanzierten sich öffentlich von Senatskandidat Roy Moore aus Alabama, nachdem vier Frauen der "Washington Post" geschildert hatten, er habe sie belästigt oder ihnen Avancen gemacht, als sie 18 Jahre und jünger waren und er selbst Anfang 30 war.
Eine heute 53-Jährige sagte der Zeitung, Moore habe sie mit zu sich nach Hause genommen, als sie 14 Jahre alt war. Dort habe der damals als stellvertretender Bezirksstaatsanwalt arbeitende Moore sie bis auf Unterhose und BH entkleidet und betascht und ihre Hand an seine Genitalien geführt. "Darauf war ich nicht vorbereitet", sagte die Frau der "Washington Post".
Der heute 70-jährige Moore wies die Vorwürfe zurück.

+++ 07.00 Uhr: Großbritannien will EU am 29.3.2019 um Mitternacht verlassen +++ 

Großbritannien wird die Europäische Union am 29. März 2019 um 23.00 Uhr GMT (00.00 Uhr MEZ) verlassen. Das exakte Austrittsdatum werde in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verankert, das derzeit vom Parlament in London beraten wird, erklärte der britische Brexit-Minister David Davis im Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor hatten sich britische Abgeordnete besorgt gezeigt, weil das genaue Austrittsdatum bislang nicht in britischem Recht verankert ist. Der Austritt soll genau zwei Jahre nach dem Tag erfolgen, an dem Premierministerin Theresa May offiziell den Scheidungsprozess von der EU gestartet hatte.

+++ 05.32 Uhr: Eine Person weiter flüchtig nach Flughafensperrung in Hamburg +++

Nach der Flughafensperrung in Hamburg sucht die nach einer flüchtigen Person. Eine von zwei Personen, die sich am Donnerstagabend auf dem Rollfeld des Hamburger Flughafens aufgehalten hatten, konnte auch am Morgen noch nicht aufgegriffen werden, wie die Bundespolizei mitteilte. Zwei Menschen hatten das Rollfeld einem Polizeisprecher zufolge am Donnerstag gegen 19.00 Uhr betreten. Der Flugbetrieb wurde daher für eine Stunde unterbrochen. Laut Bundespolizei soll es sich um Menschen gehandelt haben, die aus dem Ausreisegewahrsam geflüchtet sind. Ein Mensch war am Abend noch aufgegriffen worden. Näheres konnte die Bundespolizei in der Nacht noch nicht dazu sagen.

+++ 04.39 Uhr: Katze dreht Musik laut - Nachbarn rufen die Polizei +++

Weil eine Katze in einer Wohnung in der sächsischen Stadt die Lautstärke einer Musikanlage aufgedreht hat, haben Nachbarn die Polizei gerufen. Als die Beamten am Donnerstagabend eintrafen, kam auch der Wohnungsinhaber zurück, wie die Polizei mitteilte. Die Katze war der Polizei zufolge allein in der im Landkreis Zwickau liegenden Unterkunft zurückgeblieben und hatte den Lautstärkeregler an der Fernbedienung offenbar versehentlich verstellt.

+++ 03.57: Trump produziert laut Gabriel "gigantische Unsicherheit" +++

Außenminister Sigmar Gabriel hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, durch seine Politik der Deals eine "gigantische Unsicherheit" zu produzieren. Der amerikanische Präsident habe keine nennenswerte außenpolitische Agenda, ordne alles der Innenpolitik unter und hinterlasse ein geopolitisches Vakuum, das von autoritären Staaten wie China und Russland genutzt werde, kritisierte der SPD-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

+++ 03.36 Uhr: Staatsanwaltschaft von L.A. setzt Sondereinheit für Missbrauchsermittlungen ein +++

Angesichts der Lawine an Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfen in der US-Filmindustrie hat die von Los Angeles eine Sonder-Ermittlungseinheit eingesetzt. Eine Sondereinheit aus speziell ausgebildeten Staatsanwälten solle die Vorwürfe untersuchen, sagte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey. Es handele sich um Ermittler, die viel Erfahrung in Fällen von Sexualvergehen hätten.

Der lange Zeit mächtige Hollywood-Produzent Weinstein soll über drei Jahrzehnte hinweg dutzende Frauen sexuell belästigt haben. Mehr als hundert Frauen meldeten sich in den vergangenen Wochen mit entsprechenden Vorwürfen, darunter Stars wie Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Mehrere Frauen werfen ihm überdies Vergewaltigung vor.

Seit Bekanntwerden des Falls Anfang Oktober wurden Missbrauchsvorwürfe gegen zahlreiche weitere Mitarbeiter der US-Filmindustrie bekannt, darunter Oscar-Preisträger Kevin Spacey, Produzent Brett Ratner, Regisseur James Toback Schauspieler Steven Seagal und Komiker Louis C.K..

+++ 03.34 Uhr: Jamaika hofft auf mehr deutsche Touristen +++

Der Tourismus ist für die Karibikinsel der wichtigste Devisenbringer, aber die Zahl der Touristen aus Deutschland ist bisher überschaubar. Angesichts der Debatten um eine Jamaika-Koalition will die Tourismusbehörde jetzt mehr Deutsche auf die Insel locken. "Für 2017 erwarten wir rund 30 000 Gäste und damit eine Steigerung von 50 Prozent", teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hilfreich sind demnach vor allem neue Flugverbindungen, zum Beispiel von Köln/Bonn nach Montego Bay. Das Ziel für das kommende Jahr seien rund 40 000 Gäste aus Deutschland. "Die Koalitionsgespräche bringen natürlich mehr Aufmerksamkeit und mediales Echo", sagte ein Sprecher, der auch die Werbung für Tourismus in Jamaika in Deutschland organisiert. Das für entspannte Lebensart und Reggae bekannte Land setzt in Kampagnen im Internet auf eine Art "Koalitionseffekt". 

+++ 03.24 Uhr: 30-Jähriger stirbt in Rostock bei Polizeieinsatz +++

Ein 30-jähriger Mann ist in Rostock bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte seien am Donnerstagnachmittag zur Unterstützung einer notärztlichen Maßnahme gerufen wurde, wie die Polizei mitteilte. Nach dem Eintreffen der Beamten habe der Mann in der Wohnung randaliert und Möbel aus dem Fenster geworfen. Da es nicht gelungen sei, mit dem Mann zu reden, hätten sich die Polizisten Zutritt zum Schlafzimmer verschafft. Es sei ihnen jedoch nicht gelungen, den Mann zu beruhigen.

Laut Polizei traten dann plötzlich schwere gesundheitliche Probleme auf, an denen der 30-Jährige starb. Einen Selbstmord schloss die Polizei aus, machte aber sonst zunächst keine weiteren Angaben. Die Staatsanwaltschaft wolle die Todesursache durch eine Obduktion feststellen, hieß es in einer Mitteilung.

+++ 02.51 Uhr: "Higgins"-Darsteller John Hillerman gestorben +++

Der US-Schauspieler John Hillerman, der durch die Rolle als Butler Higgins in der Fernsehserie "Magnum" bekannt wurde, ist tot. Hillerman starb am Donnerstag im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Houston, wie seine Sprecherin Lori de Waal mitteilte. Für seine Rolle als steifer englischer Butler in der 80er-Jahre-Serie "Magnum" wurde Hillerman mit einem Emmy Award und einem Golden Globe ausgezeichnet. Der Texaner hatte zuvor hart mit einem Sprecherzieher üben müssen, um sich einen englischen Akzent zuzulegen.

US-Schauspieler John Hillerman ist im Alter von 84 Jahren gestorben

US-Schauspieler John Hillerman ist im Alter von 84 Jahren gestorben


Seine Karriere begann Hillerman beim Theater, bevor der Regisseur Peter Bodanovich ihn für den Film entdeckte und mit ihm "Die letzte Vorstellung" drehte. Unter anderen stand er auch mit Mel Brooks und Clint Eastwood vor der Kamera.

+++ 00.10 Uhr: Disney kündigt weitere "Star Wars"-Trilogie an +++

Neues Futter für "Star Wars"-Fans: Der Disney-Konzern hat eine weitere "Star Wars"-Trilogie angekündigt. "Wir haben große Ziele für das 'Star Wars'"-Franchise", sagte Disney-Manager Robert Iger. Das Unterhaltungsunternehmen habe soeben einen Vertrag mit Rian Johnson abgeschlossen, dem Regisseur der achten Episode "Star Wars 8 - Die letzten Jedi". Johnson solle die vierte Trilogie der Sciencefiction-Saga entwickeln. 

pg/AFP/DPA

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