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News des Tages: Kubaner bringen Delfine per Hubschrauber vor "Irma" in Sicherheit

Kubaner retten Delfine vor "Irma" +++ Erdbeben in Mexiko: mindestens 32 Tote +++ Erneut Rückschlag für Trump im Streit um Einreiseverbote +++  Lesen Sie diese und weitere Nachrichten des Tages im News-Ticker.

Kubaner bringen Delfine per Hubschrauber vor "Irma" in Sicherheit

Aus Sorge vor Hurrikan "Irma" haben die kubanischen Behörden sechs Delfine aus einem Freizeitpark mit einem Hubschrauber ausgeflogen (Symbolbild)

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Die News des Tages im Überblick: 

+++ 19.48 Uhr: Erneut Toter bei Autobombenanschlag in Kiew +++

Mitten im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist erneut ein Mann einem Autobombenanschlag zum Opfer gefallen. Als weitere Insassen wurden eine Frau und ein Kleinkind verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der georgische Staatsbürger habe enge Verbindungen zu kriminellen Kreisen gepflegt. Bekannte des Toten sagten dem Fernsehsender 112, dass er im tschetschenischen Freiwilligenbataillon "Dschochar Dudajew" gegen die prorussischen Separatisten im ostukrainischen Donbass gekämpft habe.

In der Ukraine sind allein in diesem Jahr mindestens drei Angehörige der Sicherheitsbehörden durch Sprengstoffanschläge getötet worden. Voriges Jahr starb auch der bekannte Journalist Pawel Scheremet durch eine Autobombe. Keiner der Anschläge ist bisher aufgeklärt worden.

+++ 19.46 Uhr: Lady Gaga kündigt eine Pause an +++

Lady Gaga, 31, will eine Weile pausieren. Dies kündigte die Sängerin auf einer Pressekonferenz beim Toronto International Film Festival an, wo die Pop-Diva die Netflix-Doku "Gaga: Five Foot Two" vorstellt. "Ich werde eine Pause machen", zitierte der "Hollywood Reporter" die Sängerin, die keinen Zeitrahmen für die geplante Auszeit nannte. Sie wolle weiterhin kreativ sein, aber die Zeit zur Heilung nutzen, sagte Lady Gaga.

In der Doku spricht die Sängerin auch offen über körperliche Erschöpfung und ihre Probleme mit chronischen Schmerzen. In früheren Interviews hat sie erklärt, dass sie an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen leide. Wegen einer Atemwegserkrankung hatte sie Anfang dieser Woche ein Konzert im kanadischen Montréal abgesagt. 

+++ 19.29 Uhr: Papst betet für Erdbeben- und Hurrikan-Opfer +++

Papst Franziskus hat zum Gebet für die Opfer des schweren Erdbebens in Mexiko und des Hurrikans "Irma" in der Karibik aufgerufen. "Meine Gebet gilt denen, die ihr Leben verloren haben und ihren Familien", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Ende einer Heiligen Messe mit rund 600.000 Menschen im kolumbianischen Villavicencio. Er fühle mit den Opfern, wegen der Verwüstungen durch "Irma" seien Tausende obdachlos geworden. "Ich trage sie in meinem Herzen und bete für sie", sagte der Papst. Durch das Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Pazifikküste Mexikos und den Hurrikan "Irma" starben Dutzende Menschen.

+++ 18.52 Uhr: Kubaner bringen Delfine per Hubschrauber vor "Irma" in Sicherheit +++

Luftnotrettung für Delfine: Aus Sorge vor dem Hurrikan "Irma" haben die kubanischen Behörden ein Delfinarium evakuiert. Die sechs Meeressäuger aus einem Freizeitpark auf der kleinen Insel Cayo Guillermo seien am Donnerstag in feuchte Tücher gewickelt und mit einem Hubschrauber aus der Gefahrenzone gebracht worden, berichtete die kubanische Nachrichtenagentur ACN.

Die sechs Tiere seien vorübergehend in einem Schwimmbecken untergebracht worden und würden von ihren mitgereisten Wärtern und einem Tierarzt betreut, sagte ein Vertreter des Parks, Gonzalo Carrero Esteban. "Irma" sollte am Freitagabend an Kuba vorbeiziehen. Auf der vorgelagerten Gruppe der Cayos-Inseln, wo sich das Delfinarium befindet, wurden schwere Schäden befürchtet.  

+++ 18.25 Uhr: Zwei mutmaßliche Tötungsdelikte in Berlin +++

In Berlin sind zwei mutmaßliche Opfer von Gewalttaten gefunden worden: ein toter Mann in einem Park und eine tote Frau in der Nähe des Zoos. In Steglitz wurde am Morgen gegen 6.20 Uhr die Leiche eines 47-Jährigen in einem kleinen Park in der Nähe eines großen Einkaufszentrums gefunden. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei könnte es sich um eine Gewalttat unter Obdachlosen handeln. In der Nähe des Berliner Zoos wurde dann gegen 13.00 Uhr eine Frauenleiche gefunden. Ermittler gehen auch in diesem Fall von einem Tötungsdelikt aus. Passanten entdeckten den Leichnam auf einem Weg zwischen dem Hardenbergplatz am Bahnhof Zoologischer Garten und dem Tiergarten. Er lag versteckt neben einem Bahndamm. Mordkommission und Staatsanwaltschaft nahmen die Ermittlungen auf.

