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News des Tages: Das sagt AfD-Chef Alexander Gauland zu den Krawallen in Chemnitz

Nach Frauenmord in Düsseldorf Verdächtiger festgenommen +++ AfD will mit Pegida durch Chemnitz marschieren +++ CSU stürzt in Umfrage ab +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Gauland hat kein Problem mit den Ausschreitungen in Chemnitz ( 18.32 Uhr)
  • Frauenmord in Düsseldorf: Verdächtiger Ali S. in Spanien festgenommen (16.36 Uhr)
  • AfD will mit Pegida durch Chemnitz marschieren (11.51 Uhr)
  • Kanada: Schoss Teenager Deutschem in den Kopf? (6.53 Uhr)
  • CSU stürzt in Umfrage um fünf Prozentpunkte ab (0.06 Uhr)


Die Nachrichten des Tages:  

+++ 21.25 Uhr: U-Bahnen in Washington geraten auf falsche Gleise +++

Zwei U-Bahnen haben sich in der Innenstadt der US-Hauptstadt Washington verfahren und sind auf die Gleise einer anderen Linie geraten. Die Bahnen seien jeweils an der Station Rosslyn aufgrund einer Signalstörung falsch abgebogen, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf einen Sprecher der Washingtoner Metro. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. Falschfahrten im Untergrund gelten wegen der Geschwindigkeiten und der schwierigen Fluchtmöglichkeiten im Fall eines Unfalls als besonders gefährlich.

+++ 20.04 Uhr: Slowakei verurteilt Rechtsextremismus +++

Präsident und Regierungschef der Slowakei haben den modernen Rechtsextremismus ebenso wie die Verharmlosung des historischen Nationalsozialismus und Faschismus verurteilt. Die heutige Slowakei dürfe keine Geschichtsverfälschung durch Feinde der Demokratie dulden, mahnte Regierungschef Peter Pellegrini anlässlich der Gedenkfeiern zum 74. Jahrestag des "Slowakischen Nationalaufstandes" im Jahr 1944 im damaligen Aufstandszentrum Banska Bystrica.

+++ 19.44 Uhr: Scholz sieht in Rechtspopulisten Gefahr für Europa +++

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einem wachsenden Einfluss von "Demagogen und Nationalisten" in ganz Europa gewarnt. "Leider sympathisieren zunehmend viele Menschen in Europa mit den einfachen Antworten von Demagogen und Nationalisten und mit ihren angeblich 'nationalen Lösungen'", sagte er in Paris. "Aber es gibt keine nationalen Lösungen für diese Herausforderungen."

Der Bundesfinanzminister betonte weiter, es könne nur europäische Lösungen für Probleme wie die Flüchtlingskrise, den Terrorismus und den Klimawandel geben. Darin stimme er dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu. Macron wirbt für eine Zusammenarbeit "fortschrittsorientierter" Kräfte in der EU, um Rechtspopulisten etwa in Ungarn und Italien Paroli zu bieten.

+++ 19.15 Uhr: Mann flieht nach Haftrichter-Termin und nimmt Geisel +++

Ein mutmaßlicher Autodieb ist in Tübingen nach seinem Termin beim Haftrichter geflohen und hat für kurze Zeit eine Geisel genommen. Dem 37 Jahre alten Mann sei es gelungen, vor dem Amtsgericht von einer mehrere Meter hohen Mauer zu springen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Eine sofortige Fahndung blieb demnach ohne Erfolg. Der Richter hatte zuvor Untersuchungshaft gegen den Mann erlassen. Die Fahndung der Polizei dauerte auch am Mittwochabend noch an. Unter anderem war ein Hubschrauber im Einsatz.

Der Flüchtige soll den Angaben zufolge in einem Parkhaus einen 65 Jahre alten Autofahrer mit einem Messer bedroht haben. Er habe sich ans Steuer des Wagens gesetzt und sei mit dem 65-Jährigen davongefahren. Der Verdächtige ließ den leicht an der Hand verletzten Autofahrer demnach etwa eine halbe Stunde später aussteigen.

+++ 19.11 Uhr: Tote Hosen, Kraftklub, Materia und Casper rocken gegen in Chemnitz gegen Rechts +++

 Chemnitz bekommt am Montag ein Konzert gegen Rechts unter dem Motto "Wir sind mehr". Dann wollen ab 17 Uhr auf dem Platz am Karl-Marx-Monument Die Toten Hosen, die Rapper Marteria & Casper, K.I.Z, Feine Sahne Fischfilet sowie die Lokalmatadoren Kraftklub und Trettmann auf. Als eine Reaktion auf die "besorgniserregenden Entwicklungen" in Chemnitz in den vergangenen Tagen schlossen sich die Künstler auf Initiative von Kraftklub für das Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit und für Menschlichkeit zusammen, teilte die PR-Agentur Check Your Head in Berlin mit.

+++ 18.32 Uhr: Gauland bezeichnet Ausschreitungen in Chemnitz als normale Reaktion +++

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hält die von ausländerfeindlichen Übergriffen begleiteten Proteste in Chemnitz nicht für skandalös. "Wenn eine solche Tötungstat passiert, ist es normal, dass Menschen ausrasten", sagte der AfD-Chef der "Welt". Dies sei in Chemnitz nicht anders als in Konstanz oder Freiburg.

Gauland sagte, er sehe auch keinen Grund, sich von einem Tweet des AfD Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier zu distanzieren. Dieser hatte auf Twitter geschrieben: "Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach! Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringende "Messermigration" zu stoppen!". Gauland erklärte: "Selbstverteidigung ist mit Sicherheit nicht Selbstjustiz. Nichts anderes ist gemeint."

+++ 18.14 Uhr: Deniz Yücel pocht auf Entschädigung +++

Der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel klagt einer Journalistenorganisation zufolge auf Entschädigung für seine Inhaftierung in der Türkei. Wie die türkische Abteilung von Reporter ohne Grenzen über Twitter mitteilte, verlangt der deutsch-türkische Journalist eine Million Lira Schadenersatz für seine "unrechtmäßige Inhaftierung". Demnach soll das Verfahren am 25. September vor einem Gericht in Istanbul beginnen. Yücel wird dabei von seinem Anwalt Veysel Ok vertreten.

Yücel war Mitte Februar nach einem Jahr in Untersuchungshaft entlassen worden und nach Deutschland ausgereist.

+++ 17.33 Uhr: Proteste in Pakistan gegen Mohammed-Karikaturen in den Niederlanden +++

Mit einem Protestmarsch auf die Hauptstadt Islamabad wollen Islamisten die Regierung Pakistans zum Abbruch der Beziehungen zu den Niederlanden zwingen. Ihr Zorn entzündet sich an dem Plan des islamkritischen niederländischen Abgeordneten Geert Wilders, einen Wettbewerb der Karikaturen des Propheten Mohammed zu organisieren. 

