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+++ Ticker +++

News des Tages: Mädchen zu Weihnachten bewusstlos geprügelt - Polizei verhaftet Stiefvater

+++ Taucher entdecken Rumpfteil der abgestürzten Tupolew +++ Junge verliert Arm nach Scherz mit Kettensäge +++ Lammert gegen erneute Große Koalition nach Bundestagswahl +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

In Mannheim machte die Polizei in einem Unfallwagen eine ungewöhnliche Entdeckung (Symbolbild)

In Hamburg sucht die Polizei die Täter, die in einer Kirche auf der Veddel randalierten und Feuer legten (Symolbild)

Die wichtigsten Nachrichten des Tages für Sie im Überblick:

+++ 20.40 Uhr: Drei Tote und 26 Verletzte bei Gefängnisrevolte +++

Bei einer Gefängnisrevolte in Südafrika sind am Montag drei Menschen getötet und 26 weitere verletzt worden. Im Gefängnis St. Albans außerhalb von Port Elizabeth habe es "einen Zusammenstoß zwischen Gefängnismitarbeitern und Insassen" gegeben, sagte der Sprecher der südafrikanischen Justizvollzugsbehörde, Logan Maistry, der Nachrichtenagentur AFP. Zehn der Verletzten befänden sich in einem ernsten Zustand. "Wir können nicht sagen, wie viele Häftlinge es sind und wie viele Mitarbeiter", sagte Maistry zu der Opferbilanz. Nach seinen Angaben waren in dem Gefängnis wie jedes Jahr über die Weihnachtstage besondere Sicherheitsmaßnahmen verhängt worden, um Proteste oder Aufstände von Häftlingen zu verhindern.

+++ 18.20 Uhr: Überwachungskameras filmten Anis Amri in Lyon +++

Aufnahmen von Überwachungskameras haben bestätigt, dass der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri über Frankreich nach Italien reiste. Der 24-jährige Tunesier wurde am Donnerstagnachmittag im Bahnhof Lyon Part-Dieu gefilmt, wie der Deutschen Presse-Agentur am Montag aus französischen Ermittlerkreisen bestätigt wurde. Er sei auf diesen Bildern allein unterwegs. Zuvor hatte der Sender BFMTV über die Aufnahmen berichtet. Bereits in den vergangenen Tagen hatten französische Medien gemeldet, dass Amri nach ersten Ermittlungserkenntnissen wohl über Lyon nach Italien gereist war.

+++ 17.40 Uhr: Welle der Gewalt im Kongo +++

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist am Weihnachtswochenende von mehreren gewaltsamen Angriffen erschüttert worden. Wie die Behörden der Provinz Nord-Kivu bis zum Montag mitteilten, wurden bei Angriffen auf Dörfer sowie Kämpfen zwischen Milizen und der Armee mindestens 35 Zivilisten getötet. Demnach griffen Mitglieder einer Miliz der Volksgruppe der Nande am Sonntag das Hutu-Dorf Nyanzale im Süden der Provinz an und töteten mindestens 13 Zivilisten. Als Soldaten eingriffen, wurden nach örtlichen Regierungsangaben auch drei Angreifer getötet, die kongolesische Armee sprach von sechs getöteten Milizionären. Vor einigen Tagen hatte eine Selbstverteidigungsgruppe der Hutus ein Dorf nördlich der Provinzhauptstadt Goma angegriffen und 13 Zivilisten getötet, die der Nande-Ethnie angehörten.

+++ 16.29 Uhr: Mann prügelt 12-jährige Tochter bewusstlos +++

Ein schwer misshandeltes Mädchen haben Polizisten zu Weihnachten aus einer Wohnung in Berlin gerettet. Der Stiefvater der Zwölfjährigen wurde am Montag in Haft genommen, wie die Polizei mitteilte. Der 51-Jährige soll am ersten Weihnachtsfeiertag das Kind so malträtiert haben, dass es nach eigener Aussage während der Prügelattacken mehrmals bewusstlos geworden sei. Laut Polizei war das Mädchen im Gesicht stark verletzt. Das Nasenbein war gebrochen, eine Lippe aufgeplatzt. Die Arme waren übersät mit blauen Flecken. Zudem hatte das Kind starke Schmerzen im Oberkörper und spuckte Blut. Die Kleine kam sofort ins Krankenhaus. Eine Nachbarin hatte die Polizei alarmiert. Die 34-jährige Mutter des Mädchens hatte sich zu der Frau geflüchtet. 