+++ 18.22 Uhr: Merkels Wagen in Vorpommern mit Tomaten beworfen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei einem Wahlkampfauftritt in Vorpommern von etwa 150 rechten Demonstranten mit Pfiffen und Buhrufen begrüßt worden. Ihr Auto wurde bei der Einfahrt zu der Veranstaltung in Wolgast am Abend mit Tomaten beworfen, wie die Polizei mitteilte. Immer wieder tönten "Hau ab, hau ab"-Rufe. Die Demonstranten, darunter NPD- und AfD-Anhänger, hatten sich vor der Halle versammelt, in der die CDU-Bundesvorsitzende sprechen wollte. Wolgast liegt im Bundeswahlkreis 16, in dem die AfD bei der Landtagswahl vor einem Jahr drei Direktmandate gewonnen hatte und auch jetzt wieder auf ein hohes Abschneiden hofft.

+++ 17.44 Uhr: Merkel kritisiert hohe Ablösesummen im Profi-Fußball +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die hohen Ablösesummen im Profi-Fußball kritisiert. "Ich sehe die finanziellen Entwicklungen im Profi-Fußball genauso kritisch wie viele", sagte Merkel der "Mittelbayerischen Zeitung". "Solche Summen kann kein Mensch nachvollziehen." Uefa und Fifa sollten die Regeln für Spielertransfers anpassen, um für größere sportliche Balance zu sorgen. "Sonst drohen die Ablösesummen immer mehr zu eskalieren."

+++ 17.02 Uhr: Hurrikan "Jose" nimmt an Stärke zu - nun Kategorie vier +++

Der Hurrikan "Jose" wird gefährlicher. Das Hurrikanzentrum der USA in Miami stufte "Jose" am Vormittag (Ortszeit) in der zweithöchsten Kategorie vier ein. Der Sturm erreicht Spitzenwindgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde und ist damit ein extrem gefährlicher Hurrikan, wie das Zentrum mitteilte. "Jose" bewegt sich derzeit im Atlantik mit 26 Km/H in Richtung West-Nordwest und könnte am Samstag bis in die Nähe der nördlichen Kleinen Antillen wandern. 

+++ 17.01 Uhr: 130 verwahrloste Katzen in kleiner Pariser Wohnung entdeckt +++

Nicht weniger als 130 verwahrloste Katzen hat die Polizei in einer 25 Quadratmeter großen Wohnung in Paris entdeckt. Die Bewohnerin des Appartements im Montparnasse-Viertel wurde zunächst festgenommen und dann in eine psychiatrische Abteilung gebracht, wie die Polizei der französischen Hauptstadt mitteilte.

Die Frau hatte mehrfach eine Katze aus ihrer Wohnung im 3. Stock geworfen. Als alarmierte Polizisten sie festnehmen wollten, entdeckten sie in der verdreckten Wohnung die 130 unterernährten Tiere. Eine Tierschutzorganisation nahm die Katzen in ihre Obhut. "Viele sahen aus wie Kadaver", sagte ein Mitarbeiter. Die aus dem Fenster geworfene Katze musste wegen schwerer Verletzungen eingeschläfert werden.

+++ 16.44 Uhr: Nackt-Fotoshooting an Bahngleisen sorgt für Verspätungen +++

Ein Nackt-Fotoshooting an einer Bahntrasse in Thüringen hat für Verspätungen im Zugverkehr gesorgt. Ein 47-Jähriger habe am Donnerstag an den Gleisen zwischen Erfurt und Straußfurt (Sömmerda) einen nackten 18-Jährigen abgelichtet, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Ein Lokführer hatte die beiden Männer an den Gleisen gesehen und die Polizei alarmiert. Die vorbeifahrenden Züge mussten daraufhin ihre Geschwindigkeit drosseln. Sieben Züge kamen dadurch zu spät. Die Polizei griff die beiden Männer auf, verwies sie der Gleise und ermittelt nun, weil sie den Betriebsablauf bei der Bahn gestört haben.

+++ 16.39 Uhr: Schon rund 270.000 Rohingya aus Myanmar geflohen +++

Die Gewaltwelle in der Unruheregion Rakhine in Myanmar hat schon mehr als eine Viertelmillion Menschen in die Flucht getrieben. In Bangladesch seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 270 000 Muslime aus dem Nachbarland eingetroffen, berichteten die Vereinten Nationen am Freitag in Genf. Das sind rund 100 000 mehr als bislang angenommen. Der Grund: Viele Menschen kampierten an Straßen und in Feldern, und die Hilfsorganisationen hätten heute einen besseren Überblick als noch vor wenigen Tagen, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

Die Rohingya sind eine im überwiegend buddhistischen Myanmar in Südostasien verfolgte muslimische Minderheit. Am Donnerstag hatte das Flüchtlingshilfswerk noch von 164 000 geflohenen Rohingya gesprochen. 

+++ 16.32 Uhr: Loveparade-Prozess: Gericht wirft Schöffen aus Verfahren +++

Das Duisburger Landgericht hat einen der zwei für den Loveparade-Prozess vorgesehenen Schöffen wegen der Gefahr der Befangenheit noch vor Prozessbeginn ausgeschlossen. Der Start des Strafprozesses am 8. Dezember sei deswegen aber nicht gefährdet, versicherte eine Gerichtssprecherin am Freitag.  

Der Mann habe sich selbst angezeigt: Er habe unmittelbar nach der Loveparade-Katastrophe einem Journalisten gesagt, er verstehe nicht, wie man so etwas planen könne. Es seien nur "Dilettanten am Werk gewesen", es müssten "Köpfe rollen" und "die ganze Bande weg". Diese Äußerungen könnten bei den Angeklagten Zweifel an der Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit des Schöffen wecken, befand das Gericht.

