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Mann greift Soldaten in Brüssel an und wird erschossen

Tote bei US-Luftangriff in Somalia +++ Borussia Dortmund: Dembélé-Transfer perfekt +++ Stange einer Hähnchenbude bohrt sich in Linienbus +++ Peter Madsen bestreitet Mord an Kim Wall +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

In Brüssel hat ein Mann Soldaten angegriffen und ist daraufhin erschossen worden

In Brüssel hat ein Mann Soldaten angegriffen und ist daraufhin erschossen worden

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 22.40 Uhr: Mann nach Angriff auf Polizisten vor Buckingham-Palast gefasst +++

Die Polizei in London hat einen Mann mit einem Messer vor dem Buckingham-Palast festgenommen. Zwei Beamte seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung von Scotland Yard. Sie mussten aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden, sondern wurden vor Ort behandelt. Der Mann sei zuvor von den Polizisten gestoppt worden. Auf Fotos in sozialen Netzwerken war starke Polizeipräsenz vor der Residenz der britischen Königin Elizabeth II. zu sehen. Die Ermittlungen dauerten am späten an, teilte Scotland Yard mit.

+++ 22.15 Uhr: Unbekannte greifen Mutter an +++

Weil ein Kind nicht sofort zur Toilette durfte, haben Unbekannte seine Mutter angegriffen, geschlagen und getreten. Die 40-Jährige war  in Freiburg unterwegs, als ihr Kind zur Toilette wollte. Es musste kurz Geduld haben, da beide auf eine Bekannte warteten, wie die Polizei mitteilte. Unbekannte hätten die Frau daraufhin als Rabenmutter beschimpft. Als die Frau mit ihrem Kind weggehen wollte, habe ein Mann sie mit der Faust niedergeschlagen. Seine Begleitung trat laut Polizei auf die am Boden liegende Mutter ein, bis Passanten zur Hilfe geeilt seien. Die 40-Jährige wurde verletzt und ärztlich behandelt. Die Angreifer entkamen, die Polizei ist ihnen aber nach eigenen Angaben nach Zeugenhinweisen auf der Spur.

+++ 22 Uhr: Mann nach Angriff auf Soldaten in Brüssel niedergeschossen +++

Ein 30-jähriger Mann hat im Zentrum von Brüssel zwei Soldaten mit einem Messer verletzt. Der Angreifer wurde niedergeschossen und lebensgefährlich verwundet, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Die Soldaten seien nicht in Lebensgefahr. Sonst sei niemand zu schaden gekommen. Der Angreifer sei bisher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bei der Polizei bekannt gewesen, sagte die Sprecherin. Zur Identität sagte sie nur, er habe nach ersten Erkenntnissen nicht die belgische Staatsangehörigkeit.

Der Mann soll gegen 20.15 Uhr am Boulevard Emile Jacqmain in der Innenstadt auf die Soldaten losgegangen sein. Diese eröffneten daraufhin das Feuer. Die Militärangehörigen wurden im Gesicht und an der Hand verletzt, wie die Sprecherin sagte.

+++ 19.34 Uhr: Ärzte nähen Arme einer Französin nach Zugunglück wieder an +++

Einem französischen Operationsteam ist es gelungen, einer 30-jährigen Frau ihre beiden Arme wieder anzunähen, die sie bei einem Zugunglück verloren hatte. Wie der Chirurg Michael Bouyer von der Universitätsklinik Grenoble mitteilte, können die Muskeln der Frau nicht vollständig reaktiviert werden. Einige Bewegungen, insbesondere der Hände, blieben deshalb schwierig. Doch es werde besser sein als mit einer Prothese.

Die Frau war am 14. August im Bahnhof von Chambéry rund 60 Kilometer von Grenoble auf die Gleise gefallen, als der Zug losfuhr, in den sie einsteigen wollte. Eingequetscht zwischen Zug und Bahnsteig, wurden ihr beide Arme abgerissen. Geistesgegenwärtige Helfer sorgten dafür, dass die abgetrennten Gliedmaßen in eisgekühltem sterilen Material aufbewahrt und zusammen mit der Patientin schnell in die Klinik gebracht wurden. Etwa zwei Stunden nach dem Unfall erfolgte die Operation, bei der zwei Teams in jeweils vier Stunden jeweils einen Arm annähten. Die weltweit erste Transplantation von zwei kompletten Armen war 2008 am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München gelungen.