+++ 16.23 Uhr: Unbekannte legen Feuer in Hamburger Kirche +++

Unbekannte Täter haben in der Immanuelkirche im Hamburger Stadtteil Veddel ein Feuer gelegt. Dazu stellten sie in der Nacht zu Sonntag in einer an den Kirchenvorraum angrenzenden Wohnung Möbel zusammen und entzündeten sie, sagte ein Polizeisprecher. Eine Mitarbeiterin, die nebenan wohnt, bemerkte Brandgeruch. Das Feuer war nach Angaben des Sprechers dann bereits erloschen, die Möbel verkohlt. "Das war eine Beinahe-Katastrophe, das Feuer hätte auch auf Kirche und Pastorat übergreifen können", sagte Diakonin Uschi Hoffmann dem "Hamburger Abendblatt". Die Einbrecher hätten auch randaliert, sagte Hoffmann. Laut Polizei hatten die Täter im Kirchensaal einige verschlossene Sitzbänke aufgebrochen, Musikinstrumente beschädigt und in einem Büroraum versucht, einen Wandtresor aufzuhebeln.

+++ 15.03 Uhr: Junger Mann soll drei Menschen in Südfrankreich getötet haben +++

Ein junger Mann soll im Südosten Frankreichs drei Menschen umgebracht haben. Der 26-Jährige steht im Verdacht, in der Nacht zum Montag eine 80-jährige Frau in einem Ort in der Nähe von Valence getötet zu haben, wie der Sender BFMTV unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete. In einem Nachbarort wurden zudem die Leichen eines älteren Paares gefunden.

Die Polizei nahm den Verdächtigen am Montagvormittag am TGV-Bahnhof von Avignon fest, wie der Sender France Bleu berichtete - mehr als 100 Kilometer weiter südlich. Unterwegs habe er zudem in Orange mit einem Stein und einem Messer zwei weitere Personen verletzt. Der Hintergrund der Gewalttaten war zunächst unklar.

+++ 14.12 Uhr: Taifun wütet auf Philippinen - mindestens fünf Tote +++

Mindestens fünf Menschen sind durch den Taifun Nock-Ten auf den Philippinen ums Leben gekommen. Mehr als 380 000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht - sie harrten über Weihnachten in Notunterkünften aus. Heftiger Wind und starker Regen führten zu Schäden. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Straßen unpassierbar. Häuser und Felder wurden zerstört.

+++ 13.19 Uhr: Taucher entdecken Rumpfteil der abgestürzten Tupolew +++

Nach dem Absturz eines russischen Flugzeugs mit 92 Menschen über dem Schwarzen Meer haben Taucher am Montag ein großes Rumpfteil gefunden. Es liege etwa 1,6 Kilometer von der Küste vor dem Ort Adler bei Sotschi entfernt in 27 Meter Tiefe, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf den Stab der Sucharbeiten. "Es werden Vorbereitungen zur Bergung getroffen", sagte ein Sprecher.

Die Maschine vom Typ Tupolew Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums war am Vortag kurz nach dem Start in Adler verunglückt. An Bord waren viele Sänger des Alexandrow-Armeechores, die zu einem Konzert nach Syrien fliegen sollten. 

+++ 13.15 Uhr: Lammert gegen erneute Große Koalition nach Bundestagswahl 2017 +++

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich gegen eine Neuauflage der großen Koalition nach der Bundestagswahl 2017 ausgesprochen. "Es wäre nicht gut, wenn ein drittes Mal seit 2005 ein Bündnis zwischen Union und SPD die Regierungsverantwortung übernehmen müsste", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Eine Begrenzung der Kanzler-Amtszeit mit dem Ziel, dass nur zweimal eine Kandidatur für jeweils vier Jahre möglich wäre, lehnte der Bundestagspräsident aber ab. Dafür sehe er keine Notwendigkeit, weder politisch noch historisch. "Wir haben in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern die vorteilhafte Situation, dass Regierungen nicht im Jahrestakt wechseln, sondern eine Gestaltungsmöglichkeit haben", sagte Lammert, der sich nach fast vier Jahrzehnten im Bundestag aus der aktiven Politik zurückziehen will.