+++ 16.20 Uhr: Gouverneur: Alle Einwohner Floridas sollen sich für Evakuierung vorbereiten +++

Angesichts des heranrückenden Monster-Hurrikans "Irma" hat der Gouverneur von Florida an sämtliche Einwohner des Bundesstaats appelliert, sich für eine mögliche Evakuierung zu wappnen. Die gesamte Bevölkerung von Florida solle darauf vorbereitet sein, "bald" ihre Wohngebiete zu verlassen, erklärte Gouverneur Rick Scott am Freitag.

Bislang betreffen die Anordnungen der regionalen Behörden in Florida für die obligatorische Evakuierung nicht den gesamten Bundesstaat, sondern nur diverse Küstenregionen. Auch im weiter nördlich gelegenen US-Bundesstaat Georgia wurde die Evakuierung von Teilen der Küste angeordnet. Von den bisherigen Evakuierungsanordnungen in beiden Bundesstaaten sind insgesamt mehrere hunderttausend Einwohner betroffen.

Die Meteorologen erwarten, dass "Irma" am Samstag auf die Südküste von Florida prallen wird. Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA stufte den über die Karibik hinwegziehenden Wirbelsturm zwar am Freitag auf die zweithöchste Stufe vier herab, nannte ihn aber weiterhin "extrem gefährlich".

+++ 16.01 Uhr: G20-Prozess: Bewährungsstrafe für 21-jährigen Franzosen +++

In einem weiteren Prozess wegen der schweren Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel ist ein 21-jähriger Franzosen zu einem Jahr und fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Hamburg sprach den jungen Mann am Freitag nach Angaben eines Gerichtssprechers der versuchten gefährlichen Körperverletzung, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte schuldig. Er soll außerdem 500 Euro an die Witwen- und Waisenkasse der Polizei zahlen.

Der 21-Jährige räumte vor Gericht ein, am Rande der Demonstrationen am Vorabend des Gipfeltreffens im Schanzenviertel mindestens vier Flaschen auf Polizeibeamte geworfen zu haben. Das Gericht ging in seiner Urteilsbegründung von mindestens fünf Flaschenwürfen aus. Kurz darauf soll er sich gegen seine Festnahme gewaltsam zur Wehr gesetzt haben. Seit dem 7. Juli saß der junge Mann in Untersuchungshaft. 

Urteil im ersten G-20-Prozess: harte Strafe für Flaschenwerfer

+++ 15.15 Uhr: Mindestens 32 Tote nach Erdbeben vor der mexikanischen Küste +++

Beim schwersten je gemessenen Erdbeben in der Geschichte Mexikos sind mindestens 32 Menschen getötet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Katastrophenschutzes und des Gouverneurs des Staates Oaxaca, Alejandro Murat, hervor. Murat sagte im Sender Televisa, dass in Oaxaca 23 Menschen umgekommen seien. Im Bundesstaat Chiapas wurden bisher sieben Tote gefunden. Zwei Kinder starben im Bundesstaat Tabasco, darunter ein Baby, weil ein Beatmungsgerät in einem Krankenhaus keinen Strom mehr hatte. 

Am schlimmsten wurde bisher die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca getroffen, wo 17 Menschen starben. Dort stürzte auch ein Teil des Rathauses ein. Einheiten der Streitkräfte wurden zur Hilfe in die Katastrophenregion geschickt. Das Erdbeben vor der Pazifikküste im Süden des Landes hatte eine Stärke von 8,2 und war damit noch stärker als die bisherigen Rekordbeben 1932 und 1985. 

+++ 15.05 Uhr: Erstmals in Deutschland: Niedersachsen begrenzt Flüchtlingszuzug in Salzgitter +++

Niedersachsen zieht die Notbremse: Angesichts einer überdurchschnittlich hohen Zuwanderung von Flüchtlingen nach Salzgitter erlässt das Land Zuzugsbeschränkungen. Künftig dürfen Asylbewerber nur noch in wenigen, begründeten Härtefällen in die Stadt im Osten des Landes nachziehen. Nach Angaben der rot-grünen Landesregierung ist es bundesweit das erste Mal, dass derartige Zuzugsbeschränkungen erlassen werden. Für die ebenfalls stark betroffenen Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven werden ähnliche Maßnahmen geprüft, kündigte am Freitag Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei Vorstellung eines Hilfsprogramms an.

+++ 14.43 Uhr: Hurrikan "Irma": Forscher schätzen Schäden auf 10 Milliarden Dollar +++

Hurrikan "Irma" hat nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik bislang Schäden von rund 10 Milliarden Dollar verursacht. "Gemessen an der Schadenssumme war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten", sagte James Daniell vom "Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology" (CEDIM) in Karlsruhe. Besonders schwer seien die Überseegebiete Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande getroffen worden. "Irma" habe bis zu 50 Prozent aller Güter auf der Insel Barbuda zerstört. Allein auf Sint Maarten und Saint Martin wird der Schaden auf rund vier Milliarden Dollar geschätzt.

Die Bilanz wurde mithilfe eines Risikoschadenmodells erstellt, bei dem die direkten ökonomischen Schäden nach einer Naturkatastrophe berechnet werden. Grundlage dafür ist eine Datenbank mit 60.000 Einträgen. Seit 1900 gehen demnach 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsschäden von sieben Billionen Dollar auf Stürme zurück.

+++ 14.28 Uhr: Fahrer stellen im Stau Campingstühle auf der Autobahn auf +++

Durch ihr unvernünftiges Verhalten haben mehrere Autofahrer den Einsatz der Rettungskräfte auf der Autobahn 5 behindert. In einem Stau bei Frankfurt stellten dort einige Fahrer am Donnerstagabend in der Rettungsgasse Campingstühle auf oder gingen mit ihren Hunden neben dem Standstreifen spazieren, wie die Frankfurter Polizei mitteilte. Ihre Autos ließen sie unbesetzt zurück. Zuvor musste die Autobahn in einer Richtung voll gesperrt werden, nachdem bei einem Unfall zwei Autofahrer leicht verletzt worden waren.