+++ 19.00 Uhr: Merkel für Verlängerungen von Grenzkontrollen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine Verlängerung der innereuropäischen Grenzkontrollen ausgesprochen. Diese müssten "solange aufrechterhalten werden, bis uns die Sicherheitsbehörden sagen, dass sie nicht mehr notwendig sind", sagte Merkel bei einem Wahlkampfauftritt im unterfränkischen Bad Kissingen. Dies wolle sie auch bei der EU-Kommission durchsetzen. Zuvor hatte CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert, dass die EU-Kommission eine erneute Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze ablehnt. 

+++ 18.30 Uhr: Mindestens zehn Tote bei US-Luftangriff in Somalia +++

In Somalia sind bei einem US-Luftangriff auf einen bis vor kurzem von der Islamistenmiliz Al-Shabaab gehaltenen Ort mindestens zehn Menschen getötet worden. Der Angriff sei am frühen Morgen auf eine Farm nahe dem Ort Bariiere erfolgt, gab der stellvertretende Gouverneur der Region, Ali Nor Mohamed, bekannt.

Unter den Toten waren nach Angaben des Abgeordneten Mahad Salad auch zwei Kinder. "Wir wissen noch immer nicht, warum die US-Streitkräfte mindestens zehn Bauern getötet haben", sagte Nor Mohamed. Die US-Mission in Somalia sowie das beteiligte somalische Militär waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Streitkräfte der Afrikanischen Union hatten den 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mogadischu gelegenen Ort erst vor sechs Tagen von der mit Al-Kaida verbundenen Miliz erobert. Die sunnitischen Extremisten der Al-Shabaab kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia. 

+++ 18.12 Uhr: Vater und Kinder essen Giftpilz und kämpfen ums Überleben +++

Frankfurter Ärzte kämpfen um das Leben von drei Kindern und deren Vater, die den giftigen Grünen Knollenblätterpilz gegessen haben. Das sagte ein Sprecher des Frankfurter Gesundheitsamtes . Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Das stark wirkende Gift Amanitin kann schon in geringen Mengen tödlich sein. Es wirkt stark leberschädigend. Wenn man den Verzehr überlebe, könne eine Lebertransplantation nötig sein, erläuterte der Sprecher. 

+++ 18.06 Uhr: Urteil: Amokfahrer von Heidelberg kommt in Psychiatrie +++

Ein 35-jähriger Mann, der Ende Februar in Heidelberg in einer Amokfahrt einen Mann getötet und zwei Menschen schwer verletzt hatte, muss dauerhaft in die Psychiatrie. Das teilte ein Gerichtssprecher nach der Urteilsverkündung des Landgerichts Heidelberg mit. Kurz nach Beginn des Verfahrens war die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete auf Mord in Tateinheit mit versuchtem Mord in drei Fällen und mit Körperverletzung in zwei Fällen. Die Anklagebehörde hielt den 35-Jährigen für schuldunfähig (Az.: 6 Ks 200 Js 4374/17).

+++ 18.00 Uhr: Früherer VW-Ingenieur wegen Abgasskandals zu 40 Monaten Haft verurteilt +++

Ein wegen der Diesel-Abgasaffäre angeklagter früherer VW-Ingenieur ist in den USA zu 40 Monaten Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Detroit verhängte gegen James L. am Freitag zudem eine Strafe in Höhe von 200.000 Dollar (gut 168.000 Euro). Der 63-Jährige soll an der Entwicklung einer illegalen Software zur Manipulation von Abgaswerten direkt beteiligt gewesen sein.

+++ 17.53 Uhr: Tschechien und Deutschland wollen Neubau-Bahnstrecke Dresden-Prag +++

Tschechien und Deutschland wollen den Neubau einer Schnellbahnstrecke zwischen Dresden und Prag vorantreiben. Dies vereinbarten die Verkehrsminister Dan Tok und Alexander Dobrindt (CSU) im westböhmischen Karlsbad (Karlovy Vary), wie Sprecher beider Seiten bestätigten. Die Strecke soll im Bundesverkehrswegeplan von potenzieller auf vordringlicher Bedarf hochgestuft werden. Die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden könnte laut früheren Angaben mit dem Neubau von fast zweieinhalb Stunden auf 50 Minuten sinken.