+++ 17.24 Uhr: AfD Hessen distanziert sich von Facebook-Post aus Kreisverband +++

Der hessische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) bemüht sich um Schadensbegrenzung, nachdem ein Facebook-Post aus einem Kreisverband für Empörung sorgt. "Die AfD distanziert sich auf Schärfste von dem Facebook-Post der AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis", sagte Landesverbandssprecher Robert Lambrou in Wiesbaden und fügte an: "Wir werden das Thema am kommenden Samstag mit allen gebotenen Konsequenzen auf unserer Landesvorstandssitzung besprechen." Der Deutsche Journalistenverband (DJV) fordert unterdessen, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. 

Hintergrund der Forderung ist ein Post der AfD Hochtaunuskreis vom 27. August, in dem laut DJV wörtlich stand: "Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Pressehäuser gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät." Der Post ist mittlerweile geändert, war am Mittwochnachmittag aber nicht vollkommen gelöscht.

+++ 17.08 Uhr: Sachsen fordert Hilfe der Bundespolizei an +++

Der Freistaat Sachsen hat nach den Vorfällen in Chemnitz die Hilfe der Bundespolizei angefordert. Das bestätigte die Sprecherin des Bundesinnenministeriums, Eleonore Petermann. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte der sächsischen Polizei am Dienstag Hilfe in Form von "polizeilichen Unterstützungsmaßnahmen" angeboten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte anschließend erklärt, es sei gut, dass Seehofer dem Freistaat Unterstützung angeboten habe, "um Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten und die Gesetze einzuhalten". Die Kanzlerin telefonierte außerdem mit Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Chemnitzer Oberbürgermeisterin (SPD).

+++ 16.36 Uhr: Frauenmord in Düsseldorf: Verdächtiger Ali S. festgenommen +++

Eineinhalb Wochen nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter Ali S. in Spanien festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher in Düsseldorf. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurde der Iraner im spanischen Sevilla gestellt.

Der Verdächtige soll die Frau am Montag vergangener Woche verfolgt, angegriffen und erstochen haben. Der Iraner und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die Frau hatte in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann arbeitete.

+++ 16.13 Uhr: Gemeinsame Ermittlungsgruppe zu Ausschreitungen in Chemnitz gebildet +++

Nach der tödlichen Messerattacke und den anschließenden Ausschreitungen in Chemnitz haben das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Polizei Chemnitz eine gemeinsame Ermittlungsgruppe namens "C-entrum" gebildet. Das "C" steht für Chemnitz, der Name insgesamt für die Tatorte. Zudem wurden eine Telefonhotline und ein Online-Portal eingerichtet, auf dem Videos und Bilder hochgeladen werden können, wie das LKA mitteilte. Man arbeite "weiterhin mit Hochdruck" an der Aufklärung der Vorfälle, hieß es. Es gehe darum, alle Straftäter schnell zu überführen.

+++ 15.46 Uhr: Mit Messern bewaffneter Mann vor Polizeirevier in Flensburg angeschossen +++

Vor einer Polizeiwache in Flensburg haben Polizisten einen mit Messern bewaffneten Mann angeschossen. Er habe sich nach ersten Erkenntnissen "in einem psychischen Ausnahmezustand" befunden, durch Schnitte in den Bauch selbst schwer verletzt und sei danach bedrohlich auf Beamte zugegangen, teilte die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt mit. Ein Polizist schoss dem 44-Jährigen demnach ins Bein. Er kam in ein Krankenhaus, wo er wegen seiner selbst zugefügten Bauchverletzungen mehrere Stunden notoperiert wurde. Danach war sein Zustand stabil.

Passanten hatten den Beamten am Morgen über Notruf gemeldet, dass sich ein Mann auf der Straße vor dem Polizeirevier entkleiden und aggressiv verhalten würde. Die Einsatzkräfte trafen dort auf den Mann, der mit freiem Oberkörper mit Küchenmessern in beiden Händen hantierte. Den Ermittlungen zufolge verletzte er sich damit selbst und richtete sich dann aggressiv gegen die Beamten. Auf Aufforderungen reagierte der Mann laut Polizei nicht, selbst der Einsatz von Pfefferspray zeigte keine Wirkung. Deshalb schoss ein Beamter. Was den Mann in den Zustand versetzte, war zunächst noch unklar. Einen islamistischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus. 

+++ 15.36 Uhr: Meghans Hochzeitskleid wird auf Schloss Windsor ausgestellt +++

Als sich Prinz Harry, 33, und Herzogin Meghan, 37, vor knapp fünf Monaten in Windsor das Jawort gaben, fand kaum etwas so viel Beachtung wie das Kleid der Braut. Von Oktober ist das edle Kleidungsstück nun auf Schloss Windsor und später im Palace of Holyroodhouse in Edinburgh ausgestellt. Das teilte der Royal Collection Trust mit. Die Stiftung verwaltet die Schätze und Kunstsammlungen der britischen Königsfamilie. Das Kleid wird als Teil des normalen Rundgangs in den Schlössern zu sehen sein.

+++ 15.22 Uhr: Mehr als 20.000 nehmen an Tomatenschlacht in Spanien teil +++

Mehr als 20.000 Menschen haben im ostspanischen Buñol an der traditionsreichen Tomatenschlacht "La Tomatina" teilgenommen. Wie jedes Jahr am letzten Mittwoch im August bewarfen sich Spanier und Besucher aus aller Welt wieder rund eine Stunde lang mit überreifen Tomaten. Dabei wurden nicht weniger als 145 Tonnen der roten Frucht eingesetzt, wie ein Sprecher des Ortes 38 Kilometer westlich von Valencia mitteilte. Nach dem Guinness-Buch der Rekorde ist es die größte Lebensmittelschlacht der Welt.

+++ 14.51 Uhr: Apotheken fehlen Medikamente gegen Wespenstiche +++

Bei Arzneimitteln gegen Wespenstiche gibt es vielerorts Lieferengpässe. Für Allergiker könne dies bedrohlich werden, sagte die Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Ursula Sellerberg, in Berlin. Betroffen seien sogenannte Autoinjektoren mit Adrenalin. Damit können Menschen behandelt werden, die nach einem Stich eine schwere allergische Reaktion bekommen. Derzeit sei unklar, wann die Produkte wieder in ausreichenden Mengen verfügbar seien. Bereits Anfang August ergaben Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn, dass es bei manchen Präparaten Produktionsprobleme gibt. 

In Bremen hatte jüngst eine Frau großes Glück, als sie nach einem Stich in einer Apotheke kollabierte und mit dem letzten dort verfügbaren Adrenalin-Pen behandelt werden konnte. "Das war eine ziemlich knappe Geschichte", sagte Apotheker Sebastian Köhle.