Ein Taxifahrer folgte einem Feuerwehrfahrzeug durch die Rettungsgasse, um schneller voran zu kommen. Als er anschließend für ein weiteres Rettungsfahrzeug Platz machen musste, war die Gasse zu eng und das Taxi wurde im Vorbeifahren touchiert. Am Stauende drehte ein Fahrer einfach um und fuhr entgegen der Fahrtrichtung zur nächsten Ausfahrt zurück. Zu ähnlich chaotischen  Szenen war es am vergangenen Mittwoch bei Köln gekommen, als Autofahrer in einem Stau auf der A1 wendeten.

+++ 14.24 Uhr: Babyleiche im Papierkorb - Zeugenaussage von Gemeindearbeiter +++

Im Prozess um ein totes Baby in einem Papierkorb an einer Bushaltestelle im schleswig-holsteinischen Sülfeld hat ein Gemeindearbeiter geschildert, wie er den Leichnam fand. Er habe den Abfallbehälter am 15. Oktober 2015 wie üblich reinigen wollen, sagte der 42-Jährige vor dem Kieler Landgericht. Er habe einen kleinen Kopf gesehen, als er ein dunkles Kleidungsstück weggenommen habe. Dann habe er die Polizei gerufen. In dem Verfahren muss sich eine 23-Jährige aus Eritrea wegen Totschlags verantworten. Sie soll Schwangerschaft und Geburt verheimlicht und das Kind getötet haben, auch um es nicht großziehen zu müssen. Die Frau gab an, durch eine Vergewaltigung während ihrer Flucht nach Deutschland schwanger geworden zu sein. Sie hatte den Tötungsvorwurf am ersten Prozesstag bestritten.

+++ 13.51 Uhr: Junge Querschnittsgelähmte erleidet bei Rattenattacke in Frankreich 225 Wunden +++

Eine 14-jährige Querschnittsgelähmte hat bei einer Rattenattacke in Frankreich 225 Wunden erlitten. Die Nager griffen das Mädchen nachts in ihrem Bett in einer Wohnung in der nordfranzösischen Stadt Roubaix an, wie die Polizei mitteilte. Die 14-Jährige wurde mit Verletzungen am ganzen Körper in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie hatte sich wegen ihrer Behinderung nicht wehren können.

Der Vater des Mädchens erstattete Anzeige gegen den Wohnungseigentümer und die Stadt Roubaix. Er hatte wiederholt gefordert, dass eine Ansammlung von Mülltonnen in dem Stadtteil entfernt wird. Die Staatsanwaltschaft eröffnete Vorermittlungen wegen menschenunwürdiger Wohnverhältnisse.

+++ 13.41 Uhr: Millionen Menschen brauchen nach Hurrikan "Irma" Hilfe +++

Millionen Menschen werden nach Schätzungen von Hilfsorganisationen nach dem Durchzug des gewaltigen Hurrikan "Irma" auf Hilfe angewiesen sein. Schon bevor der Sturm Haiti und Kuba erreichte, waren 1,2 Millionen Menschen betroffen, wie Pascale Meige, Direktorin für Krisenvorbereitung bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), in Genf berichtete. Die Mitarbeiter stünden in den betroffenen Ländern bereit, um zu helfen.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat in Haiti vor dem Sturm genügend Nahrungsmittel deponiert, um 150.000 Menschen einen Monat versorgen zu können. In Kuba sei für 270.000 Menschen vorgesorgt worden. Nach Angaben der Föderation haben Zehntausende Menschen ihre Bleibe und ihr Hab und Gut verloren. Andere seien nur durch Stromausfälle betroffen. Millionen weitere Menschen lebten in der Schneise, die der Hurrikan nach den Vorhersagen auf seinem Weg Richtung Norden noch nehmen soll.

+++ 13.36 Uhr: Türkei wirft Deutschland Missbrauch der EU vor +++

Der türkische Europaminister Ömer Celik hat der Bundesregierung vorgeworfen, die EU im Streit mit seinem Land zu instrumentalisieren. Diejenigen, die jetzt einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei forderten, versuchten, "die EU zu benutzen, um bilaterale Probleme zu lösen", sagte Celik in der estnischen Hauptstadt Tallinn.
Dies werde deren Image beschädigen.

Celik warnte zudem andere EU-Staaten, den von Deutschland und Österreich ausgehenden Forderungen zu folgen. "Eine EU, die die Beitrittsverhandlungen aussetzt oder beendet, wird zu einer Gemeinschaft, die die Verhandlungsfähigkeit verloren hat", sagte er laut Übersetzerin.

+++ 13.34 Uhr: Russland verkündet Tötung ranghoher IS-Anführer in Syrien +++

Die russische Armee hat bei einem Luftangriff in Syrien nach eigenen Angaben mehrere ranghohe Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Unter ihnen sei auch der als IS-"Kriegsminister" bekannte Gulmurod Chalimow, teilte das russische Verteidigungsministerium in einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung mit. Getötet wurde demnach auch der Emir der Stadt Deir Essor, Abu Mohammed al-Schimali.

Der Luftangriff ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Dienstag in der Umgebung von Deir Essor. Der Angriff habe einem Treffen von IS-Kämpfern gegolten, die über ihre Strategie hinsichtlich des Vormarschs der syrischen Armee beraten hätten. Rund 40 IS-Kämpfer seien getötet worden, darunter "vier einflussreiche Anführer".

