HOME
+++Ticker+++

News des Tages: Jugendliche schlachten Schaf vor dem KZ Auschwitz

25-Jähriger stirbt im Wettersteingebige +++ Tote und Vermisste nach Havarie von Flüchtlingsboot in der Ägäis +++ Zwei Festnahmen nach Anschlag in London +++ US-Regierung erschwert offenbar Visa-Prozess erheblich +++ Die News des Tages.

Eingang zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau

Ein Dutzend junger Menschen hat am Eingang zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ein Schaf geschlachtet

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.16 Uhr: EU schickt wegen Gammelfleischskandals Lieferungen aus Brasilien zurück +++

Wegen des Gammelfleischskandals in Brasilien hat die EU den Import von Fleisch aus dem südamerikanischen Land teilweise ausgesetzt. Die Lieferungen der 21 unter Verdacht stehenden Produzenten würden abgewiesen und zurückgeschickt, erklärte der maltesische EU-Vorsitz. Die Entscheidung fiel bei einem Treffen von Veterinär-Experten aus den EU-Mitgliedstaaten, an dem auch Vertreter der EU-Kommission teilnahmen. Darüber hinaus sollen Kontrollen von Fleischlieferungen aus Brasilien verschärft werden. Anders als China, Mexiko, Hongkong und Chile verhängte die EU aber keinen kompletten Importstopp. 

+++ 22.37 Uhr: Mindestens 50 Menschen von bewaffneten Banden in Zentralafrika getötet +++

Mindestens 50 Menschen sind seit Dienstag in der Zentralafrikanischen Republik nach Angaben von Dorfbewohnern von bewaffneten Banden getötet worden. Die Angreifer stürmten in der Region Bambari drei Dörfer, wie Einwohner der Ortschaften der Nachrichtenagentur AFP sagten. Bei den Überfällen in Agoudou Manga, Yasseneme und Ngouyanza seien außerdem dutzende Menschen verletzt worden. 

+++ 19.36 Uhr: Trump-Regierung gratuliert EU überraschend zum 60. Jahrestag +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat der EU zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge gratuliert, die den Grundstein für die heutige Europäische Union legten. Das Weiße Haus unterstrich in einer Erklärung das gemeinsame Engagement der Vereinigten Staaten und der EU für "die Freiheit, die Demokratie und den Rechtsstaat". Das Statement stellt einen bemerkenswerten Wechsel der Tonlage dar. Trump hatte sich in der Vergangenheit überaus kritisch zur EU geäußert und die britische Austrittsentscheidung als "großartige Sache" begrüßt. Vor seinem Amtsantritt bezeichnete er die EU als "ein Mittel zum Zweck für Deutschland". Die Europäische Union feiert den Jahrestag der Römischen Verträge am Samstag mit einem Sondergipfel in Rom.

+++ 19.14 Uhr: Jugendliche schlachten Schaf vor dem KZ Auschwitz-Birkenau +++

Makabre Aktion am Eingang zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau: Ein Dutzend junger Menschen hat dort ein Schaf geschlachtet, sich nackt ausgezogen und aneinandergekettet, teilte ein Sprecher der Gedenkstätte mit. Museumsmitarbeiter seien sofort eingeschritten und hätten die Polizei gerufen. "Auschwitz für Kundgebungen oder Happenings zu missbrauchen, ist empörend und inakzeptabel", schrieb Sprecher Bartosz Bartyzel auf Twitter. Dies sei respektlos gegenüber den Opfern. In dem nationalsozialistischen Vernichtungslager im besetzten Polen wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. Was das Motiv für die Aktion war, blieb zunächst unklar. Die Männer und Frauen, darunter auch ein Deutscher, wurden zur Befragung in die örtliche Polizeidienststelle gebracht.