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+++ 14.21 Uhr: Mädchen ertrunken: Bewährungsstrafen für Erzieherinnen+++

Nach dem Tod eines siebenjährigen Mädchens bei einem Kita-Schwimmausflug in Niedersachsen sind zwei Erzieherinnen und eine Hauswirtschafterin zu Bewährungsstrafen zwischen vier und zehn Monaten verurteilt worden. Die Angeklagten hätten die gebotene Sorgfalts- und Aufsichtspflicht erheblich verletzt, sagte die Vorsitzende Richterin am Geestland zur Urteilsbegründung. Alle drei hätten das Ertrinken des Mädchens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindern können.

Die Richterin ging mit dem Urteil in allen drei Fällen deutlich über die Forderung der hinaus. Eine 50-jährige Erzieherin erhielt eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten und ihre 57-jährige Berufskollegin von vier Monaten. Die 64-jährige Hauswirtschafterin der Bremer Kita wurde zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die siebenjährige Ashley war am 23. Juni 2017 bei einem Kita-Ausflug in einem Schwimmbad in Bad Bederkesa (Kreis Cuxhaven) ertrunken. Das Kind konnte nicht schwimmen.

+++ 14.15 Uhr: Iran falls nötig zu Ausstieg aus Atomabkommen bereit +++

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat einen Ausstieg des Landes aus dem internationalen Atomabkommen in Betracht gezogen. Das Atomabkommen sei "nicht das Ziel, sondern nur ein Mittel", sagte Chamenei bei einer Kabinettssitzung laut seiner offiziellen Website. Sollte die iranische Führung zum Schluss kommen, dass das Abkommen "nicht länger unserem nationalen Interesse dient, werden wir es beiseite legen".

+++ 14.07 Uhr: Anakonda in Meerbusch eingefangen +++

Die vom Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist gefangen. Ein Reptilien-Experte der Düsseldorfer Feuerwehr habe die Würgeschlange von einem Boot aus mit einem Greifer erwischt, sagte ein Sprecher der Stadt Meerbusch. Sie habe sich am Ufer in einem Brombeer-Gebüsch gesonnt. Das Tier sei 2,40 Meter lang.

+++ 13.41 Uhr: Polizei stoppt Auto mit automatischer Kennzeichen-Verdeckung +++

Da hat wohl einer zu viele James-Bond-Filme geschaut: Mit einer elektrischen Vorrichtung hat ein Autofahrer in Bayern auf Knopfdruck sein Kennzeichen verdeckt. Wie die mitteilte, war einer Streifenbesatzung gestern auf der Autobahn 9 nahe dem oberfränkischen Bindlach ein Geländewagen aufgefallen, bei dem kein vorderes Kennzeichen zu erkennen war. Die Beamten stoppten das Auto.

Bei der Kontrolle kam der Grund für das nicht sichtbare Nummernschild zum Vorschein: Der 54 Jahre alte Fahrer aus Baden-Württemberg hatte eine Kennzeichen-Halterung mit einer Art elektrischen Jalousie betrieben. Diese wurde mit einer Fernbedienung aus dem Inneren des Wagens betätigt, um das Kennzeichen aus Baden-Baden abzudecken. Der Fahrer räumte ein, dass er "unliebsame Bilder" der Polizei umgehen wollte. Er wurde wegen Kennzeichenmissbrauchs angezeigt. Noch an Ort und Stelle montierten die Polizisten die Vorrichtung ab.

+++ 13.32 Uhr: Sommer-Dürre erfasste 89 Prozent der deutschen Landesfläche +++

Die Dürre in hat sich nach einem Bericht des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im August auf bis zu 89 Prozent der Landesfläche erstreckt. Damit sei der Hitzesommer 2003 deutlich übertroffen worden, in dem maximal 74 Prozent der Fläche von Dürre betroffen gewesen seien, teilten Wissenschaftler des "Center for Disaster Management and Risk Reduction" des KIT in Karlsruhe mit.

Von Februar bis Juli seien deutschlandweit im Mittel nur knapp 61 Prozent der üblichen Niederschläge gefallen. Am schlechtesten habe Sachsen-Anhalt mit 52 Prozent der zu erwartenden Regenmenge abgeschnitten, am besten das Saarland mit 80,5 Prozent.

+++ 13.24 Uhr: UN-Hochkommissar verurteilt Ausschreitungen in Chemnitz +++

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat die Gewalt bei Ausschreitungen von Rechtsextremen in Chemnitz scharf verurteilt. "Zu sehen, was in Sachsen passiert ist, ist wirklich schockierend", sagte Said am Mittwoch in Genf. Er verurteilte insbesondere die Angriffe rechter Demonstranten auf ausländische Passanten. "Es hat nichts mit Mut zu tun, sich auf ungeschützte Menschen zu stürzen", sagte Said. Er rief die Politiker auf, deutlicher Stellung zu beziehen. "Es ist unabdingbar, dass Politiker dies alles verurteilten. Wir brauchen eine Konzentration von Stimmen in dieser Sache

+++ 13.09 Uhr: Macron lässt Kritik Orbans an sich abperlen +++

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die massive Kritik aus Italien und Ungarn an seiner Flüchtlingspolitik an sich abperlen lassen. Wenn der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der italienische Innenminister Matteo Salvini der Ansicht seien, dass er ihr "Hauptgegner'" in Europa sei - dann "haben sie Recht", sagte Macron am Mittwoch bei einem Besuch in Kopenhagen.

Video: Gewaltsam über die Grenze: erneut überwinden Flüchtlinge Zaun zwischen Marokko und spanischer Exklave

"Ich werde Nationalisten und denjenigen, die Hassreden halten, nichts zugestehen. Wenn sie in meiner Person ihren Hauptgegner sehen wollen, dann haben sie Recht", sagte der französische Präsident.

Der rechtsnationalistische Regierungschef Orban hatte am Dienstag bei einem Treffen mit Salvini in Mailand diesen als seinen "Helden" bezeichnet. Zugleich sagte er, es gebe derzeit "zwei Lager" in der europäischen Flüchtlingspolitik - "und eines wird von Macron angeführt".

+++ 12.13 Uhr: Neue Agentur soll bahnbrechenden Ideen zur Umsetzung verhelfen +++

Die Bundesregierung wünscht sich mehr wegweisende Erfindungen aus Deutschland und hat dazu eine Agentur zur Förderung von Innovationen auf den Weg gebracht. Sie soll die finanziellen Mittel und Freiräume eröffnen, damit bahnbrechende Ideen auch zur Anwendung gebracht werden können, teilten Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Forschungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) mit. Das Bundeskabinett hatte zuvor in Berlin die Gründung der Agentur beschlossen.