+++ 12.20 Uhr: Verdacht der gefährlichen Vogelgrippe in Niedersachsen bestätigt +++

Zum vierten Mal hat sich der Verdacht auf die gefährliche H5N8-Variante der Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb in Niedersachsen bestätigt. Der Erreger sei in einem Puten-Maststall im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministerium in Hannover. Rund 21.000 Puten müssten dort getötet werden. Zuvor war ein Ausbruch in einem Maststall in Dötlingen bekanntgeworden. Insgesamt wurden über die Weihnachtstage mehr als 50.000 Puten in Niedersachsen wegen der Geflügelpest vorsichtshalber getötet. Für Menschen gilt das Virus als ungefährlich.

+++ 12.12 Uhr: Bombendrohung - drei Moskauer Bahnhöfe geräumt +++

Wegen einer Bombendrohung hat die russische Polizei drei belebte Bahnhöfe in Moskau geräumt. Etwa 3000 Menschen mussten die Bahnhöfe verlassen, meldete die staatliche Agentur Ria Nowosti unter Berufung auf die Behörden. Ein anonymer Anrufer habe mit einer Bombe gedroht. Experten mit Spürhunden sollten die Bahnhöfe untersuchen. Die drei betroffenen Kopfbahnhöfe liegen alle um den Komsomolskaja-Platz im Zentrum der russischen Hauptstadt. Von hier fahren die Züge nach St. Petersburg, nach Sibirien und nach Zentralasien ab.

+++ 10.56 Uhr: Ehestreit eskaliert an Heiligabend - Frau sticht mit Messer zu +++

Im Streit mit ihrem Mann hat eine 37-Jährige an Heiligabend in Baden-Württemberg zu einem Küchenmesser gegriffen und es ihrem Partner in den Bauch gestochen. Der ebenfalls 37-jährige Mann, der getrennt von seiner Frau lebt, kam ins Krankenhaus und wurde notoperiert. Er ist außer Lebensgefahr. Auch am Montag war unklar, was den Streit ausgelöst hatte, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Die Frau flüchtete nach der Attacke in Reutlingen aus der Wohnung ihres Mannes und wurde noch am selben Abend von Beamten vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Tübingen wirft ihr versuchte Tötung vor. Ein Richter erließ Haftbefehl. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 10.51 Uhr: Scherz mit Kettensäge geht schief - 18-Jähriger schwer verletzt +++

Bei einem makabren Scherz seiner Freunde hat sich ein 18-Jähriger in Nordrhein-Westfalen schwer verletzt. Vier Freunde wollten den jungen Mann nach einer Feier am frühen Montagmorgen in Wickede erschrecken und die Szene als Internetvideo aufnehmen. Wie die Polizei in Soest mitteilte, starteten sie eine Kettensäge neben dem schlafenden 18-Jährigen, der allerdings im Reflex nach dem messerscharfen Werkzeug schlug und sich die Hand schwer verletzte.

+++ 10.43 Uhr: Mann will Hasen aus brennendem Campingwagen retten - schwer verletzt +++

Weil er seinen Hasen aus einem brennenden Campingwagen retten wollte, hat sich ein Mann im Schwarzwald schwer verletzt. Das Feuer sei in der Nacht zum Montag aus zunächst nicht bekannter Ursache in dem Wagen in Neubulach ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Kreisfeuerwehr Calw. Der Brand griff auf zwei benachbarte Wohnwagen auf dem Campingplatz über. Die Bewohner konnten sich noch rechtzeitig retten. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 60000 Euro. Der Tierfreund kam in ein Krankenhaus. Seinen Hasen konnte er jedoch nicht mehr retten.

+++ 10.40 Uhr: Nashorn tötet vierjähriges Mädchen +++

Ein indisches Panzernashorn hat in der Nähe eines Nationalparks in Nepal ein vierjähriges Mädchen getötet und dessen 73-jährige Großmutter verletzt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntagvormittag, wie die nepalesische Polizei mitteilte. Demnach tauchte das Tier im südnepalesischen Dorf Sherganj auf, woraufhin die Bewohner die Flucht ergriffen. Das Mädchen und seine Großmutter, die sich an einem Feuer vor ihrer Behausung wärmten, blieben zurück und wurden von dem Tier angegriffen. Die Großmutter wurde in ein Krankenhaus in Bharatpur, der am nächsten gelegenen Stadt, eingeliefert.

+++ 10.19 Uhr: Trauer rund um Indischen Ozean zwölf Jahre nach Tsunami +++

In mehr als einem Dutzend Ländern rund um den Indischen Ozean haben am zweiten Weihnachtstag Gedenkfeiern für die Opfer des verheerenden Tsunamis vor zwölf Jahren stattgefunden. Fast eine Viertelmillion Menschen waren am 26. Dezember 2004 gestorben, nachdem ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen Tsunami ausgelöst hatte. 14 Länder wurden damals von bis zu 20 Meter hohen Wellen getroffen. Besonders schwer traf es die indonesische Provinz Aceh sowie Thailand, Indien und den Inselstaat Sri Lanka. Gleichzeitig drückten die Trauernden auch Dankbarkeit aus. Unzählige Menschen spendeten nach der Naturkatastrophe Geld oder reisten in die betroffenen Länder, um zu helfen.

+++ 10.17 Uhr: Nebelmaschine löst Feuerwehreinsatz aus +++

Für einen besonders spektakulären Auftritt für die Kinder hat ein Weihnachtsmann in Düsseldorf eine Nebelmaschine angeworfen - und damit einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nachbarn hatten am ersten Weihnachtstag den Nebel als Rauch gedeutet und einen Brand gemeldet, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Einsatzkräfte stellten dann aber fest, dass lediglich der Weihnachtsmann für die Bescherung aus den Nebelschwaden heraustreten wollte. 

+++ 9.26 Uhr: Erste Opfer von Tupolew-Absturz nach Moskau gebracht +++

Nach dem Absturz eines russischen Flugzeugs mit 92 Menschen über dem Schwarzen Meer haben Rettungskräfte am Montag die Sucharbeiten fortgesetzt. Die ersten geborgenen Todesopfer wurden zur Identifizierung nach Moskau geflogen, wie Vizeverteidigungsminister Pawel Popow in Sotschi sagte. Das Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 gehörte dem Militär und sollte Sänger des Alexandrow-Armeechors nach Syrien fliegen. Kurz nach dem Start in Sotschi war es am Sonntagmorgen abgestürzt.

+++ 8.05 Uhr: Scholz: EU muss vom Einstimmigkeitsprinzip wegkommen +++

Die Europäische Union (EU) muss nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) vom Einstimmigkeitsprinzip wegkommen und stattdessen auf Mehrheitsentscheidungen setzen. "Das funktioniert aber nur, wenn man das nicht nur dann gut findet, wenn man sich selbst gerade in der Mehrheit befindet", sagte Scholz in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die EU müsse in der Lage sein, institutionell auf Herausforderungen zu reagieren, betonte der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit.

"Dazu zählt, wie wir mit der Verschuldungskrise einzelner Länder umgehen und wie wir die Sicherheit unserer Bürger selbst gewährleisten können." Dazu gehöre auch eine Politik, "die uns in die Lage versetzt, unsere gemeinsamen Außengrenzen zu sichern und gleichzeitig zu entscheiden, wer sie passieren darf: als Geschäftsmann, als Touristin, als Flüchtling". Nur den Binnenmarkt immer weiter ausbauen zu wollen, reiche nicht, sagte Scholz.

+++ 8.05 Uhr: Deutsche Top-Unternehmen steigern Gewinne auf Rekordniveau +++

Deutschlands führende Unternehmen haben ihre Gewinne in den ersten neun Monaten des Jahres trotz Umsatzeinbußen auf einen neuen Höchststand geschraubt. Die 100 umsatzstärksten börsennotierten Firmen steigerten ihren operativen Gewinn (Ebit) gemessen am Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf insgesamt 89,5 Milliarden Euro, wie das Beratungsunternehmen EY am Montag mitteilte. Dies sei ein Rekord für die ersten drei Quartale eines Jahres.

+++ 6.20 Uhr: Juncker fordert konsequentes Vorgehen gegen Falschmeldungen +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat von sozialen Netzwerken ein konsequentes Vorgehen gegen Falschmeldungen im Internet gefordert. Es liege im Interesse etwa von Facebook und Google, dabei "einen gewissen Ehrgeiz" zu entwickeln, sagte Juncker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Glaubwürdigkeit sei schließlich "ihr wichtigstes Kapital".

Juncker erinnerte die sozialen Medien an ihre Selbstverpflichtung, nach der sie Standards zur Verhinderung von Manipulationen einführen wollten. "Wir werden genau prüfen, wie das umgesetzt wird", sagte Juncker.

+++ 6:06 Uhr: Bahn verzeichnet Reise-Rekord +++

Auf der Schiene zum Fest: Mehr als eine halbe Million Menschen waren am Freitag mit den ICE- und IC-Zügen der Deutschen Bahn unterwegs - und sorgten für einen Rekord. Es sei der stärkste Reisetag in der Geschichte des Unternehmens gewesen, teilte die Deutsche Bahn in Berlin mit.

Die Passagierzahl lag demnach 40 Prozent über dem Durchschnitt. Viele Hundert Mitarbeiter hätten wegen der erwarteten Reisewelle am Freitag vor dem Fest auf Urlaub verzichtet - und ihn teils auch kurzfristig abgesagt.

Für die Rückreise empfiehlt die Bahn, möglichst einen Platz zu reservieren - und einen Blick in die Auskunftssysteme zu werfen. Besonders stark nachgefragte Züge werden dort durch einen Hinweis gekennzeichnet.

+++ 05.36 Uhr: Solosegler Coville stellt bei Weltumrundung neuen Weltrekord auf +++

Der Franzose Thomas Coville hat sich selbst wahrscheinlich sein schönstes Weihnachtsgeschenk gemacht: Als erster Solosegler umrundete er die Welt in weniger als 50 Tagen. Coville brauchte mit seinem Trimaran "Sodebo Ultim'" insgesamt 49 Tage, drei Stunden, sieben Minuten und 38 Sekunden. Er unterbot damit den Weltrekord seines Landsmanns Francis Joyon aus dem Jahr 2008 um acht Tage, zehn Stunden, 26 Minuten und 28 Sekunden.

Insgesamt legte Coville mit seinem Trimaran 52.597 Kilometer zurück, seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 45 Stundenkilometer. Am Montagmorgen will der zweifache Familienvater in seinen Heimathafen Brest zurückkehren, um den Erfolg mit seinen Fans zu feiern.

+++ 5.01 Uhr Albig klar für Gabriel als SPD-Kanzlerkandidat +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig wünscht sich SPD-Chef Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten. "Der Vorsitzende einer so stolzen Partei wie meiner ist dazu prädestiniert, seine Partei in den Wahlkampf zu führen", sagte Albig der Deutschen Presse-Agentur.

Gabriel sei dafür gut geeignet und gut vorbereitet. "Ich schätze auch Martin Schulz sehr und habe zu ihm eine außerordentlich gute Beziehung", betonte Albig. "Aber der Umstand, als Präsident des EU-Parlaments sehr beliebt zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man nach einer Ernennung zum Kanzlerkandidaten noch genau so beliebt bleibt wie davor." 

+++ 4.05 Uhr:  Saar-Regierungschefin: Neue Debatte über "Leitkultur" nötig +++

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich für eine neue Debatte über eine "Leitkultur" in Deutschland ausgesprochen. "Wenn ich möchte, dass jemand sich aktiv in die Gesellschaft einbringt, dann muss ich ihm auch sagen können: Was macht uns aus, was sind die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. "Das ist eine Diskussion, die wir dringend wieder aufnehmen müssen."

Es sei ein Fehler der CDU gewesen, "dass wir uns vor einigen Jahren bei der Debatte um die Leitkultur so schnell den Schneid haben abkaufen lassen", sagte Kramp-Karrenbauer. Die Diskussion über Regeln für die Integration von Migranten richte sich nicht nur an Zuwanderer, sondern auch "an uns, weil wir diese Frage auch für uns selbst klären müssen".

kng / DPA / AFP