+++ 13.19 Uhr: Neue Hurrikan-Bilanz: Neun Tote und sieben Vermisste auf französischen Inseln +++

Beim Hurrikan "Irma" sind auf den französischen Karibikinseln nach einer neuen Bilanz mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Sieben Menschen würden vermisst, sagte Innenminister Gérard Collomb in Paris. Am Vorabend hatte die Regierung in Paris noch von vier Todesopfern gesprochen.

Die Behörden zählten 112 Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte. Die Bilanz sei weiterhin mit Vorsicht zu betrachten, sagte Collomb. Der Hurrikan hatte in den französischen Überseegebieten Saint-Martin und Saint-Barthélemy schwere Schäden angerichtet.

+++ 12.55 Uhr: Hafenort wegen Tsunamigefahr in Mexiko evakuiert +++

Nach dem starken Erdbeben vor Mexiko haben die Behörden im Bundesstaat Chiapas Menschen wegen der Tsunamigefahr in Sicherheit gebracht. Die Bewohner von Puerto Madero, einem Hafenort in der Nähe der Grenze zu Guatemala, seien vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, teilte die Zivilschutzbehörde von Chiapas auf Twitter mit. Die Behörde veröffentlichte Bilder von der Evakuierung. Darauf war zu sehen, dass Bewohner in Lastwägen in Sicherheit gebracht wurden. 

+++ 12.49 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben in Mexiko auf mindestens 15 gestiegen +++

Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 15 gestiegen. Die Zahl basiere auf Angaben aus allen Bundesstaaten, sagte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Ricardo de la Cruz, im Fernsehsender Milenio. Zuvor hatten die Behörden von insgesamt fünf Toten gesprochen - drei im Bundesstaat Chiapas und zwei in der Stadt Juchitán im benachbarten Bundesstaat Oaxaca. In Juchitán wurden nun zehn weitere Leichen entdeckt. Das Beben der Stärke 8,2 hatte am späten Donnerstagabend den Süden des Landes erschüttert. Das Epizentrum lag vor der Küste des Bundesstaates Chiapas im Pazifik. Die Erschütterungen waren sogar in der rund tausend Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren.

+++ 12.46 Uhr: Russland warnt vor Folgen neuer Sanktionen gegen Nordkorea +++

Russland hat vor gefährlichen Folgen neuer Strafmaßnahmen gegen Nordkorea gewarnt. Die Sanktionspolitik gegen Nordkorea "führt entweder in eine militärische Katastrophe oder zu humanitären Problemen", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. "Es ist wichtig, eine solche Entwicklung nicht zuzulassen", betonte sie. Zugleich kritisierte sie das Atomprogramm Pjöngjangs: Es missachte UN-Vorschriften zur Nichtverbreitung von Atomwaffen. Die USA wollen Nordkorea mit einem Ölembargo belegen und das Vermögen von Machthaber Kim Jong Un im Ausland einfrieren. Über einen entsprechenden Resolutionsentwurf will der Weltsicherheitsrat voraussichtlich am Montag abstimmen.

+++ 12.39 Uhr: FIFA ermittelt nach Mittelfinger-Geste gegen Tottenham-Profi +++

Der Fußball-Weltverband FIFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Nationalspieler Dele Alli eingeleitet. Der 21-Jährige vom Premier-League-Club Tottenham Hotspur hatte am Montag während des WM-Qualifikationsspiels der Three Lions gegen die Slowakei (2:1) im Londoner Wembleystadion den Mittelfinger gezeigt. Zuvor war ein erhoffter Freistoßpfiff ausgeblieben.

Nach Spielschluss versicherte Alli jedoch, dass die Geste in der 77.
Spielminute nicht Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich galt, sondern als Scherz mit Mitspieler Kyle Walker gemeint war. Die Fernsehbilder dokumentierten die Geste eindeutig.

+++ 12.23 Uhr: Schon rund 270.000 Rohingya aus Myanmar geflohen +++

Die Gewaltwelle in der Unruheregion Rakhine in Myanmar hat schon mehr als eine Viertelmillion Menschen in die Flucht getrieben. In Bangladesch seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 270.000 Muslime aus dem Nachbarland eingetroffen, berichten die Vereinten Nationen. Das sind doppelt so viele als bislang angenommen. Der Grund: Viele Menschen kampierten an Straßen und in Feldern, und die Hilfsorganisationen hätten heute einen besseren Überblick als noch vor wenigen Tagen, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Die Rohingya sind eine im überwiegend buddhistischen Myanmar in Südostasien verfolgte muslimische Minderheit. "Die Rohingya sind eine staatenlose muslimische Minderheit, die in Myanmar seit Jahrzehnten mit Diskriminierung und extremer Armut konfrontiert ist", sagte UNHCR-Sprecherin Duniya Aslam Kahn.

+++ 12.08 Uhr: Verfahren gegen Polizisten nach tödlichen Schüssen auf aggressiven Mann eingestellt +++

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Polizisten im Zusammenhang mit tödlichen Schüssen auf einen aggressiven Bewohner einer Betreuungseinrichtung im baden-württembergischen Emmendingen eingestellt. Der Beamte, der auf den Angreifer im Mai insgesamt drei Schüsse abgab, habe seine Schusswaffe zu Recht eingesetzt, "um den Angriff abzuwehren und eine schwere oder gar tödliche Verletzung des anderen Beamten zu verhindern", erklärten die Ermittler am Freitag. Er habe damit "in Nothilfe" gehandelt. Die Einsatzkräfte waren am 4. Mai zu der Einrichtung in Emmendingen gerufen worden, wo sie von dem 61 Jahre alten Angreifer mit einem Messer attackiert wurden. Daraufhin fielen die Schüsse, der Mann starb vor Ort.