+++ 17.13 Uhr: Dortmund einigt sich mit Barcelona über Dembélé-Transfer +++

Borussia Dortmund und der FC Barcelona haben sich grundsätzlich auf einen Wechsel von Fußballprofi Ousmane Dembélé geeinigt. Für den Transfer werde der BVB eine fixe Summe von 105 Millionen Euro plus eine weitere variable Entschädigung kassieren, gab der an der Börse notierte Bundesligist am Freitag in einer Adhoc-Mitteilung bekannt.

+++ 16.44 Uhr: Rund 25 Tonnen Mais ergießen sich auf Straße in Niedersachsen +++

Infolge eines Verkehrsunfalls auf einer Bundesstraße in Niedersachsen haben sich rund 25 Tonnen Mais auf die Fahrbahn ergossen. Wie die Polizei in Delmenhorst mitteilte, kippte in der Gemeinde Ganderkesee der Auflieger eines Sattelzugs um. Die geladenen Maiskörner verteilten sich demnach über die gesamte Straße. Die Ursache des Unfalls war den Angaben zufolge zunächst unklar. Der 49-jährige Fahrer des Lastwagens sei unverletzt geblieben. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 42.000 Euro. Die betroffene Straße musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

+++ 16.35 Uhr: Einsamer Affe adoptiert Huhn in israelischem Zoo +++

Ein einsames Affen-Weibchen hat in einem israelischen Zoo einen Weg gefunden, seine Mutter-Rolle auszufüllen: Seit einer Woche kümmert sich Makaken-Dame Niv fürsorglich um ein junges Huhn, wie der Ramat Gan Safari Park bei Tel Aviv mitteilte. Demnach hatte sich das Huhn durch die breiten Gitterstäbe in das Affengehege verirrt und könnte es jederzeit wieder verlassen - doch es entschied zu bleiben. "Es sieht so aus, als habe die vierjährige Niv Schwierigkeiten, einen Partner zu finden", sagte Zoo-Sprecherin Mor Porat zur Nachrichtenagentur AFP. "Das erklärt vermutlich den Mutterinstinkt, den sie bei dem Huhn zeigt." Niv wurde dabei beobachtet, wie sie mit ihrem gefiederten Begleiter spielte, aber auch wie sie das Huhn putzte und streichelte.

+++ 16.25 Uhr: Polizei: Vermisste aus Baden-Württemberg nach Bergsturz +++

Nach dem Bergsturz in der Schweiz werden vier Deutsche aus Baden-Württemberg sowie je zwei Schweizer und zwei Österreicher vermisst. Die Polizei bestätigte die Zahlen, die bereits der Hüttenwart aus dem Wandergebiet gemeldet hatte. Den Wohnort der Vermissten wollte die Polizei weiter nicht nennen. Die acht werden seit einem gewaltigen Felssturz im Bondasca-Tal in Graubünden an der Grenze zu Italien vermisst. Die Polizei hatte nur wenig Hoffnung, sie noch lebend zu finden.

+++ 15.46 Uhr: Stange einer Hähnchenbude bohrt sich durch Linienbus +++

Eine Stange eines vorbeifahrenden Grillhähnchen-Wagens hat sich in Bayern in einen Linienbus gebohrt und zwei Sitze zerfetzt. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt, wie die mitteilte.

Der 60 Jahre alte Fahrer des Verkaufswagens war am Donnerstag an dem Bus vorbeigefahren, der an einer Haltestelle in Sennfeld stand. Just in dem Moment löste sich die Verkaufsklappe aus ihrer Verankerung und krachte gegen das Heck des Busses. Dabei bohrte sich eine etwa 1,5 Meter lange Metallstange der Klappe durch die Fahrgastzelle und durchbohrte zwei Sitze der letzten und vorletzten Reihe.