+++ 16.36 Uhr: Frau tötet Hund ihres Sohnes im Wäschetrockner +++

Eine Frau hat den Hund ihres Sohnes offenbar unabsichtlich im Wäschetrockner getötet und danach versucht, die Tat auf Nachbarn zu schieben. Nach tagelangen Ermittlungen konnte die österreichische Polizei in Gratkorn bei Graz den Hergang nun aufklären. Die 49-Jährige hat demnach gestanden, das Tier selbst in die Maschine gesteckt zu haben, als sie zwei Hundedecken trocknen wollte. Um das tödliche Versehen nicht erklären zu müssen, stellte sie selbst eine Anzeige bei der Polizei. Jemand aus der Nachbarschaft habe den toten Vierbeiner vor ihrer Eingangstür in einem Mehrparteienhaus abgelegt. Zusätzlich dazu habe ein Zettel mit den Worten "Noch warm und wäschetrocknerfest" im Briefkasten gelegen. So habe sie es bei der Rückkehr nach einem einstündigen Spaziergang vorgefunden. Doch bei ihrer Vernehmung verstrickte sich die Frau immer mehr in ihren Aussagen, so dass sie schließlich ein Geständnis ablegte.

+++ 16.04 Uhr: Festnahme: 36-Jähriger organisiert über Whatsapp sexuellen Missbrauch +++

Die Polizei hat einen 36-jährigen Mann aus Berlin festgenommen, der über das Internet Mädchen kontaktiert und dann sexuell missbraucht und an andere Männer vermittelt haben soll. Die Mädchen waren zwischen neun und 14 Jahre alt, wie die Polizei mitteilte. Der Tatverdächtige soll unter Verwendung mehrerer Whatsapp-Profile und in sozialen Netzwerken Kontakt zu den Mädchen aufgenommen und diese sexuell missbraucht haben. Zudem soll er Mädchen auch an andere Männer, mit denen er über das Darknet in Kontakt trat, für sexuelle Handlungen vermittelt haben. Dabei habe er sich wahlweise etwa als 13-jähriges Mädchen oder deutlich jüngerer Mann ausgegeben, um dadurch das Vertrauen der Mädchen zu gewinnen. Der 36-Jährige ging demnach äußerst konspirativ vor und nutzte für die Kommunikation mit Kindern und Freiern ausschließlich offene und frei zugängliche Netzwerke.
Er konnte schließlich unter Einsatz verdeckter Maßnahmen sowie technischer Mittel identifiziert werden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Dem 36-Jährigen werden sexueller Missbrauch von Kindern und Zwangsprostitution vorgeworfen. Bei Durchsuchungen an vier Orten in Berlin sowie weiteren 19 Orten bei möglichen Opfern und Kontaktleuten im Bundesgebiet sowie in Österreich wurden zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt.

+++ 16.02 Uhr: Schweiz leitet Verfahren wegen Spionage gegen Türken ein +++

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts eingeleitet, dass Mitglieder der türkischen Gemeinde ausspioniert worden sind. Es gebe "konkrete" Verdachtsmomente für ein Ausspionieren von Türken in der Schweiz durch einen "politischen Nachrichtendienst", bestätigte die Bundesanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde das Verfahren bereits Mitte März eingeleitet, nachdem die Schweizer Regierung grünes Licht gegeben habe. Weitere Details zu den Ermittlungen und zu den betroffenen Organisationen und Menschen wollte die Behörde nicht machen. Auch in Deutschland gibt es derzeit Vorwürfe der Spionage gegen Türken. Mehreren Imamen der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) wird vorgeworfen, im Auftrag der türkischen Regierung in Deutschland mutmaßliche Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan ausspioniert zu haben.

+++ 14.57 Uhr: Tödliche Schüsse in Hannover: Verdächtiger stellt sich +++

Nach einer tödlichen Schießerei in Hannover hat sich ein Verdächtiger gestellt. Wie und Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Hauptstadt mitteilten, nahm der 26-Jährige am Donnerstag über seinen Anwalt Kontakt zu den Behörden auf. Er war demnach selbst verletzt worden und suchte ein Krankenhaus auf, wo er festgenommen wurde.

Bei der Schießerei war am späten Mittwochabend im Stadtteil Oststadt ein 25-Jähriger auf offener Straße getötet worden. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen.

+++ 14.33 Uhr: Brand in Munitionslager: eine Tote +++

Bei dem Großbrand in einem ukrainischen Waffen- und Munitionslager ist ein Mensch ums Leben gekommen. Eine tote Frau sei unter den Trümmern eines durch Explosionen zerstörten Hauses gefunden worden, teilte der Chef der Katastrophenschutzbehörde, Nikolai Tschetschjotkin, mit. Eine weitere Frau sei verletzt worden.

Das Lager mit 138.000 Tonnen Munition und Waffen liegt rund hundert Kilometer von den Gebieten im Osten der Ukraine entfernt, die von den prorussischen Separatisten kontrolliert werden. Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak machte Moskau und die Aufständischen für die "Sabotage" verantwortlich.

+++ 13.30 Uhr: Flüchtlingsboot sinkt vor türkischer Küste: Elf Tote +++

Vor türkischen Küste ist in der Ägäis ein Flüchtlingsboot gesunken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen lokalen TV-Sender. Den Informationen zufolge kamen dabei elf Menschen ums Leben, die Leichen wurden am Strand geborgen. Vier weitere Personen werden noch vermisst. Wie die türkische Nachrichtenagentur DHA meldet, konnten sieben Menschen gerettet werden.

+++ 13.21 Uhr: Taucher suchen nach vermisster Studentin aus Regensburg +++

Mehreren regionalen Medien zufolge suchen inzwischen auch Taucher der Bereitschaftspolizei Nürnberg nach der seit Sonntag vermissten Studentin Malina Klaar aus . Die Taucher seien zur Stelle am Donauufer geschickt worden, wo am Donnerstag drei Leichenspürhunde angeschlagen hatten, schreiben die "Regensburger Nachrichten". Die Polizei habe das Areal um den Herzogenspark abgesperrt, heißt es.


+++ 13.15 Uhr: Terror-Fahrer von Antwerpen: Haftbefehl wegen versuchten Mordes +++

Nach einem vereitelten Anschlagsversuch in Antwerpen ist ein 39 Jahre alter Tunesier in Untersuchungshaft genommen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Brüssel erließ ein Richter den Haftbefehl wegen versuchten Mordes und versuchter Körperverletzung aus terroristischen Motiven. Außerdem habe der Mann gegen das Waffengesetz verstoßen. Er war am Donnerstag mit hoher Geschwindigkeit durch das Einkaufsviertel gefahren. Menschen mussten zur Seite springen, um sich in Sicherheit zu bringen. Erst eine Spezialeinheit der Polizei konnte den Wagen anhalten und den flüchtenden Mann stellen. Die Beamten fanden im Kofferraum Stichwaffen, ein Gewehr und einen Kanister mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit.

+++ 12.29 Uhr: Südkorea: Bergung der "Sewol" macht große Fortschritte +++

Knapp drei Jahre nach dem "Sewol"-Fährunglück vor Südkorea mit mehr als 300 Toten haben Spezialisten bei der Bergung des Wracks große Fortschritte erzielt. Nach der geglückten Hebung der Fähre vom Meeresgrund sei sie zum Abtransport vorbereitet worden, teilte das Meeres- und Fischereiministerium mit. Dazu sei das Wrack von der Unglücksstelle zu einem bereitstehenden Transportschiff geschleppt worden. Nach der Verladung soll sie zum Hafen ins etwa 90 Kilometer entfernte Mokpo gebracht werden. Dort soll nach den Körpern von neun vermissten Passagieren gesucht werden.

Die "Sewol" war am 16. April 2014 auf dem Weg von Incheon zur Ferieninsel Jeju vor der Südwestküste gesunken. Nur 172 Menschen hatten sich retten können, darunter die leitenden Besatzungsmitglieder. Aus dem Schiffsinnern und der Umgebung wurden 295 Leichen geborgen. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug.


+++ 11.58 Uhr: Den Haag spricht Opfern von Kriegsverbrechen Entschädigung zu +++

Erstmals hat der (IStGH) Opfern von Kriegsverbrechen eine symbolische Entschädigung zugesprochen. Die 297 Opfer eines Massakers in der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 2003 sollten jeweils die "symbolische" Summe von 250 Dollar (etwa 231 Euro) erhalten, urteilten die Richter in Den Haag. Für das Massaker wird die Miliz des verurteilten kongolesischen Kriegsverbrechers Germain Katanga verantwortlich gemacht.

+++ 11.33 Uhr: 25-jähriger Bergsteiger stirbt im Wettersteingebirge +++

Ein 25 Jahre alter Slowene ist im Wettersteingebirge tödlich verunglückt. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mitteilte, war der Bergsteiger am Vortag gemeinsam mit zwei Landsmännern auf dem Blassengrat unterwegs. Er habe plötzlich den Halt verloren und sei 200 Meter durch teilweise senkrechtes und felsiges Gelände abgestürzt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Laut Polizei waren alle drei Bergsteiger erfahren und gut ausgerüstet.

Das Wettersteingebirge (Archivbild) liegt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Seefeld in Tirol an der deutsch-österreichischen Grenze

Das Wettersteingebirge (Archivbild) liegt zwischen Garmisch-Partenkirchen und Seefeld in Tirol an der deutsch-österreichischen Grenze


+++ 11.22 Uhr: Private Waffenlager umfassten rund 900 Schusswaffen +++

Ein vor rund sieben Wochen in Dessau und Nordrhein-Westfalen ausgehobenes Waffenlager eines 52-Jährigen hat rund 900 Schusswaffen zutage gefördert. Die dabei beschlagnahmte Munition beläuft sich auf rund 2,2 Tonnen, darunter auch Kriegsmunition, wie das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt in Magdeburg mitteilte. Die Überprüfung der Unmengen an Waffen, Waffenteilen und Munition gestaltete sich demnach schwierig und dauerte Wochen.

Bislang wurden dem LKA zufolge noch nicht alle auf den 52-Jährigen Tatverdächtigen registrierten Waffen gefunden. Es fehlten noch Waffen "im zweistelligen Bereich". Gegen den Waffennarren, der früher im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter wohnte und zuletzt in Dessau lebte, wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

+++ 11.07 Uhr: Ägyptens Ex-Präsident Mubarak ist frei +++

Der langjährige ägyptische Präsident Husni Mubarak ist wieder frei. Der 88-Jährige sei aus dem Armeekrankenhaus entlassen worden, wo er einen Großteil seiner rund sechsjährigen Freiheitsstrafe verbrachte, teilte sein Anwalt in Kairo mit. Der im Februar 2011 nach drei Jahrzehnten Herrschaft gestürzte Mubarak war Anfang März im letzten gegen ihn geführten Strafverfahren freigesprochen worden.

+++ 10.55 Uhr: Abbas bittet Merkel um Anerkennung Palästinas +++

Palästinenserpräsident will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei seinem heutigen Treffen in Berlin um eine Anerkennung von Palästina als Staat bitten. Er werde "ganz offen" mit der Kanzlerin über dieses Thema reden, sagte Abbas dem ZDF. Seine Delegation werde "Deutschland und Frau Merkel bitten, Palästina als Staat anzuerkennen". Andere europäische Länder wie Schweden oder auch der Vatikan hätten es vorgemacht.

Die Palästinenserführung glaube noch immer an die Zweistaatenlösung "in den Grenzen von 1967" und mit Ostjerusalem als Hauptstadt Palästinas, fuhr Abbas fort. "Wir haben klar die Vision von einer Zweistaatenlösung vor Augen." Das könne aber nur in direkten Verhandlungen mit den Israelis gelingen.

+++ 10.48 Uhr: Griechen heben Fälscherwerkstatt für Pässe aus +++

Eine komplett eingerichtete Fälscherwerkstatt und dazu stapelweise Pässe und Personalausweise aus aller Herren Länder: Die griechische Polizei hat vier professionellen Fälschern das Handwerk gelegt. Entdeckt wurde die Bande in einer Wohnung mitten in Athen; die Behörden teilten mit, es seien zwei Iraker, ein Syrer und ein Bulgare im Alter von 24 bis 58 Jahren festgenommen worden. Bei ihrem Einsatz stellten die Beamten fast 1000 Reisedokumente sowie große Summen Bargeld, Computer, Drucker und Laminiergeräte sicher.

Bei manchen Dokumenten handelt es sich offenbar um echte, aber gestohlene Ausweispapiere. 

+++ 10.40 Uhr: Bundestag beschließt PKW-Maut +++

Der Bundestag hat die umstrittene Pkw-Maut in überarbeiteter Form beschlossen. In der namentlichen Abstimmung setzten sich Union und SPD gegen die Stimmen der Opposition durch. Im Anschluss wurde noch über damit verknüpfte Anpassungen bei der Kfz-Steuer abgestimmt.

+++ 9.57 Uhr: Umweltverbände wollen Verkaufsstopp für Euro-6-Diesel +++

Deutsche Umweltverbände gehen gerichtlich gegen die wegen schlechter Abgaswerte in die Kritik geratenen Diesel-Fahrzeuge vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beantragte vor dem Verwaltungsgericht Schleswig eine einstweilige Anordnung, um einen Verkaufsstopp für neue Diesel-Pkw durchzusetzen. Der Umweltverband begründete dies mit einem zu hohen Ausstoß von Stickoxiden.

"Tagtäglich werden in Deutschland rund 3500 neue Euro-6-Dieselautos verkauft, die auf der Straße den gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxid-Grenzwert teils massiv überschreiten", erklärte der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg in Berlin. Er warf Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, "die tägliche Fortsetzung eines rechtswidrigen Zustandes" hinzunehmen.

+++ 9.50 Uhr: Deutschland schiebt noch im März weitere Afghanen ab +++

Deutschland wird Ende März erneut afghanische Flüchtlinge aus Deutschland abschieben. Der Sammelflug soll am 27. März an einem deutschen Flughafen starten und am 28. März morgens in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Das bestätigten zwei hochrangige Mitarbeiter des Kabuler Flüchtlingsministeriums. Der Abflugsort war in Kabul zunächst noch unklar. Wieviele Menschen an Bord sind, erfahren die afghanischen Behörden oft erst am Morgen der Ankunft.

Es ist die vierte Sammelabschiebung seit Dezember. Insgesamt sind bisher 77 zumeist junge Männer nach Afghanistan zurückgeflogen worden. Bis April gilt noch eine Obergrenze von 50 Passagieren pro Flug. Die war allerdings bisher immer deutlich unterschritten worden.

+++ 9.27 Uhr: Zwei weitere Festnahmen nach Anschlag in London +++

Nach dem Anschlag in London hat es in der Nacht nach Angaben der Polizei zwei weitere Festnahmen gegeben. Der Anti-Terror-Beauftragte Mark Rowly sprach von zwei "bedeutsamen" Festsetzungen. Er gab zudem den Geburtsnamen des Angreifers mit Adrian Russell Ajao an und bat die Öffentlichkeit um Informationen zu dem gebürtigen Briten.

Zwei Verletzte befinden sich noch in kritischem Zustand, einer davon schwebe in Lebensgefahr.

+++ 8.53 Uhr: Paris: "Kampf um Rakka beginnt in den kommenden Tagen" +++

Der Kampf zur Rückeroberung der syrischen Stadt Raka aus der Hand von Dschihadisten rückt nach Angaben aus Paris immer näher. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte am Freitag dem Sender CNEWS, das von der Miliz Islamischer Staat (IS) gehaltene Raka sei "umzingelt". Der Kampf um die Stadt werde "in den kommenden Tagen beginnen".

Erst am Mittwoch hatte die US-geführte Militärkoalition ihren Willen zur völligen Zerschlagung der Dschihadistenmiliz bekräftigt. In einer Erklärung wurden auch die Erfolge der Allianz im Kampf um die IS-Hochburgen Mossul und Raka gewürdigt.

+++ 8.27 Uhr: John Mayer trauert in Song Katy Perry nach +++

Rund drei Jahre nach ihrer Trennung hat Sänger John Mayer (39) seiner Kollegin Katy Perry (32) einen Song gewidmet. In der Ballade "Still Feel Like Your Man" (auf Deutsch: "Ich fühle mich immer noch als dein Mann") singt er über die Liebe zur Ex-Partnerin. Um wen es sich dabei handelt, verriet Mayer jetzt in einem Interview: "An wen sollte ich dabei sonst gedacht haben?", sagte er, auf Perry angesprochen, der "New York Times". "Es ist ein Beleg für den Fakt, dass ich in den vergangenen fünf, sechs Jahren nicht viele Menschen gedatet habe. Das war meine einzige Beziehung."

Die beiden US-Musiker führten einige Jahre eine turbulente Beziehung, bevor sie sich 2014 endgültig trennten. "Es gab Zeiten, da habe ich geweint und ich dachte: "Es geht hier nicht um eine on/off-Beziehung. Das ist etwas tiefgründigeres"", sagte Mayer. Er nutze zwar momentan eine Dating-App, aber: "Es ist viel Gequatsche. Es gibt nur wenige Leute, die sich wirklich treffen."

+++ 8.09 Uhr: 400.000 afghanische Kinder gehen 2017 nicht mehr zur Schule +++

Mehr als 400.000 Kinder in Afghanistan werden laut der Kinderschutzorganisation Save the Children in diesem Jahr wegen der wachsenden Unsicherheit im Land nicht mehr zur Schule gehen. Auch die Rückkehr von Hunderttausenden Afghanen aus dem Nachbarland Pakistan spiele eine Rolle, weil sie das Schulsystem massiv überfordere. 2016 waren nach erheblichen Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan überraschend mehr als 600.000 Afghanen aus Pakistan heimgekehrt. Dieses Jahr werden bis zu eine Million Rückkehrer aus Pakistan und dem Iran nach Afghanistan erwartet, wo sich der Konflikt mit den Taliban verschärft. Behörden melden, dass mittlerweile landesweit mehr als 1000 Schulen wegen Gefechten dauerhaft geschlossen seien.

Kinder, die nicht zur Schule gingen, seien einem höheren Risiko ausgesetzt, früh verheiratet zu werden, arbeiten zu müssen oder von Kriegsparteien rekrutiert zu werden, heißt es in der Stellungnahme zum ersten Schultag im Frühjahr. Dass heute sehr viel mehr afghanische Kinder zur Schule gehen als vor Beginn internationaler Hilfsbemühungen im Jahr 2002, galt lange als Erfolg. Wie viele Kinder genau zur Schule gehen, ist aber unklar.

+++ 7.09 Uhr: 29 Häftlinge graben sich aus mexikanischem Gefängnis +++

Über einen Tunnel unter einem Gefängnis im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas sind mindestens 29 Häftlinge entwischt. Wie die örtliche Regierung mitteilte, gruben die Gefangenen der Haftanstalt von Ciudad Victoria heimlich einen 40 Meter langen Tunnel. Ein Sprecher des Staates gestand im Radio ein, dass der Tunnel in einem Bereich des Gefängnisses gegraben wurde, der de facto "seit Langem" unter der Kontrolle der Insassen steht. Nach Angaben der Behörden töteten einige der Fliehenden anschließend einen Autofahrer und stahlen sein Fahrzeug, mit dem sie sich davonmachten. Insgesamt entkamen mindestens 29 Häftlinge.

In Tamaulipas sind mehrere Drogenkartelle aktiv, die dort einen blutigen Krieg um Schmuggelrouten führen. Der Ausbruch geschah eine Woche, nachdem es fünf Mitgliedern des mächtigen Drogenkartells Sinaloa gelungen war, aus einem Gefängnis im Nordwesten von Mexiko auszubrechen.

+++ 3.46 Uhr: Hamilton setzt erste Trainingsbestzeit der neuen Formel-1-Saison +++

Titelfavorit Lewis Hamilton ist im ersten Training der neuen Formel-1-Saison zur Bestzeit gerast. Der Mercedes-Pilot ließ in Melbourne seinen neuen Teamkollegen Valtteri Bottas mehr als eine halbe Sekunde hinter sich. Auf den Plätzen drei und vier folgten die Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Ernüchternd verlief die Auftakteinheit im Albert Park für Ferrari. Sebastian Vettel belegte nach technischen Problemen hinter Stallgefährte Kimi Räikkönen Platz sechs. Bei den Wintertests waren die Scuderia-Piloten noch die schnellsten Runden gefahren.

Der zu Renault gewechselte Nico Hülkenberg beendete das erste Training auf Rang neun. Sauber-Neuzugang Pascal Wehrlein musste sich mit Platz 18 begnügen. Der erste Grand Prix der Saison wird am Sonntag (7 Uhr MESZ) gestartet. Nach umfassenden Regeländerungen sind die Autos in diesem Jahr breiter, schneller und schwerer beherrschbar. Dies soll das Spektakel erhöhen und die seit drei Jahren anhaltende Dominanz von Mercedes beenden.

+++ 3.34 Uhr: Rentenerhöhung führt zu 625 Millionen Euro Steuermehreinnahmen +++

Die im Juli fällige Rentenerhöhung spült in diesem und im nächsten Jahr zusätzliche Steuereinnahmen von 625 Millionen Euro in die Staatskassen. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervor. Danach führt die geplante Anhebung der gesetzlichen Altersbezüge zum 1. Juli um 1,9 Prozent im Westen und um 3,6 Prozent im Osten im Veranlagungszeitraum 2017 zu Mehreinnahmen für den Fiskus von rund 205 Millionen Euro. Im Zeitraum 2018 sind Steuermehreinnahmen von 420 Millionen Euro zu erwarten.

Zuletzt gab es etwa 21 Millionen Bezieher einer gesetzlichen Rente. Wegen der Rentenanhebung zum Juli steigt auch die Zahl steuerpflichtiger Ruheständler. In diesem Jahr werden laut Finanzministerium etwa 4,25 Millionen "Steuerpflichtige mit Rentenbezug" vom Fiskus belangt. 2018 werden es etwa 4,35 Millionen sein. Zu beachten ist, dass ein zusammen veranlagtes Paar als ein Steuerpflichtiger zählt. "Steuerpflichtige" sind also nicht gleichzusetzen mit Personen. Ohne die Rentenanpassung wären 2017 den Angaben zufolge von diesen Ruheständlern rund 40 000 und 2018 rund 80

+++ 2.09 Uhr: US-Regierung erschwert offenbar Visa-Prozess erheblich +++

Die US-Regierung erschwert nach einem Bericht der "New York Times" für Millionen Besucher aus aller Welt den Zugang in die Vereinigten Staaten. Unter Berufung auf interne Mitteilungen von Außenminister Rex Tillerson an alle US-Botschaften weltweit heißt es, mit Ausnahme von 38 Ländern - darunter Deutschland und fast ganz Europa - würden die Sicherheitschecks für Visa nun erheblich ausgeweitet. Deutsche Besucher können weiterhin unter dem Visa-Waiver-Programm (ESTA) einreisen, für sie ändert sich nichts. Ausnahmen gelten unter anderem auch für Australien, Japan und Südkorea.

+++ 0.34 Uhr: Disney-Chef verrät Details von künftigen "Star Wars"-Filmen +++

Erst Mitte Dezember kommt die Sternenkrieger- Saga "Star Wars: Die letzten Jedi" in die Kinos, doch Disney- Vorstandschef Bob Iger gibt jetzt schon einige Details über Episode VIII preis. Der plötzliche Tod von Darstellerin Carrie Fisher im vergangenen Dezember werde zu keinen Änderungen bei dem Film führen, versicherte Iger im kalifornischen Santa Monica. Ihre Darstellung würde man so beibehalten. Es werde keine digitale Version von Fisher geben, die in den Star-Wars-Filmen die Rolle der Prinzessin Leia gespielt hatte, berichteten die US-Branchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter".

Zu dem geplanten "Star Wars"-Ableger über Han Solo, der im Mai 2018 in die Kinos kommen soll, sagte Iger, er werde das Leben des späteren Rebellen-Kämpfers im Alter von 18 bis 24 Jahren beleuchten. Han, gespielt von Alden Ehrenreich, werde auf das Raumschiff Millennium Falcon und auf den Wookiee Chewbacca stoßen. Woody Harrelson, Donald Glover und Emilia Clarke spielen ebenfalls mit.

Fisher war am 27. Dezember im Alter von 60 Jahren gestorben, nachdem sie während eines Flugs von London nach Los Angeles einen Herzinfarkt erlitten hatte. Die Schauspielerin spielte zuletzt 2015 in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (Episode VII) mit.

"Rogue One - A Star Wars Story" : Im finalen Trailer dreht sich alles um Vertrauen und Macht

+++ 0.05 Uhr: Fillon wirft Hollande "Staatsskandal" vor +++

Der politisch angeschlagene französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat schwere Anschuldigungen gegen Amtsinhaber François Hollande erhoben. Der Konservative warf dem Staatschef vor, hinter dem Durchsickern von Informationen über die laufenden Ermittlungen gegen ihn zu stecken. Er sprach im Sender France 2 von einem "Staatsskandal" und forderte eine Untersuchung. Fillon bezog sich auf ein neues Buch investigativer Journalisten: Darin werde gezeigt, dass der Staatschef sich etwa für ihn interessante Abhörerkenntnisse an sein Büro schicken lasse. Das sei völlig illegal, sagte Fillon, der von einem "schwarzen Kabinett" sprach. Hollande verurteilte Fillons Vorwürfe in einer Mitteilung als "lügnerische Unterstellungen".

Fillon steht seit Wochen wegen des Verdachts einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten unter Druck, die Justiz ermittelt gegen ihn. Er selbst hatte das Vorgehen als Instrumentalisierung der Justiz bezeichnet und sich immer wieder beklagt, weil Informationen etwa über Hausdurchsuchungen an die Presse durchgesickert waren.

mad/tkr / DPA / AFP