+++ 11.38 Uhr: Migrantenquote in Behörden nur bei SPD und Grünen mit großem Anklang +++

Eine Migrantenquote im öffentlichen Dienst dürfte im neuen Bundestag schwer durchsetzbar sein. Bei einer Befragung von Direktkandidaten der Parteien durch die Türkische Gemeinde in Deutschland sprachen sich 74 Prozent der Kandidaten der Grünen dafür aus, Zielquoten für die Beschäftigung von Menschen mit ausländischen Wurzeln für Bundesbehörden und für die eigene Partei festzulegen. Wie aus der Umfrage hervorgeht, lag die Zustimmung unter den SPD-Kandidaten bei 64 Prozent. Von den Kandidaten der Linken konnten sich 27 Prozent für die Idee erwärmen. Unter den Direktkandidaten von AfD, CDU, CSU und FDP lag der Anteil der Befürworter jeweils unter fünf Prozent. Die Idee, eine gesetzliche Grundlage für das Engagement gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu schaffen, würden jeweils mehr als 90 Prozent der befragten Kandidaten von SPD, Linkspartei und Grünen unterstützen. Von den Direktkandidaten der AfD waren 17 Prozent dafür. Bei der FDP lag die Zustimmung bei 13 Prozent. Nur jeder zehnte Kandidat der Union fand die Idee gut. Was auffällt: 66 Prozent der 24 AfD-Kandidaten, die teilnahmen, sind gegen ein solches Gesetz, während die Mehrheit der Kandidaten von FDP, CDU und CSU ihre Haltung als "neutral" beschreibt.

+++ 11.19 Uhr: Hurrikan "Irma" auf zweithöchste Kategorie vier heruntergestuft +++

Der über die Karibik ziehende Hurrikan "Irma" hat an Stärke abgenommen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA stufte den Wirbelsturm auf die zweithöchste Stufe vier herab, nannte ihn aber weiterhin "extrem gefährlich". Der Sturm zog demnach mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern in Richtung Florida.

+++ 11.08 Uhr: Neuer Terror-Prozess am Oberlandesgericht Dresden - Syrer angeklagt +++

Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung muss sich ein 25 Jahre alter Syrer vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten. Der Angeklagte soll vor seiner Flucht nach Deutschland für die islamistische Al-Nusra-Front gegen Regierungstruppen in seiner Heimat gekämpft haben und an der Entführung von Journalisten beteiligt gewesen sein. Der Fall wird in dem Hochsicherheitssaal verhandelt, der für das Verfahren gegen die rechtsextremistische "Gruppe Freital" auf dem Gelände einer künftigen Erstaufnahmeeinrichtung eingerichtet wurde. Für die Verhandlung gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Anklage stützt sich ausschließlich auf die Angaben des Mannes bei der Polizei in Sachsen.

+++ 10.56 Uhr: Doppelmord von Herne: Marcel H. legt Geständnis ab +++

Im Prozess um den Doppelmord von Herne hat der 19-jährige Marcel H. über seinen Verteidiger ein Geständnis abgelegt. "Der Angeklagte betont, dass er den Anklagevorwürfen nicht entgegentritt", sagte sein Anwalt Michael Emde zum Prozessauftakt am Bochumer Landgericht. Zu Einzelheiten wolle der 19-Jährige aber keine Angaben machen - auch nicht zu seinem Lebenslauf. Marcel H. wird vorgeworfen, am 6. März 2017 zunächst den achtjährigen Nachbarsjungen Jaden und einen Tag später einen 22-jährigen Ex-Schulfreund erstochen zu haben. Das Motiv soll unter anderem Mordlust gewesen sein. Bilder der schrecklich zugerichteten Leichen waren später im Internet aufgetaucht. Zum Prozessauftakt zeigte der Angeklagte keinerlei Emotionen. 

+++ 10.54 Uhr: Keine weitere DNS-Spur von NSU-Mitglied Böhnhardt im Fall Peggy gefunden +++

 Im rätselhaften Mordfall Peggy hat die Polizei eine mögliche Verbindung zum NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt endgültig zu den Akten gelegt. Eine am Fundort von Peggys Leiche festgestellte DNS-Spur Böhnhardts stehe nicht im Zusammenhang mit dem Tod der Neunjährigen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Bayreuth mit. Es sei nach einem abschließenden Gutachten auch keine weitere DNS-Spur Böhnhardts entdeckt worden. Der Fall Peggy gilt als einer der rätselhaftesten Kriminalfälle in Deutschland. Im Juli vergangenen Jahres fand ein Pilzsammler im thüringischen Rodacherbrunn zufällig die sterblichen Überreste des seit 2001 vermissten Kinds. Im Oktober sorgten die Ermittler dann mit dem Hinweis für Aufsehen, dass am Leichenfundort auch eine DNS-Spur Böhnhardts gefunden wurde. Allerdings stellte sich schon bald darauf heraus, dass diese DNS-Spur vermutlich von den Ermittlern selbst an den Fundort gebracht worden war. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, stammte die DNS-Spur "eindeutig" von einem Kopfhörer Böhnhardts. Wie diese Spur des 2011 mutmaßlich durch Suizid ums Leben gekommenen Rechtsextremisten an den Fundort von Peggys Leiche gekommen sei, könne allerdings nicht mehr geklärt werden, erklärten die Ermittler.