In der neuen Agentur sollen der Mitteilung zufolge "hochkompetente und kreative Innovationsmanagerinnen und -manager" zeitlich befristet tätig sein und aussichtsreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auswählen und von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung fördern. Die Umsetzung sollen Hochschulen, andere Forschungseinrichtungen und Unternehmen übernehmen.

+++ 11.51 Uhr: AfD will mit Pegida durch Chemnitz marschieren +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Chemnitz wollen die AfD und das ausländerfeindliche Bündnis Pegida gemeinsam in der Stadt demonstrieren. Am Samstag soll es ab 17 Uhr einen Schweigemarsch durch Chemnitz geben. Man wolle "gemeinsam um Daniel H. und alle Toten der Zwangsmultikulturalisierung Deutschlands trauern", heißt es in dem Aufruf auf der Facebookseite der AfD Sachsen. Unterzeichnet ist er von den AfD-Landeschefs Jörn Urban (Sachsen), Björn Höcke (Thüringen) und Andreas Kalbitz (Brandenburg). Alle drei werden zu der Kundgebung erwartet.

Zuvor hatte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen gesagt, die AfD schüre keine fremdenfeindliche Stimmung in Chemnitz. "Wir gießen da nicht Öl ins Feuer, sondern da ist eine finstere Stimmung im Land, die nur zu begründet ist", sagte er im Radioprogramm SWR Aktuell.

Chemnitz 

+++ 11.47 Uhr: Spritpreise erreichen neues Jahreshoch +++

Tanken wird immer teurer: Gegenüber der letzten Woche kletterte der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des Automobilclubs ADAC um 1,5 Cent auf durchschnittlich 1,480 Euro. Diesel-Kraftstoff verteuerte sich ebenfalls um 1,5 Cent und kostet im bundesweiten Mittel 1,311 Euro. Damit stiegen die Preise an den Tankstellen nach dem leichten Rückgang in der vergangenen Woche auf ein neues Jahreshoch.

Zu dieser Entwicklung hat laut ADAC vor allem der gestiegene Rohölpreis beigetragen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um rund vier Dollar auf über 76 Dollar (65 Euro). Anfang Januar lagen die Kraftstoffpreise noch um rund zehn Cent niedriger.

+++ 11.43 Uhr: Instagram markiert künftig verifizierte Accounts +++

Das soziale Netzwerk Instagram führt eine Kennzeichnung für verifizierte Accounts bekannter Persönlichkeiten, Marken und Organisationen ein. Es sei ihm sehr wichtig, "Menschen mit schlechten Absichten" von der Plattform fernzuhalten, erklärte Instagram-Technologiechef Mike Krieger. Nutzer müssten Gewissheit darüber haben, dass hinter den Konten, denen sie folgten und mit denen sie interagierten, auch wirklich die Menschen stehen, für die sie sich ausgeben.

Der Bilder- und Videodienst will daher verifizierte Accounts mit einem blauen Zeichen versehen - ähnlich macht es etwa Twitter mit seinen blauen Haken hinter einem Account. Für die Authentifizierung seien dann Identitätsnachweise nötig, führte Krieger aus. Gedacht ist die Neuerung, die im September greifen soll, für Konten bekannter Künstler und öffentliche Personen, große Marken und bekannte Organisationen. Damit will Instagram gefälschten Profilen Einhalt gebieten.

+++ 11.26 Uhr: "Reichsbürger" bei der Polizei: Beamter aus dem Dienst entlassen +++

Ein "Reichsbürger" kann nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier nicht Polizist sein. Der 45-Jährige, der sich mit dem "Reichsbürger-Spektrum" identifiziere, habe deutlich gemacht, dass er die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesrepublik nicht anerkenne und seinen Dienstherrn nicht akzeptiere, teilte das Gericht mit. So habe er unter anderem behördliche Schriftstücke mit Fantasieaufklebern zurück an seinen Dienstherrn geschickt und seinen Vorgesetzten als "Polizeivorstand und Bandenführer" bezeichnet.

Der Polizist aus dem Saarland habe sich eines schweren Dienstvergehens schuldig gemacht, hieß es in dem Urteil. Ein Polizeibeamter, der sich selbst nicht mehr als Beamter sehe und sich nicht an Recht und Gesetz gebunden fühle, stelle zudem eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar. Gegen die Entscheidung kann innerhalb eines Monats vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz Berufung eingelegt werden.

+++ 11.20 Uhr: Eisbär tötet Jäger in kanadischer Arktis +++

Im hohen Norden Kanadas ist ein Mann nach einer Eisbärenattacke gestorben. Der Angehörige der Inuit sei zusammen mit zwei Freunden auf der Jagd nach Karibus und Narwalen gewesen, teilte die Polizei mit. Die drei Männer aus dem Dorf Naujaat im Territorium Nunavut wurden seit Sonntag im Norden der Hudson Bay vermisst. Die Armee beteiligte sich mit Flugzeugen an der Suche, die Küstenwache setzte einen Eisbrecher ein. Gestern wurden die drei Männer schließlich auf der Insel White entdeckt.

"Einer der Jäger war tot und die beiden anderen hatten leichte Verletzungen", teilte die Polizei mit. Erste Untersuchungsergebnisse deuteten darauf hin, dass die drei von einem Eisbär angegriffen worden seien. Das Eis habe die Rettungsmaßnahmen erschwert. Es handelt sich bereits um den zweiten tödlichen Eisbärenangriff in Kanada in diesem Jahr. Zuvor war die letzte tödliche Attacke im Jahr 2000 gemeldet worden. 

+++ 10.42 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Veröffentlichung von Haftbefehl in Fall Chemnitz +++

Nach der Veröffentlichung des mutmaßlichen Haftbefehls gegen einen der Tatverdächtigen im Fall Chemnitz hat die Staatsanwaltschaft Dresden Ermittlungen eingeleitet. Der Vorfall müsse "schnellstens aufgeklärt und die notwendigen strafrechtlichen Konsequenzen gezogen werden", teilte das sächsische Justizministerium in Dresden mit.

Zuvor hatte die rechtspopulistische Organisation Pro Chemnitz den mutmaßlichen Haftbefehl gegen einen der Beschuldigten ins Netz gestellt. Das Dokument tauchte dann Medienberichten zufolge teilweise geschwärzt auch auf anderen Portalen auf und wurde unter anderem von Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann veröffentlicht. In dem Dokument werden demnach die Namen des Opfers, der Richterin und Einzelheiten zu den mutmaßlichen Tätern genannt. Zudem werde beschrieben, wie oft auf das Opfer eingestochen worden war. Der Eintrag wurde inzwischen wieder gelöscht.