"Der Fahrer gab glaubhaft an, bei der Wegfahrt alle Sicherungen vorschriftsmäßig eingerastet zu haben", schilderte die Polizei. Die mit Gasdruckfedern gesicherte Klappe löste sich wohl wegen des unebenen Untergrundes - an der Stelle verlaufen Bahnschienen. Die acht Fahrgäste des Busses blieben unverletzt. 

+++ 15.30 Uhr: Ministerium: Mindestens zwölf Tote bei Anschlag auf Moschee in Kabul +++

Bei dem Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt sind nach Regierungsangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ein Sprecher des Innenministeriums teilte mit, es gebe zudem mehr als 40 Verletzte. Zu dem Attentat auf das schiitische Gotteshaus bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

+++ 15.24 Uhr: Spezialkräfte stellen mutmaßlichen Elfenbein-Händler +++

7,5 Kilogramm Nashorn-Horn und fünf Figuren aus Elfenbein hat die Polizei bei einem 40-Jährigen in Erfurt gefunden. Der Wert der beschlagnahmten Waren liege bei 600.000 Euro, teilte die Polizei mit. Spezialkräfte hatten den Mann demnach bereits am vergangenen Samstag wegen eines anderen Ermittlungsverfahrens gestellt und das Elfenbein dann in einer Reisetasche gefunden. Im Auto des Mannes fanden die Polizisten außerdem Wand- und Kaminuhren. Ob diese Elfenbein enthielten, wurde zunächst nicht bekannt. Ebenso blieb unklar, weshalb ursprünglich gegen den Mann ermittelt wurde. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz, der Verdächtige sitzt in U-Haft. Der Handel mit Nashorn-Horn und Elfenbein ist weltweit verboten. Dem 40-Jährigen droht laut Polizei eine lange Haftstrafe.

+++ 14.49 Uhr: Australier geht in Uni mit Baseballschläger auf Studenten los +++

Während einer Uni-Vorlesung hat ein Student in Australiens Hauptstadt Canberra einen Baseballschläger gezückt und die Dozentin sowie Kommilitonen angegriffen. Drei Studenten und die Seminarleiterin seien schwer verletzt worden, berichtete die Zeitung "Canberra Times" nach dem Vorfall in der Australian National University. Das Motiv des 18-Jährigen war zunächst unklar, er wurde festgenommen und sollte verhört werden. 

+++ 14.34 Uhr: Bewaffnete greifen Schiiten-Moschee in Kabul an +++

Während der Freitagsgebete haben Bewaffnete in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine schiitische Moschee gestürmt. Anschließend sei eine Explosion in der Imam-Saman-Moschee zu hören gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Angaben über mögliche Tote oder Verletzte sowie die Zahl der Bewaffneten machte er nicht. Für die Tat übernahm zunächst niemand die Verantwortung.

+++ 14.29 Uhr: Schweizer Bergsturz - Vermisste stammen aus Baden-Württemberg +++ 

Die deutschen Wanderer, die nach einem Bergsturz im Schweizer Kanton Graubünden vermisst werden, stammen aus Baden-Württemberg. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Herkunftsort sei bekannt, werde aber noch nicht veröffentlicht. Die Polizei stehe in Kontakt mit den Angehörigen. Insgesamt acht Wanderer werden seit dem gigantischen Bergsturz im Bondasca-Tal an der Grenze zu Italien vermisst. Auch am Freitag fanden Retter zunächst keine Spur. 

+++ 13.50 Uhr: Guru in Indien wegen Vergewaltigung verurteilt - Anhänger randalieren +++

Ein indischer Guru ist der Vergewaltigung zweier seiner Anhängerinnen schuldig gesprochen worden. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Klägeranwalt vor Journalisten. Das Strafmaß soll am Montag verkündet werden. Mehr als 100 000 Verehrer des Star-Spirituellen Gurmeet Ram Rahim Singh waren zur Urteilsverkündung in die nordindische Stadt Panchkula gekommen. Nach dem Schuldspruch kam es zu Ausschreitungen, bei denen laut Medienberichten mindestens ein Mensch getötet wurde. 

+++ 13.21 Uhr: Drogen per Postpaket: Online-Rauschgifthändler festgenommen +++

Nach umfangreichen Ermittlungen ist eine international operierende Drogenhändlerbande aufgeflogen, die ihre Geschäfte online betrieb - im Darknet. Die Ermittler gehen davon aus, dass drei Rauschgifthändler in Hunderten Fällen Drogen in Postpaketen an ihre Kunden in und im Ausland verschickten. Gegen die Dealer sowie drei Abnehmer aus Mittelfranken und Dortmund wurden Haftbefehle erlassen. 39 Kilogramm Amphetamin, 30.000 Ecstasy-Tabletten, 6,5 Kilogramm des Ecstasy-Wirkstoffs MDMA und 1,3 Kilogramm Kokain seien sichergestellt worden, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei in Ansbach. 

+++ 13.18 Uhr: Linke verwundert über Verbot linker Plattform +++

Die Linke hat sich verwundert über das Verbot der linksextremen Internetplattform "linksunten.indymedia.org" gezeigt. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) stehe im Bundestagswahlkampf, sagte Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn in Berlin. "Es ist ziemlich verwunderlich, dass eine Plattform, die viele Jahre betrieben wird, jetzt plötzlich verboten wird." Dies gelte gerade in einer Zeit, in der die AfD eine Hetze gegen alles betreibe, was sich links versammele. "Wir erleben im Land einen Marsch nach rechts", sagte Höhn. Darauf müsse die Regierung ihren Schwerpunkt legen. Für die Linke sei im übrigen klar, dass sie Gewalt in der politischen Auseinandersetzung komplett ablehne. Das Bundesinnenministerium hatte die Internetplattform verboten.

+++ 12.57 Uhr: Auswärtiges Amt: Gabriel hat keine Türkei-Reisewarnung ausgesprochen +++

Im Konflikt mit der Türkei bereitet das Außenministerium trotz der öffentlichen Ratschläge von Minister Sigmar Gabriel (SPD) derzeit keine förmliche Reisewarnung für deutsche Urlauber vor. Das sei nicht geplant, sagte eine Sprecherin in Berlin. Die kürzlich verschärften Reise-Hinweise würden aber fortlaufend aktualisiert. Der Minister habe in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung das Wort Warnung nicht in den Mund genommen. Es sei jedem Bürger selbst überlassen, ob er derzeit eine Reise in die Türkei antrete oder nicht.

+++ 12.40 Uhr: Giftige Schlangen in australischer Post entdeckt +++

In einer Postsendung in Australien sind einige der giftigsten Schlangen der Welt und andere Reptilien wie Geckos gefunden worden. Unbekannte wollten die 94 Tiere in sechs Plastikcontainern vom Minenort Kalgoorlie im Westen für den Verkauf auf dem Schwarzmarkt in den Bundesstaat New South Wales schicken, berichtete der TV-Sender ABC. Es handele sich um einen der größten Funde illegalen Tierhandels, zitierte ABC den Wildhüter Matt Swann.

Die Tiere, darunter eine Todesotter und eine Mulgaschlange, hatten den Angaben zufolge einen Schwarzmarktwert von 150.000 Australischen Dollar (etwa 100.000 Euro). Fünf der Schlangen fanden die Wildhüter tot in den Containern. Festnahmen gab es zunächst nicht. Schmugglern geschützter Tierarten können in Australien Strafen von bis zu 20.000 Australischen Dollar (etwa 13.400 Euro) auferlegt werden. 

+++ 12.35 Uhr: Fotoshooting am Hochzeitstag löst Polizeieinsatz aus +++

Erinnerungsfotos zum Hochzeitstag haben in Mainz die Polizei auf den Plan gerufen. Ein Zeuge meldete den Ordnungshütern verdächtige Personen, die Kartons an einem Feldweg abluden, wie die Polizei mitteilte. Ein zweiter Anrufer berichtete von einer am Boden liegenden Person und zwei um ein Lagerfeuer tanzenden Menschen. Als die Polizei nach dem Rechten sehen wollte, traf sie auf ein Paar und einen Fotografen: Die Eheleute wollten zu ihrem Hochzeitstag Fotos mit verschiedenen Dekorationen machen lassen. Das Feuer war zwischenzeitlich abgebrannt.

+++ 12.32 Uhr: Polizei: Selbstmordattentäter sprengt sich in Kabuler Moschee in die Luft +++

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich in einer schiitischen Moschee ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Polizeisprecher Abdul Basir Mudschahid sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Zünden des Sprengsatzes habe "Opfer" verursacht, nannte aber keine konkreten Zahlen. Das Innenministerium in Kabul bestätigte, dass es einen "Terroranschlag" gegeben habe.

+++ 12.12 Uhr: Bonusprogramm von Air Berlin meldet Insolvenz an +++

Nach der Insolvenz von Air Berlin hat nun auch Topbonus, das Bonusprogramm der Fluggesellschaft, Insolvenzantrag gestellt. "Aufgrund der aktuellen Situation von Air Berlin und dem unmittelbaren Zusammenhang für das Vielfliegerprogramm hatte Topbonus keine andere Wahl, als diesen Schritt zu gehen", teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Das Sammeln und Einlösen von Meilen sei bis auf weiteres nicht möglich. Zuvor hatte die "B.Z." darüber berichtet.
Air-Berlin-Kunden können ihre gesammelten Flugmeilen bereits seit Tagen nicht mehr gegen Gratisflüge oder andere Prämien einlösen. Topbonus ist zu 70 Prozent in der Hand der arabischen Fluglinie Etihad, Air Berlin hält 30 Prozent. Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär und Partner Etihad der Fluggesellschaft die finanzielle Unterstützung entzogen hatte.

+++ 12.02 Uhr: Bundesliga hält am Videobeweis fest +++ 

Trotz der technischen Pannen zum Saisonstart wird der Videobeweis auch am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga zum Einsatz kommen. Vorerst werde aber auf den Einsatz der virtuellen Abseitslinie verzichtet, teilte die Deutsche Fußball Liga mit.

+++ 12.00 Uhr: Thailands Ex-Regierungschefin Yingluck geflohen +++

Die frühere Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ist aus Thailand geflohen. Sie habe das Land verlassen, sagte ein Vertreter ihrer Partei. Zuvor hatte das Oberste Gericht einen Haftbefehl gegen Yingluck erlassen.

+++ 11.41 Uhr: Band Allah-Las will nach Konzertabsage Auftritt in Rotterdam nachholen +++

Die US-Rockband Allah-Las will ihr wegen einer Terrorwarnung abgesagtes Konzert in Rotterdam nachholen. Es werde nach einem neuen Termin für den Auftritt in der niederländischen Hafenstadt gesucht, teilten die Musiker in Warschau mit. In der polnischen Hauptstadt trat die Band vor 300 Fans auf, es war ihr erstes Konzert seit dem Terroralarm. Das Konzert in Rotterdam war am Mittwochabend kurzfristig abgesagt worden. Hintergrund waren laut den Ermittlern Hinweise der spanischen Polizei, wonach "ein Attentat an diesem Tag, an diesem Ort und auf diese Band verübt werden" sollte. Ein 22-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. Ein zunächst verdächtigter Spanier wurde am Donnerstag wieder auf freien Fuß gesetzt.


In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" hatte die Band im vergangenen Jahr erklärt, sie habe E-Mails von Muslimen erhalten, die sich durch den Namen Allah-Las in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlten. Dies sei aber keinesfalls ihre Absicht gewesen, versicherte die 2008 gegründete Band. Sie habe sich nur einen "heilig" klingenden Namen geben wollen.

+++ 11.24 Uhr: Peter Madsen bestreitet Mord an Kim Wall +++

Der dänische Tüftler Peter Madsen bestreitet, die schwedische Journalistin getötet und ihre Leiche zerstückelt zu haben. Das teilte die Kopenhagener Polizei mit. Peter Madsen sei am Donnerstag erneut verhört worden. Der Vorwurf gegen ihn laute nun Mord und Leichenschändung.

Der Torso der 30-jährigen Reporterin war Anfang der Woche angeschwemmt worden. Madsen hatte ausgesagt, Wall sei durch ein Unglück an Bord seines U-Bootes zu Tode gekommen - wie sich das seiner Aussage zufolge zugetragen haben soll, ist nicht bekannt. Madsen sitzt seit dem 12. August in Untersuchungshaft. 

+++ 10.10 Uhr: Waffen bei Betreibern von "linksunten.indymedia.org" gefunden +++

Bei den Durchsuchungen der Räumlichkeiten der linksextremistische Internetplattform "linksunten.indymedia.org" sind zahlreiche Waffen gefunden worden. Darunter seien Messer, Schlagstöcke, Rohre und Zwillen, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Der Minister bestätigte das Verbot der Plattform. "Der Weiterbetrieb der Seite ist ab sofort eine Straftat", sagte er. "Das von mir angeordnete Verbot dient der Zerschlagung der Vereinsstruktur und der Beschlagnahmung des Vermögens."

Das Ministerium legte eine siebenseitige Auflistung mit Beiträgen auf "linksunten.indymedia" vor, mit denen das Verbot begründet wurde. Darunter waren demnach Beiträge mit strafbaren Inhalten, Bekennerschreiben zu Straftaten und verfassungsfeindliche Inhalte. Ausdrücklich wurde in manchen Bekennerschreiben Bezug auf den G20-Gipfel in Hamburg genommen.

+++ 09.19 Uhr: Natascha Kampusch designt jetzt Schmuck +++ 

Natascha Kampusch (29) verwirklicht langgehegte berufliche Wünsche. Im September komme ihre erste Schmuckkollektion auf den Markt, sagte Kampusch der Deutschen Presse-Agentur in Wien. "Ich bin stolz, weil es ein langer Weg in Gedanken war." Seit sieben Jahre schlummere die Idee in ihr. Eine Goldschmiede-Lehre brach sie zwischenzeitlich ab, ließ sich aber trotzdem nicht beirren.

Ihre Flucht aus dem Verlies ihres Peinigers ist inzwischen elf Jahre her. Von Kritikern, die jeden ihrer Schritte hämisch kommentierten, wolle sie sich ihre Berufswahl nicht schlechtreden lassen. "Ich will dem Staat nicht zur Last fallen und von Steuergeld leben." In Österreich ist Kampusch immer wieder Ziel von Anfeindungen, weil sie mit ihrem Schicksal Geld verdiene.

+++ 9.08 Uhr: Florida richtet Todeskandidat mit nicht erprobtem Medikament hin +++

Im US-Bundesstaat Florida ist erstmals ein Todeskandidat mit einem bislang nicht bei Exekutionen erprobten Narkosemittel hingerichtet worden. Der wegen rassistisch motivierten Doppelmordes zum Tode verurteilte Mark Asay wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) exekutiert, wie die Strafvollzugsbehörden mitteilten.

Bei der Hinrichtung wurde das Narkosemittel Etomidate verwendet, das bislang noch nie bei Hinrichtungen einsetzt wurde. Der Todeskandidat war vergeblich vor Gericht gegen die Nutzung des Mittels vorgegangen. Seine Anwältin hatte den Behörden vorgeworfen, den 53-Jährigen als "Versuchskaninchen" zu missbrauchen.

In den USA werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern.

+++ 8.50 Uhr: Autofahrer nach Panne auf Autobahn von Baggerschaufel erschlagen +++

Ein 18-jähriger Autofahrer ist nach einer Panne auf der Autobahn A 659 in Hessen von einem Baggerausleger erschlagen worden. Der Mann war am Donnerstag mit seinem Wagen wegen einer Reifenpanne bei Viernheim liegengeblieben und wartete auf dem Beifahrersitz auf Hilfe, wie die Polizei mitteilte. Zu dem tragischen Unglück kam es, als ein mit einem Tieflöffelbagger beladener Lastwagen eine Brücke passierte. Der Ausleger des Baggers blieb an der Brückenkonstruktion hängen, woraufhin sich der gesamte Bagger auf der Ladefläche drehte und der Baggerarm anschließend über den Laster hinausragte. Wenige Augenblicke später traf dann die Baggerschaufel das Auto des jungen Mannes und zertrümmerte das Dach. Der 18-Jährige erlitt tödliche Verletzungen. 