+++ 10.52 Uhr: Kinder versuchen sich als Parkhausbetreiber - Polizei beendet Treiben +++

Mit einer weniger guten Geschäftsidee haben zwei zwölf und 13 Jahre alte Jungen in Waren in Mecklenburg-Vorpommern die Polizei auf den Plan gerufen: Wie die Beamten in Neubrandenburg mitteilten, zogen die beiden Kinder am Vortag in einem Parkhaus zunächst sämtliche Parkscheine aus dem Automaten. Die Schranke stand daraufhin offen, so dass Autofahrer zwar hinein-, später aber nicht wieder herauskamen. Die Kinder versuchten daraufhin laut Polizei, die zuvor gezogenen Parktickets an die festsitzenden Autofahrer zu verkaufen - allerdings ohne Erfolg. Die Polizei wurde hinzugerufen, belehrte die Jungen und übergab sie ihren Eltern. Obwohl die Kinder noch strafunmündig sind, nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen wegen Betrugs und Nötigung auf.

+++ 10.16 Uhr: Doppelmord von Herne: Prozess gegen Marcel H. hat begonnen +++

Unter großem öffentlichen Interesse hat in Bochum der Doppelmord-Prozess gegen den 19-jährigen Marcel H. aus Herne begonnen. Der Angeklagte soll im März erst einen neunjährigen Nachbarsjungen und einen Tag später einen 22-jährigen Schulfreund mit jeweils mehr als 50 Messerstichen getötet haben. Bilder der Opfer waren im Internet aufgetaucht, tagelang war fieberhaft nach dem Täter gesucht worden. Die ersten Zuschauer waren bereits um kurz vor sechs Uhr vor dem Bochumer Landgericht, um sich einen der knapp 60 Sitzplätze zu sichern. Für den Prozess gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen, um mögliche Racheaktionen zu verhindern. Jeder Zuschauer wird zweimal kontrolliert, außerdem sind bewaffnete Polizeibeamte vor dem Saal.


+++ 10.08 Uhr: Prozess um tödliche Schüsse in Leipziger Rockermilieu neu begonnen +++

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat ein Prozess um tödliche Schüsse im Leipziger Rockermilieu neu begonnen. Vor dem Landgericht Leipzig war die Polizei mit einem größeren Aufgebot präsent. Im Gericht gab es doppelte Einlasskontrollen. Zuschauer wurden auf gefährliche Gegenstände durchsucht und mussten ihre Handys abgeben. Vier Mitglieder der Leipziger Hells Angels sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Der mutmaßliche Haupttäter soll im Juni 2016 ein Mitglied der verfeindeten Rockergruppe United Tribuns mit Schüssen tödlich und zwei weitere Männer schwer verletzt haben. Der Prozess hatte Mitte Juli schon einmal begonnen, war dann aber wegen der Erkrankung eines Richters geplatzt. In der Zwischenzeit hat das Gericht eine Sachverständige abgelehnt, gegen die die Verteidiger einen Befangenheitsantrag gestellt hatten.

+++ 9.41 Uhr: SPD schafft es weiter nicht aus dem Umfragetief +++

Die SPD verharrt gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl im Umfragetief. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" bleiben die Sozialdemokraten unverändert bei 22 Prozent. Im ARD-"Deutschlandtrend" kam die SPD nur auf 21 Prozent. Beide Werte liegen unter dem historisch schlechtesten SPD-Wahlergebnis von 2009, als die Partei mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier 23,0 Prozent holte. Am 24. September wird der Bundestag gewählt. 

Die Union büßt im neuen "Politbarometer" einen Punkt ein und käme auf 38 Prozent. Die Linke verharrt bei 9 Prozent, die Grünen bleiben bei 8 Prozent. Die FDP verliert einen Prozentpunkt auf 9 Prozent. Dagegen legte die AfD um einen Punkt auf 9 Prozent zu. Auf der Liste der zehn beliebtesten Politiker kann Schulz indes punkten. Mit einer Durchschnittsnote von 1,1 (zuvor 0,7) rückt er laut ZDF auf Platz vier vor. Merkel führt weiter mit einem Wert von 2,0 (zuvor 2,1). Es folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,7 und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) mit 1,5. Es war die erste ZDF-"Politbarometer"-Umfrage nach dem TV-Duell der beiden Kandidaten Merkel und Schulz.

+++ 8.47 Uhr: Gauland bestreitet Finanzierung der AfD aus Russland +++

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat Geldzuwendungen aus Russland für seine Partei bestritten. "Wir werden nicht von Russland finanziert", sagte Gauland im ARD-"Morgenmagazin". Er selbst bekomme keinerlei russische Zuwendungen, "ich kenne auch niemanden, der Zuwendungen aus Russland in der Partei bekommt", sagte Gauland. Über Verbindungen Russlands zur AfD gab es in der Vergangenheit immer wieder Berichte, zuletzt etwa über Verbindungen von AfD-Politikern zu einem mutmaßlichen russischen Spion. Dies hatte die AfD ebenfalls zurückgewiesen.

Außerdem hob Gauland seine harmonische Zusammenarbeit mit seiner Co-Spitzenkandidatin Alice Weidel hervor. "Frau Weidel und ich streiten überhaupt nicht miteinander." Er will nach einem Einzug seiner Partei in den Bundestag mit Weidel den Fraktionsvorsitz als Doppelspitze übernehmen. "Wenn es geht, ja, das muss die Fraktion entscheiden. Ich würde gerne mit Frau Weidel weitermachen. Wir sind uns einig."