+++ 10.40 Uhr: Kabinett bringt Rentenpaket auf den Weg +++

Das Bundeskabinett hat das Rentenpaket von Sozialminister Hubertus Heil (SPD) auf den Weg gebracht. Das Paket sieht unter anderem vor, dass das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent bis 2025 stabilisiert werden soll. Der Beitragssatz soll nicht über 20 Prozent steigen. Aktuell liegt er bei 18,6 Prozent.

Union und SPD hatten sich erst gestern am späten Abend auf ein umfassendes Sozialpaket verständigt. Neben der Rente einigten sie sich dabei auch auf eine Absenkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung um insgesamt 0,5 Prozentpunkte. Heil sagte, der Beitrag werde zum 1. Januar gesetzlich um 0,4 Punkte gesenkt, und befristet bis 2022 per Verordnung um zusätzlich 0,1 Prozentpunkt.

+++ 10.20 Uhr: Mutmaßlich afrikanische Flüchtlinge aus Sattelzug befreit +++

Auf einem Parkplatz an der Autobahn 61 in Rheinland-Pfalz haben Polizisten 16 mutmaßlich afrikanische Flüchtlinge aus einem Sattelzug befreit. Auf dem Parkplatz zwischen Alzey und Gundersheim hörten Zeugen Hilferufe aus dem Lastwagen und alarmierten die Polizei, wie das Polizeipräsidium Mainz mitteilte. Die Beamten ließen von dem 27-jährigen Fahrer den Anhänger öffnen, in dem sich 16 Männer befanden. Ein Mann wurde laut Polizei zur Prüfung seines Gesundheitszustands in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen 15 Männer kamen in eine Asylbewerberunterkunft in Ingelheim. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Schleusung und illegalen Einreise auf.

+++ 9.50 Uhr: Polizist in Texas wegen Mordes an schwarzem Jugendlichen schuldig gesprochen +++

Eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat Texas hat einen weißen Polizisten des Mordes an einem 15-jährigen Afroamerikaner für schuldig befunden. Der Polizist Roy Oliver hatte vergangenes Jahr fünf Kugeln in ein Auto voller Jugendlicher gefeuert, nachdem er und seine Kollegen wegen Beschwerden über Alkohol trinkende Minderjährige in einen Vorort von Dallas gefahren waren. Das unbewaffnete Opfer wurde in den Kopf getroffen. Die Geschworenen hatten sich nur zwei Tage zu Beratungen zurückgezogen, bevor sie dem Gericht ihre Entscheidung mitteilten. Über die Höhe der Strafe müssen nun die Richter entscheiden. Den Verurteilten erwartet eine Strafe von bis zu 99 Jahren Gefängnis.

Bei der Entscheidung der Geschworenen handelt es sich um einen seltenen Schuldspruch gegen einen US-Polizisten. Der Fall ist einer von zahlreichen tödlichen Polizeieinsätzen gegen Afroamerikaner in den USA, die immer wieder für Empörung und Proteste sorgten. Oliver ist nach Angaben der Zeitung "Fort Worth Star-Telegram" der erste Polizist seit mehr als 40 Jahren, der wegen der Abgabe tödlicher Schüsse im Dienst verurteilt wurde.

+++ 9.47 Uhr: Malaysia will lesbisches Paar auspeitschen lassen +++

Malaysia steht wegen der Verhängung einer Prügelstrafe gegen ein lesbisches Paar in der Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte das südostasiatische Land auf, auf die Auspeitschung der beiden Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren zu verzichten. Die zwei Frauen hatten in einem Auto Sex miteinander. Deshalb wurden sie zu sechs Hieben mit einem Bambusstock verurteilt. In einem Prozess hatten sie sich schuldig bekannt. Die Strafe soll am 3. September vollstreckt werden.

In Malaysia sind homosexuelle Handlungen per Gesetz verboten. Von den 31 Millionen Einwohnern sind etwa 60 Prozent muslimischen Glaubens.

+++ 9.42 Uhr: Mit Messern bewaffneter Mann vor Polizeirevier in Flensburg angeschossen +++

Vor einem Polizeirevier im schleswig-holsteinischen Flensburg haben Polizisten am Morgen einen mit Messern bewaffneten Mann angeschossen. Er habe sich aggressiv verhalten, selbst verletzt und nicht auf Aufforderungen zum Ablegen der Waffen reagiert, teilten die Beamten mit. Ein Polizist habe ihn ins Bein geschossen.

Den Angaben zufolge hatte die Polizei gegen 6.20 Uhr die Information erreicht, dass sich auf der Straße in Höhe eines Polizeireviers ein Mann ausziehen würde. Beamte trafen ihn dort mit entkleidetem Oberkörper sowie einem Messer in jeder Hand an. Auch die Androhung des Einsatzes von Pfefferspray ignorierte der Mann demnach. Darauf schoss ein Beamter. Einsatzkräfte leisteten erste Hilfe, danach kam der Mann zur Behandlung in ein Krankenhaus. Seine Identität ist noch unklar, Anhaltspunkte für einen Vorfall mit islamistischem Hintergrund sehen die Ermittler nicht.

+++ 9.38 Uhr: Gelbe Anakonda erneut in Meerbuscher Baggersee gesichtet +++

Sie ist noch da und offenbar quicklebendig: Im Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist erneut die seit Tagen gesuchte Anakonda gesichtet worden. Ein Angler habe die Würgeschlange gestern Nachmittag von einem Boot aus entdeckt, sagte ein Stadtsprecher. Die Feuerwehr rückte mit einem Reptilienbeauftragten aus Düsseldorf an. Die Einsatzkräfte kamen aber zu spät - beim Eintreffen war das Tier schon wieder weg.

Die bis zu drei Meter lange Gelbe Anakonda, normalerweise beheimatet in Südamerika, war das erste Mal am vergangenen Donnerstag am Ufer des Baggersees entdeckt worden. Seitdem versucht die Stadt, das Reptil zu fangen. Ob die Würgeschlange ausbüxte oder ausgesetzt wurde, ist bisher nicht bekannt.

Links liegt eine Schlange auf Ästen, die aus dem Wasser ragen, rechts ist eine Absperrung mit Warnung vor einer gelben Anakonda

+++ 9.12 Uhr: Großeinsatz gegen Schleuser in sechs NRW-Städten +++

Mit einem Großaufgebot ist die Bundespolizei am frühen Morgen in Nordrhein-Westfalen gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. 350 Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Wohnungen, wie Staatsanwaltschaft und Bundespolizei in Kleve am Niederrhein mitteilten. Bei Einsätzen in Kleve, Moers, Duisburg, Viersen, Bottrop und Herne wurden sechs geschleuste Männer aus Indien festgenommen werden. Sie sollen noch heute einem Richter vorgeführt werden. Außerdem wurde ein 21-jähriger indischer Staatsangehöriger festgenommen. Er soll unter anderem einreisewilligen Landsleuten gefälschte griechische Visa besorgt haben, um die Einreise in das Schengen-Gebiet zu ermöglichen.

+++ 9.10 Uhr: Neuer Strafprozess wegen Werbung für Abtreibungen gestartet +++

Vor dem Amtsgericht in Kassel hat ein neuer Strafprozess gegen zwei Frauenärztinnen wegen unzulässiger Werbung für Abtreibungen begonnen. Auf der Homepage ihrer Gemeinschaftspraxis führen die Medizinerinnen Natascha Nicklaus und Nora Szász den Schwangerschaftsabbruch unter den in ihrer Praxis möglichen medizinischen Leistungen auf. Laut Paragraf 219a des Strafgesetzbuchs ist es strafbar, "seines Vermögensvorteils wegen" Schwangerschaftsabbrüche anzubieten.

Im November verurteilte das Amtsgericht Gießen eine Ärztin zu einer Geldstrafe von 6000 Euro. Die zunächst für die kommende Woche vorgesehene Verhandlung im Berufungsverfahren gegen die Gießener Medizinerin Kristina Hänel wurde zuletzt auf unbestimmte Zeit vertagt.

+++ 8.53 Uhr: Texaner startet Verkauf von Bauplänen für Waffen aus 3D-Drucker +++

In den USA hat der radikale Pro-Waffen-Aktivist Cody Wilson damit begonnen, digitale Baupläne für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker zu verkaufen. "Jeder in Amerika, der diese Dateien will, wird sie bekommen", sagte Wilson. Er hatte die Dateien vor vier Wochen erstmals zum Herunterladen angeboten. Nach einem langjährigen Rechtsstreit hatte die US-Regierung ihm im Juni erlaubt, Konstruktionspläne für Schusswaffen aus 3D-Druckern im Internet zu veröffentlichen. Dazu gehören auch Pläne für eine Handfeuerwaffe aus Plastik, die von Metalldetektoren nicht erkannt wird und keine Seriennummer hat. Mehrere US-Bundesstaaten haben die Regierung von Präsident Donald Trump verklagt, weil sie die Veröffentlichungen genehmigt hatte. Aufgrund der Klage hatte der zuständige Richter in Seattle die Verbreitung der Baupläne Ende Juli vorläufig gestoppt. Am Montag wurde das Verbot bis zur Entscheidung über die Klage der Bundesstaaten verlängert.

Wilson argumentierte, dass richterliche Verbot gelte nur für die kostenlose Verbreitung der Baupläne. Er habe jedoch damit begonnen, die Dateien zu verkaufen. Der Aktivist für das Recht auf privaten Waffenbesitz sieht in dem Verbot eine Einschränkung seines Rechts auf Redefreiheit.

+++ 8.49 Uhr: Tsunami-Warnung für drei Inselgruppen im Pazifik +++

Ein schweres Erdbeben vor der Küste von Neukaledonien im Südpazifik hat eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik warnte vor Tsunami-Wellen von bis zu einem Meter Höhe, die das französische Überseegebiet sowie die beiden Inselstaaten Fidschi and Vanuatu treffen könnten. Das Beben der Stärke 7,1 hatte sich vor der Ostküste von Neukaledonien ereignet. Die Bewohner von Küstengebieten sollten aufmerksam sein und Anweisungen der örtlichen Behörden befolgen, hieß es. Mit kleineren Tsunami-Wellen ist demnach auch in Pazifikstaaten wie den Marshallinseln und Samoa zu rechnen. In Neuseeland bestehe keine Gefahr, erklärte der dortige Katastrophenschutz.

Neukaledonien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig.

+++ 8.30 Uhr Hunderte Menschen nach Brand von griechischer Fähre gerettet +++

Nach dem Ausbruch eines Feuers auf einer griechischen Fähre sind hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die "Eleftherios Venizelos", auf der sich fast 900 Passagiere und rund 140 Besatzungsmitglieder befanden, war unterwegs nach Kreta, als das Feuer in der Nacht auf einem Fahrzeugdeck ausbrach. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Ana berichtete, geriet offenbar ein Lastwagen in Brand. Das Schiff kehrte um und fuhr mit langsamer Geschwindigkeit nach Piräus zurück. Es wurde dabei von der Küstenwache, Schleppbooten und zwei anderen Fähren begleitet. Auch ein Feuerwehrschiff rückte aus.

Die Rettungskräfte entschieden sich gegen eine Evakuierungsaktion auf hoher See, weil das Feuer durch die Sprinkleranlage des Schiffs weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Passagiere mussten während der Rückfahrt auf den Außendecks bleiben und verließen das Schiff in Piräus über eine Feuerwehrleiter. Verletzt wurde offenbar niemand.

+++ 7.31 Uhr: Mehrheit der Fans glaubt nicht an erfolgreichen Neustart unter Löw +++

Nur gut ein Viertel der Fußballfans in Deutschland traut Bundestrainer Joachim Löw einen erfolgreichen Neustart mit der Nationalelf nach dem WM-Debakel zu. Dagegen gaben 57,5 Prozent der befragten Sportinteressierten in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey für das Nachrichtenportal "t-online.de" an, ihrer Meinung nach werde Löw nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen können. 26,7 Prozent der Fans glauben an eine erfolgreiche Zukunft der DFB-Auswahl unter Löw.

Bundestrainer Löw und Teammanager Oliver Bierhoff präsentieren heute um 120 Uhr in München zwei Monate nach dem Vorrunden-K.o. bei der WM der Öffentlichkeit ihre Analyse. Zudem wird Löw den Kader bekanntgeben, mit dem er die Länderspiele am 6. September in München in der neuen Nationenliga gegen Weltmeister Frankreich sowie drei Tage später den Test in Sinsheim gegen Peru angehen will.

+++ 7.06 Uhr: Trump behauptet, China habe Clintons E-Mails gehackt +++

Chinesische Hacker sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl von 2016 in das E-Mail-Konto seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton eingedrungen. Trump berief sich dabei offensichtlich auf einen Bericht des rechtspopulistischen US-Blogs "Daily Caller". Dieser beruft sich seinerseits auf eine anonyme Quelle aus Geheimdienstkreisen. Der Blog gilt nicht als seriöse Nachrichtenquelle. 

Trump hatte wiederholt im Wahlkampf erklärt, dass die Hackerangriffe gegen Clinton und die Demokraten auch von China und nicht von Russland ausgegangen sein könnten. Er legte jedoch niemals ernsthafte Beweise vor. In seinem jüngsten Tweet forderte er das FBI und das Justizministerium auf, nun Schritte zu unternehmen. Andernfalls würden beide Organisationen ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Trump hatte den Twittereintrag zu ungewöhnlicher Zeit kurz nach Mitternacht abgesetzt.

+++ 6.53 Uhr: Nach Schuss auf deutschen Touristen Teenager in Kanada festgenommen +++

Vier Wochen nach dem lebensgefährlichen Schuss auf einen deutschen Autofahrer in Kanada hat die dortige Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 16-jährigen Teenager. Der 60 Jahre alte Tourist war am 2. August mit seiner Familie auf einer Landstraße in der Provinz Alberta unterwegs, als aus einem vorbeifahrenden dem Auto auf den Deutschen geschossen wurde, so die Polizei. Das Opfer wurde am Kopf getroffen. Sein Auto kam von der Straße ab, die anderen drei Insassen wurden leicht verletzt. Die Polizei machte keine Angaben dazu, warum der Verdächtige schoss. Das Fahrzeug und die mutmaßliche Tatwaffe seien sichergestellt worden.

Nach den Angaben wurde die Kugel in Deutschland aus dem Kopf des Opfers entfernt, sie soll in Kanada mit der sichergestellten Waffe verglichen werden. Der Teenager muss sich wegen 14 Straftaten vor Gericht verantworten, darunter versuchter Mord. Die Polizei habe das Opfer über die Festnahme informiert, sagte Polizeisprecher Curtis Peters dem Sender CTV News. Der Deutsche habe noch einen langen Weg vor sich, bis er wieder gesund sei. Der Zeitung "The Star" zufolge ist der Mann halbseitig gelähmt und kann nicht mehr sprechen.

+++ 6.46 Uhr: Schweres Erdbeben vor Neukaledonien +++

Vor der Küste des französischen Pazifik-Gebiets Neukaledonien hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Nach Angaben des US-Erdbebenwarte USGS hatte es eine Stärke von 7,1. Kurz darauf gab es ein weiteres Beben der Stärke 5,3. Über Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Die Inselgruppe Neukaledonien liegt im Südpazifik auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Das Epizentrum des Bebens war nach den Angaben etwa 400 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Nouméa, in etwa 27 Kilometern Tiefe.

+++ 6.34 Uhr: Gesetz gegen Hass im Netz erschwert Rechten Mitglieder-Rekrutierung +++

Das Gesetz gegen Hass im Internet erschwert rechtsextremen Gruppen die Suche nach neuen Mitgliedern. Diese müssten alternative Kommunikationsplattformen finden, sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz in München. "Nach der Löschung von Accounts beispielsweise auf Facebook, Instagram oder YouTube führt eine Abwanderung auf eine alternative Plattform zu einem Schwund an Followern. Eine geringere Reichweite erschwert dann die Rekrutierung neuer Mitglieder." Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz schreibt Plattformen seit Jahresbeginn vor, klar strafbare Inhalte zu löschen.

Ähnliche Erfahrungen hat auch der Verfassungsschutz in Niedersachsen gemacht. Hier hatte das Gesetz bereits Konsequenzen für Rechtsextreme. "Zuletzt wurden im Mai 2018 die Profilseiten, die der rechtsextremistischen Identitären Bewegung Deutschland (IBD) zugerechnet werden, in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram gesperrt beziehungsweise gelöscht", teilte der Verfassungsschutz mit. Köpfe der Gruppe wollten mit ihren Aktivitäten daraufhin zu in Russland gegründeten sozialen Netzwerken umziehen - bislang nach Erkenntnissen der Behörden mit mäßigem Erfolg.

+++ 6.24 Uhr: Polizei nimmt Mann wegen mutmaßlicher Anschlagspläne gegen Wilders fest +++

Die Polizei in den Niederlanden hat einen Mann wegen mutmaßlicher Anschlagspläne gegen den Rechtspopulisten Geert Wilders festgenommen. Der Verdächtige sei gestern am Hauptbahnhof von Den Haag gefasst worden, teilte die Polizei mit. Der Mann wurde zunächst verhört. Es wird erwartet, dass er am Freitag einem Richter vorgeführt wird. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben durch ein Video bei Facebook auf den Verdächtigen aufmerksam, in dem der 26-Jährige über ein Attentat auf Wilders sowie auf das niederländische Parlament gesprochen habe. Hintergrund für die mutmaßlichen Anschlagspläne ist offenbar eine frühere Ankündigung von Wilders, einen Wettbewerb für Karikaturen des Propheten Mohammed abhalten zu wollen.

Wilders und seine Freiheitspartei (PVV) haben mit islamfeindlichen Aktionen bereits wiederholt Proteste von Muslimen heraufbeschworen.

+++ 6.17 Uhr: Polizei meldet ruhige Nacht in Chemnitz ++++ 

Nach den Ausschreitungen der letzten Tage ist es in der Nacht in Chemnitz ruhig geblieben. Es habe keine größeren Vorkommnisse gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Am Montagabend waren bei Protesten rechter und linker Demonstranten nach Angaben der Polizei in Chemnitz 20 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten. Zuvor war am Rande eines Stadtfestes am Wochenende ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden. Als Tatverdächtige gelten ein Syrer und ein Iraker. Am Sonntag zogen rechte Demonstranten durch die Stadt, von denen einige ausländische Passanten attackierten.

Chemnitz 

+++ 5.13 Uhr: Jedes fünfte getestete Basmatireis-Produkt mangelhaft +++ 

Die Stiftung Warentest hat eine Reihe von Basmatireis-Produkten unter die Lupe genommen und jedes fünfte als mangelhaft eingestuft. Die Stiftung sprach von einem "enttäuschenden Ergebnis" und erklärte, der Preis sage nichts über die Qualität von Basmatireis aus. Geprüft, zubereitet und verkostet wurden 31 Produkte zu Kilopreisen von 1,78 Euro bis 8,45 Euro. Die Ergebnisse erscheinen in der Septemberausgabe der Zeitschrift "test".

Als gut stuften die Tester nur fünf weiße, lose verpackte Reise ein. Kein Vollkorn-, Kochbeutel- oder Mikrowellenreis konnte überzeugen, erklärte die Stiftung. Zwei Produkte hätten sogar gar nicht verkauft werden dürfen, weil sie höhere Pestizidgehalte aufwiesen als erlaubt. So ist etwa bei Bio-Reis das Bekämpfen von Schädlingen mit Begasungsmitteln verboten, in zwei Bio-Produkten fanden die Tester nach eigenen Angaben aber Rückstände eines Begasungsmittels.

 +++ 4.54 Uhr: Bienen belagern Hotdog-Stand in New York +++

Bienen statt Touristen: Tausende von Honigbienen haben einen Hotdog-Stand mitten auf dem belebten Times Square in New York belagert. Geschätzte 40.000 Insekten hatten sich nach Medienberichten auf dem Schirm niedergelassen, nachdem sie zuvor vermutlich wegen der Hitze ihren eigentlichen Unterschlupf auf einem der Dächer Manhattans verlassen hatten. Die Besucher des Times Square machten einen großen Bogen um den Würstchenstand, die Polizei schickte ihre beiden hauptamtlichen Bienenspezialisten,--- um die Insekten einzusammeln. In einer knappen Dreiviertelstunde waren sie sicher in einem Behälter verstaut und auf dem Weg zu einer neuen Heimat auf Long Island.

+++ 4.04 Uhr: Afrikanische Schweinepest: Druck auf Deutschland wächst +++

Europa scheint die Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht in den Griff zu bekommen. Bis Ende August sind mit europaweit mehr als 4800 Seuchenfällen bei Wildschweinen und in Hauschweinbeständen bereits rund 700 mehr als im gesamten Vorjahr gemeldet worden. Als besonders kritisch wird die Lage in Rumänien eingeschätzt, wo die Afrikanische Schweinepest vor allem im Donaudelta in einer Vielzahl von Kleinhaltungen aufgetreten ist und sich dort nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auch stark ausbreitet.

Mit der Zunahme der Nachweise in Osteuropa wächst der Druck auf Deutschland. "In Europa hat sich die Zahl der betroffenen Länder und in diesen Ländern auch die Zahl der betroffenen Regionen erhöht", sagte FLI-Vizepräsident Professor Franz Conraths "Wir erleben das Gegenteil einer Entspannung."

+++ 2.52 Uhr: Riesige Erdogan-Statue von zentralem Platz in Wiesbaden entfernt +++

Polizei und Feuerwehr in Wiesbaden haben die zuvor im Rahmen einer Kunstaktion errichtete Statue des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan abgebaut. Die Stadt habe am Abend entschieden, die riesige Statue vom Platz der Deutschen Einheit im Zentrum zu entfernen, sagte ein Polizeisprecher. Die goldene Erdogan-Statue war Teil des Kunstfestivals "Wiesbaden Biennale" und am Montagabend aufgestellt worden. Es sei den Behörden aber offensichtlich im Vorfeld nicht bekannt gewesen, dass es sich bei dem geplanten Kunstwerk um eine Statue Erdogans handeln werde, so der Sprecher.

Um den Abbau der Statue durch die Feuerwehr zu ermöglichen, wurde der Platz am Abend geräumt, teilte die Polizei mit. Auf dem Platz hatten sich zu diesem Zeitpunkt rund hundert Menschen versammelt. Ein Mann wurde laut Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen, nachdem er nach der Räumung "grundlos andere Anwesende provoziert und für Unruhe gesorgt" habe. Einem Platzverweis sei er nicht nachgekommen.

Erdogan aus Gold

+++ 2.04 Uhr: Brasilien schickt wegen Migrationskrise Soldaten an venezolanische +++ 

 Angesichts einer anschwellenden Migrationskrise in der Region hat Brasiliens Regierung das Militär an die Grenze zum Nachbarland Venezuela mobilisiert. Der Einsatz in dem nördlichen Bundesstaat Roraima habe zunächst eine Dauer von zwei Wochen, erklärte Staatschef Michel Temer nach einer Kabinettssitzung in der Hauptstadt Brasília.

Südamerika erlebt gerade wohl die größte Flüchtlingskrise seiner Geschichte. Hunderttausende Venezolaner sind in den letzten Monaten auf der Flucht von Hunger und Elend in die Nachbarstaaten geflohen - nach Angaben der UN haben bereits 2,3 Millionen Menschen den einst reichen Erdölstaat Venezuela verlassen. Die Länder der Region sind zunehmend überfordert. Vor zehn Tagen war es in Nordbrasilien zu fremdenfeindlichen Übergriffen gegen Migranten gekommen. In der vergangenen Woche führte zudem Peru schärfere Einreisebestimmungen für Venezolaner ein. Tausende Migranten versuchten daraufhin, noch vor Inkrafttreten der neuen Regeln über den Landweg in das Andenland zu gelangen.

+++ 0.26 Uhr: Erdogan-Statue in Wiesbaden wird abgebaut +++ 

Die Stadt Wiesbaden hat entschieden, die als Teil eines Kunstfestivals aufgestellte Statue des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan abbauen zu lassen. Die Sicherheit habe nicht mehr gewährleistet werden können, teilte die Stadt über Twitter mit. Von der Polizei hieß es, die Feuerwehr übernehme den Abbau, und zwar noch in der Nacht. Die Räumung des Platzes, auf dem die rund vier Meter hohe und goldfarbene Statue seit Montag stand, sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Gestern Abend hatten sich Anhänger und Gegner des umstrittenen türkischen Präsidenten Erdogan heftige Wortgefechte an der Statue geliefert. Ein Polizeisprecher berichtete von einer "leicht aggressiven Stimmung", jedoch blieb es demnach beim verbalen Schlagabtausch. Der "Wiesbadener Kurier" zitierte Ordnungsdezernent Oliver Franz jedoch mit den Worten, zu verbalen Auseinandersetzungen seien zunehmend auch Handgreiflichkeiten gekommen. "Auch Stichwaffen wurden gesichtet."

+++ 0.06 Uhr: CSU stürzt in Umfrage um fünf Prozentpunkte ab +++

Knapp sieben Wochen vor der Landtagswahl am 14. Oktober in Bayern hat die CSU deutlich an Zustimmung verloren. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild"-Zeitung kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder nur noch auf 36 Prozent. Beim vorangegangenen Insa-Trend Ende Juni waren es noch 41 Prozent, also fünf Punkte mehr. Bei der Landtagswahl im September 2013 hatte die CSU 47,7 Prozent geholt.

Insa sieht die Grünen nun auf Platz zwei. Seit der Umfrage im Juni gewinnen sie demnach zwei Punkte auf 15 Prozent und verdrängen die AfD, die unverändert 14 Prozent erreicht, auf Rang drei. Die SPD liegt unverändert bei 13 Prozent und damit auf dem nun vierten Platz. Bei der Landtagswahl 2013 waren es 20,6 Prozent für die Sozialdemokraten. Die Freien Wähler legen ebenso wie die Grünen um zwei Punkte zu und erreichen nun 8 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt auf 6 Prozent. Die Linken liegen unverändert bei 3 Prozent. Die CSU könnte somit nicht mehr alleine regieren, sich aber ihre Koalitionspartner aussuchen. Möglich wären mehrere verschiedene Koalitionen.

+++ 0.05 Uhr: Kretschmer zu Chemnitz: "Polizei hat einen super Job gemacht" +++

Nach dem Aufmarsch Rechtsextremer und den Ausschreitungen in Chemnitz hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Polizeiführung gegen Kritik in Schutz genommen. "Die Polizei hat einen super Job gemacht", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Die vielen Demonstranten unterschiedlicher Gruppen wurden auseinandergehalten. Straftaten wurden dokumentiert und werden jetzt rechtlich verfolgt."

mad / DPA / AFP