+++ 08.46 Uhr: Schweiz sucht nach vermissten Wanderern mit Wärmebildkameras +++

Nach dem gewaltigen Bergsturz im Schweizer Kanton Graubünden haben Hubschraubermannschaften bis in die Nacht nach den acht Vermissten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesucht.
Mit Scheinwerfern und Wärmebildkameras flogen sie das beliebte Wandergebiet im Bondasca-Tal an der italienischen Grenze immer wieder ab, zunächst jedoch ohne Erfolg. Aus Sicherheitsgründen wurde die Suche in der Nacht eingestellt. 

+++ 8.05 Uhr: Staat mit Rekordüberschuss im ersten Halbjahr 2017 +++

Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 2017 einen Rekordüberschuss von 18,3 Milliarden Euro erzielt - den höchsten Wert aus eigener Kraft seit der Wiedervereinigung. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Plus von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung bei 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte.

+++ 7.45 Uhr: Innenministerium verbietet linksextremistische Plattform +++

Das Bundesinnenministerium hat in einem Schlag gegen die linksextreme Szene die Internetseite "linksunten.indymedia.org" verboten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Sicherheitskreisen, nachdem "Spiegel Online" darüber berichtet hatte. Eine Verbotsverfügung ist den in Freiburg lebenden Betreibern der Plattform demnach am Morgen zugestellt worden. Den Sicherheitsbehörden gilt die Anfang 2009 gestartete Seite als einflussreichstes Medium der linksextremen Szene in Deutschland - und als Forum für gewaltbereite Autonome.

+++ 6.37 Uhr: Brücke in Bayern bricht bei Gruppenfoto unter Jugendgruppe zusammen +++

Beim Zusammenbruch einer Fußgängerbrücke über einem Bach in Oberbayern sind elf Kinder und Jugendliche leicht verletzt worden. Sie waren am Donnerstag mit einer Gruppe von 40 Kindern und Jugendlichen sowie zehn Betreuern in Schneizlreuth bei Berchtesgaden unterwegs und hatten sich auf der Holzbrücke für ein Gruppenfoto aufgestellt, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die etwa eineinhalb Meter hohe Brücke krachte plötzlich zusammen, mehrere der Teilnehmer stürzten in den Weißbach.

Der Bach ist an der Stelle nur etwa 20 bis 30 Zentimeter tief, so dass alle von allein herausklettern konnten. Elf Kinder und Jugendliche wurden zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht. Einer der Verletzten musste stationär aufgenommen werden. Warum die Brücke einstürzte, wird nun ermittelt. Die Jugendgruppe mit Teilnehmern im Alter von 10 bis 17 Jahren stammt aus dem Kreis Regensburg und war in einem Camp in Inzell untergebracht.

+++ 5.23 Uhr: Haftbefehl gegen Thailands Ex-Regierungschefin +++ 

Die thailändischen Behörden haben Haftbefehl gegen die frühere Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Es bestehe Fluchtgefahr, erklärte das Oberste Gericht, nachdem Yingluck nicht zur geplanten Urteilsverkündung in einem Prozess gegen sie erschienen war.

In dem Prozess geht es um ein System von Yinglucks Regierung zur Subventionierung des Reisanbaus, bei dem armen Landwirten der doppelte Marktpreis für Reis gezahlt wurde. Militär und Staatsanwaltschaft wollen, dass die Politikerin für das defizitäre System persönlich haftbar gemacht wird. Yinglucks Regierung war 2004 durch einen Militärputsch gestürzt worden. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis und ein lebenslanges Verbot der politischen Betätigung.

+++ 00.01 Uhr: 16 Diplomaten auf Kuba offenbar Opfer von "Akustik-Attacken" +++

Die Affäre um mysteriöse Erkrankungen von US-Botschaftsmitarbeitern auf Kuba weitet sich aus. Das Außenministerium in Washington teilte mit, mindestens 16 US-Bürger seien Opfer von "Akustik-Attacken" geworden. Von wem sie ausgingen, sei aber noch unklar. Derzeit gebe es keine neuen Fälle.

Die USA hatten zunächst von mehreren betroffenen Diplomaten gesprochen und die Regierung in Havanna verdächtigt. Anfang August wurden deshalb zwei kubanische Diplomaten aus Washington ausgewiesen. Havanna wies die Vorwürfe jedoch zurück. Die ersten Erkrankungs-Fälle waren der US-Regierung Ende 2016 bekannt geworden. 



pg/fs/DPA/AFP

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