+++ 8.35 Uhr: Zahl antisemitischer Taten in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 gestiegen +++

Die Zahl der antisemitischen und antiisraelischen Straftaten in Deutschland ist in den ersten Monaten des Jahres 2017 gestiegen. Im ersten Halbjahr wurden 681 derartige Delikte erfasst und damit 27 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die "Welt" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Volker Beck berichtete. Die Zahl der Gewaltdelikte stieg demnach von 14 auf 15, die Fälle von Volksverhetzung von 425 auf 434. Dies seien aber nur die Fälle, "bei denen sich die Betroffenen getraut haben, zur Polizei zu gehen", sagte Beck der Zeitung. "Die Dunkelziffer, steht zu befürchten, ist wohl deutlich höher." Der Antisemitismus in Deutschland sei ein "Riesenproblem", sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil in einem Wahlchat der "Welt". "Rechtsradikale und Neonazis bedrohen Menschen jüdischen Glaubens. Das ist nicht akzeptabel."

+++ 7.59 Uhr: Dutzende Großbrände im Westen der USA bei Hitze und Trockenheit +++

Schwere Waldbrände im Westen der USA: In neun westlichen US-Staaten wüten mehr als 70 große Brände. Das teilte die Nationale Brandschutzbehörde NIFC mit. Allein in Montana brannten 21 Großfeuer, in Oregon 18, in Kalifornien kämpften Einsatzteams gegen 15 gefährliche Feuer an. Insgesamt seien 26.000 Helfer im Einsatz, hieß es. Der Gouverneur von Kalifornien rief für zwei Regionen den Notstand aus, um Geld und Hilfsgüter für ein rasches Eingreifen bereitstellen zu können. Im Nachbarstaat Oregon hat das sogenannte Eagle-Creek-Feuer eine Fläche von 135 Quadratkilometern verkohlt. Nach einem fünftägigen Großeinsatz von rund 1000 Feuerwehrleuten war es am Donnerstag erst zu fünf Prozent eingedämmt. In der Region östlich von Portland waren Straßen und Wanderwege gesperrt, Rauch hüllte viele Ortschaften ein.

+++ 7.17 Uhr: Schweres Erdbeben vor Küste Mexikos - Tsunamiwarnung in Kraft +++

Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,0 hat sich vor Mexiko ereignet. Das Beben sei vor der Küste des Bundesstaates Chiapas im Süden Mexikos in einer Tiefe von 33 Kilometern registriert worden, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum mit. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

+++ 7.11 Uhr: Mann beim Wandern tödlich verunglückt +++

Auf einer Wanderung in Sachsen ist ein Mann tödlich verunglückt. Das berichtete ein Polizeisprecher in Dresden. Der 73-Jährige stürzte demnach am Donnerstag in Bad Gottleuba-Berggießhübel an der Grenze zu Tschechien rund 1,80 Meter in die Tiefe. Wie es dazu kommen konnte, werde nun ermittelt. Derzeit gehe die Behörde von einem Unfall aus. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. 

+++ 7.10 Uhr: Offizielle Hurrikan-Warnung für Florida ausgegeben +++

Der in der Karibik wütende Hurrikan "Irma" hält Kurs auf die Südostküste der USA. Das Hurrikan-Zentrum in Miami gab offizielle Hurrikan-Warnungen aus, die Gebiete im US-Staat Florida sowie auf Haiti, den Bahamas, Kuba und dem britischen Überseegebiet der Turks- und Caicosinseln umfassen. "Irma" zog in der Nacht zum Freitag nördlich an der Dominikanischen Republik vorbei und befand sich laut der Webseite des Hurrikan-Zentrums zuletzt nördlich von Haiti. Zu den Gebieten, für die nun die Hurrikanwarnung in Kraft ist, gehörten in Florida unter anderem die Inselkette Florida Keys sowie Lake Okeechobee nordwestlich von Fort Lauderdale und die Florida Bay zwischen dem südlichen Ende des Festlands und den Florida Keys. 

+++ 5.59 Uhr: Erneut Rückschlag für Trump im Streit um Einreiseverbote +++

Erneuter Rückschlag für US-Präsident Donald Trump im Rechtsstreit um seine Einreiseverbote für Bürger mehrerer muslimischer Länder: ein Berufungsgericht in San Francisco hat bestimmte Ausnahmeregelungen für das Dekret bestätigt. Die drei Richter bekräftigten unter anderem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juli, wonach Einreisewillige, die beispielsweise Großeltern oder Enkel in den USA haben, von dem Bann ausgenommen bleiben.

Die US-Regierung habe keine "überzeugende"  Erklärung dafür vorgelegt, warum eine Schwiegermutter als "enge" Verwandte gelte, "Großeltern, Enkel, Onkel, Tante, Nichte, Neffe oder Cousin" aber nicht, heißt es in dem Urteil. Trumps Verordnung ist seit Ende Juni in Kraft, nachdem der Supreme Court sie damals vorläufig gebilligt hatte. Seither gilt ein 90-tägiges Einreiseverbot für Bürger aus dem Irak, Syrien, dem Jemen, Libyen, Somalia und dem Sudan. Außerdem dürfen Flüchtlinge aus aller Welt für 120 Tage nicht einreisen. Trump begründet den Einreisebann mit dem Kampf gegen den Terrorismus.

+++ 4.57 Uhr: Mexiko verweist nordkoreanischen Botschafter nach Atomtest des Landes +++

Nach dem weltweit verurteilten Atomtest in Nordkorea hat Mexiko den Botschafter des asiatischen Landes ausgewiesen. Die Regierung erklärte Kim Hyong Gil zur unerwünschten Person und gab ihm 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. "Wir lehnen die jüngsten nuklearen Aktivitäten entschieden ab. Sie sind eine offene Verletzung internationalen Rechts und stellen eine ernsthafte Bedrohung Asiens und der Welt dar", hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums. Nordkorea hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen. Es war der sechste und bisher größte Atomtest des diplomatisch isolierten Landes seit 2006. Sein Raketen- und Atomprogramm wird weltweit als ernste Gefahr angesehen.

jen/fs/tyr / AFP / DPA
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg